Sommerpause. Oder doch Arbeit?

Der Muskelkater macht Ferien oder so

Von Martin Schnakenberg

Normalerweise kennt man es vom Muskelkater so, dass just in der Sommer- und Ferienzeit Artikel erscheinen, die nicht nur ein sogenanntes Sommerloch füllen, wo sämtliche Autoren nochmal zeigen, was in ihnen steckt, sondern auch Wiederholungen kommen. Nein, nicht so, wie beim öffentlich/rechtlichen Bezahlfernsehen, sondern Wiederholungen eher wie Erinnerungen an Ereignisse, die aus dem Kollektivgedächtnis verschwunden wären, wenn nicht …

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ARD-Sommerinterview mit FDP-Chef Philipp Rösler

Reden und Tun sind zweierlei, Herr Vizekanzler

Begleitende Texte von Brano Wagner

Gut. Ich sag’s gleich zu Anfang – und ganz zahm ausgedrückt: Ich bin kein Freund der FDP. Darum enthalte ich mich hier auch lieber meiner negativen Meinung und präsentiere besser das, was Sache ist.

„Es geht nicht von heute auf morgen, aber es geht.“ Mit diesen Worten zeigte sich FDP-Parteichef Rösler vollauf optimistisch im ARD-Sommerinterview. Er betonte, vieles sei bereits auf den Weg gebracht worden, etwa die Energiewende und die Bundeswehrreform – auch dank des „hervorragenden Klimas“ innerhalb der Koalition. Durchaus bemüht, seine Themen glaubhaft rüber zu bringen, brachten ihn aber die vielen Unterbrechungen des ansonsten wohlwollenden ARD-„Redakteur“s Ulrich, dem Depp vom Dorf, manchmal so dermaßen durcheinander, dass etwas wie folgt heraus kam, wo man sich fragt: „Weiß der Mann überhaupt, wovon er redet?“. Achtet mal auf solche Sätze wie den mit dem Tourismusbekämpfungsergänzungsgesetz.

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Da das gesamte Interview nicht bei YouTube gespeichert ist, vielleicht sogar von der FDP wegen solchen Schnitzern untersagt, müsst ihr es euch bei der ARD direkt anschauen, solange es noch nicht depubliziert wurde. Denn alles andere seiner Rede sind aus neoliberaler Sicht akzeptable Argumente. – Hier die Adresse:

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video949596.html

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Flächenbrand in Euro-Land: Prof. Dr. H. W. Sinn zur Situation in der EU

Wie war das noch mal? – Erinnerungshilfen

Von Martin Schnakenberg

Von Prof. Dr. Hans-Werner Sinn kann man ja halten, was man will: er ist ein guter Rhetoriker – fast so gut wie Prof. Harald Lesch. Sehr oft führt das, was er sagt, zum Ziel und seine Warnungen treffen ziemlich oft direkt ins Schwarze. Auch stiftet er oft mit seinen provokativen Äußerungen unruhige Denkpausen. Gerade deshalb hat er Kritiker auf beiden Seiten – die einen werfen ihm Systemtreue zu, die anderen das Gegenteil. Äußerst bekannt wurde er vor kurzem mit der Aussage, wir hätten Grundrechte auf Demokratie.

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Auszug aus dem Urteil:

05.07.11 BVG

Prof. Hans-Werner Sinn bezeugte, sowohl er selbst wie die übrigen Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats der Regierung hätten im vergangenen Jahr dem Bundesfinanzminister dringend geraten, die Finger von Bailouts zu lassen.

und

Der Pro­zess­be­voll­mäch­tigte des Deut­schen Bun­des­tages,Prof. Dr. Franz Mayer:

Die Beschwer­de­führer würden sich auf ein neu­ar­tiges Recht berufen, das bisher gar nicht exis­tiere, näm­lich ein umfas­sendes Grund­recht auf Demo­kratie.

