Der Papst im Bundestag – Nach Kindesmissbrauch jetzt Erwachsenenheil?

Folgt jetzt ein Requiem für Hitler?

Von Martin Schnakenberg

Es ist schon ein starkes Stück, was sich hier der Bundestagspräsident Lammert (CDU, klar. Woher denn sonst!) geleistet hat. Diese Frechheit, den Scharlatan, der sich „Papst von Rom“, dann der „Nachfolger Petrus“ (Zitat: „…auf den ich meine Kirche baue“) und dann noch „Stellvertreter Gottes/Christi auf Erden“ nennt, zu einer Rede vor dem Deutschen Bundestag einzuladen, müsste mit einer lebenslanger Inhaftierung bestraft werden – bei trockenem Brot und schmutzigem Wasser. Aber nein – solche hirnrissigen Präsidenten sind ja Politiker, die sich alles erlauben können, sie sind ja immun gegenüber jeder Verfehlung … genauso, wie der Papst, den ich als hinterpfotzigen Scharlatan bezeichne. Ihr stellt gleich fest, warum ich nur beleidigende Worte für solche Missgeburten habe. Denn dieses Teufelchen in Schäfchenfratze will dieses Jahr wieder Deutschland bereisen.

Der Bundestag darf keine Bühne für

Homophobie sein

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Papst Benedikt XVI. wird im Rahmen seines offiziellen Deutschlandbesuchs vom 22. bis 25. September 2011 auch eine Rede vor dem Deutschen Bundestag halten. Dazu erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

„Die Einladung des Papstes in den Deutschen Bundestag ist völlig unverständlich. Der Bundestag macht damit einen Kniefall vor einem Religionsführer, der keinen Zweifel daran lässt, dass er wesentliche Grundlagen unserer Verfassungsordnung wie Gleichberechtigung und Diskriminierungsverbot ablehnt.“

Was damit gemeint ist: Benedikt XVI. hat Entscheidungen des Deutschen Bundestages wie die Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft als „Legalisierung des Bösen“ geschmäht und rigoros abgelehnt. Er verneint zusätzlich menschenverachtend die Gewissensfreiheit von katholischen Abgeordneten, wenn er ihnen ultimative Befehle zum Abstimmungsverhalten über gleichgeschlechtliche Partnerschaften gibt. Der Papst hat nie eine Gelegenheit ausgelassen, Lesben und Schwule herabzuwürdigen und ihnen nicht nur gleiche Rechte abzusprechen, sondern sie sogar auf unwürdige Art und Weise als das Werk des Teufels zu bezeichnen (Originalzitat: „Das ist nicht Gottes Wille“).

Statt in den Bundestag sollte der Papst bei seiner Berlin-Visite zu einem Besuch des Denkmals für die von Nationalsozialisten verfolgten Homosexuellen eingeladen werden. Das wäre der richtige Ort, endlich die längst überfällige Entschuldigung für die jahrhundertelangen Verbrechen der Katholischen Kirche an Homosexuellen und auch der restlichen Welt auszusprechen. In den untenstehenden Links sind die mörderischen Hintergründe der gottlosen Kirche zu finden, weshalb ich es mir hier erspare. Der Papst könnte sich ja mal während seines heiligen Stuhlganges erlauben, diese Tatsachen zu Gemüte zu ziehen, bevor er unheiliges und nicht recycles Papier für seinen alltäglich verschissenen Mist verbraucht.

Ansonsten, wenn er dieses nicht dementiert, muss man davon ausgehen, dass dieser Wolf im Schafspelz seine NSDAP-Vergangenheit dazu verbrauchen wird, um zusammen mit CDU/CSU und FDP eine erneute nationalsozialistische Gesellschaft in Deutschland aufzubauen. Vieles, was die jetzige Bundesregierung in seiner bisherigen Legislaturperiode von sich gab, deutet stark darauf hin.

