Oettinger plant 40 neue Atomkraftwerke für Europa

EU außer Rand und Band

Eine Information des Umweltinstitutes München

Deutschlands Atomausstieg ficht EU-Kommissar Günther Oettinger offenbar nicht an. aber 40 neue AKW will er den EU-Bürgern in den nächsten 20 Jahren trotzdem aufbürden.

In der bisher vertraulichen „Energy Roadmap 2050“ wird die veraltete Risikotechnologie laut Presseberichten für ihre vermeintlich klimafreundliche CO2-freie Energieproduktion zu vergleichsweise niedrigen Kosten gelobt.

Haben wir richtig gehört? Klimafreundlich, CO2-frei, niedrige Kosten? Beim Uranabbau werden jede Menge gefährliche Umweltgifte frei, ganz zu schweigen von den fatalen Auswirkungen, die ein Super-GAU wie in Fukushima oder Tschernobyl auf Jahrzehnte hat. Zudem ist die CO2-Bilanz der Atomkraft alles andere als prächtig, berücksichtigt man den gesamten Prozess vom Uranabbau, über den immensen Energieverbrauch bei der Anreicherung, sowie von Rückbau und Endlagerung. Und würde man sämtliche externe Kosten in den Atomstrom einpreisen, wäre er längst um ein Vielfaches teurer als Wasser-, Wind- und Solarenergie.

Wenn EU-Kommissar Oettinger immer noch an die Lügen der Atomlobby glaubt und nicht begriffen hat, dass unsere energetische Zukunft in den Erneuerbaren liegt, bei gleichzeitigem Energiesparen und einer Effizienzsteigerung, hat er in Brüssel nichts verloren.

Europa muss aussteigen und nicht einsteigen. Deshalb ist es wichtig, im Rahmen der grenzüberschreitenden strategischen Umweltprüfung (SUP) den geplanten Einstieg Polens in die Atomkraft zu verhindern.

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Werden Sie aktiv:

Setzen Sie sich für mehr Erneuerbare Energie und gegen Atomkraft in Europa ein und unterstützen Sie unsere Onlineaktion gegen das geplante Atomprogramm in Polen. Um dieses zu verhindern, können wir uns im Rahmen des SUP noch bis zum 4. Januar 2012 gegen den polnischen Atomeinstieg aussprechen. Über 18.000 engagierte Bürgerinnen und Bürger haben sich bereits an unserer Onlineaktion beteiligt.

Schicken auch Sie unsere Musterstellungnahme an die polnischen Behörden und schreiben Sie an Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel. Die Bundesregierung ist aufgefordert zu verhindern, dass wir alle von unserem Steuergeld den Aufbau von Atomkraftwerken finanzieren.

Hier können Sie aktiv werden.

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Diese Informationen unbedingt lesen:

Atom-Lügen und Tatsachen, Atomenergie und radioaktive Strahlung, Noch ist Polen nicht verloren, und Atom-Info-Kampagne

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Profit über alles. – Oder: Umweltschutz wird zur Farce, wenn die Mächtigen die Karten mischen

Wie wir belogen und betrogen werden

Wir Deutschen sind ja Meister beim Thema Umweltschutz. Wir sind da richtig erfinderisch – besonders wenn es ums Geld geht. CO2 eignet sich hervorragend für die Besteuerung, kann man da doch so richtig gut mit rechnen. Der Einfallsreichtum bei Steuern und wie man dem Bürger in die Taschen greifen kann, ist beim Thema Umweltschutz richtig groß.

Seit Juli 2009 werden die Steuern für Kraftfahrzeuge nach ihrem CO2 Ausstoß berechnet.

http://www.co2-steuer.info/

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„Neben der Größe des Hubraums ist ab sofort auch der CO2-Ausstoß ausschlaggebend für die Höhe der Kfz Steuer. Wer viel Kraftstoff verbraucht und dementsprechend hohe Emissionen von Treibhausgasen produziert, wird ab einem bestimmten (in den kommenden Jahren sukzessive absinkenden) Schwellenwert zur Kasse gebeten.“

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Auch die Umwelt-Plakette fürs Auto ist nochmal eine Extra-Abgabe.

http://www.umwelt-plakette.de/

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„In weiteren Städten oder Regionen droht, aufgrund Überschreitung oder drohender Überschreitung der Feinstaubgrenzwerte, an mehr als 35 Tagen im Jahr, ebenfalls die Einführung einer Umweltzone.“

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Was gleichzeitig die Besitzer älterer Autos und LKW’s dazu zwingt, neue Fahrzeuge zu kaufen – da freut sich die Automobilindustrie und das sichert Arbeitsplätze. Ist nur ärgerlich für diejenigen, die sich kein neues Fahrzeug leisten können.

Auch die Hausbesitzer bittet man zur Kasse:

http://de.wikipedia.org/wiki/Energieausweis

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„Bei Errichtung, Änderung oder Erweiterung von Gebäuden ist nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) ein Energiebedarfsausweis auszustellen. Einem potenziellen Käufer, Mieter, Pächter oder Leasingnehmer eines bebauten Grundstücks, Wohnungs- oder Teileigentums ist auf Verlangen unverzüglich ein Energieausweis vorzulegen. Bei Verkauf und Neuvermietung ohne vollständigen, korrekten oder zulässigen Nachweis drohen Bußgelder bis zu 15.000 Euro.“

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Wenn man sich das so ansieht, dann könnte man glauben, dass unseren Politikern die Umwelt ja doch sehr am Herzen liegt. Aber dieser Schein trügt, denn es geht wie immer nur ums Geld.

Was nutzt es uns, überall Energie und CO2 zu sparen, wenn der Golf von Mexiko von BP vollgetankt wird oder in Ungarn eine Aluminiumfabrik fahrlässig mit hochgiftigem Schlamm umgeht und in Fukushima gleich drei Reaktoren schmelzen und keiner dafür zur Verantwortung gezogen wird?

Wenn es um Kriege geht, sind unsere Politiker auch dabei. Seit Jahren ist die Bundeswehr wieder aktiv am Kriegsgeschehen beteiligt, wenn auch das Wort Krieg immer wieder gerne vermieden wird. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir schön mitmischen und dass uns da der Umweltschutz egal und CO2 kein Thema ist.

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Den Umweltterroristen auf der Spur

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Es ist ja auch nicht die Bundeswehr, die hier der größte Verschmutzer ist, sondern die US-Army. Das US-Militär ist der größte Umweltverschmutzer auf diesem Planeten und da wird fast keine Region dieser Erde ausgelassen. Natürlich berichten die Medien darüber nicht.