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Womit er eigentlich Recht hat, der Professor Mayer. Denn ein Grundrecht auf Demokratie gibt es tatsächlich nicht. Es gibt Grundrechte auf etwa die Versammlungsfreiheit (Art. 8 GG), die Vereinigungsfreiheit (Art. 9 GG), die Freizügigkeit (Art. 11 GG) und die Berufsfreiheit (Art. 12 GG) sowie im weiteren Sinne das Wahlrecht und der Zugang zu öffentlichen Ämtern, aber kein Staat der Erde kann das Grundrecht auf Demokratie garantieren. Die Grundrechte sind → hier bei Wikipedia und → hier beim Bundesjustizministerium zu lesen.

Schon oft warnte er, Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, vor dem gegenwärtigen Finanzchaos. Seine Aussage, dass Deutschland in dieser momentanen Krise der große Euroverlierer wäre, störte den Finanzminister Wolfgang Schäuble sehr. Denn dessen Aussage war ja nun mal genau das Gegenteil, nämlich dass Deutschland der große Gewinner sei. Die Beweise Prof. Sinn’s kann man sich kurz → hier anschauen. Wer aber etwas Zeit hat, schaue sich das nachfolgende Video (etwa 52 Minuten) an.

In diesem Video erläutert Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, wie es in Europa zu einer derartigen finanziellen Schieflage, wie wir sie jetzt haben, kommen konnte. Darüber hinaus behandelt er die Fragen, ob Deutschland wirklich der große Euro-Gewinner ist und ob die momentane Politik der Rettungspakete zielführend ist. Außerdem informiert er über ein Rettungssystem der EZB, dass ohne das Wissen der Öffentlichkeit schon seit 3 Jahren läuft.:

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Auch in verschiedenen Talkshows, hier bei Maybrit Illner, legte er die Fakten immer klar auf den Tisch. Man mag verschiedenes nicht für ganz richtig halten, wenn nicht sogar gänzlich ablehnen, was anwesende Experten ja auch tun. Im großen und ganzen gehen seine Äußerungen und Ausführungen aber in die richtige Richtung: Deutschlands Zukunft versumpft, wenn nicht bald gegengesteuert wird.

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Siehe auch http://dnzs-wirtschaft.blog.de/2011/08/15/eurobonds-zeit-11670080/

http://dienordlichter.wordpress.com/2011/08/19/finnland-ringt-griechenland-geld-ab/

http://www.nachdenkseiten.de/?p=10504

http://dnzs-dienetzschau.blog.de/2011/08/07/anti-steuererhoeher-bitten-teetanz-11605980/

http://zavablog.wordpress.com/2011/08/07/die-usa-sind-armer-als-griechenland-und-portugal/

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Sommerloch-Artikel: Der alltägliche Wahnsinn

Wie war das nochmal? – Alles paletti?

Von Brano Wagner

Eigentlich wollte ich heute einen kompletten Artikel schreiben, der mit der jüngsten Vergangenheit zu tun hat. Meine Artikelserie in meinem eigenen Blog „Brano’s fantastic World“ über die musikalischen 50er – 70er Jahre läuft nämlich so gut, dass ich da bald eine Fortsetzung schreiben muss. – Aber politische Rückschau? Im Muskelkater?

Ich interessiere mich für die aktuelle Politik, motze hin und wieder mal, und wenn’s mir ganz blöd kommt, dann kann ich auch schimpfen wie ein Rohrspatz – das kenne ich an mir und meine Leser auch. Aber eine Rückschau halten, indem der alltägliche Wahnsinn so richtig schön deftig definiert wird? … Kabarettisten wie Georg Schramm, Volker Pispers oder Mathias Richling sind dafür geeignet. Aber bei allem Getöse auch noch ruhig bleiben und zum Schluß sogar noch singen, das kann nur Hagen Rether. – Wenn er über die Selbstherrlichkeiten der Regierenden, der Wirtschafts-Manager und vor allem der Banken und ihrer Finanzelite und sonstiger Heuschrecken redet, weiß man, was Sache ist.

