Stuttgart: Rentner plündert Rathaus aus

Von Martin Schnakenberg

Große Überschrift bei der BILD, die man schon aus hundert Meter Entfernung sehen kann, mit dem dazugehörenden Artikel:

Polizei findet tonnenweise Stifte, Papier, Ordner und sogar Klobürsten

So räumte Hausmeister Klaus das Rathaus leer

[…]

Klaus P. (69) war 25 Jahre lang Hausmeister im Stuttgarter Rathaus. Die gute Seele. Aber offenbar auch eine ziemlich schwarze…

Er klaute in seiner Dienstzeit aus den Amtsstuben im Rathaus rund 25 Tonnen Büromaterial, Toilettenpapier, Handwerkszeug!

http://www.bild.de/regional/stuttgart/diebstahl/hausmeister-klaus-raeumte-das-rathaus-leer-23465228.bild.html

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Nachschlag 2010 oder: Muskelkaters Start in das Jahr 2011

Hat da jemand von Erholung gesprochen?

Von Martin Schnakenberg

Kaum ist man mal einige Tage nicht da, macht mal Urlaub, ohne PC, Mails und nervtötenden Nachrichten, geht es schon wieder hoch her. In der Wirtschaft, in der Politik, in der Gesellschaft – in genau dieser Reihenfolge, die mittlerweile schon den Standard der Mächte kennzeichnet.

Da wurden in der Adventszeit dem braven Bundesbürger Geschichten und Geschehnisse aufgetischt, die Stoff ergeben würden für so manchen äußerst spannenden TV-Film – politisch, wirtschaftlich, aber immer kriminell. Da wurden sogar Lügen erfunden, dass sich die Balken fast bogen … vor Lachen wegen der Dreistigkeit.

Checken wir mal gemeinsam nur einige kleine Fische aus dem riesigen Aquarium der politischen Verfehlungen.

Da hieß es kurz nach Weihnachten: „Sprit wird knapp“. Ich musste mich festhalten, um nicht laut loszuprusten. War denen das Gasolin eingefroren wie die Oberleitungen der Bahn? – Tatsache war (laut Auskunft eines befreundeten Tankstellenpächters), dass nicht geliefert wurde, um die Benzinpreise erhöhen zu können, und dass, um den neuen Biomix verkaufen zu können. Dieser neue Kraftstoff ist auch wieder ein eigener Witz, allerdings ein trauriger. Landschaften mit Monokultur werden bald mitten in Deutschland entstehen. Ich sehe schon den Ausverkauf ostdeutscher Ackerflächen vor mir, Ackerflächen von der Größe des Saarlandes, wo früher die berühmten und wohlschmeckenden Kartoffeln Mecklenburgs angebaut wurden und jetzt, durch den Verrat der christlichen Regierung, die den Verkauf (keine Verpachtung mehr) bundeseigener Anbauflächen forciert, genmanipulierte Biospritpflanzen großer Pharma- und Ölkonzerne wachsen. Stück für Stück werden wir unseres Eigentums beraubt und müssen dafür auch noch zahlen. Das Raubrittertum im Mittelalter war ein Verbund mit Heiligenschein gegenüber diesen Ganoven und Gaunern, die uns momentan regieren. Anders ausgedrückt: Ein stinkender Hundehaufen zum Nachtisch ist mir lieber, als diese Deppen von der jetzigen Politik länger ertragen zu müssen!

Information aus dem „Ostfriesischen Kurier“ vom 30.12.2010:

BERLIN/ESSEN/dpa – Der Chef des Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, ist vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zum Umwelt-“Dinosaurier 2010“ ernannt worden. Der Vorstandschef erhalte die Auszeichnung für seine „hemmungslose Beeinflussung“ der Bundesregierung bei der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, teilte der Nabu am Mittwoch mit.