Die UN veranstaltet zwar immer mal wieder eine große Klimakonferenz, wie zuletzt in Kopenhagen, aber da geht es nur um Treibhausgase und Energieverbrauch der normal Sterblichen. Die ausgedehnten, globalen Unternehmungen des Militärs mit Kriegen, Interventionen und geheimen Operationen sowie die Umweltverschmutzung durch tausende Militärbasen rund um die Welt, werden dabei nicht gezählt.

Das US Militär hat einen Verbrauch von 320.000 Fässern Öl pro Tag (!), ohne den Verbrauch von Firmen, die für das Militär tätig sind. Wissenschaftler machen inzwischen das US-Militär als für den Klimawandel verantwortlich. Nach Steve Kretzmann, Direktor der Organisation ‚Oil Change International‘, war der Irak-Krieg für 141 Millionen metrische Tonnen CO2 verantwortlich (gerechnet von März 2003 bis Dezember 2007).

http://priceofoil.org/author/steve/

http://www.agenda21-treffpunkt.de/daten/treibhausgase.htm

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Natürlich macht keiner die Militärs auch nur im Entferntesten für den Klimawandel verantwortlich. Würde man die besteuern, könnte man sich Kriege ja nicht mehr leisten, wo die doch so gut sind für’s Geschäft.

Während der Verhandlungen von Kyoto im Dezember 1997 soll die USA als Bedingung für die Unterschrift des Protokolls sogar eine Ausnahmegenehmigung für ihre weltweiten militärischen Operationen verlangt haben, einschließlich Operationen unter der Beteiligung der UN und der NATO. Die müssen also ihre Emissionen nicht reduzieren. Obwohl es diese Zusagen gab, ratifizierten die USA Kyoto nicht. Die Zusagen blieben aber bestehen.

Ob das stimmt, konnte ich nicht überprüfen. Jedenfalls werden CO2-Emissionen des Militärs bei den Statistiken nicht berücksichtigt. Das US-Militär ist laut der Umweltjournalistin Johanna Peace für 80% des amerikanischen Energieverbrauches verantwortlich.

http://www.marshall.org/article.php?id=70

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„One component of the Administration’s commitment under Kyoto that has not received sufficient attention is the manner in which military forces are treated as a major source of greenhouse gas emissions. The remainder of this paper reviews this issue.“

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http://de.wikipedia.org/wiki/Kyoto-Protokoll

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„Das Protokoll sieht vor, den jährlichen Treibhausgas-Ausstoß der Industrieländer innerhalb der sogenannten ersten Verpflichtungsperiode (2008-2012) um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Trotzdem konnte es bislang nur wenig am allgemeinen Wachstumstrend der wichtigsten Treibhausgase ändern. Die Emissionen von Kohlenstoffdioxid und Lachgas steigen weiter unvermindert an.“

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In Anbetracht der sich ausweitenden militärischen Aktionen, wie jetzt erst wieder in Libyen, erscheint das irgendwie nicht ungewöhnlich.

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„Nachdem George W. Bush im Jahr 2001 das Präsidentenamt übernommen hatte, erklärte er, das Kyoto-Protokoll nicht ratifizieren zu lassen und die von Al Gore 1998 symbolisch geleistete Unterschrift der USA zurückzuziehen. Damit waren die USA aus dem Kyoto-Prozess ausgestiegen, ein Schritt, der auf die erstarkten konservativen Kräfte in den USA zurückgeführt wurde. Die Kehrtwende der USA Anfang der 2000er Jahre hätte beinahe zum Scheitern des Protokolls geführt, da die vorgeschriebenen Anforderungen an das Inkrafttreten nicht erfüllt wurden.“

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http://www.iacenter.org/o/world/climatesummit_pentagon121809/

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„According to environmental journalist Johanna Peace, military activities will continue to be exempt from an executive order signed by President Barack Obama that calls for federal agencies to reduce their greenhouse gas emissions by 2020. Peace states, „The military accounts for a full 80 percent of the federal government’s energy demand.“

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Das ist leider noch nicht die ganze Umweltverschmutzung, die das Militär dem Planeten beschert. Es kommt noch hinzu, dass abgereichertes Uran tonnenweise um die Erde verteilt wird, Landminen und Clusterbomben, die z.B. in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Mittleren Osten verteilt sind, Überreste von Dioxin, die sich immer noch in Vietnam finden und 300- bis 400-fach über dem liegen, was als gesundheitlich unbedenklich gilt, etc. – Dann die Verschmutzung von Erde und Wasser in der Umgebung von Militärbasen, das Testen von Atomwaffen, rostende Fässer mit Chemikalien und Munition, die einfach irgendwo billig ‚entsorgt‘ wurden – die durch Manöver angerichteten Schäden zum Teil in Naturreservaten noch nicht mal mitgerechnet. Ständig sind 285 Kampf- und Versorgungsschiffe der US-Navy im Einsatz, ebenso wie rund 4000 Kampfflugzeuge, 28.000 gepanzerte Fahrzeuge, 140.000 sonstige Fahrzeuge, über 4.000 Hubschrauber, mehrere hundert Transportflugzeuge, 187.493 Transportfahrzeuge. Dann gibt es noch 80 Atom-U-Boote und Flugzeugträger.

Laut CIA-Factbook verbrauchen von 210 Ländern nur 35 Länder mehr Öl am Tag, wie das Pentagon. https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/

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Neuester Schauplatz von Aufrüstung und Krieg ist die Arktis, mit ihren großen Ressourcen. Für die US-Navy ist die Arktis ein Fall der nationalen Sicherheit und es gibt schon einen strategischen 5-Jahres-Plan, wie man die Flottenoperationen im Norden ausdehnen kann. Es wird damit gerechnet, dass die Arktis bis 2030 offenes Gewässer ist. An den Schätzen der Arktis sind auch noch andere Länder interessiert. Die Russen testen dort ihre Bulava Interkontinentalraketen von U-Booten aus an der russischen Arktik-Küste, die Kanadier bauen ein militärisches Trainingszentrum in ihrem Teil der Arktis, bauen neue Häfen, Eisbrecher und eine Flotte von Patrouillenbooten, die Norweger und die Dänen haben in den letzten 15 Jahren ihre Armee arktistauglich umgerüstet und alleine die Norweger haben zuletzt 7 Milliarden für fünf arktistaugliche Fregatten ausgegeben, die mit dem US-Aegis Kampfsystem ausgerüstet sind.

http://en.wikipedia.org/wiki/Aegis_Combat_System

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„The Aegis Combat System is an integrated naval weapons system developed by the Missile and Surface Radar Division of RCA, and now produced by Lockheed Martin. It uses powerful computers and radars to track and guide weapons to destroy enemy targets.