Fazit: Die Diskussion um die Trennung von Kirche und Staat muss jetzt mit allen Mitteln neu entfacht werden. Es geht nicht an, dass einer der Vertreter von diktatorischen Gotteskirchen in demokratisch legitimierte Volksvertretungen Meinungen einer teuflisch angehauchten Minderheit zum Besten gibt. Denn inzwischen sind 80% aller Deutschen von der Nichtigkeit eines Vereins bzw. einer Institution Kirche überzeugt – egal, ob es christlich, muslimisch oder jüdisch ist.

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Gedankengang zum Gedanken-spazieren-gehen: Die Kirche hat das Kreuz als Symbol, weil es in der Bibel heißt, dass Jesus am Kreuz gestorben ist. Also ein Todessymbol für eine Führerschaft des Glaubens. – Nehmen wir mal an, Jesus hätte heute in den USA gelebt und wäre wegen eines Vergehens zum Tode durch den elektrischen Stuhl verurteilt worden. Wäre dann heute in allen katholisch-christlichen Kirchen der elektrische Stuhl als Mordsymbol angebetet worden … mit einem elementaren Papamobil als Führungsriege??? – Warum also ein Vertreter einer solchen Machenschaft (ob Christ, Moslem oder Jude … egal) in einer deutschen politischen Gesetzgebungskiste??? – Wobei der Muskelkater noch einmal sehr deutlich betonen möchte, dass es ihm hier nicht um den eigenständigen Glauben jedes Menschen geht, der zu befürworten ist, wenn er wirklich eigenständig sein sollte … sondern um den Verein Kirche, der die Menschen in seiner Gutmütigkeit, seiner Freiheit und seiner Eigenständigkeit und Ehre beeinflusst und betört.

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Dass der Muskelkater mit seiner Meinung nicht alleine dasteht, beweisen folgende Artikel, die teilweise auch in der Freiheitsliebe erschienen sind:

http://freie-buerger-fuer-demokratische-werte.de/brief-an-bundespraesident-christian-wulff/index.html

http://freie-buerger-fuer-demokratische-werte.de/downloads/papstbesuch-brief-an-bundespraesident-wulff-17.pdf

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32534/1.html

https://muskelkater.wordpress.com/category/artikelreihen/artikelreihe-verein-kirche/

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Übrigens: Kommt euch dieses Zeichen nicht auch von anderer geschichtlichen Stelle aus bekannt vor? – Es ist keine Fälschung gleich welcher Art – es ist das Originalfoto!!!

Äh ... wie hieß der Gruß nochmal?

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Strafbarkeit von Homosexualität weltweit abschaffen

Information der Hirschfeld-Eddy-Stiftung

Das Auswärtige Amt hat auf Initiative des Menschenrechts-Beauftragten der Bundesregierung Markus Löning Homosexuellen-Aktivistinnen und Aktivisten aus 13 Ländern Subsahara- Afrikas zu einer Informationsreise „Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle (LGBT) in Deutschland“ im Rahmen des Besucherprogrammes der Bundesregierung eingeladen.

Ziel der Reise ist es, weitergehende Möglichkeiten der Menschenrechtsarbeit aufzuzeigen und Netzwerke aufzubauen, um Informationen, Ideen und Strategien auszutauschen und weiterzuentwickeln. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen auch die Entwicklung in Deutschland kennenlernen, die zur gesellschaftlichen Akzeptanz sexueller Minderheiten geführt hat.

Markus Löning und Klaus Jetz (Hirschfeld-Eddy-Stiftung) erklärten dazu heute (22.11.) in Berlin:

„Die Strafbarkeit von Homosexualität weltweit abzuschaffen, ist ein zentrales menschenrechtspolitisches Anliegen. Dafür müssen wir jedoch über rein politische Kontakte und Überzeugungsarbeit hinausgehen. Es geht darum, die Möglichkeiten für gesellschaftliche Offenheit möglichst überall auf der Welt zu schaffen. Dabei spielen Bildung und der Aufbau von Netzwerken eine wesentliche Rolle. Diese Reise ist ein wichtiger Schritt, von dem wir uns konkrete Fortschritte für die Arbeit der Aktivisten in Afrika erhoffen.“

In 38 Staaten Afrikas wird Homosexualität kriminalisiert. Die Strafen reichen von langjährigen Haftstrafen bis zur Todesstrafe. Im Rahmen ihres einwöchigen Aufenthalts werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem mit hochrangigen Gesprächspartnern aus der Bundesregierung, dem Bundestag und der Zivilgesellschaft zusammentreffen. Am Donnerstag (25.11., 15.30 Uhr) lädt Markus Löning gemeinsam mit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung zu einer Pressekonferenz ins Auswärtige Amt ein.