Dem ist nichts hinzuzufügen…

Ein ganz anderes Ding ist ja das Ding mit den fünf Euro für Hartz4-Empfänger, die schon im Jahre 2008 von der damaligen Grünen-Regierung mit SPD-Beteiligung eingeplant war und jetzt von einer gewissen weiblichen Dame als ihr neu errechnetes Eigentum herausgegeben und veröffentlicht wird. Hier merkt man tatsächlich, dass das Wort Dame eine Abkürzung von Dämlichkeit ist. Denn die Ursula von der Leyenkirche der Heiligen der letzten drei Tage merkt in ihrem ach so christlichen Wahn nicht, wie sie nicht nur die Hartz4-Empfänger verprellt und wütend macht, sondern auch den Rest der Bevölkerung – außer Ackermann und Papst – weil sie damit die Verhandlungen über einen gesetzlichen Mindestlohn nicht nur empfindlich stört, sondern sogar boykottiert. Außerdem handelt sie sich eine Rüge des Bundesverfassungsgerichtes ein, welches eindeutig verlangt hatte, dass die Berechnungen der neuen Grundlagen transparent zu sein haben. Aber das einzig transparente scheint wohl ihr Höschen zu sein, mit dem sie weiterhin Kindesmissbrauch verfolgt – zusammen mit Frau von NuttenGuttenberg in öffentlichen TV-Sendungen zweifelhafter Sender. Siehe dazu den Wortlaut der Rede von Gregor Gysi vor dem Deutschen Bundestag.

Die Frechheit, bei den Verhandlungen um das von der Tussi Ursula eingebrachte „familienfreundliche“ Gesetz zur Hartz4-Reform die Partei „Die Linke“ total auszuschließen, können sich nur diejenigen leisten, die maßgeblich an den menschenverachtenden Machenschaften von Hartz4 beteiligt waren und jetzt kein Wort mehr darüber verlieren wollen, weil sie Angst vor ihrem eigenen Arschgesicht haben und erkennen könnten, wie unfähig und einfältig sie sind: CDU/CSU, FDP, SPD und Bündnis90-Die Grünen. Siehe die Pressemitteilung.

Gefunden im „Ostfriesischen Kurier“ am 30.12.2010:

BRAUNSCHWEIG – Der Braunschweiger Domprediger Joachim Hempel hält langfristig eine Erhöhung der Kirchensteuer für erforderlich. „Sparen ist keine Perspektive“, sagte er am Mittwoch. Es sei „an der Zeit, dass jemand sagt, dass die Kirchensteuer erhöht werden muss“.

Im Nachnamen von Herrn Hempel sollte das erste „e“ bitteschön durch ein „a“ ersetzt werden. Denn nur so kann die Brüderlichkeit mit unserem Außenminister und seiner römischen Dekadenz klar dargestellt werden. Um es mal im Klartext zu definieren: Die Kirchensteuer soll weder erhöht noch erniedrigt werden. Sie soll weg. Abgeschafft. Die Trennung von Kirche und Staat, im Grundgesetz verankert, muss endlich Wirklichkeit werden. Dann kommen auch nicht mehr solche Auswüchse unseres neuen Blödelpräsidenten, der davon sprach, dass der Islam Deutschland ist. Fakt: Religion ist Privatsache. Keine Angelegenheit des Staates, mit dem er sich beschäftigen muss. – Dazu folgt noch ein eigenständiger Artikel…

Die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin von StaSi- und Wirtschafts-Gnaden hat hoffentlich kein labil gebauter Mensch gehört. Denn dann brauche ich nicht gesondert darauf eingehen, weil dieses Geschwafel jedem magenschwachen Patienten zum Kotzen verleitet hätte. Und meine Bemerkungen dazu sicherlich auch…

Stuttgart und Berlin haben eines gemeinsam: sie haben Projekte, die von egoistischen Träumern ersonnen wurden, die schon längst in Brüssel ihr unanständiges Sitzungsgeld erhalten, ohne selbst anwesend zu sein. Und – sie, die Projekte, sind inzwischen fast unbezahlbar geworden, außerdem unzweckmäßig, dumm und für Jahrtausende nach der Fertigstellung nur mehr als Museum zu gebrauchen.

Ich spreche von Stuttgarts neuem unterirdischen Bahnhof und … dem Flughafen für Staatsgäste in Berlin. Beides Prestige-Projekte durchgeknallter Politiker, die sich selbst ein Denkmal setzen wollten und damit dem steuerzahlenden Bürger ein Vermächtnis hinterlassen, wo sogar noch die Urururenkel daran zu knabbern haben, falls diese angesichts des rasant anwachsenden Schuldenberges überhaupt noch gezeugt und geboren werden.