Initially used by the United States Navy, Aegis is now used also by the Japan Maritime Self-Defense Force, Spanish Navy, Royal Norwegian Navy, and Republic of Korea Navy. Over 100 Aegis-equipped ships have been deployed in five navies worldwide. The Royal Australian Navy has selected the Aegis system for placement on its new Air Warfare Destroyers.“

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Die USA planen trotz finanzieller staatlicher Probleme zusätzlich zur Aufrüstung der Navy noch die Stationierung von 36 F-22 Raptor Stealth Fighterjets, was 20% ihrer F-22 Flotte ausmacht, in Anchorage, Alaska. Und die Chinesen bauen ebenfalls drei neue Eisbrecher, womit sie über die größte Eisbrecherflotte verfügen, größer noch als die der USA.

http://www.ottawacitizen.com/technology/navy+plots+Arctic+push/2278324/story.html

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Vom Wirtschaftswachstum zur Umweltzerstörung

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Die Ausgaben für Rüstung steigen Jahr für Jahr – die CO2 Steuern für den normalen Bürger werden es ebenso tun.

Unsere Politiker unterstützen diese Kriege, kassieren den Bürger mit CO2-Steuern ab, glänzen mit Umweltschutz-Themen in der Presse und werden niemals darüber reden, wo die größte Umweltverschmutzung tatsächlich anfällt.

Auch der Zwang zum Wirtschaftswachstum verträgt sich nicht mit Umweltschutz. Kriege werden nicht für die Menschen, ihre Freiheit und ihre Rechte geführt. Im Gegenteil, wenn es um Profit geht, hat der Mensch überall zu weichen, so wie auf der indonesischen Insel Sumatra:

https://muskelkater.wordpress.com/2011/08/17/fur-palmol-des-rama-produzenten-unilever-wird-auf-menschen-geschossen/

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„Vorige Woche zerstörten Sicherheitskräfte von Wilmar mit Waffengewalt und schweren Maschinen das Dorf Sungai Beruang auf der indonesischen Insel Sumatra. Auf diese Weise soll der Widerstand der DorfbewohnerInnen gebrochen werden, die sich gegen den Landraub für Palmöl-Plantagen wehren.“

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Da werden die Regenwälder abgeholzt, die Einwohner vertrieben und das alles nur dafür, dass unsere Frühstücksmargarine morgens auf dem Tisch steht und Unilever schöne Profite macht. Profit aus Palmöl ist halt wichtiger als Menschenleben oder der Sauerstoff, den der Regenwald produziert.

Wirtschaftswachstum, Umweltschutz und Menschenrechte sind in unserer Welt Dinge, die sich einfach widersprechen. Wirtschaftswachstum hat bisher immer und überall Vorrang. Solange, bis wir eines Tages keine Umwelt mehr zum Leben haben, nur weil der Profit einiger weniger Milliardäre sowie die Börsenkurse wichtiger sind.

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Vor dem letzten Umweltgipfel in Kopenhagen gab es den Fall mit den gehackten Computern der Klimawissenschaftler. Klimagate ist aber wieder in der Versenkung verschwunden:

http://www.faz.net/s/Rub217257E406DE435883ABB526E207966E/Doc~EA07509E571914EB1A4EE5B4346CDFCFA~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.faz.net/s/Rub217257E406DE435883ABB526E207966E/Doc%7EEA07509E571914EB1A4EE5B4346CDFCFA%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html

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„02. Februar 2010 – Einen Monat vor dem Kopenhagener Klimagipfel brachte der Hackerangriff auf das Klimaforschungszentrum der Universität von East Anglia einige Forscher ganz temperaturunabhängig ins Schwitzen.

Der E-Mail-Verkehr, den die Datendiebe veröffentlichten, offenbarte nicht nur einen laxen Umgang mit Messdaten, sondern auch das Bemühen, das Klimageschehen auf dem Planeten möglichst dramatisch darzustellen.“

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http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/weltklimakonferenz/tid-16566/klimagate-skandal-um-manipulierte-daten_aid_462308.html

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„In den E-Mails unterhalten sich prominente Klimaforscher darüber, wie sie mit Kritikern umgehen, wie Datensätze so verändert werden, dass sie zur offiziellen Theorie passen, und wie kritische Journalisten boykottiert werden sollen. Ein Aufschrei ging daraufhin durch die angelsächsische Presse.“

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Es ist ja nicht so, dass wir unseren Planeten nicht tatsächlich in eine verseuchte Kloake verwandeln, aber man sollte bei der Wahrheit bleiben und nicht nur lügen, um den Menschen Umweltsteuern und Emissionszertifikate akzeptabel zu machen und dabei die wahren Gründe unter den Tisch fallen lassen. Die Wahrheit wäre aber schlecht für’s Wirtschaftswachstum und den Profit.

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Umweltschutz weltweit eine Lüge

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Klimadaten werden manipuliert und die größten Umweltverschmutzer dabei nicht beachtet, ja mit Absicht verschwiegen. Wenn es um Krieg geht, denkt keiner an die Umwelt. Die NATO flog gerade 20.000 Einsätze über Libyen und verschoss dabei 50.000 Raketen.

Auch bei der Atomkatastrophe in Fukushima wurde von Anfang an gelogen, wie der Gurardian enthülte:

http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/jul/01/fukushima-emails-government-nuclear-industry

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„Emails detailing how the UK government played down Fukushima show just how cosy it is with the nuclear industry

But the release of 80 emails showing that in the days after the Fukushima accident not one but two government departments were working with nuclear companies to spin one of the biggest industrial catastrophes of the last 50 years, even as people were dying and a vast area was being made uninhabitable, is shocking.

What the emails shows is a weak government, captured by a powerful industry colluding to at least misinform and very probably lie to the public and the media.

For the business department to then argue that „we really need to show the safety of nuclear“ and that „it’s not as bad as it looks“, „

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Die veröffentlichten E-Mails zeigen, dass man sehr eng zusammenarbeitete, um die Öffentlichkeit nicht auf den Gedanken kommen zu lassen, dass Atomkraft in unserer Welt untragbar geworden ist. Es wurden sogar die Regierungserklärungen vorher gelesen und von der Atomindustrie umgeschrieben. Was die Medien schreiben durften, bestimmte die Atomindustrie – und nicht die Wahrheit. Nun wissen wir, warum man uns monatelang die schon in den ersten Stunden erfolgten Kernschmelzen verschwieg: Es ist schlecht für’s Geschäft.

