Der Ausverkauf der Nächstenliebe

Was ist eine Religion wert, wenn sie Menschen unterdrückt, diskriminiert und ermordet?

Von Martin Schnakenberg

ausverkauf_der_nachstenliebe1034Nächstenliebe – dieser Begriff wurde nicht etwa von Jesus von Nazareth, einem Religionsstifter der Christen, erfunden, sondern schon lange vor ihm in vielen Naturreligionen, die von Christen gerne als heidnisch bezeichnet werden. Betrachtet man die Urchristen, die an ihrem Symbol, dem Fisch, zu erkennen waren, dann hat es diese Nächstenliebe auch tatsächlich gegeben: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Unter der dann gegründeten klerikalen Vereinigung „Kirche“ änderte sich dieses aber zusehends.

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Zen-Geschichten: Über das Gehorchen

Aufgeschrieben von Martin Schnakenberg

Die Reden des Meisters Bankei fanden nicht nur bei Zen-Schülern, sondern auch bei Leuten aller Ränge und Sekten große Beachtung. Niemals zitierte er Sutras oder schwelgte in gelehrten Dissertationen. Statt dessen sprach er seine Worte direkt aus seinem Herzen zu den Herzen seiner Zuhörer. Diese große Zuhörerschaft ärgerte einen Priester der Nichiren-Sekte, weil seine Anhänger ihn verlassen hatten, um von Zen zu hören. Der selbstsüchtige Nichiren-Priester ging in den Tempel, entschlossen, sich mit Bankei auseinanderzusetzen.

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Skandal: Die Macht der Kirche und was die uns kostet

Nur Kirchensteuern? – Erinnerungshilfen

Was seit einiger Zeit in und mit den Kirchen geschieht, passt so langsam auf keine Kuhhaut mehr, um ein kleines Sprichwort zu bemühen. Nicht nur, dass ein Spruch von Jesus missbraucht wird zum „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn ihrer ist die Lust des Herrn!“. Es wird gezockt um staatliche Gelder, dass es mit Sicherheit sogar dem Herrn des höllischen Feuers zu heiß sein könnte.

In der Muskelkater-Reihe „Der Verein Kirche“ wird aufgezeigt, wie die Kirche im Laufe der Jahrhunderte zu ihrer finanziellen Macht gekommen ist und damals von vielen Fürsten unterstützt wurde. Siehe Die Kirche und der Mammon, Start und Die Kirche und der Mammon, Teil 1. Alles nach dem Motto: Wasser predigen und selber Wein saufen. Oder: Enthaltsamkeit predigen, selber wie die Maden im Speck leben – und dabei über menschliche Leichen gehen.

Am 4. Juni 2009 sandte die ARD um 21:45 Uhr den NDR/Panorama-Beitrag „Steuermillionen für die Kirchen“ in die Wohnzimmer mit dem Untertext: „Staat und Kirche sind in Deutschland getrennt. So sollte es eigentlich sein. Vor mehr als 200 Jahren musste die Kirche Macht und Ländereien an die weltlichen Herrscher abgeben. Doch immerhin wurde die Kirche entschädigt, und zwar in Form einer regelmäßigen Zahlung – bis in alle Ewigkeit?“

Hier zur Erinnerung der Beitrag von Panorama:

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Das ZDF-Magazin „Frontal21“ rollte angesichts der Staatsverschuldung und des sozial nicht annehmbaren Sparpaketes der Bundesregierung dieses Thema nochmal auf und stellte noch weitere Ungerechtigkeiten fest, die darauf hindeuten, dass in den Kirchen der Missbrauch an der Tagesordnung ist. Nicht nur Kinder werden hier sexuell missbraucht, sondern auch der Steuerzahler finanziell. Denn auch, wer nicht in der Kirche ist, Atheist, Moslem oder Buddhist: Wer deutscher Staatsbürger ist, wird über seine Steuerzahlungen zur Kasse gebeten für Gehalt und Renten der Bischöfe und Priester.

Wer dieses nicht als eine der größten Sauereien des Jahrtausends bezeichnet, kann nur ein auf Kosten der Allgemeinheit und zu Lasten der Armen lebender katholischer Bischof sein!!!