Interessant ist aber immer wieder (der Georg Schramm kann das auch so gut), wie er das, wovon er redet, auch mit seinem Tun unterstreicht. So wie hier, wo er über die oberflächliche, teils hässliche und vertuschende, Berichterstattung der Regierungen und der Medien spricht und dabei die Oberfläche seines Piano’s putzt. Ist schon fast pantomimisches Kabarett: Er putzt das Piano. – Er checkt nicht den Klang, nein, er poliert die Oberfläche. – Dabei hält er einen Rückblick: „Alles kriegen die raus, alles…“. Und hält uns dabei unbemerkt einen Spiegel vor, indem er sich teils selber als Beispiel wählt. – Das ist das Geniale. Einfach toll…

Die folgenden Aufnahmen sind zwar von Mitte letzten Jahres, also 2010, aber die Sommerloch-Artikel sollen ja auch auf etwas hinweisen, was uns vielleicht entgangen ist. Und … was immer noch aktuell ist – oder auch wieder aktuell wird.

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Wie Medien das Bewusstsein der Zuschauer betäuben…

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Hochgeladen von am 10.07.2010

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Sommerinterview mit Sigmar Gabriel

Alles über Werte und Reformen und Krise und Reformen und EU und Regierung und …

Von Martin Schnakenberg

Es ist ja nun mal sehr interessant, wenn man nach Gysi und Merkel jetzt Gabriel hört. Das Merkel von Werten überhaupt nichts versteht, war ja irgendwie klar. Und wenn sie was davon verstehen sollte, dann über’s kaputt machen. Aber dass jetzt Gabriel (der Sigmar, nicht der Gunther) auch damit anfängt, ist schon ein starkes Stück. Denn es war ja schließlich seine Partei, die mit den Grünen zusammen seinerzeit das Unding Hartz4 eingeführt hat. Und dann noch von Werten zu reden, die geschaffen wurden … naja.

Fangen wir zuerst mal mit dem Interview an, welches wieder vom ZDF geführt wurde. Dass die SPD auf ihrer Homepage nicht darauf hinweist, ist ganz klar. Klar ist nicht, wieso sich die Leute immer wieder auf Interviews mit dem ZDF einlassen. Sie wissen doch, wie rechtslastig dieses öffentlich-rechtliche TV-Ungetüm ist und nur der CDU anhangelt. – Aber dafür gibt es anschließend noch einen Sommergruß vom Sigmar.

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Interview – Hochgeladen von am 07.08.2011:

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Was zu tun ist in Deutschland

Von Sigmar Gabriel

„Wir brauchen in Deutschland und Europa einen neuen Aufbruch und neuen Fortschritt“, schreibt Sigmar Gabriel in einem Brief an die Partei. Der Parteivorsitzende der SPD lädt alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, auf spd.de über Ideen für eine soziale Gesellschaft zu diskutieren und mutig zu streiten.

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Liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Freundinnen und Freunde,

die parlamentarische Sommerpause hat begonnen, und trotzdem wird es in der Bundespolitik unruhig bleiben: Ob Euro-Krise, Schuldenmisere, Steuerdebatte, Panzer-Deal, Bildungsprobleme, Altersarmut, Pflegenotstand oder manch andere Themen – diese Bundesregierung lässt alles ungelöst. Stattdessen wird die Bundesregierung von CDU/CSU und FDP auch in der Sommerzeit unentwegt und ohne Ergebnis streiten. Die wahre Ursache für diese Unfähigkeit zu regieren, ist die völlige Ziel- und Richtungslosigkeit von Kanzlerin Merkel. Was gestern noch galt, wird heute über Bord geworfen, und was morgen kommen wird, ist völlig unklar.

Die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes sind längst ernüchtert auf der Suche nach einer Alternative. Dabei geht es nicht nur um einzelne Gesetzesinitiativen oder Einzelforderungen. Die Menschen suchen nach Orientierung und nach einer Idee, wie es in unserem Land und in Europa weitergehen soll. Dafür haben wir Sozialdemokraten viel anzubieten: Unsere Idee einer sozialen Gesellschaft. Wir brauchen in Deutschland und Europa einen neuen Aufbruch und neuen Fortschritt für diese Idee einer sozialen Gesellschaft, die unserem Gemeinwesen Inhalt, Zusammenhalt und Richtung gibt.

Deutschland wird schlecht regiert.