BERLIN/dpa – Der neue Flughafen für Regierungsmitglieder und Staatsgäste in Berlin wird mehr als doppelt so teuer wie geplant. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben teilte mit, dass nur für den Sonderterminal BBI Schönefeld statt 125 Millionen Euro nun 310 Millionen Euro Baukosten veranschlagt sind, ohne die Gesamtkostensteigerung zu berücksichtigen. Zudem verzögere sich die Fertigstellung nochmals um mindestens ein Jahr bis 2014, welches die Endkosten ebenfalls steigen lassen wird. Die ersten Kostenprognosen hätten sich nur auf einzelne Gebäude bezogen, ohne den Bedarf der Nutzer insgesamt zu decken, so die Behörde,was einer Ausstellung eines Geistesarmutszeugnisses entspricht.

Ich habe meine Bemerkungen diesmal in roter Schrift zwischengefügt. So brauche ich mich nicht darüber aufzuregen, dass es bei S21 genau dasselbe ist. Es hat mir schon gereicht, dass der Stuttgarter Polizeipräsident eine Pressemitteilung gab, wo er die Verantwortung des Polizeiterrors und des Einsatzes ausländischer Polizisten selber verantworten wollte und der Politik eine weiße Weste unterjubelte. Als dann schließlich der demenzkranke Innenminister BW’s auch noch die ganze Schuld an dem Massaker an unschuldigen Schülern den Demonstranten selber zuschob, sah ich den schwarzen Peter darin liegen, dass einfach wild und einfältig eine dummdreiste Provokation veranstaltet werden sollte. Hier sollte der Eindruck erzeugt werden, dass das Eingreifen der Polizeitruppen gewollt, von vornherein geplant, und das Verletzen der Demonstranten (Blind durch Wasserwerfer, Sehschaden durch Pfefferspray) absolute Absicht war. Nur aus dem Grund, damit sich dadurch bestätigt einige friedliche aber labile Demonstranten sagen könnten: „Wenn die Polizei scharf schießt, können wir es auch“.

Falsch gedacht, Leute. Eure Rechnung geht nicht auf. Denn wir bleiben friedlich, bis zum vielleicht bitteren Ende. Wenn euch die Köpfe eingeschlagen werden sollten, dann kommt dieses aus euren eigenen Reihen oder von euch selbst, weil ihr eure eigene Unfähigkeit, Dummheit und Arroganz nicht mehr ertragen könnt.

Die richtige Revolution kommt später – und dann auf leisen Sohlen. Ihr Schleimscheisser werdet euch noch wundern, wenn ihr so weiter macht wie bisher…

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Gregor Gysi: Merkel hat mit ihrer Entscheidung das Ende ihrer Kanzlerschaft eingeleitet

Energiepolitik und Stuttgart21

Von Brano Wagner

10.11.2010 – Der energiepolitische Irrweg der Bundesregierung stößt auf massiven Widerstand der Bevölkerung. Tausende Demonstrantinnen und Demonstranten stehen für die Mehrheit der Bevölkerung. Die Bundesregierung hat mit der Aufkündigung des Atomkompromisses einen gesellschaftlichen Großkonflikt heraufbeschworen, den sie für die Profite der vier Energiekonzernen in Kauf nimmt.

Soweit die Zusammenfassung der Rede von Gregor Gysi vor dem Deutschen Bundestag (der nur halb besetzt war. Ich frage mich, wie können die es wagen, für ihre Abwesenheit auch noch Diäten zu verlangen. Aber wahrscheinlich arbeiten sie an ihren schwarzen Konten, wo alle Bestechungsgelder landen). Hier seine komplette Rede:

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Stuttgart 21-Proteste: Innenminister hetzt gegen „begüterte Eltern“

Hilfe! – Verstand gesucht…

Von Martin Schnakenberg

Friedliche Schüler auf Stuttgart-21-Demo am Montag

Friedliche Schüler auf Stuttgart-21-Demo am Montag

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich im ZDF-„Morgenmagazin“ über die Stuttgart 21-Demonstranten Luft gemacht. Verärgert sprach er von der Gewaltbereitschaft der Demonstranten und einer „Stimmungsdemokratie“.

Besonderen Unmut erregten protestierende und seiner Meinung nach „begüterte“ Eltern, da diese ihre Kinder für die Demonstrationen krankschreiben lassen würden. Dies sei „ein Missbrauch des Demonstrationsrechts“.

Auch Heiner Geißler, der als Schlichter bei dem Streit eingesetzt ist, bekam sein Fett weg. Dieser würde nun als Heiliger dastehen, während die aktiven Politiker die „Idioten“ wären.

Womit er fast recht hat. Aber es heißt nicht „wären“, sondern „sind“ und „Idioten“ ist in diesem Fall ein Kosewort, worüber er sich glücklich schätzen sollte. Der komplette Artikel kann im Spiegel gelesen werden.

