Putin: Spitzenpolitiker der Welt nicht zur Hinrichtung von Gaddafi berechtigt

Putin’s Kritik an die Mächtigen

Ein Artikel aus „RIANovosti“

Niemand hat laut Premier Wladimir Putin den führenden Persönlichkeiten gewisser Staaten das Recht erteilt, den libyschen Staatschef Muammar Gaddafi hinzurichten.

„Was ist das für eine Flugsperre, wenn jede Nacht Paläste bombardiert werden… Zunächst wurde erklärt: Wir wollen Gaddafi nicht töten. Jetzt sagen einige offizielle Persönlichkeiten: ‚Ja, wir sind bestrebt, Gaddafi zu vernichten.‘ Wer hat das aber erlaubt? Gab es denn ein Gericht? Wer hat sich das Recht angemaßt, einen Menschen hinzurichten, wie er auch immer sein mag? Und alle schweigen“, sagte Putin in einer Pressekonferenz nach Verhandlungen mit seinem dänischen Amtskollegen Lars Løkke Rasmussen.

Premier Putin schlug vor, einen Blick auf die Landkarte des Nahen Ostens sowie von Nordafrika zu werfen. „Dort gibt es nichts außer Monarchien. Oder gibt es dort etwa eine Demokratie nach dänischem Muster? Nein. Nur Monarchien rundherum. Das entspricht im Großen und Ganzen der Mentalität der Bevölkerung und der dort entstandenen Praxis.“

„Herr Gaddafi hat eine neue Monarchie erfunden – wie ehemals Napoleon, nachdem er im Ergebnis der Revolution an die Macht gekommen war und sich zum Kaiser erklärt hatte. Der Vergleich mag nicht ganz korrekt sein, aber im Großen und Ganzen ist diese Parallele angebracht. Klar, es ist im Grunde genommen eine Monarchie – eine krumme, schiefe, abnorme, sie ist aber eben da. Dort entstanden innere Widersprüche, die zu einer bewaffneten Konfrontation führten. Warum muss man sich aber von außen in diesen bewaffneten Konflikt einmischen?“, betonte der Premier.

Er erinnerte daran, dass es in der Welt nicht wenige Länder gibt, wo die Situation der libyschen ähnlich ist. „Werden wir uns überall in die bewaffneten Konflikte einmischen? Schauen sie mal, was in Afrika, etwa  in Somalia vor sich geht, und zwar seit vielen Jahren. Sollten wir auch dort Ordnung schaffen? Und in anderen Ländern der Welt? Werden wir überall bombardieren und Raketen abfeuern? Man muss den Menschen die Möglichkeit geben, selbst eine Lösung zu finden“, unterstrich Putin.

Bitte hier weiter lesen: http://de.rian.ru/politics/20110426/258955210.html

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Der Fall Yukos – Die Zerstörung der neuen Weltordnung

Die Wahrheit abseits des Mainstream

Ein Gastartikel von Britta

Letzte Nacht hab‘ ich mich durch die Wikileaks-Dokumente der Botschaft in Moskau gelesen. Hab‘ fast alle geschafft. Um 3.00 Uhr morgens hab ich dann aufgegeben, aber schlafen konnte ich danach auch nicht richtig.

Erstmal zur Erinnerung ein Auszug aus einem vor Jahren erschienen Artikel im Saar Echo, den ich leider im Original nicht finden konnte, von dem sich hier aber noch eine Kopie findet:

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/848908-8741-8750/gerichtsentscheid-bringt-oelkonzern-yukos-schwer-in-die-bredouille

Danach hatte Chodorkovsky im Falle seines Todes, einer Entführung, Haftstrafe oder beim Verlust eines wichtigen Yukos-Teilbetriebs seine Rechte an Yukos abzugeben, wie die Moskauer Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ berichtet hat.

Da das Yukos-Management weitgehend von Amerikanern kontrolliert wurde und sich ein Yukos-Großaktionär und Vertrauter Chodorkovskys, der Russe Leonid Newslin, bereits nach Israel abgesetzt hatte, wo ein russischer Haftbefehl gegen ihn nicht vollstreckt werden kann, wäre Yukos bei Verurteilung Chodorkovskys zu einer Haftstrafe sofort und vollständig an Newslin übergegangen und Yukos damit unter totale Kontrolle der USA und Israels geraten, während der eher bodenständige und mit Russland verbundene Chodorkovsky lediglich 20 bis 40 Prozent von Yukos an die US-Konzerne Exxon-Mobil und Texaco verkaufen wollte.

