Demokratischer Kapitalismus? – Oder kapitalistische Demokratie? – Wer hat das Sagen?

Mehr als ein Denkansatz der Wissensmanufaktur

Mit Rico Albrecht und einer höchst interessanten Rede, mit einem Vorwort von Martin Schnakenberg

Wieder einmal, und mit Sicherheit nicht das letzte Mal, versuchen Mitarbeiter der Wissensmanufaktur die Menschen aufzuklären. Ihnen zu zeigen, wo Schwachpunkte und wo Ansatzpunkte sind. Und ihnen natürlich mit viel Fleiß und Schweiß erarbeitete Ideen, Ausarbeitungen und Pläne vorzulegen, wo man eigentlich nur noch zugreifen und diese umsetzen sollte.

Eigentlich macht der Muskelkater nichts anderes. Er hat auch schon mehrfach, und das sogar oft vor der Wissensmanufaktur, auf solche Missstände aufmerksam gemacht (siehe auch den Artikel »Unsere absurde Welt«  oder auch die Satire »Wo ist die Würde des Menschen?«) und wurde deshalb von vielen gelobt, aber auch von einigen sogar schon zu den Verschwörungstheoretikern gezählt. Ich erinnere einfach mal an den Bericht, warum Christian Wulff zurück treten musste und vermutete damals, dass es mit der Unterschrift des Bundespräsidenten zum noch anstehenden Vertrag zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und dem Fiskalpakt zu tun hatte, weshalb er von den Medien gemoppt wurde und dann einfach zurück trat. Genau diese Meinung vertritt auch Nico Albrecht in der nachfolgenden Rede unterm Regenschirm (vielleicht liest er ja heimlich den Muskelkater 😉 ).

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Nicht lustig! – Kleiner satirischer Jahresrückblick

Das Jahr 2011 von hinten gesehen

Von Martin Schnakenberg

Ich bin noch einmal zurück gekommen, um etwas Bestimmtes zu erledigen, aber dann gehe ich auch wieder. Denn ein Jahresrückblick soll immer dann geschehen, wenn ein Jahr (fast) vorüber ist und an Vergangenes erinnert werden soll. Dabei ist es unerheblich, ob es todernst, bierernst, kabarettistisch oder satirisch ist. Hauptsache, der Effekt des Erinnerns vor dem Vergessen hat gewirkt. In den 1960er und auch noch in den 1970er Jahren waren es am Silvesterabend große Kabarettbühnen, wie die Münchner Lach- und Schießgesellschaft oder die Berliner Stachelschweine, die das vergangene Jahr Revue passieren ließen und dabei kein Näpfchen ausließen, in dem Regierung, aber auch Opposition, hinein getreten waren.

In der heutigen Zeit geht das leider nicht mehr in dem Umfang. Denn obwohl wir heute doch aufgeklärter sind als früher, erfahren wir nicht alles, was wichtig ist. Noch schlimmer: die Politiker und die Medien verschweigen uns nicht nur das meiste, sondern sie lügen uns auch noch an. Ob das geschieht wegen der allgegenwärtigen Macht der Lobby oder wegen Bestechlichkeit der Politik und der Medien, sei jetzt mal im Raum stehen gelassen. Wichtig ist, dass das Vertrauen der Bundesbürger in die Politik wegen diesen Machenschaften rapide abgenommen hat.

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Der Papst war zu Besuch. Bis heute streiten sich die Leute, ob er jetzt als Kirchenmann oder als Staatmann gekommen war. Als Staatsmann hat er ja eine imponierende Rede vor dem deutschen ReichsBundestag gehalten. Aber Reden und Handeln sind bei einem solchen Vereinsvorsitzenden zweierlei. Und deshalb ist er als Kirchenmann einfach nur ätzend – zumindest für diejenigen, die nicht zum Verein gehören und die auch aufs Heftigste protestierten und sogar Petitionen einreichten. Auch seine Politik außerhalb seines heiligen Stuhls Petrie ist vom Hass auf die Menschen durchwirkt. Denken wir nur an AIDS, Abtreibungen, Verhütungen, Schwulenhetze und Einmischen in die Privatsphären der Gläubigen.