Die Sendung war erst vor kurzem am 3. August 2010.

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Papa, Matze hat gesagt… – Heute: Vergesslichkeit, Verdrängung oder gar … mutwillige Zerstörung?

Vater und Sohn im Zwiegespräch

Ein sehr intensives Thema heute. Vielfältig und doch in sich kompakt. Denn manchmal ist es schon verzwickt. Da hat man gerade eben einen Kugelschreiber weggelegt und schon ist er verschwunden. Man hat einfach vergessen, wo man ihn zuletzt benutzt hat.

Schlimmer aber wird es, wenn man sich an Vergangenes, sogar seine eigene Jugend oder auch Abstammung, nicht mehr erinnern möchte und so tut, als hätte man diese Vergangenheit nie erlebt. Noch schlimmer wird es, wenn man sich dann in gehobenen oder besonderen Positionen befindet und vieles einfach verdrängt, was man falsch gemacht hat oder immer noch tut, und meint, dass nur das eigene Tun das einzig Wahre und Richtige ist. Und dann wird es sehr gefährlich, wenn man infolge seines Handelns auf die losgeht und nieder macht, die für dieses dann entstandene Schlamassel überhaupt nicht verantwortlich sind.

Auf diese Ungereimtheit stößt hier der Sohn, der seinen Vater ganz gewaltig in die Zange nimmt. Mit jetzt nicht mehr heiteren Argumenten, die … aber lest selber:


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SOHN: „Du Papa?“

VATER seufzt: „Ja, ich weiß schon: Matze hat gesagt, sein Vater hat gesagt…“

SOHN unterbricht: „Ne, hat er ja garnich. Ich wollte dich nur fragen, ob du meinen Radiergummi geklaut hast.“

VATER: „Was heißt hier geklaut?! – Ich habe ihn mir nur ausgeliehen, weil meiner weg ist. Hier … kannst ihn zurück haben.“

SOHN: „Danke. Aber Matze sagt auch, dass…“

VATER stöhnt: „…also doch!“

SOHN: „Ne, diesmal nur der Matze. Er sagte nämlich, dass vieles verschwindet, wo man garnich hinter kommt, dass es weg ist.“

VATER berichtigt: „Gar-nicht-dahinter-kommt, heißt das. Sag mal, was lernt ihr eigentlich in der Schule?“

SOHN zitiert: „Richtiges Deutsch, mein Sohn, also gepflegtes Deutsch ist das A und O jeder Unterhaltung in unserem Land. Die Umgangssprache lernen wir so nebenbei. Und auch den Dialekt, der eigentlich unsere Muttersprache ist. Aber Deutsch, richtiges einwandfreies Deutsch müssen wir lernen, damit wir uns überall einwandfrei ohne Missverständnisse unterhalten können.“

VATER zieht die Augenbrauen hoch und sieht seinen Sohn staunend an: „Genauso habe ich das gesagt, oder?“

SOHN: „Jep. Wobei ich deine kleinen Fehler von damals berichtigt habe.“

VATER: „Das beruhigt mich ungemein, dass du das noch nicht vergessen hast.“

SOHN: „Ich bin ja auch noch jung und…“

VATER: „…ich bin alt, wolltest du doch sagen!“

SOHN: „Ne, nich direkt. Aber Papa, wie kommt es eigentlich, dass man so vieles vergisst?“

VATER: „Naja, da gibt es viele Gründe. Einer der Gründe ist, dass es für einem selber nicht so wichtig ist. Dann vergisst man es sehr schnell.“

SOHN: „Und dann kommt man auch nich hinter, wenn es weg ist, wie Matze sagte.“

VATER lächelt: „Ja, so ungefähr.“

SOHN: „Matze hat gesagt, sein Vater hat gesagt, daß es da im Gehirn so ne Art Knotenpunkte gibt, die die Verbindung herstellen, wo was ist, was man vergessen hat.“

VATER skeptisch: „Wie meint er denn jetzt das?? – Ist Matze’s Vater jetzt etwa unter die Gehirnforscher gegangen?“

SOHN: „Ne, das nich grade. Aber wenn du den Knotenpunkt hättest, was du beim letzten Mal gemacht hast, wo jetzt der Radiergummi weg ist, dann wüsstest du auch, wo der denn liegt.“