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Hirschfeld-Eddy-Stiftung. Stiftung für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender
Renate H. Rampf
Chausseestraße 29, 10115 Berlin
Tel.: (030) 789 54 778, Fax: 789 54 779
E-Mail: hes@hirschfeld-eddy-stiftung.de
www.hirschfeld-eddy-stiftung.de

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Weitere Informationen:

Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Homosexualität

Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V.

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Aktuell und Menschenverachtend:

D-News, 22.11.2010: Britische Islamschüler nach Scharia unterrichtet. Dazu gehört – so werden die Kinder in den Lehrbüchern hingewiesen – das Händeabhacken bei einem Dieb und die Todesstrafe durch Steinigung bei einem Homosexuellen!!!

heute.de, 21.11.2010: Papst lehnt Priesterweihe von Frauen und Schwulen weiter ab. Frauen? Homosexuelle? Niemals! In der katholischen Kirche bleibt beiden Gruppen die Priesterweihe verwehrt. Das hat Papst Benedikt XVI. in seinem neuen Buch bekräftigt. Dabei gehe es nicht darum, was die Kirche wolle, sondern was sie könne.

Spiegel online, 21.11.2010: „Großer Teil der katholischen Kleriker ist homosexuell“. Der Theologe David Berger wirft der Kirche Schwulenhass vor.

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LSVD & FES: Regenbogenfamilienseminar 29.-31.10.2010

Jetzt anmelden!

Wie auch im vergangenen Jahr führt der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V. wieder das LSVD Familienseminar 2010 gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung durch.

Unter dem Motto „Regenbogenfamilien: Vom anderen Ufer oder vom anderen Stern?“ lädt der LSVD ein zum siebten Familienseminar für lesbische Mütter, schwule Väter und solche, die es werden wollen.

Es findet vom 29. – 31.10.2010 im „Haus am Pichelsteiner See“ in Berlin (Spandau) statt.

Homosexuelle Mütter und Väter und auch ihre Kinder werden nicht nur in den Medien, sondern auch im „wirklichen Leben“ zunehmend sichtbar. Alleine in Deutschland wachsen derzeit rund 16.000 Kinder in sogenannten „Regenbogenfamilien“ auf.

Aus rechtlicher Sicht sind diese Familien jedoch bis heute schlechter gestellt als heterosexuelle Ehepaare mit Kindern. Auch gesellschaftlich werden Sie gelegentlich als „Familien zweiter Klasse“ gesehen. In den vergangenen Jahren wurde die rechtliche Situation von Kindern in Regenbogenfamilien zwar sukzessive verbessert. Dennoch bestehen viele Diskriminierungen bis heute; insbesondere bei der Familiengründung sehen sich Lesben und Schwule vielen Hürden gegenüber.

Wo stehen homosexuelle Eltern und ihre Kinder heute in Recht, Politik und Gesellschaft? Was sind wichtige Themen im Familienalltag? Welche Wege zur Verwirklichung eines Kinderwunsches können Homosexuelle in Deutschland beschreiten und welchen Herausforderungen müssen Sie sich hier stellen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Familienseminars.

Lesbische (Co)Mütter, schwule (Co)Väter und ihre Kinder sowie Lesben und Schwule, die über Familiengründung nachdenken, sind herzlich eingeladen, sich in Vorträgen und Arbeitsgruppen zu informieren, auszutauschen und zu vernetzen.

Kinder und Jugendliche aus Regenbogenfamilien sind herzlich willkommen, gemeinsam mit ihren Eltern am Seminar teilzunehmen. Parallel zu den Arbeitsphasen wird eine Kinderbetreuung angeboten.