In China sieht es auch nicht viel besser aus, beim Thema Umweltschutz:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,712143,00.html

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„So geht Umweltschutz auf Chinesisch: Die Regierung in Peking hat 500 besonders klimaschädlichen Fabriken den Strom abgestellt – und es werden weitere folgen. Bis Ende September sollen mehr als 2000 Betriebe stillgelegt werden.“

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Was aber auch nur Kosmetik ist, angesichts des weltweit weiter steigenden Energiebedarfs. Sinnvoller als den Fabriken den Strom abzuschalten wären wohl moderne Anlagen, Filter und Umweltrichtlinien, aber das würde chinesische Produkte ja teurer machen und da könnten die Unternehmen auch gleich wieder zuhause produzieren, statt Güter um die halbe Welt zu verschiffen.

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Energie, Umwelt und gefährliche Technologien

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Der steigende Energiehunger hat eine schon lange bekannte Methode der Energiegewinnung groß in Mode gebracht: Das Hydraulic Fracturing.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulic_Fracturing

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„Hydraulic Fracturing ist eine Methode der Tiefbohrtechnik, bei der durch das Einpressen eines „Fracfluids“ in eine Bohrung an dieser künstliche Risse erzeugt werden. Ziel ist es dabei, die Permeabilität in der Nähe dieser im Produktionsbereich zu erhöhen, wenn dies eine wirtschaftlichere Förderung der zu fördernden Ressource erlaubt oder gerade die Förderung erst ermöglicht. […]

Die Bohrungen im Rahmen des Hydraulic Fracturing haben direkte Auswirkungen auf die Umwelt. Probleme können durch die eingesetzten Zuschlagstoffe und Flüssigkeiten entstehen, sobald diese aus den Rissen im Gestein ins Grundwasser übergehen. Noch vor wenigen Jahren wurde ein solcher Übergang zum Beispiel im Falle von Kohleflözgasen von der amerikanischen Umweltbehörde (EPA) als unwahrscheinlich angesehen, wobei diese Beurteilung u.a. auf die große Entfernungen zwischen den Reservoiren und den grundwasserführenden Aquiferen und eben die geringe Permeabilität der gefracten Schichten zurückging“

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Wer hat nicht schon die Bilder aus den USA gesehen, wo das Wasser brennt?

http://www.spiegel.de/video/video-1094294.html

Und: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,407061,00.html

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Gasförderung soll Erdbeben in Deutschland ausgelöst haben

Von Axel Bojanowski

Die beiden Erdbeben, die Norddeutschland im Herbst 2004 und Sommer 2005 erschüttert haben, wurden möglicherweise von der Erdgas-Förderung verursacht. Neue Daten, die SPIEGEL ONLINE vorliegen, weisen auf die bisher nur unter Experten bekannte Gefahr hin.“

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In den USA ist dieses Verfahren schon länger bekannt. Das Gas nimmt nämlich oftmals andere Wege als geplant und es werden willkürlich Gaswolken freigesetzt:

http://derstandard.at/1293369975027/US-Bundestaat-Arkansas-Tausende-Voegel-fielen-vom-Himmel—sie-starben-vermutlich-vor-Schreck

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„Tausende Vögel fielen vom Himmel – sie starben vermutlich vor Schreck“

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Natürlich starben die Vögel keineswegs vor Schreck, so wie „Der Standard“ behauptet. Eine ganz andere Erklärung für das merkwürdige Vogel- und Fischsterben gibt der kanadische Geologe Jack Century. Danach ist die Ursache die Gasförderung in diesem Gebiet. In den letzten Jahren haben Erdbeben um 1.200% zugenommen. Alleine in den letzten 4 Monaten gab es 500 Erdbeben in der Stärke 2-3. Eines davon am 30. Dezember, wo dann am 31. die Vögel vom Himmel fielen. Ursache ist laut Century das ‚Hydraulic fracturing‘, was die Öl- und Gasindustrie natürlich abstreitet. Sie pressen mit Hochdruck Wasser und Chemikalien in die Bohrstellen, um die Fördermenge zu erhöhen. Dadurch bricht der Untergrund und setzt nach einem Erdbeben giftige Gase frei.

Außerdem sind die Rohre zum großen Teil marode und haben viele Lecks, wodurch das Grundwasser kontaminiert wird und eben Gas mit aus dem Wasserhahn kommt..

Alleine im Dezember gab es in der Umgebung des Vogel- und Fischsterbens 150 Erdbeben, was ein regelrechter Schwarm ist. Sie sind das Ergebnis von sechs Jahren intensiver Bohrungen. Mehrere 100 Millionen qm³ Gas wurden seit 2004 dort gefördert. Beebe, wo das merkwürdige Vogelsterben sich ereignete, liegt genau in dem Gebiet, wo die viel zu häufigen Erdbeben auftreten.

Es kann nicht normal sein, wenn ein kleines Gebiet im Staat Arkansas mehr Erdbeben hat, wie der ganze Rest der Welt zusammen.

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Das Kapital wird gerettet, alles andere vernichtet

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Wir bohren nicht nur Löcher in unsere Erde und höhlen sie aus wie einen Schweizer Käse, wir brechen dazu auch noch den Untergrund, während wir die Oberfläche samt der Weltmeere verschmutzen und verseuchen.

Da wird so viel Geld in die Umwelt ruinierende Verfahren zur Energiegewinnung gesteckt und man knöpft uns auf vielfältige Art und Weise Geld für den Umweltschutz ab. Ein Umweltschutz, der im Vergleich mit der immer schneller werdenden Zerstörung unseres Lebensraumes geradezu lächerlich ist, aber Hauptsache wir bezahlen dafür und machen die Verursacher der größten Umweltkatastrophen immer reicher.

Auch die CCS-Technologie, bei der CO2 in geeignete Bodenschichten verpresst und dort über lange Zeiträume aufbewahrt werden soll, ist so ein Unsinn. Ziel ist angeblich, Kohlekraftwerke künftig klimafreundlicher zu betreiben. Das ist purer Hohn, denn so wie das Erdgas sich beim hydraulic Fracturing nicht kontrollieren lässt, kommt das so in die Erde gepumpte CO2 auch wieder nach oben. Es sucht sich seinen Weg. Man könnte fast glauben, hierbei handele es sich um einen Trick, um die Emissionswerte schön zu rechnen. Spart wohl Zertifikate.

Längst überfällig ist ein Umdenken in der Politik, weg von zentraler Energieversorgung durch Energieriesen, die mit ihrem Profitdenken unsere Welt vernichten, hin zu dezentraler Versorgung und weg vom Profitdenken und ewigem Wirtschaftswachstum, welches unsere Welt immer schneller zerstört.

Ideen für eine gerechtere, sinnvollere und für die Gattung Homo sapiens sapiens vor allem überlebenssichere Zukunft in Zusammenklang mit der Erde und der Natur gibt es genug, man muss sie nur umsetzen wollen.