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Die Kriegsmaschinerie in Deutschland läuft hervorragend. Man ist zwar nicht mehr bei allen Kriegen dabei, hat aber überall durch eine bestimmte Lobby die Finger am Abzug. Kriege in der Welt bescherten der demokratischen Bundesrepublik Deutschland einen nie dagewesenen Wirtschaftsaufschwung. Die Branche um Heckler & Koch, Rheinmetall und Krauss-Maffai herum boomt und lässt keinen Zweifel daran, wer die Herren der Welt sind. Aber auch nicht, wem sie wiederum dienen. Denn wenn die USA bellt, darf keinesfalls zurückgebellt werden, sondern höchstens mitgebellt. Notfalls hält man sich solange zurück und versorgt beide Kriegsparteien mit den notwendigen Verteidigungsanlagen, bis richtiges Militär eintrifft.

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Wir, die viel mit der Tastatur und damit dem Schreiben zu tun haben, kennen es alle, dieses Copy & Paste. Wenn man einen Satz im Editor schon geschrieben hat und dann erkennt, dass er umgestellt besser zu lesen ist, dann schreibt man den nicht noch mal neu, sondern kopiert ihn, oder schneidet ihn aus, und setzt ihn an anderer Stelle wieder ein. Dieses praktische Vorgehen erkannte auch ein gewisser adliger Herr der Bundesregierung und machte sich ans Werk. Dass aus seinem Vorgehen auch ein Vergehen wurde, aber ebenfalls von anderen Politikern, auch in der EU, kopiert wurde, konnte er beim ersten Mal noch nicht ahnen. Aber es wurde für ihn zu einem politischen Stolperstein, der auch die Diskussion über das Urheberrecht neu ins Rollen brachte.

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Mein Vater sagte immer: „Wer viel verdient, bekommt nichts. Aber wer viel bekommt, verdient es meistens nicht!“ Der Satz passt heute hervorragend zu der sogenannten Finanzkrise, die von geldgierigen Heuschrecken und Immobilienhaien in den Casinos der Finanzmärkte ausgelöst wurden. Wer aber meint, die Krise wäre eine Sache der Neuzeit, der irrt sich. Denn schon am 15. August 1971 erklärte der damalige US-Präsident Richard Nixon die Loslösung des US-Dollars von den Goldreserven und leitete damit die Ära des Spekulierens auf zu erwartende Gewinne ein, die wiederum zu wahren Höhenflügen an der Börse und waghalsigen Unternehmungen in der Immobilienbranche führten. Der Mensch ist dabei ins Hintertreffen geraten und spielt schon lange nicht mehr die erste Geige. Das Entfesseln der Finanzmärkte, die völlig außer Kontrolle geraten sind, hat ein neues Denken eingeleitet. Verschwörungstheoretiker sprechen inzwischen von Weltregierungen und dem Gefangensein im eigenen Sumpf.

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Atom- bzw. Kernkraft und Sicherheit der Bevölkerung in Deutschland. Das schien lange Zeit eine Waage zu sein, wo mal die eine Seite, dann die andere nach oben oder unten ging. Bis das Unglück in Japan geschah, angefangen mit einem Seebeben, dann einem Tsunami, dem Zusammenbruch der Kernkraftwerke in Fukushima und der darauf folgender Kernschmelze, die eine ungeheure Menge an Radioaktivität freisetzte und neben der Luft auch die umliegenden Gewässer schädigte. Der Protest, der sich daraufhin in Deutschland ausbreitete (obwohl die ganze Wahrheit noch immer verschwiegen wurde), führte dazu, dass die Regierung angesichts der rasch abnehmenden Popularität und der Angst, bei den nächsten Wahlen verlieren zu können, einen Ausstieg aus der Kernkraftnutzung beschloss, allerdings ohne es im Grundgesetz zu verankern. – Aber wie heißt es so schön: „Wenn der Teufel mal weg ist, dann kommt der kleine Beezlebub und legt wieder ’n Brikett nach!“. Oettinger, seines Zeichens deutscher EU-Kommissar in Brüssel, bringt eine Neuigkeit, die an den Verstand dieses Herrn zweifeln lässt: 40 neue Kernkraftwerke in der EU in den nächsten Jahren. Und das, wo sogar die Außerirdischen schon dabei sind, Ökofreaks zu werden.