Weitere Informationen und ein Anmeldeformular finden sich auf der Homepage des Projektes „Regenbogenfamilien“ unter http://www.lsvd.de/713.0.html

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Eine Information des Lesben- und Schwulenverbandes LSVD, Postfach 10 34 14, 50474 Köln, Telefon (0221) 9259610, eMail lsvd@lsvd.de, Home www.lsvd.de

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Öffnung der Ehe – Eine Pressemitteilung des LSVD

Entschließungsantrag des Berliner Senats

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule Juristen (BASJ) begrüßt die Entscheidung des Berliner Senats, einen Entschließungsantrag zur Öffnung der Ehe im Bundesrat einzubringen. Nur so lässt sich die vollständige Gleichstellung von Lesben und Schwulen erreichen. Die Niederlande, Belgien, Spanien, Schweden, Norwegen, Portugal haben diesen Wandel des Eheverständnisses bereits rechtlich vollzogen. Dies spiegelt den gesellschaftlichen Wandel in Europa.

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Beschluss vom 07.07.09 ohnehin die Diskriminierung eingetragener Lebenspartner beanstandet. Es gibt also Handlungsbedarf. Die Anpassung jeder einzelnen Regelung würde einen maßlosen gesetzgeberischen Aufwand erfordern und Verwaltung und Justiz unnötig belasten. Der Senat trägt hiermit die einstimmig vom Abgeordnetenhaus verabschiedete Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ auf die Bundesebene. Die BASJ fordert die Vertreter der übrigen Bundesländer auf, sich diesem Antrag anzuschließen.

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Informationen bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule Juristen (BASJ) Martin Unverdorben, eMail-Adresse: basj-intern@gmx.de

Herausgeber der Pressemitteilung: LSVD – Pressestelle, Pressesprecherin Renate H. Rampf, Chausseestr. 29, 10115 Berlin

Siehe auch www.artikeldrei.de und www.lsvd.de

Der Familienminister auf Reisen

Keine falschen Zungenschläge

… schreibt der LSVD (Lesben- und Schwulenverband Deutschland) in seiner Presseerklärung. Dieses fällt aber sehr, sogar unheimlich und verdammt schwer, wenn man sich anschaut, was mit diesem Außenminister wirklich los ist. Die Presseerklärung des LSVD:

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Keine falschen Zungenschläge!

Auch ein schwuler Außenminister muss in Begleitung reisen können

Zu der Auseinandersetzung über die Begleitung des Außenministers durchseinen Lebenspartner Michael Mronz erklärt Manfred Bruns, Sprecher des  Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Es ist zu begrüßen, dass Außenminister Guido Westerwelle bei offiziellenAnlässen und Reisen von seinem Partner begleitet wird. Das setzt ein wichtiges Zeichen der Normalität in der internationalen Politik. Denn in vielen Ländern sind Homosexuelle noch von Unterdrückung, Gewalt und staatlicher Verfolgung bedroht.

Ob die Begleitung durch einen Partner im jeweiligen Fall hilfreich oderunangebracht ist, darf aber keine Frage der sexuellen Orientierung sein. Hier müssen gleiche Maßstäbe für homo- und heterosexuelle Partnerschaften gelten.

Wir fordern Politik und Medien auf, kritische Nachfrage differenziert undsachorientiert vorzubringen. Da sollte es keinen falsch Zungenschlag geben. Wer Homosexualität zum Thema machen will, sollte sich lieber auf die noch notwendigen Schritte zur Gleichstellung und den Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen an Lesben und Schwulen konzentrieren.

LSVD – Pressestelle, Pressesprecherin Renate H. Rampf

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Alles schön und gut. Mit einigen Punkten könnte ich mich ja auch durchaus anfreunden. Aber … Dem stelle ich doch gleich einen Artikel gegenüber, der den LSVD hoffentlich zur Besinnung und damit zur Vernunft bringt. Mein Netzwerkpartner Tueffler wurde seinem Namen nämlich gerecht, als er dieses ausgrub:

http://tueffler123.wordpress.com/2010/03/12/der-familienminister-auf-reisen/

Einer für alle, alle für einen: Wie Außenminister Guido Westerwelle, sein Bruder Kai, Lebenspartner Michael Mronz und Geschäftsfreund Cornelius Boersch geschäftlich verbunden sind – und voneinander profitieren.