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In eigener Sache, hier: Vorankündigung

Hinweis auf neuen aufdeckenden Artikel

Von Martin Schnakenberg

Hier links seht ihr das neue Logo von Britta’s Kolumne, von der ihr schon vieles gelesen habt. Was aber am Samstag erscheinen wird, grenzt an Enthüllungen a la Wikileaks oder ähnliche Portale. Grenzt, wie gesagt. Denn alles, was im neuen Artikel erscheinen wird, ist bekannt. Es sind keine sensationellen Enthüllungen. Jedes Detail, was bald hier zu lesen ist, steht schon irgendwo geschrieben. Nur, und das ist genau das Problem, …

… es wird uns von offizieller Seite aus verschwiegen. Weil die offiziellen Medien – ob Presse, TV oder Online – systemkonform nur das dem deutschen Volk berichten, was a) die Mächtigen vorgeben, b) der geBILDete Leser außer Sportnachrichten lesen will, c) keinem interessiert. Oder?

Britta wagt jetzt einen erneuten Versuch, die verhängnisvolle Sucht nach immer mehr Wirtschaftswachstum und seine Folgen für uns alle, mit nagelneuen Beweisen etwas mehr zu untermauern. Dabei schreckt sie auch nicht davor zurück, die wahren Verursacher der Umweltkrise beim Namen zu nennen.

Nicht versäumen: Samstag ist der Tag für Britta’s Kolumne…

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Hollywood oder Realität? – Weltgeschehen immer absurder

Nicht alles lässt sich abschalten!

Von Martin Schnakenberg

Als ich vor einigen Jahren den Fernseher abschaffte, war das noch einfacher, als sieben Jahre davor mit dem Rauchen aufzuhören. Beides klappte reibungslos und ich bekam keine Entzugserscheinungen. Nunja, einige Kleinigkeiten kamen doch hinzu. Nach dem Rauchen wurde mein Schokoladenkonsum gesteigert und nach dem Fernseher kamen DVD’s dran. Und den Wegfall der Tagesschau ersetzte ich durch das Lesen von Blogs, was dazu führte, dass sich mein Wissenshorizont über die politischen Zustände erheblich erweiterte.

Das fing damit an, dass ich sehr viel früher immer der Meinung gewesen war, dass ein Wörtchen „christlich“ etwas mit Werte zu tun hatte und auch mit dem Glauben. Auch dachte ich, dass das Wort „Sozial“ irgend etwas damit zu tun hätte, dass man sich um andere kümmert, ebenfalls eine Wertegemeinschaft. Auch von den Wörtern „Frei“ und „Liberal“ hatte ich noch eine ganz andere Vorstellung, und zwar von Idealismus und grenzenloser Freiheit. Und zusammen mit dem Wort „Demokratisch“ waren es Begriffe, die dann eben von dieser Freiheit erzählten: Christdemokraten, Sozialdemokraten, Freie Demokraten. Oh Mann, waren das wundervolle und segensreiche Begriffe!

Bis ich dann eines Tages erfuhr, dass Kapitalismus und Demokratie die erbittersten Feinde sind. Früher, zur Zeit Ludwig Erhards, war es die freie Marktwirtschaft, die propagiert wurde und wunderbar funktionierte. Allerdings nur solange, wie die Demokratie mit eisernen diktatorischen Maßnahmen den kapitalistischen Finanzmarkt am Fesselband führte.

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(mehr …)

Hohe Strahlenwerte gefährden nächsten Castor-Transport

Zwischenlager Gorleben wird immer gefährlicher

Von Martin Schnakenberg

Reaktorkatastrophe und erst jetzt der neue Sarkophag in Tschernobyl, Explosionen und Kernschmelzen in Fukushima – kommen dank TV und Internet zwar immer näher an uns ran, aber so richtige und großartige Sorgen machen sich immer noch sehr wenige Menschen hier bei uns und allgemein Europa. Vor allem die Wirtschaftslobby und die ihr verpflichteten Politiker schaffen es immer wieder, Gefahrenzustände in ihrer Brisanz herunter zu spielen.

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Nach den Grünen fordern nun auch Umweltverbände eine Absage des nächsten Atommülltransports ins Endlager Gorleben. Dort drohen die Strahlenwerte die maximale Jahresdosis zu übersteigen.

… schreibt stern.de und bringt gleich ein ganzes Sammelsurium zusammen mit dem Leitartikel: http://www.stern.de/panorama/zwischenlager-gorleben-hohe-strahlenwerte-gefaehrden-naechsten-castor-transport-1720796.html.

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Worum geht es hier eigentlich?

Am Zaun des Atommüllzwischenlagers Gorleben sind die Strahlenwerte so hoch, dass sie den geplanten Castor-Transport im November in das niedersächsische Zwischenlager möglicherweise verhindern. Aktuell sei es möglich, dass die zulässige Jahresdosis überschritten werde, eine weitere Einlagerung von Behältern wäre dann illegal.

Der Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) misst regelmäßig die Strahlenbelastung am Zaun des Zwischenlagers. Die momentanen Messungen lassen eine Überschreitung des Jahresgrenzwertes für das gesamte Jahr 2011 erwarten. Am Zaun ist eine Erhöhung der Strahlung im Vergleich zur normalen Strahlenbelastung von 0,3 Millisievert pro Jahr zulässig. Schon ab 0,27 Millisievert müssen Maßnahmen zur Strahlenminderung ergriffen werden.

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Soweit der Bericht der Klimaretter: http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/9253-erhoehte-strahlung-in-gorleben.

Der Muskelkater hat schon oft darauf hingewiesen, dass hier keine Fässer mehr zusätzlich gelagert werden sollten, ehe nicht ein bis zum Ende der Menschheit absolut sicheres Endlager gefunden wurde. Denn auch aus Asse kommen keine guten Meldungen mehr. Und wenn dann auch noch CO2 in den Boden gepresst werden soll, sitzen unsere Nachfahren auf einem Pulverfass, was jederzeit hoch gehen kann.

