P – T

1. Privat

Wenn man etwas privatisiert, dann übergibt man ein bis dahin öffentlich verwaltetes Gut, was sowohl ein Grundstück als auch eine Firma sein kann, in Privathände. Der Staat hat dann in den meisten Fällen nichts mehr zu melden.

Das Gegensatzpaar „publicus“ (für die öffentliche Angelegenheit) und „privatus“ (für die persönliche, familiäre Angelegenheit) gab es schon im alten Rom. Diesem lateinischen Wort „privatus“ liegt das Verb „privare“ zugrunde: es bedeutete einst „berauben, befreien, absondern“.

Ob es sich bei einer Privatisierung nun um eine Befreiung aus staatlicher Herrschaft handelt oder um die Beraubung des ehemaligen Besitzers, also des Staatsbürgers, hängt vermutlich von der Perspektive ab.

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2. Schikane

Schikaniert, also mutwillig gequält, will niemand werden. Wenn man sich aber gegen einen gemeinen Widersacher durchsetzen will, muss man von dessen Seite mit allerlei Schikanen, also Bosheiten, rechnen. Das Wort ist im 19. Jahrhundert aus dem Französischen zu uns gekommen. Dort war eine „chiquane“ eine Spitzfindigkeit, ein Akt der Rechtsverdrehung.

Das Wort Schikane wird jedoch auch anerkennend verwendet. Wer sich ein Haus „mit allen Schikanen“ zulegt, wird darin nicht permanent gequält, vielmehr ist es mit allerlei raffinierten Annehmlichkeiten ausgestattet.

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