Da dem amerikanischen Management die Abtretungsklausel in den Menatep-Statuten bekannt war, brauchte lediglich Chodorkovsky belastendes Material nach Moskau lanciert zu werden, das zu seiner Verurteilung zu einer Haftstrafe Chodorkovskys führen würde, um sich die totale Kontrolle über den russischen Ölgiganten zu sichern und ihn der Kontrolle Russlands vollständig zu entziehen. Diesen Part hat offensichtlich der BND übernommen.

Der Plan ging nicht auf, nachdem Präsident Putin im Herbst 2004 die Strategie der USA im amerikanisch-russischen Ölkrieg durchschaute, die schon seit langem den russischen Ölreichtum im Visier hatten und unter ihre Kontrolle zu bringen versuchten. Putin unterlief die amerikanische Strategie, indem er die Verurteilung Chodorkovskys zu einer Haftstrafe hinauszögerte, weil ansonsten die Menatep-Statuten sofort gegriffen hätten und Yukos für Russland damit vollständig verloren gegangen wäre. Der ehemalige KGB-Offizier Putin entwickelte eine Verteidigungsstrategie.

Mir ging so durch den Kopf, was denn wäre wenn der Yukos-Deal geklappt hätte und Yukos an die Ami-Bankster gegangen wäre. Die russische Regierung wäre nur noch eine Theaterveranstaltung und so nach und nach hätten westliche Firmen alles von Wert in Russland aufgekauft. Der russische Staat wäre inzwischen total verschuldet und die russischen Bürger würden in größter Armut leben.

Nachdem Jelzin, der Russland in die Schuldenfalle geführt hatte (in dieser Falle ist fast die ganze Welt), Geschichte war und Putin die Macht übernommen hatte, kann ich mich daran erinnern, dass ein US-Konzern nach dem anderen hochkant aus Russland rausflog. Noch klar in Erinnerung ist mir dabei GM, die ein Joint-Venture mit einem russischen Autobauer angefangen hatten. So wie es aussieht, werden jetzt auch die Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard aus Russland verdrängt. Nachdem die Russen durch ihr kleveres Handeln im Fall Chodorowski den größten Ölkonzern der Welt haben, haben sie auch anderweitig große Pläne. Sie machen den US-Kreditkartenfirmen das Leben richtig schwer: Sie haben jetzt ihr eigenes Kreditkarten-Unternehmen:

http://wikileaks.ulalala.net/cable/2010/02/10MOSCOW228.html

COMMENT ——-

8.(C)  This draft law continues to disadvantage U.S. payment card market leaders Visa and MasterCard, whether they join the National Payment Card System or not.  If they join, the NPCS operator will collect the fees, leaving them to collect processing fees only when card-holders travel abroad — a tiny section of the market.  If they do not join but choose to compete with NPCS cards, they will have to set up payment processing centers in Russia, a very large investment in itself, and compete against a system likely backed by the largest Russian state banks.  While the draft legislation has yet to be submitted to the Duma and can still be amended, post will continue to raise our concerns with senior GOR officials.  We recommend that senior USG officials also take advantage of meetings with their Russian counterparts, including through the Bilateral Presidential Commission, to press the GOR to change the draft text to ensure U.S. payment companies are not adversely affected.  END COMMENT.  Beyrle

Es ist nicht gerade gut für die Marktführer Visa und MasterCard, egal ob sie dem nationalen Kartenzahlungssystem beitreten oder nicht. Wenn sie beitreten, kassiert das NPCS die Gebühren und für die US-Unternehmen bleiben nur die Einnahmen aus den Gebühren, die ausserhalb Russlands anfallen. Wenn sie nicht beitreten und lieber in Wettbewerb treten wollen, und dabei ist die Konkurrenz die großen russischen Staatsbanken, müssen sie Filialen in Russland eröffnen und dazu sind hohe Investitionen notwendig.

Ganz schön clever die Russen.