Aber die Politiker lernen nicht daraus und haben Geistesblitze, die entweder nur den Vermögenden und ihrem prall gefüllten Geldbeutel dienen oder aber weitab der Realität sind. So meinte jetzt eine Sprecherin des Umweltministerium ganz lapidarisch, dass die Fässer auf dem Betriebsgländer einfach bewegt werden sollten, um die Strahlung am Zaun zu verringern:

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Das Umweltministerium will die erhöhte Strahlenbelastung durch eher kreative Maßnahmen verringern: „Eine wirksame Maßnahme könnte die Umstellung der Behälter innerhalb des Lagers sein, um den Abstand zum Zaun des Betriebsgeländes zu erhöhen“, heißt es in einem internen Vermerk laut Angaben des NDR. [Klimaretter]

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Meine Meinung: ein irrer Vorschlag, der das Denkvermögen der Politiker in vollem Umfang bestätigt, aber auch zeigt, dass sie immer bereit sind, Messergebnisse zu ihrem Gunsten zu manipulieren und den Bürger trotz der Gefahren im Unklaren zu lassen. Auch die Grünen sind empört und die Linken sprechen von Skandal. Einige Umweltorganisationen fordern sogar den sofortigen Stopp aller Planungen für weitere Castor-Transporte. Nur: das ist das Problem. Die Transporte, und damit die Rücknahme des Atommülls, von der Aufbereitungsanlage in Frankreich nach Deutschland in ein Zwischenlager sind vertraglich festgelegt. Umso dringender ist es laut der Forderung der Umweltorganisation BUND jetzt, dieses Warnsignal ernst zu nehmen und den Atomausstieg rascher zu gestalten, als bisher geplant.

Interessanterweise mischen sich jetzt plötzlich auch politische Stimmen ein, die etwas weiter denken, als sie bisher mussten. Klar, sie wollen ja auch mal wiedergewählt werden und anschließend einen guten Posten in der Wirtschaft ergattern. Andererseits machen sie sich wieder mal Sorgen um das liebe Geld:

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McAllister erinnerte bei der Kostenfrage den Bund daran, dass die Bundesländer im Bundesrat bereits mit 16:0 Stimmen gefordert haben, “dass der Bund diese einsatzbedingten Mehrkosten bei den Atomtransporten übernehmen soll”. Schließlich übernehme Niedersachsen “mit Gorleben nationale Verantwortung”.

http://westreporter.eu/uh-news/?p=40523

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Wie dem auch sei: die Proteste werden solange nicht verhallen, solange sich ein Mensch in seiner Umgebung unsicher fühlt. Obwohl Demonstrationen inzwischen mit Polizeigewalt niedergeknüppelt aufgelöst werden, weil sie gegen das Interesse der herrschenden Klasse aus Politik, Wirtschafts- und Finanzlobby verstoßen. Es sind deshalb auch immer nur einige Wenige, die am Ball bleiben und die Mitmenschen immer wieder versuchen aufzurütteln. Die Des- und Falschinformationen haben schon Dimensionen angenommen, die an frühere Zeiten erinnern.

Denn betrachtet man die offizielle Darstellung der weiteren Vorhaben, dann sollte der im November geplante Castor-Transport nach Gorleben eigentlich der letzte mit hochradioaktiven Abfällen aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague sein. – Tatsache aber ist, dass 2014 von dort noch ein Transport mit mittelradioaktivem Atommüll in das Zwischenlager rollen soll und ab 2015 dann noch 21 Castorbehälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in Großbritannien in das Lager in Niedersachsen gebracht werden. – Und schon mal überlegt, wie viele Transporte wohl noch nach 2022 hinaus rollen müssen, bis der letzte Atommeiler wirklich abgeschaltet ist und auch der gesamte Komplex sicher entsorgt wurde???

Solche Verwischung von Ergebnissen (Fässerabstand vom Messzaun) oder Verdrehung von Tatsachen („Es tropft nur ein wenig, kein Problem“, Asse Endlager) oder sogar neue Festlegungen der Mindest- oder Höchststandards (Strahlenwerte aus Fukushima) sind nicht mehr länger hinnehmbar. Wir fordern klare Aussagen. Auch von den Medien, bei denen, wie es scheint, die BILD mit ihrer Hetze, Fehl- und Nichtinformationspolitik viel Erfolg gehabt hat. Und auch wenn überall versucht wird, unsere Demokratie zu demontieren, ist immer noch das Volk der Souverän, der vor Willkür geschützt werden muss – und nicht das Kapital!!!

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Siehe auch: Die Legende vom Salzstock und Asse strahlt so stark wie nie zuvor.

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Für Palmöl des Rama-Produzenten Unilever wird auf Menschen geschossen

Gewalt für Rama-Margarine

Gemeinsame Pressemitteilung von Watch Indonesia!, Rettet den Regenwald und ROBIN WOOD und einem Nachwort vom Ökognom

Die Organisationen Watch Indonesia!, Rettet den Regenwald und ROBIN WOOD fordern den Konsumgüter-Konzern Unilever auf, unverzüglich auf den Einsatz von Palmöl seines Lieferanten Wilmar zu verzichten.

Aktueller Anlass: Vorige Woche zerstörten Sicherheitskräfte von Wilmar mit Waffengewalt und schweren Maschinen das Dorf Sungai Beruang auf der indonesischen Insel Sumatra. Auf diese Weise soll der Widerstand der DorfbewohnerInnen gebrochen werden, die sich gegen den Landraub für Palmöl-Plantagen wehren.

Zu ersten Auseinandersetzungen war es gekommen, nachdem Wilmar-Sicherheitskräfte einen Dorfbewohner festgesetzt hatten, weil der Palmölfrüchte verkaufen wollte, die Wilmar für sich beansprucht. Zwei Tage später verwüsteten Sicherheitskräfte der Wilmar-Tochter „Asiatic Persada“ zusammen mit der gefürchteten indonesischen Polizeibrigade Brimob das Dorf. Brimob schoss auch mit scharfer Munition auf Menschen.

„Dies ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wilmar ist ein blutiges Unternehmen. Die Behauptung dieses Konzerns, nachhaltiges Palmöl zu produzieren, ist eine Lüge“, sagte Rivani Noor von der indonesischen Nichtregierungs-Organisation Cappa. Mitglieder von Cappa haben den Gewaltexzess von Wilmar vor Ort dokumentiert.

Die Bewohner des Dorfes Sungai Beruang gehören zu den letzten Indigenen Sumatras. Palmölkonzerne haben diesen Menschen ihr traditionell genutztes Land und damit ihre Lebensgrundlage geraubt, es kahl geschlagen und anschließend in profitable Plantagen verwandelt. Das Dorf Sungai Beruang ist heute komplett von Palmöl-Plantagen eingeschlossen.

„Wilmar führt Krieg gegen die Menschen in Indonesien“, urteilen ROBIN WOOD, Watch Indonesia! und Rettet den Regenwald, „und hier kriegen die Konsumenten das Palmöl aufgetischt, ohne etwas von brutalen Vertreibungen und Waldzerstörung zu ahnen. Den Reibach machen internationale Lebensmittelkonzerne, allen voran Unilever.“

Unilever ist mit rund 1,3 Millionen Tonnen pro Jahr einer der größten Palmölverbraucher weltweit, und Wilmar zählt zu den wichtigsten Palmöl-Lieferanten von Unilever. ROBIN WOOD hat Unilever wiederholt aufgefordert, seine Geschäftsbeziehungen mit Wilmar zu beenden. Doch der Hersteller von Rama, Sanella, Knorr und vielen weiteren bekannten Lebensmittelmarken kauft weiter in großem Stil bei dem asiatischen Raubbaukonzern.