VATER sauer: „Ich habe wahrlich keine Lust, mich mit den Rätseln von Matze’s Vater zu beschäftigen. Ich habe sinnvolleres zu tun, als mich mit den geistigen Ergüssen dieses Herrn zu befassen.“

SOHN lächelnd: „Ich sage nur: Lexika’s…“

VATER: „Lexika’s? – Sag mal, willst du mich auf dem Arm nehmen?“ – Dann dreht er sich plötzlich erkennend um und starrt zum Regal. – „Ach du liebe Zeit, da liegt er ja, direkt vor Band A-B. – Sag mal, wie bist du denn da drauf gekommen?!“

SOHN: „Weil das einer der Knotenpunkte war, was Matze’s Vater meinte. Du hast neulich in den Büchern gewühlt und Bemerkungen von dir ausradiert.“

VATER: „Ich merke schon, der Sohn ist seinem Vater ein Stück voraus.“

SOHN: „Nicht nur ein Stück. Matze sagt, sein Vater hat gesagt, es gibt sehr viele Leute, die etwas bewusst vergessen. Er hatte da noch ein anderes Wort…“

VATER: „Du meinst: verdrängen. In der Tat gibt es viele Leute, die etwas verdrängen, sei es, weil sie nicht mehr daran erinnert werden wollen, oder weil sie eine bestehende Tatsache nicht wahrhaben wollen.“

SOHN: „Du meinst das 3. Reich?“

VATER: „Ja, das zum Beispiel.“

SOHN: „Oder Erinnerungen an ihre Kinder- und Jugendzeit?“

VATER: „Ja, auch das.“

SOHN: „Oder weil ihnen etwas nicht passt, was nicht zu ihrem Weltbild gehört und sie es deshalb verdrängen?“

VATER: „Sogar das. Und alle drei Beispiele, die du aufgezählt hast, sind bezeichnend für eine sogenannte gewollte Amnesie, also ein gewolltes Vergessen oder Erinnern.“

SOHN: „Aber immer ist es was Schlimmes, was sie verdrängen, oder?“

VATER: „Nicht unbedingt. Es kann auch etwas schönes gewesen sein, was aber keiner erfahren soll.“

SOHN: „Beispiel…“

VATER: „Ein Beispiel möchtest du. Na, nehmen wir mal an, eine Frau fand es schön, dass sie vergewaltigt wurde. Dann verdrängt sie es aber trotzdem, weil…“

SOHN unterbricht empört: „Aber Papa!!! – Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendeine Frau oder auch ein Kind es schön findet, wenn sie oder es vergewaltigt wurde. – Papa, das ist ein echt saublödes Beispiel!!!“

VATER beschämt: „Na gut, hast ja recht. Hast du etwa bessere Beispiele?“

SOHN: „Als den von dir sicher schon. Zum Beispiel Tante Elly, die im Urlaub war und vergessen hat, ihre Blumen zu gießen. Dann hast du es getan, wo sie sich gefreut hat, aber es dir nicht anmerken lassen wollte. Sie hat diese Freude also verdrängt.“

VATER schmunzelnd: „Ja. Sie spricht bis heute nicht darüber, weil es für sie als Blumenkind eine Schmach war, dass ausgerechnet ich mich darum gekümmert habe. Und diesen Triumph gönnt sie mir nicht.“

SOHN: „Aber Matze’s Vater hat gesagt, dass das Verdrängen auch auf schwere geistige Verwirrungen beruht. Wie bei dem Professor aus Bremen oder den katholischen Priestern.“

VATER: „Aber hoppla. Jetzt machst du aber einen riesengroßen Gedankensprung. Das kannst du doch nicht vergleichen.“

SOHN: „Doch. Diese Priester müssen doch geistig verwirrt sein, dass sie für ihre sexuellen Gelüste kleine Jungs vergewaltigen, weil sie ja sonst nichts mit Sex zu tun haben dürfen. Sagt ja die Kirche in ihrer Satzung. Also ist es auch ein gewolltes Vergessen!“