Und dann sollte man doch mal zur Realität finden. Ich finde es beschämend, dass dort, wo keine Gewalt herrschte und Schüler, wie im Bild oben zu sehen ist, friedlich demonstrieren, einfach Gewalt hinein interpretiert wird, um dann mit Polizeigewalt den Staatswillen durch zu setzten – ein altbekanntes Mittel gegen Bürgerprotest.

Unterdessen plaudern in der Montagsausgabe des Hamburger Abendblatts (inzwischen nur noch als Abonnent zu lesen) zwei Polizisten ein wenig aus dem Nähkästchen. Der Mannheimer Beamte Thomas Mohr war nach Angabe des Blatts bei jenem brutalen Polizeieinsatz Ende September in Stuttgart dabei, bei dem unter anderem mehreren Demonstranten mit Wasserwerfern in die Augen geschossen wurde und es zu dieser folgenschweren Körperverletzung kam, die von den Politikern einfach weggesteckt wird. Er berichtet in der Springer-Zeitung: „Wenn man scharfe Kampfhunde, ich meine die Polizei-Spezialeinheiten, mit zu einer Demonstration nimmt und sie dann auch noch ohne ersichtlichen Grund von der Leine und räumen lässt, dann beißen sie ohne Erbarmen zu. Dafür wurden sie gedrillt und ausgebildet. Das wussten die, die für den Einsatz verantwortlich waren, ganz genau. Sie mussten das Okay von oben haben. Von ganz oben. Mindestens vom Innenministerium.“

Laut Abendblatt war Mohr von dem Einsatz, bei dem rund 400 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden, schockiert. „Wir werden von der Politik immer mehr missbraucht und verheizt. Zweckentfremdet und benutzt, der Imageschaden für uns Polizisten, die per Treueschwur und Dienstbefehl für die Regierung den Kopf da draußen auf der Straße hinhalten müssen, ist durch Stuttgart enorm.“

Wobei ein Teil seiner Aussage grundfalsch ist. Denn die Polizei ist per Treueschwur nicht der Regierung, sondern dem deutschen Volk verpflichtet!!! – Vielleicht sollte das mal jemand allen Polizisten sagen!

Gleichzeitig zitiert das Blatt einen anonym bleibenden Beamten, der über illegale Methoden der Polizei bei solchen Einsätzen spricht, wie sie Anti-AKW-Demonstranten im Wendland und anderswo schon unzählige Male erlebt haben: „Ich weiß, dass wir bei brisanten Großdemos verdeckt agierende Beamte, die als taktische Provokateure, als vermummte Steinewerfer fungieren, unter die Demonstranten schleusen. Sie werfen auf Befehl Steine oder Flaschen in Richtung der Polizei, damit die dann mit der Räumung beginnen kann.“ – Und, was er nicht sagte … die Demonstranten animiert werden sollen, es ihnen gleich zu tun! – Ein abscheuliches Vorgehen im Auftrage der Politik!!!

Einer Klärung bedarf es jetzt sicher nicht mehr. Die Regierung hat dem Volk den Krieg erklärt. Ein Volksentscheid kann den Krieg nicht beenden, aber dämpfen. Was danach kommt, hat die Regierung, haben alle beteiligten Politiker, selber in der Hand. Wir schauen nach Frankreich. Einem Volk, von dem wir noch viel lernen können. Und wir werden mit Sicherheit schnell lernen. Damit die Wirtschaftsdiktatur in Deutschland wieder zu einer Volkdemokratie wird. Aber ihr Politiker könnt ganz beruhigt sein: die Steine fliegen ganz zuletzt – oder garnicht. Zumindest nicht vom Volk. Denn schließlich habt ihr die Steinigung aus der biblischen christlichen Geschichte schon seit längerer Zeit für euch allein gepachtet…

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Siehe auch:

http://dnzs-dienetzschau.blog.de/2010/10/19/polizeilicher-einsatz-provokateure-fast-medien-mal-geschwiegen-9677058/

http://www.radio-utopie.de/2010/10/12/30-september-polizei-prugeleinheit-attackierte-zuvor-in-zivil-schuler/

http://starherald.wordpress.com/2010/10/13/mit-wasserwerfer-verletzter-stuttgarter-rentner-bleibt-blind/

http://zavablog.wordpress.com/2010/10/19/neue-kaltewelle-in-dieser-woche/

Nachtrag: Und als Ersatz für den jetzt Abo-Artikel des Hamburger Abendblatts eine sehr interessante Meinung in der taz… mit den gleichen Tatsachen.