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Im großen und ganzen kann man getrost anmerken, dass angesichts solcher katastrophalen Zustände bei den Regierenden von Vertrauen keine Spur mehr ist. Vor allem dann, wenn man sehen muss, dass die Verteilung der Güter und des Volksvermögens ungleich ausfällt: Die Reichen werden durch gezielte Gesetzesänderungen immer reicher und die Armen durch Manipulationen der Zahlen und Androhungen von Zwangsmaßnahmen immer ärmer. Diese Schraube dreht sich immer stärker und die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer mehr auseinander. Man hat hier immer mehr den Eindruck, und einige scheinen es auch zu wissen, dass hier die erforderlichen Gesetze nicht im demokratischen Sinne von den gewählten Volksvertretern geschrieben werden, sondern von der allmächtigen Lobby/Mafija, die es zu ihrem Gunsten formuliert. Da fragt man sich angesichts der verheerenden Zustände im Armutsbericht der Bundesregierung tatsächlich, wer eigentlich das Sagen hat … hier in der Bundesrepublik Deutschland!

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Aber böse Hellseher behaupten stur und felsenfest, dass es auch mal anders kommen könnte. Dass der, der eine Grube, u.a. in Stuttgart, für andere gräbt, auch selber reinfallen kann. Oder: wer immer nach dem Börsenthermometer schielt und dabei mitfiebert, dass es nach oben steigt, sich auch mit kalten Füßen noch eine Lungenentzündung holen kann. Aber wie schon oft bewiesen, gibt es dann wieder die Möglichkeit, dass der Bürger als Steuerzahler und der Arbeitslose, dem Gelder gestrichen werden, einspringen werden, um dem gefallenen Engel aus seiner lebensfeindlichen Misere zu befreien. Und das ist dann wieder das Lustige daran.

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Von der anderen Seite aus gesehen brauchen sich weder Regierung noch die Lobbyistenverbände allzu große Sorgen machen, dass ihr mistiges Spiel auffliegt. Denn der deutsche Michel, in Österreich berechtigter- und lustigerweise auch Piefke genannt, nimmt jeden Tag seine Traumdroge in Form von BILD, heute-Jounal und DSDS ein und ist dann für mehrere Stunden wieder voll empfänglich für Lügen, Märchen und sonstigen Fantasy-Adventures. Und wenn dann noch Fußball, Olympia und Damenboxen im TV übertragen werden, ist er selig und lässt sich am nächsten Tag wieder freiwillig von Merkel, Schäuble, v.d.Leyen, Steinmeier & Co. auf die Schlachtbank führen. – Schlaf weiter, du tumbe deutsche Nuss. Und versehe dich beim Einschlafen nicht beim Schafe zählen.

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Deutschland wurde im Jahre 2011 fast an den Abgrund gebracht, weil die Regierenden es entweder nicht wagten oder es nicht wollten, dass die Finanzmärkte wieder an die Kette gelegt werden. Ebenso ist das Verhalten gegenüber den Wirtschaftsbossen, die von der Bevölkerung das Synonym „Ackermann“ erhalten haben, nur mit panischer Angst deren Macht gegenüber zu erklären. Um uns gefügig zu machen, bedurfte es in den 1980er Jahren noch des Glykolweines, etwas später dann die Fischwürmer, gefolgt von Rinderwahn, Vogelgrippe und der Schweinegrippe. Einschließlich des Einredens, dass die alleinige Schuld an einer Klimakatastrophe uns zufällt, wird hier nachdrücklich daran gearbeitet, uns ein noch viel schlimmeres Übel zu verschweigen. Umweltverbände machten uns trotzdem auf die uns verschwiegenen heimlichen Katastrophen aufmerksam, die wegen der Profitsucht entstanden. Wie die Zerstörung der grünen Lungen der Erde, der Vertreibung und Massentötung von Eingeborenen, der Wiedereinsetzung von Schleppnetzen und damit der Zerstörung des Meeresbodens, den barbarischen militärischen Einfällen in Länder mit Bodenschätzen, der Bedrohung des Weltfriedens durch Aufstellen kriegerischer Geräte und so weiter. Alles nur des Profits willen.

Habe ich was vergessen? – Macht nichts, denn 2012 kommt ja bald. Dann kann der Elefant des Gespanns Merkel/Sarkozy/Ackermann das Porzellan zerdeppern, was er 2011 vergessen hat…

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Ein gutes neues Jahr 2012 für alle.