VATER lenkt ein: „Na gut, da muss ich Matze’s Vater ausnahmsweise mal recht geben. Bedenke aber bitte, dass nach dem Glauben der Kirche die Sexualität nur für die Fortpflanzung da ist.“

SOHN: „Pflanzen sich die Priester etwa mit den kleinen Jungs fort? – Papa, ich bitte dich. Das ist doch mehr als nur blöd. Die sollen sich doch erwachsene Frauen und Männer suchen. Aber Kinder sind ja wehrlos.“

VATER seufzt tief: „Mein lieber Junge. Du hast dich aber auch wirklich gut auf dieses Thema vorbereitet. Wenn du nur so gut in der Schule wärst!“

SOHN ereifert sich: „Du willst jetzt nur vom Thema ablenken, Papa. Genauso, wie der Professor aus Bremen, dieser Heinz Sohn, oder wie der heißt.“

VATER: „Professor Dr. Dr. Gunnar Heinsohn. Soviel Zeit muss sein. Er ist ein sehr bekannter Dozent an der Universität zu Bremen.“

SOHN sauer: „Ja. Sein Vater war U-Boot-Kommandant im 2. Weltkrieg und hat viele Menschen auf dem Gewissen. Und seit einem Jahr ist er in Pension. Hat Matze’s Vater erzählt. Und jetzt hat er Langeweile und will auch Leute abschießen, wie sein Vater!“

VATER: „Moment-Moment. Hier werden keine Leute abgeschossen, wie du sagst. Er hat nur gesagt, dass die Unterschicht zuviel Nachwuchs produziert und…“

SOHN unterbricht: „Ja ich weiß. Die Unterschicht!“

VATER steht ärgerlich auf: „Verdammt nochmal, unterbrich‘ mich nicht dauernd, wenn ich versuche, dir was zu erklären!!!“

SOHN wütend: „Und was ist mit der Oberschicht? – Sind die etwa schlauer, nur weil sie mehr Geld haben???“

VATER wird ebenfalls wütend: „Jetzt brülle mich nicht so an. Ich habe dir bisher recht gegeben. Aber jetzt reicht es. Verstanden?“

Pause

SOHN: „Matze hat gesagt, sein Vater hat gesagt, wer die Menschen in Klassen aufteilt und die untere Klasse als minderwertig beschimpft, der hat bewusst verdrängt, dass er selber auch mal nackt geboren wurde.“

VATER immer noch sauer, nimmt sich die Zeitung: „Ja, ich weiß. Der Vater von Matze vergisst natürlich wieder mal nichts!“

SOHN: „Und du? Weißt du noch die Worte, mit denen ich hier rein gekommen bin?“

VATER: „Nein, habe ich vergessen!“

SOHN: „Siehste! – Ich sagte: „Du Papa?“ – Dann sagtest du: „Ja, ich weiß schon: Matze hat gesagt, sein Vater hat gesagt…“ – Und ich habe geantwortet: „Ne, hat er ja garnich. Ich wollte dich nur fragen, ob du meinen Radiergummi geklaut hast.“ – Und dann haben wir den Radiergummi gefunden. Gemeinsam!“

VATER uninteressiert: „Und was soll das beweisen?“

SOHN: „Das du entweder vergessen hast. Oder verdrängt hast, weil es dich nicht interessiert. Oder…“

VATER: „Das ist wieder mal eine Frechheit von dir. Also: Oder … was?“

SOHN: „Oder ich bin nur ein wehrloses kleines Kind, mit dem man alles machen kann. Genauso wie mit den Jungs in den Klosterschulen oder auch mit den Hartz4-Leuten.“

VATER wütend: „Verdammt nochmal. Was soll jetzt wieder Hartz4 bei diesem Thema?!!! – Was hat Matze’s Vater dir sonst noch für Flöhe ins Ohr gesetzt?!!!“

Pause, während der Vater auf Antwort wartet.