„Die können es einfach nicht“ – wäre das zur Mitte der Wahlperiode nur das Urteil der SPD-Opposition über die Bundesregierung von CDU/CSU und FDP, die Kanzlerin Angela Merkel könnte beruhigt in die Sommerfrische abreisen. Es ist aber längst auch das Urteil der Mehrheit der Deutschen. Nie zuvor waren sich selbst konservative Unternehmer  und Journalisten in ihrem Urteil über eine Bundesregierung so einig. Was könnte Union und FDP, die sich stets als „natürliche“ Regierungsparteien sehen, härter treffen? Die Gründe dafür sind bekannt: Es fehlt an politischer Führung, es fehlt an Mut und klarer Prioritätensetzung und an Erklärungskraft durch die Regierenden. Die Bundesregierung tut nicht, wofür sie gewählt wurde: nämlich ordentlich regieren. Unternehmer und Wissenschaftler sind einig: Die jetzige gute wirtschaftliche Entwicklung ist ein Aufschwung nicht „wegen“, sondern „trotz“ der antriebs-und führungslosen Koalition aus Union und FDP.

Politik erscheint nur noch als zynisches Machtspiel – Nirgendwo geht es mehr um die Sache.

Auch die Bürgerinnen und Bürger – enttäuscht und ermüdet vom ständigen Streit und den Sticheleien zwischen den Koalitionären – wenden sich mit Grausen ab. Ob Euro-Krise, Energiewende, UN-Sicherheitsrat oder die immer wieder kehrende Steuersenkungsdebatte – längst hat sich die Koalition in eine Dauertalksendung ohne Moderation verwandelt. Eine Dauerwerbesendung für Politik ist dieser Zustand indes nicht. Angela Merkels rücksichtslose Kehrtwenden gegenüber allem, was sie noch kurz zuvor mit allem ihr zur Verfügung stehendem Pathos als „alternativlos“ oder „zwingend“ bezeichnet hat, ermöglicht keinerlei Orientierung mehr. Schon seit langem haben viele Menschen das Gefühl, Politik habe keinerlei Sachbezug mehr, sondern sei nur ein zynisches Spiel um Macht und Machterhalt. Die aktuelle CDU/CSU/FDP- Regierung liefert dafür jeden Tag einen neuen Beleg.

Die Herausforderungen für unser Land wachsen – und die Spaltung nimmt zu.

Dabei gibt es genug zu tun: Die wachsende Staatsverschuldung macht den Bürgerinnen und Bürgern heute viel Sorge. Die Regierungen Europas schnüren immer neue Rettungspakete, finden aber keinen Weg aus der Euro-Krise. Nach wie vor fürchten Menschen trotz guter Wirtschaftslage  um ihren Arbeitsplatz oder haben einen völlig unzureichenden Lohn. Der demographische Wandel ist nicht allein ein universitäres Seminarthema, sondern wird längst von vielen Menschen in ihrem eigenen familiären Umfeld  erlebt, etwa bei der Pflege von Angehörigen. Die mangelnde Handlungsfähigkeit unserer Kommunen ist kein Klagelied der Kämmerer, sondern in Stadtteilen und Kiezen mit Händen zu greifen. Ebenso der erbarmungswürdige Zustand unserer Bildungseinrichtungen. Und wer einmal seinen Nachbarn beim Sammeln von Pfandflaschen sehen musste, braucht nicht den Armutsbericht der Bundesregierung, um zu wissen: Einkommen und Vermögen entwickeln sich in Deutschland rasant auseinander. Während selbst in der zurück liegenden Krise die Zahl der Vermögensmillionäre auf 860.000 gewachsen ist, besitzt etwa die Hälfte der bundesdeutschen Bevölkerung überhaupt kein Vermögen. Die soziale Spaltung der Gesellschaft nimmt weiter zu.

Mehr Demokratie wagen – das ist auch heute die richtige Antwort.

[…]

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Es gibt noch mehr Überschriften und Erklärungen im gesamten Brief, der → hier unbedingt gelesen werden sollte. Was dabei auffällt ist, es wird davon gesprochen, dass die Schulden runter müssen, dass das Schuften ohne fairen Lohn ein Ende haben muss („Wenn Top-Manager 20 Prozent mehr verdienen, dann sind 2 Prozent Lohnerhöhung viel zu wenig“), dass das zügellose Kapital Regeln braucht, dass die Bildung forciert werden muss, dass die Qualität in der Medizin für alle durch die Einführung einer Bürgerversicherung für alle gehoben werden muss, dabei auch anständige Bezahlung in den Pflegeberufen und, und, und.