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Aber was passiert da eigentlich wirklich? – Nicht das, was uns unsere Medien so vorgaukeln, meine ich. Ist z.B. die Weltfinanzkrise durch den verhinderten Yukos-Verkauf entstanden?

Amerika hat ja ein unglaubliches Handelsbilanz-Defizit. Den größten Teil an Dollarvermögen besitzen die Chinesen. China produziert die Waren für den amerikanischen Markt und erhält dafür US-Dollar. Zur Herstellung der Waren brauchen sie Rohstoffe und Energie, was sie zum großen Teil von Russland kaufen – für US-Dollar. Wenn nun die Erträge aus russischen Energielieferungen in die USA transferiert werden würden, wäre dieses System ein Selbstläufer, bei dem sich einfach Schmarozer dazwischengeschaltet hätten, die US-Dollar würden in die USA zurückfliessen und gingen wieder zur Bezahlung von Waren nach China – ein Kreislauf, bei dem China sehr bald auch für die US-Banker privatisiert worden wäre, wodurch wir dann bald eine tatsächlich unilaterale Welt hätten, das Monopoly-Spiel wäre von den Bankern gewonnen worden und beendet. Demokratie gäbe es nirgendswo mehr. Nationalstaaten und Wahlen auch nicht, denn Banker werden nicht gewählt.

http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/49933.html

A. Der Unilateralismus-Vorwurf gegen die USA:

Die Welt hat ein Problem. Das Problem heißt USA.

Mit dieser provokanten Behauptung bringt der Politikwissenschaftler Harald Müller von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung auf den Punkt, was wohl ein Großteil der Welt über die einzig verbliebene Supermacht denkt. Die Ablehnung des Kyoto-Protokolls und des Internationalen Strafgerichtshofs, der Rückzug aus Rüstungsabkommen, die zunehmende Zahl von Wirtschaftssanktionen gegen missliebige Staaten und vor allem der Irakkrieg – USA-Kritiker inner- und außerhalb der Vereinigten Staaten sehen in diesem Verhalten eine Gefahr für die internationale Ordnung. Mit dem Amtsantritt George W. Bushs, darin sind sich viele Beobachter einig, habe ein Paradigmenwechsel in der US-Außenpolitik stattgefunden: weg von internationaler Kooperation und Multilateralismus und hin zu einem ungebremsten Unilateralismus, mit dem die USA ihre nationalen Interessen ungeachtet internationaler Vereinbarungen und sogar des Völkerrechts durchsetzen würden. Tatsächlich scheinen der Superpower USA kaum Schranken gesetzt, denn kein anderes Land kann auch nur annähernd mit deren Macht- und Ressourcenfülle mithalten.

Das hat nun nicht geklappt, der tolle Plan ging nicht auf, weil die russische Regierung kleverer war, wie die US-Think Tanks und so dem Kapitalismus eine schwere Schlappe verpasst hat. Ich kann mir ehrlich gesagt meine Schadenfreude nicht verkneifen.  😆

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Dass der Mord an Litwinenko http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Walterowitsch_Litwinenko mit dem Yukos-Skandal in Zusammenhang steht, geht aus den Botschaftsdokumenten auch hervor. Der des Mordes verdächtigte Andrei Lugowoi, dessen Auslieferung von Großbritanien beantragt und von Russland abgelehnt wurde, ist inzwischen Mitglied der russischen Regierung. http://wikileaks.ulalala.net/cable/2007/09/07MOSCOW4599.html

Belkovskiy thought that regional elites would see the selection of Lugovoy who, he said, enjoyed the personal protection of Putin, as a sign of Kremlin favor for Zhirinovskiy and his party.

In den Cables steht auch, dass man Medvedev für eine Marionette und den senior Partner in der Regierung hält. Da wird er sogar Robin genannt und Putin sei der Batman. So ist es aber nicht. Die beiden sind wohl eher ein Team, dass sich gegenseitig inspiriert.

