Unerhört: Der Schmuggel war ein Aprilscherz des Muskelkaters

Die EU, die Schweiz und der Scherzkeks

Von Martin Schnakenberg

Da hat doch tatsächlich einer die Landungsbrücken gesucht. Dabei sind die in Hamburg, alle anderen nennen sich Seebrücken – und solche gibt es in Friedrichshafen nicht. Auch die Fähre Minna sollte nur an die „Grüne Minna“, dem Gefangenentransporter der Polizei, erinnern. Und es war noch viel mehr falsch an diesem Artikel des 1.April, einfach alles sprichwörtlich aus den Fingern gesogen. Aber so ganz unwahrscheinlich war es nicht, oder?

Es hat sehr viel Spaß gemacht, die vielen Mails zu lesen. Wobei ich nochmals darauf aufmerksam machen möchte, einen Kommentar hier, wo er hingehört, direkt abzugeben und nicht per Mail. – Danke, auch für’s Mitmachen.

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Unerhört: Die EU begünstigt den Schmuggel mitten in Europa

Die EU und die Schweiz

Von Martin Schnakenberg

(mpd) Ein uralter Streit ist wieder ausgebrochen, ausgerechnet zwischen den beiden bisherigen guten Partnern EU und der Schweiz. Von außen gesehen ist die Schweiz natürlich ein Binnenland.

Die EU sieht das aber plötzlich ganz anders: „Binnenland ist auch Inland. Und das ist die Schweiz nun wahrlich nicht“, betonte Friederich von Sorte (Graue, MdEU). „Sie liegt zwar inmitten der EU, aber nicht drinnen!“. Weiter meinte er, dass zukünftige Gespräche mit der Schweiz nur noch als Auslandsgespräche angesehen werden würden. Sogar der Zoll sollte seiner Meinung nach wieder in verschärfter Form eingesetzt werden.

Wie jetzt bekannt wurde, wurde dieser Vorschlag sofort von allen Anrainerstaaten umgesetzt, wobei sogar schon ein überwältigender Erfolg zu verzeichnen ist: Auf der Bodenseefähre Minna fiel dem deutschen Zoll beim Entladen ein gläsernes Geklingel auf, welches aus einem LKW mit Anhänger stammte. Beim Sichten fanden die Beamten dann 57.599 Flaschen Schmuggel-Alkohol in Form eines sehr bekannten Brandy’s. Eine Flasche hatte der Fahrer vorsorglich für sich gesichert. – Auf dem Anhänger des verdächtigen LKW’s stellte man dann zusätzlich noch 20 Tonnen allerbester Zartbitterschokolade sicher, von der Art, welche die Schweizer selber gerne naschen und nie und nimmer nach Deutschland exportiert hätten.

Man sei nun tatsächlich sehr überrascht gewesen, bestätigten die Beamten. Vor allem deshalb, weil es so schnell gegangen sei. Da dieses jetzt aber der erste Fang ist, sollen die Flaschen heute Nachmittag in Friedrichshafen bei den Landungsbrücken kostenlos an die Bevölkerung abgegeben werden. Start der hochprozentigen Verschenkaktion bzw. des Ausschanks um 12:30 Uhr zur Mittagszeit. „Da sehn mir au, ob die ’s ehrlich meine, wenn die von ihre Schupfnudele mit Saitewürstle weg müsse“, meinte schmunzelnd ein Bundesbeamter der Grenzsicherung und fügte hinzu, schließlich gäbe es als Nachtisch auch die beste Schokolade der Welt!

Sonja Kremers (MdB) zeigte sich überrascht und erleichtert zugleich. „Es ist eine gute Sache, die Spaß macht. Ich werde auch da sein, um eine Flasche zu ergattern. Alleine schon wegen neu angestrebter zukünftiger Wahlergebnisse“, meinte sie angesichts der Flaschenmenge und der darin versteckten Prozente. „Ich schlage vor, die Schweiz nicht als Inland oder Ausland zu bezeichnen, sondern das Land ist ganz einfach ein Outdoor-Land oder ein Indoor-Land, je nachdem, von welcher Seite man es betrachtet“.

Quelle: Bodensee-Rundschau

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Kommentar dazu: Der Erfolg der Schmuggel-Aktion mag ihr recht geben – oder auch nicht. Auch wenn ich nicht verstehe, warum sie nicht auch bei der Schokolade zugreifen will. – Es kommt also tatsächlich immer auf den Stand- und Zeitpunkt an.

Hier nochmal der Zeitpunkt zum Abholen der kostenlosen Zollration Brandy: 12:30 Uhr, Landungsbrücken Friedrichshafen.