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Nachgereicht vom 10.10.2010

Muskelkater’s Tagesglosse

Auf den Tag genau acht Monate ist Stefan Mappus Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Und steckt schon in der politischen Sackgasse – weil er den Sackbahnhof in Stuttgart loswerden will und die Leute ihm mit ihrem permanenten Widerstand gegen das Großprojekt tüchtig auf … na, lassen wir das. Selbst den Schlichter von der eigenen Partei – der schon sechs Jahre CDU-Generalsekretär war, als Mappus in die Junge Union eintrat – hat Merkels Hoffnungsträger im Südwesten zurückgepfiffen, weil der von Friedenspflicht gesprochen hatte. Heiner Geißler erfuhr einmal mehr, dass die Zeiten, da auch Christdemokraten dem Volk aufs Maul schauten, längst vergangen sind. Der forsche Regierungschef hofft offenbar, dass die Schwaben zu ihrer fast sprichwörtlichen Tugend zurückkehren und sich die Proteste irgendwann sparen. Aber denkste! Es werden immer mehr. Doch in fünf Monaten könnten sie Geiz richtig geil finden. Und der CDU das Kreuzchen bei der Landtagswahl verweigern.

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Stuttgart 21: Bundesweite Unterstützung der Proteste

Netzwerk-Artikel Beispiel Köln

Von Martin Schnakenberg

Überall in Deutschland gärt es. Und das ganz besonders seit dem brutalen Überfall der Polizei Baden-Württembergs auf eine friedliche Stuttgarter Schüler-Demo. Das Vertrauen in die Polizei als „dein Freund und Helfer“ hat einen gefährlichen Knacks bekommen. Vereinzelt schauen sich die Menschen schon verängstigt um, wenn sie einen Polizisten begegnen („Na, ob der wohl auf mich einprügelt, nur weil ich auf der falschen Straßenseite laufe?“).

Unser Netzwerkpartner Ronald Pabst (Mehr Demokratie e.V.) hat sich in Köln umgesehen und einige Bilder auf der dortigen Demo geschossen. Diese fügte er mit originalen Audio-Aufnahmen zu einem kleinen Film zusammen, der die Stimmung in Köln sehr gut wieder gibt. Er schreibt dazu:

Anlässlich des harten Vorgehens der Polizei im Schlosspark fanden in vielen Orten Kundgebungen statt. Mehr Demokratie besuchte die in Köln, dabei wurde wieder einmal deutlich, wie wichtig vielen Menschen der Ausbau der Demokratie ist.

Hier jetzt das Video unter dem Titel: „Köln: Meinungen auf der Stuttgart 21-Demonstration“:

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Die von mir nicht unbedingt akzeptierte „Heute-Show“ brachte ausnahmsweise einen Artikel, der zwar kabarettistisch angehaucht ist, aber den Film und die Bilder von Ronald Pabst wunderbar ergänzt.

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Stuttgart 21: Experte warnt vor geologische Katastrophen

Schwankende Neubauten

Von Gottfried Knapp

Wer die Voraussagen der Sachverständigen kennt, muss von dem Großprojekt „Stuttgart 21“ dringend abraten: Im Untergrund des geplanten Bahnhofs lauern geologische Katastrophen, deren Auswirkungen nicht absehbar sind. Ein Experte warnt.

Auch wenn von den Befürchtungen der Fachleute nur ein Bruchteil wahr wird, könnten sich die Stadt Stuttgart, das Land Baden-Württemberg und die Deutsche Bahn bei der Verwirklichung ihres gemeinsamen Großprojekts Stuttgart 21 in ein Unglück stürzen, dessen Ende nicht absehbar ist.

Der Protest gegen das Bauvorhaben "Stuttgart 21" regt sich seit langem. Nun haben die Demonstranten neue Argumente: Der unterirdische Bahnhof ist aus geologischer Sicht ein Risikoprojekt. (© dpa)

Die vielen Gegner des ehrgeizigen Projekts haben sich in den letzten Wochen auf das akut vom Abriss bedrohte Bahnhofsgebäude und auf die kontinuierlich explodierenden Kostenvoranschläge konzentriert; doch wenn man die Risiken, die nach Meinung der Sachverständigen im Stuttgarter Untergrund auf die Tunnelbauer lauern, zur Kenntnis nimmt, wirken die derzeitig veranschlagten Kosten wie Schönwetterprognosen bei nahendem Hurrikan.