Was dort beschrieben wird, grenzt an Wahnsinn. Da sträuben sich doch meine Nackenhaare, wenn man liest, in welchen und wievielen Sachen, teils kriminell, dieser Typ und sein Partner verstrickt sind. Und sowas haben wir als Außenminister und gleichzeitig stellvertretenen Bundeskanzler!

Also ich … ich muß ganz ehrlich sagen: ich war bisher immer stolz, ein richtiger und guter Schwuler zu sein. Mein Partner und ich stehen voll dazu und auch alle, die uns kennen, wissen, wie wir nicht nur zueinander stehen, sondern wie wir auch zu anderen stehen, die anders als wir sind. Die Verhältnisse sind toll, super, perfekt. Weil wir uns als Menschen geben, wie eben andere auch.

Aber hier muss ich eindeutig sagen: Ich schäme mich jetzt, seit dieser Schwesterwelle, dass ich homosexuell bin. Es ist nicht nur so, dass ich es einfach nur sage. Es ist Tatsache, dass ich mich schäme, mit diesem widerwärtigen Typ zusammen in einem Wisch erwähnt zu werden. Wenn es dann auch noch heißt:

Boersch und Westerwelle geben auch gemeinsam ein Buch heraus, das einen vielsagenden Titel trägt: Das Summa Summarum von Politik und Wirtschaft.

Pikant: In dem Buch wird durchaus Verständnis dafür gezeigt, dass Gutbetuchte ihr Geld lieber über die Grenze schaffen, als es in Deutschland zu versteuern. Es sei ja vielmehr der Staat, der mit seinem verzwickten Steuerrecht diese armen Mitbürger ins Ausland treibe, heißt es darin. Dabei hatte Westerwelle noch kürzlich erklärt, dass er die ehrlichen deutschen Steuerzahler schützen wolle.

… dann weiß ich wirklich nicht, wo diese Idioten sind, die diesen Typ und seine Partei im letzten Jahr gewählt haben. – Denn da tummeln sich an seiner Seite Zocker neben Zocker, Heuschrecken neben Heuschrecken, Ganoven mit Handschellenvergangenheit neben Steuerhinterzieher. Alle in einem Boot. Alle Freunde von diesem Guido Westerwelle.

Oder sollte er ein Doppelleben führen? – Egal, ich habe es total satt, weiter zu kommentieren angesichts dieser faschistischen, kapitalistischen und unsozialen Methoden, die uns erinnern lassen an andere aus der Geschichte, die ihre Macht missbrauchten… – Lest jetzt lieber selber weiter, entweder beim Tueffler, oder bei der sueddeutschen.de

Sollte die sueddeutsche.de den Artikel löschen … ich habe ihn gespeichert. Nur für den Fall.

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland stellt Forderungen

Endlich ist es soweit: der LSVD geht in die Offensive und unterbreitet Vorschläge für die Koalitionsvereinbarung.

Dazu erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes LSVD:

„Wir haben heute den Verhandlungspartnern von CDU/CSU und FDP unsere Vorschläge zur Aufnahme in den Koalitionsvertrag unterbreitet. Wir meinen, es ist an der Zeit, dafür Sorge zu tragen, dass Eingetragene Lebenspartnerschaften und Regenbogenfamilien endlich rechtlich mit der Ehe gleichgestellt werden.

Zudem muss das Kriterium der „sexuellen Identität“ im Gleichheitsartikel des Grundgesetzes verankert werden.

Darüber hinaus sollten Maßnahmen zur Bekämpfung antihomosexueller Gewalt und Homophobie festgeschrieben werden.

Beim Thema Menschenrechte sollte sich die Koalition verpflichten, für eine weltweite Entkriminalisierung von Homosexualität einzutreten und die Yogyakarta-Prinzipien zur Grundlage ihrer Menschenrechtspolitik für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle zu machen.