VATER: „Was ist jetzt. Schweigen im Walde? Oder was?!!!“

SOHN: „Du Papa? – Wenn ich jetzt ein Terrorist wäre…“

VATER unterbricht: „Untersteh‘ dich, an sowas noch mal im Entferntesten zu denken und zu erwähnen. Hörst du???“

SOHN: „Ist ja nur ’n Beispiel, Papa.“

VATER: „Nagut. Also…?“

SOHN: „Also. Wenn ich ein Terrorist wäre und würde dein Büro, deine Bank und dein Haus in die Luft sprengen. Dann würde ich dich und uns damit doch genauso umbringen, als wenn ich dich erschossen hätte. Oder?“

VATER: „Da ist was wahres dran. Denn damit wäre alles, was ich mir aufgebaut hätte, futsch. Ich hätte nichts mehr zum Leben. Grauenvoller Gedanke…“

SOHN: „Siehste. Und Matze sagt, sein Vater hat gesagt, das machen die Regierung, die Banken und dieser Professor genauso mit uns. Vor allem mit denen von Hartz4, die dagegen genauso wehrlos sind wie wir Kinder!“

VATER: „Hatte ich mir gedacht, dass Matze’s Vater wieder ins Spiel kommt. Aber ich bin Beamter. Ich darf mich dazu nicht äußern. – Ja, ich weiß, was du sagen willst, dass es einige hier im Staat genauso machen. Und ich weiß auch, daß Matze’s Vater von der Umverteilung von unten nach oben spricht, wenn ihr alleine seid. Aber ich will und darf da jetzt nichts mehr von hören. Hast du verstanden? – Ende der Debatte!“

Schon wieder eine Pause…

SOHN: „Du Papa? – Kannst du dich noch an den Gestank erinnern, den ich gemacht habe, als ich noch in den Windeln gelegen habe?“

VATER sauer lächelnd: „Nein. Gottseidank nicht! – Du denn?“

SOHN schüttelt lachend den Kopf: „Nee, ich auch nicht.“ – Dann wird er wieder sehr ernst und geht langsam zur Tür. – „Aber viele werden sich bestimmt noch in 100 Jahren daran erinnern, was für einen Gestank die Banken mit ihren Millionengehältern, die Regierung mit ihren Reformen, die Kirche mit ihrer Moral und der Professor aus Bremen mit seinen Hasspredigten verbreitet haben, nur weil sie vergessen, verdrängt und andere dafür leiden lassen haben und vielleicht sogar ermordet…“

Regensburg: Misshandlung bei Domspatzen

Die Männer mit dem Schlüsselbund

40 Jahre Schläge: Wie der Direktor der Vorschule der Regensburger Domspatzen Kinder misshandelte – ehemalige Schüler berichten und Rudolf Neumaier von der sueddeutsche.de hat es aufgezeichnet:

Schuljahr 1981/82, in der Vorschule der Domspatzen in Pielenhofen. Frühstück nach einer Morgenmesse. Die Tür fliegt auf, Direktor Johann Meier stürmt herein, mit hochrotem Kopf, brüllend. Er steuert auf einen Tisch mit Drittklässlern zu. Es geht alles sehr schnell.

David Huber (Name geändert) hat schwarze Haare und eine dunklere Haut als die anderen Buben. Direktor Meier hat gerade die Frühmesse zelebriert, er ist ja Pfarrer, und David hat sich beim Ministrieren einen Fauxpas erlaubt. Meier schreit wie besessen auf den Jungen ein, man wagt nicht sich umzudrehen, aber man kann hören, wie Meiers Hand ins Gesicht von David Huber klatscht.

Alle schwiegen

Dann zieht Meier ihm den Stuhl unter dem Gesäß weg und setzt ihn als Schlagwerkzeug ein. Er donnert dem Achtjährigen den Stuhl auf den Rücken. Der Stuhl bricht, der Bub schluchzt.

Er ist nicht der einzige, der weint. Doch alle schwiegen.

Hier weiter lesen: http://www.sueddeutsche.de/bayern/189/505390/text/

Man hat manchmal das Gefühl, nicht von diesem Planeten zu stammen und steht ohnmächtig da vor der Gewalt der katholischen Kirche. Da fragt man sich willkürlich: Was ist das für ein erbärmlicher Verein, der vorne Liebe predigt und hinten Kinder vergewaltigt und krankenhausreif schlägt. Was beten diese Gottesdiener eigentlich an, wenn sie den Rosenkranz durch ihre schmutzigen Finger gleiten lassen. Den Teufel?