Statt zu handeln, versucht sich Unilever mit dem Palmöl-Siegel RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) grün zu waschen. Die Industrie hält beim „Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl“ die Mehrheit. Unilever und Wilmar-Manager sind im RSPO-Vorstand. Damit zertifiziert sich die Industrie dort gewissermaßen selbst. Deshalb erhalten selbst Konzerne wie Wilmar, die vor Gewalt nicht zurückschrecken, das RSPO-Siegel.

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Eine von Cappa erstellte Chronologie der Ereignisse sowie Fotos findet ihr unter:

http://www.robinwood.de/palmoel

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Weitere Infos, auch über das RSPO-Siegel stehen unter:

http://www.regenwald.org/news/3188/die-nachhaltigkeits-luge-ein-film-uber-das-schmutzige-geschaft-im-regenwald

http://www.bos-deutschland.de/2011-08_wilmar/2011-08-BOS-D_Statement-Wilmar.pdf

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Für Rückfragen stehen folgende Personen bereit:

Peter Gerhardt, ROBIN WOOD, Tel. 01577 / 78 28 825, peter.gerhardt(at)robinwood.de

Marianne Klute, Watch Indonesia!, Tel. 0176 / 24 52 65 49, klute(at)watchindonesia.org

Reinhard Behrend, Rettet den Regenwald, Tel. 040 / 410 38 04, info(at)regenwald.org

Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressestelle, Tel. 040 / 380 892 22, presse(at)robinwood.de

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Nachwort vom Ökognom:

Wie groß die Firma Wilmar International inzwischen schon geworden ist, kann man alleine schon in der Wikipedia nachlesen. Und dass diese Firma über Leichen geht, um an ihren Profit zu gelangen, haben außer Robin Wood auch schon andere Organisationen wie Greenpeace und BUND bewiesen. Proteste verlaufen ins Leere, wenn sogar die Europäische Union der größte Handelspartner ist. Vielleicht hat die EU sich auch deshalb das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 10 % der Kraftstoffe mit Biodiesel zu bedienen, weil sie den Profit der Firma erhöhen will. Denn raffgierige Kapitalisten müssen ja untereinander zusammen halten, gell? – Was kümmert sie die Natur, was kümmert sie die Menschen, wenn nur ihr Kontostand wächst. „Nach uns die Sintflut“, ist deren Motto … und daran halten sie sich auch.

Andersrum betrachtet: Wer ist denn der Abnehmer von Rama, Sanella und Knorr? Na? – Antwort: WIR. – Wenn wir diesen Raubbau nicht wollen, wenn wir nicht wollen, dass unschuldige Menschen wegen einer Profitgier sterben, dann müssen wir auch was tun. Dann müssen wir endlich geschlossen aufstehen und diese Produkte boykottieren. Die Autofahrer haben es uns mit dem Biobenzin schon vorgemacht. Jetzt sind die Einkäufer der Waren- und Handelshäuser, der Lebensmittelmärkte und der Discounter und natürlich an erster Stelle die Hausfrauen und Hausmänner als Endverbraucher gefordert:

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BOYKOTTIERT DIE PRODUKTE VON UNILEVER. – JETZT SOFORT!

NIE WIEDER RAMA, SANELLA UND KNORR.

Wir wollen ehrlichen Handel. Die EU kann sich ihren Handelspartner an den Hut oder sonstwohin stecken. Wir machen das nicht mehr mit!!!

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Stuttgart21: Wie unter einem Brennglas – Teil 2

Der Kapitalismus zeigt seine Fratze

Ein Gastartikel von Karl Weiss

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Bespitzelung; Polizeibrutalität; Provokateure der Polizei; Medien-Gleichschaltung; Polizeilügen; Medienlügen; Vortäuschen von Demokratie; Betrug am Wähler; Betrug der Medien; Vetternwirtschaft; Geheimpolitik; Korruption; Kriminelle Bereicherung; Verschleuderung öffentlichen Eigentums; Gewaltige Unfallrisiken, wenn nur der Profit stimmt; Umweltzerstörung, Kriminelle Verschwendung von Ressourcen; Umverteilung von Steuergeldern an die Reichen … das sind nur achtzehn der Aspekte, die bei Stuttgart21 das wahre Gesicht des Kapitalismus zeigen – wie unter einem Brennglas. In diesem zweiten Teil beschäftigen wir uns mit den zweiten neun.

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Vetternwirtschaft

Was die „Vetternwirtschaft“ betrifft, also das gegenseitige Zuschanzen von Vorteilen unter politisch und marktwirtschaftlich verbundenen Personenkreisen, so hat dieser Artikel bereits alles wesentliche gesagt: „Stuttgart21: Schwäbischer Filz“ (http://karlweiss.twoday.net/stories/8384140/)

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Geheimpolitik

Zum Unterschied dessen, was CDU, SPD und FDP behaupten: Es gab niemals eine öffentliche Diskussion über alle Aspekte von Stuttgart 21, im Gegenteil: Das Projekt wurde zwar einmal der Presse vorgestellt, aber nie hat sich jemand damit beschäftigt, ob irgendein Stuttgarter davon schon gehört hatte oder auch nur die Grundidee kapiert hatte. Die Behauptung, die Beschlussfassung sei öffentlich gewesen, ist schlicht und einfach gelogen.

Man hat das Projekt, wenige Monate, nachdem es der Presse vorgestellt worden war, in aller Heimlichkeit im Stuttgarter Stadtrat verabschiedet, ohne dass die Bevölkerung davon etwas gehört hätte.

Die Bevölkerung hatte nie eine Chance, auch nur etwas davon zu hören – ganz zu schweigen von irgendeiner Art von Mitbestimmung.

Als nämlich dieser Stadtrat gewählt wurde, der das beschloss, gab es das Projekt noch gar nicht – jedenfalls war es noch nicht veröffentlicht. Deshalb hatte auch niemand eine Chance, das Projekt überhaupt kennenzulernen geschweige denn sein Wahlverhalten von der Stellung zum Projekt abhängig zu machen.

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Korruption

Die Gesellschaft, welche hauptsächlich von diesem Projekt profitieren wird ist Eigentümerin von verschiedenen Einkaufszentren, der man auch in diesem Fall das Gelände zur Verfügung stellen wird, auf dem man einen oder mehrere Konsumtempel phantastischen Ausmaßes hinstellen wird und dann an die Ladenketten vermieten. Im Aufsichtsrat sitzt – wie es der Zufall will, eine CDU-lerin aus Baden-Württemberg. Aber gemach, sie gab diesen Posten auf, als das herauskam.