Und jetzt mache ich Urlaub.

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Hochkarätiger Luxus für Kraft und Schönheit

Wem der schnöde Barren zu langweilig geworden ist, kann zwar in New York Eisbecher mit 23-karätigem Blattgold löffeln oder auch Danziger Goldwasser schlürfen. Die wahren Fans des glänzenden Edelmetalls treibt es aber nach Turcianske Teplice. In dem slowakischen Kurort kann man sich dreieinhalb Stunden in Gold suhlen.

Von Stefan Heinlein, ARD-Hörfunkstudio Prag

„Ich merke wie sich die Wärme über den ganzen Körper verbreitet. Die Haut wird schon ganz anders – sie leuchtet und wird ganz glatt“, schwärmt Zuzsanna. „Das Gold wirkt ganz besonders. Und es riecht auch sehr gut. Das spüre ich überall an meinem Körper.“ Die 34-jährige Angestellte gönnt sich schon zum zweiten Mal eine Goldkur. Entspannt liegt sie im warmen Mineralbad mit den superfeinen Goldflocken.

Eine „einmalige Kombination“, meint auch Kurleiterin Daria Izipova und erläutert: „Die komplette Prozedur dauert dreieinhalb Stunden. Nach dem Bad wird der Kurgast in Goldfolie eingewickelt, damit das Gold noch besser in die Haut eindringen kann. Anschließend gibt es eine Ganzkörpermassage mit Goldöl und zum Schluss gibt es als Sahnehäubchen eine Gold-Gesichtsmassage.“

Oft ein Geschenk an die Ehefrauen

Bei der Massage verteilt Masseurin Monika 24-karätiges Blattgold in feinen Schichten auf Wangen und Stirn ihrer Patientin. Das Edelmetall habe eine entzündungshemmende Wirkung und regeneriere Körper und Seele. „Erst gibt es eine klassische Massage vor allem für den Rücken. Danach geht es weiter mit dem Goldöl für Gesicht und Körper, das sanft in die Haut einmassiert wird. Für meine Gäste ist das ein schönes Gefühl“, wirbt Monika für den Service.

Rund 250 Euro beträgt der stolze Preis für die Wohlfühl-Behandlung. Eine Investition in Gesundheit und Schönheit, die bei den Patienten ankommt. Die Kunden kommen aus der gesamten Slowakei. Viele sind mittlerweile Stammgäste und lassen sich regelmäßig verwöhnen, erklärt die PR-Managerin des Kurbades, Lucia Jetcova. „Unsere Goldkur ist oft ein Geschenk der Männer an ihre Ehefrauen. Insgesamt ist es eine bunte Kundenmischung aus jung und alt. Viele Frauen ab 40 schätzen die besonders wohltuende Wirkung des Goldes auf ihrer Haut. Sie lieben es. Mit Gold wird man ja schließlich nicht jeden Tag eingerieben.“

Kraft für Männer, Schönheit für Frauen

Seit Mitte des 15. Jahrhunderts kommen Kurgäste nach Turcianske Teplice. Der Legende nach entdeckte der Adlige Sigmund von Luxemburg die heilende Kraft des Goldes. Er weigerte sich, während der Bäder seine Krone abzulegen und erreichte so ein biblisches Alter. Erst vor Kurzem belebte die Kurleitung diese Kombination aus Gold und Mineralbad für die heutige Zeit wieder.

„Wir haben alte Dokumente durchgeblättert und sind auf die Sigmund-Legende gestoßen. Es ist ganz einfach. Unser Heilwasser gibt den Männern Kraft, Gesundheit und Ausdauer. Frauen erhalten durch diese Kombination Jugend und Schönheit. Unser goldenes Kurwasser gibt den Menschen also die Eigenschaften, nach denen sie sich sehnen“, so Jetcova.

Legende oder Wahrheit. Kurgast Zuzsanna ist es egal. Sie fühlt sich in ihrem Goldbad wohl und wird auch im nächsten Jahr wiederkommen. Sie sagt: „Ich werde einfach ein wenig verwöhnt. Ich genieße diese Behandlungen. Es ist ein Geschenk von mir an mich selbst.“

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Wegen des Gesetzes des Depublizierens habe ich diesen Artikel von Tagesschau.de nicht kopiert, sondern gesichert. Und es ist noch genügend da, dass es sich lohnt, das Original anzuklicken. Und die Kommentare sind noch interessanter. Kein Wunder, das die schon nach acht Kommentaren geschlossen haben. Ich hatte nämlich auch schon das Kotzen bekommen.