Wenn man das alles so liest, dann fragt man sich, warum das nicht schon längst umgesetzt wurde, warum man sich nicht endlich von den Hartz4-Gesetzen trennt, und zu guter Letzt: warum nicht schon längst eine Zusammenarbeit mit der Linken geschehen ist; denn mit dieser Partei gibt es ganz viele tolle Berührungspunkte, wo es gemeinsam zu schaffen wäre.

Dass es eben nicht so ist und die Landesparteien lieber ein Bündnis mit der CDU eingehen, zeigt einmal mehr, wie unglaubwürdig die SPD und wie groß der Unterschied zwischen Geschwafel und ernsthaftem Engagement ist.

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Sommerinterview mit 2 x Grün

Fragen an Renate Künast und Jürgen Trittin

Von Martin Schnakenberg

Pedelec’s kennt man vom Briefträger. Wenn er schwerbeladen ansteigende Wege und Straßen befährt, schaltet er den Elektromotor ein und hat es dadurch etwas einfacher. Ist ja auch richtig so, denn er ist den ganzen Tag unterwegs. Und … muss arbeiten.

Weshalb jetzt Renate Künast so ein Ding braucht, da fehlt mir trotz ihrer grünen Argumente jegliche Erklärung. Aber gefragt nach der aktuellen politischen Lage gibt sie sehr gute Antworten, die auch nachvollziehbar sind. Außerdem scheint sie im krassen Gegensatz zu Merkel eine Politikerin zu sein, die, genauso wie Gregor Gysi, näher am Volk steht. Was man auch daran erkennt, dass sie plaudert, wie ihr das Maul gewachsen ist und trotz schwieriger Lage noch lachen kann.

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Und während seine Kollegin sich leicht strampelnd elektrisch um das Regierungsviertel bewegen lässt, hat Jürgen Trittin Angst um den verregneten Sommer – oder um seinen maßgeschneiderten Anzug. Er wurde deshalb in seinem Büro interviewt statt während eines sommerlichen Spaziergangs. Dabei ist dieser Sommer nicht verregnet – es ist a) sicher nur die falsche Bekleidung, und b) fand er schon im März statt und dann müssen ab und zu einfach Regengüsse akzeptiert werden, wenn man anschließend nicht über eine zu magere Ernte meckern will, weil der Boden überall zu trocken war.

In seinem Büro wurde er also nach seinen Einschätzungen zur Eurokrise, Energiewende und der damit verbundenen Strompreisentwicklung, den Panzergeschäften und dem Arabischen Frühling gefragt.

Alles in allem haben mich beide Interviews überzeugt, obwohl ich immer noch denke: was wird, wenn sie mal an der Macht sind. Fallen die dann auch um, wie es z.Zt. den Anschein in Stuttgart hat? Man darf nicht vergessen, dass die Grünen zusammen mit der „ach so sozialen“ SPD das Unrechtspaket Agenda 2010 und damit Hartz4 verbrochen haben! – Und der Geldbeutel der Korruption ist immer nur eine Häuserwand entfernt …

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Renate Künast & das Pedelec

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Jürgen Trittin in seinem regensicheren Büro

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Weitere Informationen im Zentralblog des Netzwerkes:

http://blognetzonline.wordpress.com/

und extra: der Steuertanz (Tea-Party) von CDU/CSU/FDP:

http://dnzs-politik.blog.de/2011/08/04/tee-tanz-steuern-11602990/

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Sommerloch-Artikel: Der Hausmeister von Asse packt aus

Wie war das nochmal? – Alles ist sicher?

Von NDR – Extra 3

Das Atommülllager Asse hat einen vertrauenswürdigen Hausmeister: Johannes Schlüter. Bei Extra 3 plaudert er über Lecks, Staub und jede Menge rostige Fässer.

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Extra 3 im Internet: http://www.xdrei.de/

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