Die Koalitionspartner sollten sich zudem darauf verständigen, die Opfer antihomosexueller Strafgesetzgebung in Deutschland zu rehabilitieren und zu entschädigen.“

Die ausführliche Fassung des Vorschlages für eine Koaltionsvereinbarung findet sich auf der LSVD-Homepage unter: http://www.lsvd.de/1231.0.html

Jagd auf Homosexuelle

Bericht über das Eurovisionsfinale in Moskau.

Von Stefan Scholl


Moskau. Mit massenhaftem Polizeiaufgebot machten die Moskauer Behörden am Samstag Jagd auf Homosexuelle. Bei einer nicht genehmigten Gay-Demonstration anlässlich des Eurovisionsfinales wurden in der Nähe der Moskauer Staatsuniversität mehrere Dutzend Teilnehmer festgenommen.
Die gesamte Moskauer Innenstadt war von zahlreichen Polizeisperren abgeriegelt. Die Ordnungshüter fingen auch zufällige Passanten ein. Laut Behörden wurden insgesamt 40 Personen festgenommen, die man nach einem „Aufklärungsgespräch“ wieder auf freien Fuß gesetzt habe.

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Die Organisatoren der Schwulendemonstration dagegen sprechen von 60 Verhafteten, die zum größten Teil bis Mitternacht festgehalten wurden. Sieben blieben bis zum Sonntag in Gewahrsam und wurden vor einem Moskauer Gericht zu einer Geldstrafe von 500 Rubel (zwölf Euro) verurteilt. Und dem homosexuellen Menschenrechtler Nikolaj Alexejew, der gegen 14 Uhr als Letzter freigelassen wurde, steht ein Prozess wegen Organisierung einer nicht genehmigten öffentlichen Aktion bevor.Um die Sicherheitsorgane zu täuschen, hatten die Schwulen und Lesben verschiedene mögliche Demonstrationsorte publik gemacht. Die Behörden sperrten prompt den Roten Platz und den Nowopuschkinski-Platz, sie setzten Polizisten auch am Prospekt Mira sowie um die Aussichtsplattform vor der Staatsuniversität ein. Aber die Gay-Aktivisten schmuggelten sich als Hochzeitsgesellschaft getarnt durch die Kontrollen zu der Aussichtsplattform, die in Moskau ein traditioneller Anlaufpunkt für Brautpaare ist. Es gelang den Demonstranten etwa eine Minute lang Forderungen nach Toleranz zu skandieren, bis die Polizei zugriff.

„Es war ein Erfolg“, sagte der schwule Dokumentarfilmer Wladimir Iwanow der Frankfurter Rundschau. „Es war massenhaft Presse da, die alles aufgenommen hat.“ Laut Iwanow wurden zahlreiche Leute verhaftet, weil sie Interviews gaben. Nach Angaben von gayrussia.ru warfen die Polizisten eine russische Journalistin so hart zu Boden, dass sie mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus kam. „So eine Raserei vor den Augen der Weltpresse hat es noch bei keiner Demonstrationsauflösung gegeben“, sagt Nikolaj Alexejew der FR.

Am Nowopuschkinski-Platz machten ebenfalls etwa 500 Uniformierte vor zahlreichen Foto- und TV-Reportern Front gegen Schwule und Lesben. Obwohl diese hier keinerlei Anstalten machten, zu demonstrieren, kam es zu Festnahmen. Beamte überwältigten einen 16-Jährigen und schleppten ihn in einen Polizeibus, weil er eine Traube Luftballons trug. Der Junge war mit drei Freundinnen auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier in die benachbarte McDonald’s-Filiale gewesen. „Ilja ist doch gar nicht schwul“, klagten die Mädchen.

Die Teilnehmer am Finale des Eurovision Song Contest, das der norwegische Sieger Alexander Rybak als „die größte Gay-Parade, die es gibt“, bezeichnet hatte, reagierten nicht auf den antischwulen Belagerungszustand in der Stadt. „Sie kehren morgen in ihre toleranten Rechtsstaaten zurück“, sagt Menschenrechtler Alexejew, „und ich hoffe, sie werden sich schämen.“

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