Früher gab es so einen Slogan, der meist auf Monte Carlo gemünzt war, denn da lebten ja „die Reichen und die Schönen“. In Hotels, die wie Paläste aus „Tausend und einer Nacht“ aussahen und Yachten, die schon kleine Kreuzer waren. Früher, wie gesagt. Da, wo man noch bescheiden lebte und ein Hotelzimmer nur zwischen 25.000 und 100.000 Deutsche Mark kostete, je nach Ausstattung. Aber heute, wo die Reichen nicht mehr wissen, wohin mit ihrem Geld, müssen sie schon, um schön zu werden, in Gold baden. Und da kann ich nur neidlos und bemitleidend lachen. Denn sowas brauchen wir nicht – wir sind von Natur aus schön…

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Papa, Matze hat gesagt… – Heute: Wie erkennt man schwarze Schafe?

Vater und Sohn im Zwiegespräch

Von Martin Schnakenberg

Osama Bin Laden ist tot. Sagt die USAnische Regierung. Schon seit 2001. Sagen ehemalige Geheimdienstler. Und Verschwörungstheoretiker sehen sich bestätigt, dass wir alle von den Amis ver…äppelt werden.

Da stellt sich natürlich die Frage: Wer ist hier eigentlich das schwarze Schaf? Bin Laden oder die CIA? Wer ist hier der Gefährlichere? Bin Laden als alter kranker Mann, der vor 10 Jahren an Nierenversagen starb? Oder die Geheimdienste der USA, die wahrscheinlich Al Kaida gegründet und die Vorgänge am 9.11.2001 selber initiiert haben, um die Welt im Namen der Terrorbekämpfung ans Gängelband zu nehmen und in Kriege zu führen?

Naja, soweit gehen die Überlegungen von Vater und Sohn zwar noch nicht, aber sie wollen ja auch erst einmal wissen, woran schwarze Schafe zu erkennen sind. – Okay, dann wollen wir ihnen mal zuhören in der freudigen Hoffnung, dass sie ein Ergebnis haben werden und … dass der Sohn mal wieder das letzte Wort hat.

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Wie erkennt man schwarze Schafe?

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SOHN: „Papa, Matze hat gesagt, sein Vater hat gesagt, das ist ein total schlechtes Bild, das mit den schwarzen Schafen!“

VATER: „So. Ist er jetzt zu allem Überfluß auch noch unter die Kunstkritiker gegangen …“

SOHN: „Nee, wieso?“

VATER: „Wenn er sich Urteile über Bilder anmaßt?“

SOHN: „Doch nich so ein Bild. Das ist doch nur, was man sich so vorstellt, wenn man sagt »schwarzes Schaf«.“

VATER: „Ach so, er meint diese Redewendung.“

SOHN: „Ja, genau.“

VATER: „Und was hat er daran auszusetzen? Das ist doch in der Tat sehr bildhaft, wenn man von schwarzen Schafen spricht, die plötzlich in einer weißen Herde auftauchen.“

SOHN: „Nee, das ist ein ganz schlechtes Bild. Weil … so ’n schwarzes Schaf, das hat doch bloß ’ne andere Farbe.“

VATER: „Ja eben, und damit fällt es aus dem Rahmen.“

SOHN: „Jetzt tust du ja auch schon so, als wenn das ’n richtiges Bild wär!“

VATER: „Wie?“

SOHN: „Du hast »Rahmen« gesagt. Wie von einem Bild.“

VATER: „Ach so – na ja, »aus dem Rahmen fallen«, das ist eben auch eine bildhafte Redensart.“

SOHN: „Jedenfalls – so ’n schwarzes Schaf, das macht doch überhaupt nichts. In so ’ner Herde. Das ist doch genau wie alle andern.“

VATER: „Was die Farbe angeht, eben nicht!“

SOHN: „Aber es ist doch nicht schlechter! So persönlich, mein ich.“

VATER lacht: „Ich nehme an, der Schäfer ist weniger an der Persönlichkeit der Schafe als an ihrer Wolle interessiert. Und vermutlich ist schwarze Wolle schlechter zu verkaufen, weil sie sich nicht so gut einfärben lässt.“