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Es bleibt spannend in der Welt. In dem Sinne,

ein Frohes Neues Jahr

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Das Bernsteinzimmer und sein Mythos

Legende oder Wirklichkeit

Von Martin Schnakenberg

Auch Kunstwerke können ihren Mythos haben, zumal wenn legendäre Umstände sie umgeben. Zu den weltberühmten Schöpfungen, die etwa seit den letzten Kriegswochen bis in unsere Tage Furore machen und als „achtes Weltwunder“ die Kunstwelt in Atem halten, zählt das Bernsteinzimmer.  Anfang 1945 ging es nach Bombenangriffen und Sowjeteinmarsch verloren. Auch 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs verbreitet es noch Geheimnisse um sich…

Unzählige selbsternannte Schatzsucher mit zahllosen Theorien, Journalisten, Amateurhistoriker, Filmemacher, Privatdetektive, Politiker und Kunstexperten gehen immer noch den vermeintlichen Spuren des historischen Bernsteinzimmers nach – zu einer Zeit, in der seit 2003 unter hohem Aufwand eine glanzvolle Rekonstruktion wiedererstand.

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Andreas Schlüter, der berühmte Hofbaumeister der preußischen Könige, hatte 1701 die Pläne für die kostbare Wandtäfelung mit dem „Gold der Ostsee“, wie man den Bernstein nennt, entworfen. Von Bernsteinschnitzern aus Kopenhagen und Danzig gestaltet, schmückte das Kunstkabinett zunächst das Charlottenburger Schloss in Berlin. 1716 machte es Friedrich Wilhelm I. dem Zaren Peter dem Großen zum Geschenk. Der russische Monarch bedankte sich mit 248 „Langen Kerls“ aus seinem Reich für die Leibgarde des Soldatenkönigs – eine Geste, die auch die damalige freundschaftliche Bündnispolitik zwischen Preußen und Russland sinnfällig zum Ausdruck brachte.

In St. Petersburg lagerte das generöse Preußengeschenk zunächst im Sommerpalast und in der Kunstkammer des Zaren, ehe es 1741, als die Zarentochter Elisabeth I. den Thron bestieg, im Winterpalais Aufstellung fand. Friedrich Wilhelms Sohn Friedrich II. unterstrich 1745 seine Verbundenheit zum Zarenhaus gleichfalls mit einem weiteren Geschenk, einem wertvollen Bernsteinrahmen. Ihm stand Kaiserin Maria Theresia von Österreich nicht nach, die wertvolle florentinische Steinmosaiken dem Bernsteinzimmer der Zarin hinzufügte.

Doch Luftfeuchtigkeit machte dem empfindlichen Bernstein im Winterpalais zu schaffen, so dass die Zarin sich 1755 entschloss, den fast 100 Quadratmeter großen Festsaal in ihren neuen Sommerpalast von Zarskoje Selo (heute Puschkin) zu verlegen. 1763 stattete Zarin Katharina II. den Raum auch mit einer Decke von 450 Kilogramm Bernstein aus. Kommoden aus gleichem Material und andere Kunstgegenstände polnischer und russischer Bernsteinschnitzer vervollständigten die Kostbarkeit des Katherinenschlosses.

Jahrhunderte lang blieb ihre Schönheit eine selten gesehene künstlerische Attraktion der Fachwelt. Nach der Revolution von 1917 waren für die neuen Machthaber Schloss und Kabinett gar ein Schandfleck aus der verhassten Zarenzeit. Erst 1941 mit dem Einfall Hitlers in die Sowjetunion erregte das Katharinenpalais wieder allgemeine Aufmerksamkeit. Deutsche „Kunstschutz-Offiziere“ konnten bei der Belagerung Leningrads nicht verhindern, dass vandalisierende Landser mit Gewehrkolben Stuckaturen und Teile aus den Bernsteinverkleidungen herausbrachen und eines der wertvollen Steinmosaike entwendeten.

Bis der deutsche Kunstbeauftragte des Heeres, Rittmeister Graf zu Solms-Laubach, das gesamte Bernsteinzimmer aus dem Katharinenpalais entfernen ließ und im Königsberger Schloss unterbrachte. Hier stand es noch einmal für zwei Jahre der Öffentlichkeit zum Besuch zur Verfügung. Im August 1944 legten britischen Bomber das Königsberger Schloss in Schutt und Asche. In weiser Voraussicht hatte der Schlossdirektor Dr. Rohde das Bernsteinkabinett in Kisten verpackt und in den bombensicheren Kellergewölben des Schlosses gelagert.