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Deutsche Umwelthilfe: Deutschland könnte mit Wasserkraft aus Norwegen auf 100% Ökostrom umstellen

Wozu brauchen wir noch Atomkraft?!

Pressemitteilung des SWR mit einem Kommentar von Brano Wagner

Deutschland könnte mit billigem Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken auf Kohle- und Atomenergie verzichten. Das erläutert Peter Ahmels, Experte für erneuerbare Energien bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH) im ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ: „Das Potenzial würde allemal reichen, um den erneuerbaren Strom in Deutschland komplett zu ergänzen zu einer 100 prozentigen Versorgung aus erneuerbaren Energien.“ Insgesamt könnten norwegische Wasserkraftwerke den Strom von 60 europäischen Atomkraftwerken ersetzen!

(Siehe auch den genauen Bericht von REPORT MAINZ: „Wie die Bundesregierung sauberen Strom aus Norwegen blockiert“. Video siehe unten)

Ein norwegisch-schweizerisches Konsortium will, unter dem Projektnamen „NorGer“, die beiden Länder mit einem ersten Seekabel verbinden. Das Kabel soll 2015 in Betrieb genommen werden. Die Leistung von 1.400 Megawatt entspricht der des Kernkraftwerks Unterweser. In Norwegen wird Strom derzeit mit 3 Cent pro Kilowattstunde an der Börse gehandelt, in Deutschland mit 5 Cent. Laut Peter Ahmels würden auch die Verbraucher in Deutschland von den günstigeren Preisen profitieren.

Die Stromleitung soll 600 Kilometer durch die Nordsee verlegt werden und könnte in beide Richtungen genutzt werden. So wäre es möglich, überschüssigen Strom aus deutschen Windkraftanlagen nach Norwegen zu leiten und dort mithilfe von Pumpspeicherkraftwerken zu speichern. Bei Bedarf könnte der Strom wieder von der deutschen Seite abgerufen werden.

Allerdings müsste laut NorGer die Kraftwerksnetzanschlussverordnung (KraftNAV) geändert werden. Bislang regelt die KraftNAV den Netzzugang von Kraftwerken. Die Einspeisung von Strom aus einem Seekabel ist darin nicht geregelt. Zuständig dafür ist das Bundeswirtschaftsministerium. Dort sieht man derzeit nach Informationen von REPORT MAINZ „keinen Änderungsbedarf“.

NorGer-Sprecher Matthias Hochstätter sieht deshalb die Realisierung gefährdet: „NorGer will 1,4 Milliarden Euro investieren in dieses Kabel und dafür muss natürlich gewährleistet sein, dass das auch sicher in Betrieb ist und nicht einfach willkürlich abgeschaltet wird, wann immer der Netzbetreiber gerade Lust hat. Das geht nicht. Sonst kann man so ein Kabel nicht ordentlich betreiben.“

Herrmann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie kritisiert in REPORT MAINZ das Bundeswirtschaftsministerium: „Mir drängt sich der Eindruck auf, dass es hier um eine Blockadehaltung geht, denn natürlich würde die Lieferung von norwegischem Wasserstrom dafür sorgen, dass Kraftwerke in Deutschland im Zweifelsfall abgeschaltet werden müssten, insbesondere dann, wenn erneuerbare Energien wirklich einen Vorrang hätten.“

Das Bundeswirtschaftsministerium wollte zu dem Thema REPORT MAINZ gegenüber bislang keine Stellungnahme abgeben.

Hier jetzt die Sendung vom 20.09.2010:

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Ein YouTube-Leser schrieb dort ganz empört: „Der Herr Brüderle ist mir schon die ganze Zeit suspekt und jetzt sehe ich das hier. Füg endlich „Seekabel“ in die verdammte Verordnung ein Du Penner! 😉 (Sorry aber diese offensichtliche Korruption in unserem Land geht mir echt aufn Sack und ich hab deswegen auch keinen Bock mehr nett zu sein!)

Es wird bald immer mehr Menschen geben im Land, die ebenfalls keine Lust mehr haben auf Höflichkeit denjenigen gegenüber, von denen sie immer mehr und immer häufiger angegriffen, attackiert und ausgebeutet werden. Die Regierung wird sich warm anziehen müssen, denn die nächsten Jahre werden zeigen, ob die französische Revolution nicht bald eine handfeste deutsche wird…

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Weitere Informationen über die Energie in Norwegen:

http://www.norwegen.no/About_Norway/business/Wirtschaftszweige/energy/resources/

http://www.norwegen.no/About_Norway/business/Wirtschaftszweige/energy/electricity/

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