SOHN: „Kann man sie doch schwarz lassen. Schwarze Wolle braucht man doch auch!“

VATER: „Ja doch, aber wenn jemand weiße Wolle haben will, will er eben weiße Wolle haben, und dann werden die schwarzen Schafe eben aus der Herde genommen.“ – Schüttelt den Kopf – „Was lasse ich mich mit dir überhaupt auf solche Schafsgespräche ein?? Bin ich ein Hirte?“

SOHN: „Du sollst ja nur mal ’n bisschen nachdenken, das ist nämlich echt interessant!“

VATER: „Bisher fand ich’s nicht sonderlich interessant, »echt«!“

SOHN: „Weil du vielleicht denkst, es geht immer weiter mit richtigen Schafen, nich?“

VATER: „Womit geht’s denn weiter?“

SOHN: „Mit Menschen. Weil die Leute auch immer denken, die schwarzen Schafe, das sind die, die anders aussehen!“

VATER: „Wie anders?“

SOHN: „Na, eben anders. Wie die Mods, Skinheads, Goths oder die Penner oder die Ausländer oder so Rapcore-Musiker mit ’nem harten Beat oder …“

VATER unterbricht: „… danke, danke, es reicht fürs erste. Zumal all diese farblich abweichenden Schafe mittendrin in unserer gesellschaftlichen Herde leben und emsig ihr Gras zupfen. Was soll’s also?“

SOHN: „Die meisten Leute würden die aber am liebsten raus haben aus der Hammelherde, sagt Matze’s Vater.“

VATER: „Danach geht’s ja aber nicht. Auch die sogenannten Randgruppen oder Minderheiten genießen den vollen Schutz unserer Gesetze.“

SOHN: „Aber wenn man immer bloß auf die guckt, die anders aussehen, sagt Matze’s Vater, dann findet man die echten schwarzen Schafe garnich mehr raus.“

VATER: „Die echten, aha. Und wer soll das sein?“

SOHN: „Die, die so aussehen wie alle anderen und lauter miese Sachen machen!“

VATER: „Erschöpfende Definition.“

SOHN: „Und auf die fallen alle rein, weil sie immer extra gute Manieren haben, vielleicht sogar Anzug mit Krawatte und so was …“

VATER: „Ja sicher, jeder, der krumme Dinger vorhat, wird sich möglichst unauffällig und unverdächtig verhalten. Von dieser Tatsache leben sämtliche Krimis. Was soll man dagegen tun?“

SOHN: „Mehr nach innen gucken als nach außen.“

VATER: „Also, das ist natürlich ein saudummes Gerede, entschuldige bitte! – Genau das ist doch das Problem, dass man keinem Menschen in den Kopf gucken kann oder ins Herz oder wo sonst auch immer nach »innen«!“

SOHN: „Aber manchmal kann man sich’s schon denken, dass einer nich so anständig is, wie er aussieht. Wegen seinem Beruf. Und weil er soviel Geld hat.“

VATER sauer: „Natürlich! Wer es zu Geld gebracht hat und einen feinen Nadelstreifenanzug mit seidener Krawatte trägt, der ist Matze’s Vater von vornherein verdächtig! Und sowas nennt er »nach innen« gucken, ja?“

SOHN: „Er meint doch so Leute, die mit Waffen schieben oder Steuerbetrug machen oder so was.“

VATER: „Wer verbotene Dinge macht, der wird auch bestraft – früher oder später.“

SOHN: „Aber nicht alle. Und dann sind erstmal alle ganz nett zu ihm, weil man’s ihm nicht ansieht.“

VATER: „Solange jemand noch nicht überführt ist, geht man natürlich anständig mit ihm um, das ist ja wohl klar, oder?“

SOHN bockig: „Nein, ist es nicht! – Bei manchen weiß man nämlich ganz genau, was sie gemacht haben, und trotzdem werden sie noch gut behandelt, sagt Matze’s Vater. Weil sie aussehen wie ’n ganz normaler Bürger.“

VATER: „Ach, nun hör doch schon auf, das ist ja schrecklich …“

SOHN: „So alte Nazis, sagt Matze’s Vater, die die wahnsinnigsten Sachen gemacht haben, die …“