Mit dem Einmarsch der Sowjetarmee in Königsberg verliert sich jede nachweisbare Spur. Dafür mangelte es nicht an immer wieder neu auftauchenden Spekulationen, wo das künstlerisch einmalige Kabinett seitdem verblieben sei. Da gab es die These eines sowjetischen Kunstoffiziers, der im Südflügel des Königsberger Schlosses verkohlte Reste mit Scharnieren und weitere unbrennbaren Überbleibseln des Bernsteinzimmers ausgemacht haben will. Warum er später seine Aussage dahin revidierte, das Zimmer habe den Krieg unbeschadet überstanden, bleibt sein Geheimnis. Andere wollten wissen, es sei bei der Flucht der Deutschen aus Ostpreußen mit einem Transporter wie der torpedierten „Wilhelm Gustloff“ auf dem Grund der Ostsee gelandet oder auf dem Gebiet der ehemaligen DDR versteckt worden. Dort wurden angeblich 150 geheime Lagerplätze in Thüringen oder im Erzgebirge als letzte Aufenthaltsorte verdächtigt. Auch unterirdische Gewölbe im Harz und Höhlen in Bayern und Österreich fanden eine Beachtung bei den Suchenden. Eine Suche auf der Wolfsschanze und in einem Salzstock Nähe Gorleben blieb allerdings ohne Erfolg.

Vor wenigen Jahren tauchten zwei Originale des Bernsteinzimmers wieder auf: in Bremen wurde im Kunsthandel das Bild „Tasten und Riechen“ im Bronzerahmen angeboten. Vermutlich stammte es aus einem Diebstahl eines deutschen Offiziers während des Transports von Petersburg nach Königsberg. Auch eine Bernsteintruhe, die in Berlin ausfindig gemacht wurde, hatte ursprünglich im Bernsteinzimmer des Katharinenschlosses gestanden. Beide Kunstobjekte wurden der russischen Regierung übergeben.

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Ein Farbfoto und einige Schwarz-weiß-Fotos des Originals veranlassten 1979 die Moskauer Regierung zur Wiederherstellung des Kunstobjekts. Die spärlichen Vorlagen reichten einer Reihe hochqualifizierter Restauratoren, die diese Techniken des 17. und 18. Jahrhunderts beherrschten, aus, um das einzigartige Kunstwerk aus Bernstein mit den aufwendigen Steinarbeiten für die Florentiner Mosaike noch einmal zum Leben zu erwecken. Über eine halbe Million Bernstein-Stückchen mit einem Gesamtgewicht von sechs Tonnen mussten von den bis zu 50 Kunsthandwerkern zu dem glanzvollen Bernsteinsaal zusammengesetzt werden. Für die Finanzierung fand sich ein überaus spendabler und mit deutschen Steuergeldern ausgestatteter „großzügiger Sponsor aus Deutschland“, die E.On Ruhrgas AG, die mit 3,5 Millionen Dollar, aus für ihre deutschen Strom- und Gaskunden unberechtigt, gewinnsüchtig und skrupellos erhobenen Preiserhöhungen, die Wiederherstellung ermöglichte.

Was im Gegenzug dazu für die Kultur Deutschlands, Russlands und der historischen Welt allerdings einen Gewinn brachte, welches trotz aller Vorbehalte inzwischen nicht mehr mit anderen Werten bezahlbar ist.

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Zum 300. Geburtstags von St. Petersburg erstand im Katharinenpalais von Zarskoje Selo das barocke Kabinett aus dem „Gold der Ostsee“ in neuer Pracht. Am 31. Mai 2003 präsentierten es der russische Staatspräsident Wladimir Putin und sein Freund, der deutsche Bundeskanzler und spätere Gaskönig Gerhard Schröder der Weltöffentlichkeit. Das Schicksal des Bernsteinzimmers, ein Symbol der wechselhaften Beziehungen zwischen Deutschland und Russland, hatte ein glückliches und versöhnliches Ende gefunden.

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Weitere Hinweise:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bernsteinzimmer

http://www.kirov-center.org/dzk06_01_30005.shtml

http://www.spiegel.de/sptv/special/0,1518,250377,00.html

http://www.ib.hu-berlin.de/~pbruhn/bernzim.htm

http://www.eon-ruhrgas.com/cps/rde/xchg/er-corporate/hs.xsl/2278.htm

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