Was da noch so alles an Vorteilen fließt, geht u.a. aus diesem Artikel hervor: – Stuttgart21 – Schwäbischer Filz

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Kriminelle Bereicherung

Wer Aufträge aus dem Topf für Stuttgart21 bezieht und dann anschließend Parteispenden an die unterstützenden Parteien gibt, hat sich kriminell bereichert und gibt dann auch noch ein Stück der kriminellen Bereicherung weiter. Dabei sind natürlich immer jene Spenden am interessantesten, die nicht an die Öffentlichkeit kommen, weil sie in den berühmten schwarzen Koffern übergeben und nicht veröffentlicht werden. Der bekannteste Fall solcher Spenden war die CDU-Spendenskandal mit dem Hauptpersonen Kohl und Schäuble. Obwohl es natürlich eine kriminelle Machenschaft ist, wurden Kohl und Schäuble nicht verurteilt und Kohl auch nicht in Beugungshaft genommen, um die anonymen Spender zu nennen.

Seitdem greift das natürlich um sich wie eine ansteckende Krankheit. Wer heute noch Parteispenden auf dem öffentlichen Wege gibt, ist dumm.

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Verschleuderung öffentlichen Eigentums

Werden wesentliche Teile des Bahnhofs und des Bahngeländes abgeräumt, um anschließend diese Flächen an Privatfirmen zu geben, die darauf bauen werden, so wird da natürlich öffentliches Eigentum verschleudert. Der Wert von solch riesigen freien Flächen in einer der großen Städte Deutschlands geht in die Milliarden, doch Stuttgart wird da mit einigen Milliönchen abgespeist werden und wird keinerlei Teilhabe an den fetten Gewinnen haben, die dort gemacht werden. Man frage nur einmal nach dem Verkaufspreis und vergleiche den mit den Umsätzen der Läden, die da reinkommen. Dazu kommt das öffentliche Eigentum der Bad Cannstatter Heilquellen. Durch das Absenken des Grundwassers sind die in höchster Gefahr zu versiegen. Das wäre ein Verlust für die Allgemeinheit in immenser Höhe.

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Gewaltige Unfallrisiken, wenn nur der Profit stimmt

Aufgrund des speziellen Untergrunds in der Tallage Stuttgarts müssen Tunnel und Grundwasserabsenkungen hier mit extremer Vorsicht betrieben werden, was bei den bisherigen Kostenschätzungen noch nicht berücksichtigt wurde.

Werden diese extremen Sicherheitsmaßnahmen aber nicht getroffen, so muss man mit Unfällen rechnen. Ein Fachmann sagte dazu: „Da können sich plötzlich Löcher im Boden auftun, in denen achtstöckige Häuser verschwinden können.“

Einen Überblick über die wichtigsten Dinge im Stuttgarter Untergrund gibt dieser Artikel: – Stuttgart21 – Der spezielle Untergrund in Stuttgart

Was dort noch nicht erwähnt wurde, ist ein anderes inakzeptables Unfallrisiko: der ganze unterirdische Bahnhof wird eine Neigung von 6% aufweisen, ja, Sie lesen richtig: Eine Neigung in Richtung der Gleise. Das ist selbstverständlich aus offensichtlichen Gründen verboten – nach bahninternen Standards. Nur in Stuttgart nicht, da darf der Bahnhof geneigt sein. Es ist offensichtlich: Dies wird eine ständige Quelle von Unfällen darstellen mit weglaufenden Rollstühlen, Kinderwagen oder Zugeinheiten.

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Umweltzerstörung

Für Stuttgart21 müssen große, alte Bäume im Schlosspark, der unmittelbar an den Bahnhof anschließt, gefällt werden. Die ersten wurden bereits unter Anwendung brutaler Gewalt entfernt. Viele weitere werden folgen. Von den Fachleuten wird aber befürchtet, es wird den gesamten Stuttgarter Schlosspark betreffen, denn die massive Absenkung des Grundwassers, die verhindern soll, dass der neue Bahnhof überflutet wird, wird für all die Pflanzen im Schlosspark verheerende Folgen haben. Damit wird aller Voraussicht nach die einzige größere zusammenhängende grüne Zone im Kern-Stadtgebiet von Stuttgart bleibend geschädigt, um der Profite der Einkaufszentrenbetreiber willen und was davon für die Parteien abfällt. Das ist ebenfalls kriminell.

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Kriminelle Verschwendung von Ressourcen

Wie vor kurzem veröffentlicht wurde, wird der neue unterirdische Bahnhof 250% der Elektrizität verbrauchen im Vergleich zum jetzigen Hauptbahnhof. Das hängt mit den vielen zusätzlichen Beleuchtungen, Aufzügen, Rolltreppen usw. zusammen.

Aber auch der Verbrauch von vielen Ressourcen für den Bau, viele nutzlose Tunnel usw. verschwenden öffentliche Mittel ohne Notwendigkeit. Es ist offensichtlich, dass ein Teil der geplanten Tunnel absolut unnötig ist bzw. bei Bestehenbleiben des jetzigen Hauptbahnhofs nicht gebraucht worden wäre. Der Hauptbahnhof funktioniert aber in perfekter Weise. Das einzige, was man an ihm aussetzen könnte: Er ist ein Kopfbahnhof. Aber fragen Sie einmal in München oder Frankfurt nach: Ein Kopfbahnhof schafft keine nicht leicht zu lösende Probleme.

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Umverteilung von Steuergeldern an Reiche

Ja, die Steuergelder. Nicht nur, dass sie für ein unnötiges Projekt ausgegeben werden, vor allem: der eigentliche Grund für diese immensen Ausgaben ist ausschließlich das Aufbringen von Gelände in bester Geschäftslage im Zentrum einer Großstadt. Und dieses Gelände wird Firmen zur Verfügung gestellt (für ein paar ‚peanuts‘.), die private Eigner haben oder Aktionäre, Leute also, die sowieso schon stinken vor Geld.

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Dies waren die achtzehn typischen kapitalistischen Übel, die in Stuttgart21 wie unter einem Brennglas zusammengefasst sind.

Natürlich gibt es noch viel mehr Übel im Kapitalismus, er tötet zum Beispiel eine riesige Zahl von Menschen. Aber das folgert dann natürlich – ganz natürlich – aus diesen.

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Hier der Link zum ersten Teil dieses Artikels: „Wie unter einem Brennglas“ und zur Quelle. Siehe auch „Stuttgart 21 – Demokratisch legitimiert?“ (pdf) und eine Finanzierungsrechnung.

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