VATER unterbricht: „… wer von solchen Leuten unbestraft geblieben ist, gegen den gibt es keine gesetzliche Handhabe. Aber das kann ich dir jetzt nicht erklären.“

SOHN ereifert sich: „Und was ist mit diesen Wirtschaftsgangstern? Der Banken-, Kriegs- und Atomlobby? Und mit diesen korrupten und bestechlichen Politikern? – Die sind alle sehr viel schlimmer als einer, der mit ’ner Pudelmütze und ’ner alten Kutte gegen S21, Atommüll und Kriege demonstriert. Aber DER kriegt Ärger!“

VATER: „Nicht wegen des Demonstrierens bekommt einer Ärger und schon gar nicht wegen seines Aussehens, sondern allenfalls wegen verbotener Aktionen.“

SOHN: „Aber der ist doch trotzdem besser als so ’n eleganter Mafia-Boss, oder?“

VATER: „Also: Erstens weiß ich nicht, ob ein Mafia-Boss elegant ist – ich habe noch keinen gesehen. Und die Polizei zumeist auch nicht. Und im übrigen – das ist ja nun wirklich ein ganz alter Hut: »Kleider machen Leute!« Und wer auf ordentliches Aussehen verzichtet, setzt sich immer der Gefahr aus, falsch beurteilt zu werden.“

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Kleine Pause

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SOHN: „Ganz schön blöd ist das, wie?“

VATER: „Nicht »blöd«, sondern eher menschlich. Und im übrigen: vernünftige Menschen, auf die es letztlich ankommt, die lassen sich durch Äußerlichkeiten schon nicht irritieren. Die akzeptieren jeden erst mal so, wie er ist. Egal, wie er aussieht.“

SOHN: „Glaubst du das wirklich?“

VATER: „Ja, natürlich.“

SOHN: „Kann ich mir nicht denken.“

VATER: „Wieso kannst du dir das nicht denken?“

SOHN: „Wegen voriger Woche …“

VATER: „Was war denn in der vorigen Woche?“

SOHN wütend: „Da hast du meine ganzen Lieblingsklamotten in die Lumpensammlung gegeben!!!“

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Hartz IV macht reich

Klagen überfluten Jobcenter

Anwälte können mehrere hunderttausend Euro mit einem Auftrag des Jobcenters Friedrichshain-Kreuzberg verdienen. Gesucht werden Juristen, die das Amt gegen Klagen von Hartz-IV-Empfängern verteidigen.

Das Jobcenter Friedrichshain-Kreuzberg will auf externe Hilfe zurückgreifen, um die Flut der Klagen gegen das Amt abzuarbeiten. Als erstes der zwölf Jobcenter in Berlin sucht es mit einer europaweiten Ausschreibung (PDF) nach Anwälten, die das Amt vor dem Sozialgericht vertreten. Der gesamte Auftragswert soll in einer „Spanne von 350.000 bis 560.000 Euro“ liegen, heißt es in der Ausschreibung.

Konkret geht es um 500 bis 800 Klagen, die zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe im kommenden Monat noch nicht abgeschlossen sind. Darunter sind auch Gerichtsverfahren, die sich bereits länger als fünf Jahre hinziehen. Sie konnten bisher „aufgrund der Komplexität des Sachverhaltes und der Rechtslage noch nicht zum Abschluss gebracht werden“, erläutert Andreas Ebeling, Sprecher der Berliner Arbeitsagenturen, gegenüber der taz.

Weiter lesen in der taz.

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Und wie wäre es mal mit der genialen Idee, das Grundübel auszustellen oder einfach zu vernichten???

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Die Würde des Menschen ist unantastbar

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Aber der Wert der Würde

liegt monatlich

bei € 359,00

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Abgeordnetenwürde

bei € 10.729,00

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Sommerloch-Artikel: Schön & reich, aber Steuern zahlen die anderen

Eine WDR-Dokumentation

Über diese Produktion des Westdeutschen Rundfunks braucht man nicht viel erzählen, diese Dokumentation erklärt sich von selbst.

Das Leben in Deutschland, Millionäre und normaler Bürger:

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Zum Schluß ein Statement von Gregor Gysi vom 30. April 2010:

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