Stuttgart war immer schon ein Ort, an dem sich das höhere bautechnische Ingenieurwissen geballt hat wie nirgendwo sonst in Deutschland. Die führenden Köpfe der Stuttgarter Ingenieurschule gelten weltweit als Pioniere im Erproben neuer Bautechniken und als Instanzen in allen Problemfällen des Bauens. Doch beim weitaus komplexesten Bauprojekt der Stadt sind nach Meinung von Fachleuten die fälligen Voruntersuchungen nicht in der Intensität vorgenommen worden, die nötig gewesen wäre, um grünes Licht für das Projekt zu geben.

Frei Otto ist einer der Überväter der renommierten Stuttgarter Bau-Schule und einer der wichtigsten Konstrukteure der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ohne seine technisch-visionäre Vorarbeit hätte der Wunderbau des Münchner Olympiazelts nie errichtet werden können.

Frei Otto hat, vom Pritzker-Preis abgesehen, alle wichtigen Auszeichnungen auf dem Bausektor erhalten, doch in der Stadt, in der er als Architekt, Konstrukteur, Wissenschaftler und Lehrer ein Leben lang tätig war, wollte, nachdem Stuttgart 21 zum Projekt von „übergeordneter Bedeutung“ erhoben worden war, niemand mehr auf den lästigen Propheten im eigenen Lande hören. Alle Anfragen und Warnungen, die Frei Otto an die offiziellen Stellen richtete, wurden mit Hinweisen auf „höhere Interessen“ abgeschmettert.

Das ist umso rätselhafter, als Frei Otto Mitgewinner des Wettbewerbs für den künftigen unterirdischen Durchfahrbahnhof ist: Er hat den Siegerentwurf von Christoph Ingenhoven, der den begonnenen Vorarbeiten für den tiefgelegten Querbahnhof zugrunde liegt, in seinen konstruktiven Details präzise vorformuliert, also auch das Aussehen der Gleishalle wesentlich mitbestimmt.

Katastrophales Anschwellen des Bodens

Doch an der Eignung des Stuttgarter Talkessels für einen querschießenden Bahnhof, der als geschlossener Tunnel fast 100 Meter breit ist und zwölf Meter tief in die Erde hinabreicht, hat er immer gezweifelt. Außerdem wird der im Boden eingelassene Bahnhofsquerriegel den Schlossgarten in ganzer Breite durchschneiden, also die beiden derzeit nur durch eine Straße getrennten Teile des Parks noch einmal deutlich weiter auseinandertreiben.

Früh schon hat sich Frei Otto als Mitverantwortlicher darum nach den fälligen Untersuchungen des Grunds erkundigt, doch überzeugende Antworten sind die Behörden bis heute schuldig geblieben. Seit Januar 2009 ist Frei Otto jedenfalls aus dem Projekt Stuttgart 21 ausgeschieden.

Das schwerwiegende geologische Problem, auf das der Doyen der Stuttgarter Bausachverständigen hinweist, ist den lokalen Ämtern und Behörden fast notorisch bekannt. Doch die Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die Risiken zu minimieren, reichen nach Meinung der Fachleute in keinem Fall aus.

Die Bahn verkündet in ihren Stuttgart-21-Broschüren, dass sie Hunderte Probebohrungen im ganzen Stadtgebiet durchgeführt habe, um die vier Tunnel, die kreuz und quer unter die Innenstadt geschoben werden müssen, sinnvoll zu postieren.

In diesen Werbeprospekten ist natürlich nicht davon die Rede, dass bei den Bodenuntersuchungen an vielen Stellen, wie befürchtet, Anhydrit gefunden worden ist; jenes Mineral, das, wenn es längere Zeit mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, um 50 Prozent anschwillt und unaufhaltsam alles zur Höhe oder zur Seite drängt, was in seiner Nähe ist. „Salzsprengung“ nennen die Physiker diesen Vorgang, der beim Berg- und Tunnelbau katastrophale Folgen hat. Wasser als Problem…

Weiterlesen bei sueddeutsche.de, wie die geologischen Probleme die Kosten des Tunnelbaus in die Höhe treiben können. Sehr interessant und aufschlussreich sind auch schon die Kommentare dazu. Unbedingt lesen…

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