Ich brauche noch nicht mal die Zeitung wechseln, denn alleine schon die sueddeutsche.de steht voll von Artikeln, wo einer schlimmer als der andere ist:

Misshandlungen im Kloster Ettal

Mindestens hundert Opfer, mehr als zehn Patres, die systematisch geprügelt haben, Kinderpornos aus dem Netz: Die Missbrauchsfälle im Kloster Ettal nehmen immer gewaltigere Dimensionen an. Ein Pater räumt ein, selbst Kinder „brutal körperlich misshandelt“ zu haben – lehnt aber Konsequenzen ab.

Das Ausmaß des Missbrauchsskandals am Klosterinternat Ettal wird immer erschreckender. Auf einer Pressekonferenz zeichnet der externe Ermittler Thomas Pfister das Bild eines Klosters, in dem systematische Gewalt und sexueller Missbrauch in einem rechtsfreien Raum gedeihen konnten.

Pfister sagt, er habe viele erschütternde E-Mails von früheren Klosterschülern erhalten. Kinder und Jugendliche berichten darin davon, wie sie in der Schule und im Internat des Klosters systematisch körperlicher und seelischer Misshandlung sowie sexuellem Missbrauch ausgesetzt waren. Der Ermittler sagt, ihm lägen Berichte von mindestens hundert Opfern vor.

Zudem berichtete Pfister von einem aktuellen Fall, in dem ein Klostermitglied gestand, Kinderpornos aus dem Internet heruntergeladen und früher Fotos halbnackter Schüler ins Internet gestellt zu haben. Dies sei der Hintergrund der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen im Kloster Mitte der Woche gewesen. Offenbar wurde auch ein Pater sexuell missbraucht. Er sei dazu mit einem früheren Ettaler Ordensmitglied im Gespräch, der sich an ihn gewandt habe, berichtete Pfister.

Weiter hier: http://www.sueddeutsche.de/bayern/934/505139/text/

Und auch die evangelische Kirche scheint von solchen Vorfällen nicht frei zu sein:

Misshandlungsfälle bei Diakonie

Die Videos verstören selbst den Staatsanwalt: Mitarbeiter einer diakonischen Schule sollen autistische Kinder misshandelt haben. Politiker sind alarmiert – und fordern schärfere Gesetze.

Nach der Aufdeckung von Missbrauchsfällen in katholischen Einrichtungen kommen jetzt auch Vorkommnisse in einer Schule der evangelischen Kirche ans Licht.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt gegen 17 ehemalige Mitarbeiter eines Tochterunternehmens der Graf-Recke-Stiftung. Dabei gehe es um Misshandlung Schutzbefohlener, Freiheitsberaubung und Nötigung – unter anderem – autistischer Kinder bei der Stiftungstochter Educon, die Schulen für behinderte und verhaltensauffällige Kinder betreibt.

Im gleichen Artikel geht es gleich weiter nach Limburg:

Neue Vorwürfe

Nachdem Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen zuletzt für weltweites Aufsehen sorgten, erreicht der Skandal nach Informationen der Nassauischen Neuen Presse jetzt auch die Limburger Domsingknaben. Ein ehemaliges Chormitglied habe Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst angeschrieben und ihm von Übergriffen des damaligen Dirigenten zwischen 1967 und 1973 berichtet. Der beschuldigte Domkapellmeister und Priester ist 2002 gestorben.

Unterdessen räumte der frühere Regensburger Domkapellmeister Georg Ratzinger ein, selbst Chormitglieder der Domspatzen geschlagen zu haben. „Ich habe am Anfang wiederholt auch Ohrfeigen ausgeteilt“, sagte Ratzinger, der von 1964 bis 1994 im Amt war. Nie habe er allerdings jemanden „grün und blau“ geschlagen.

Er gab auch zu, von Prügeln in der Internatsvorschule gewusst zu haben. „Mir war bekannt, dass Direktor M. sehr heftige Ohrfeigen verteilt hat“, sagte der Bruder von Papst Benedikt XVI. der Passauer Neuen Presse. „Wenn ich gewusst hätte, mit welch übertriebener Heftigkeit er vorging, dann hätte ich schon damals etwas gesagt“, so Ratzinger weiter. Er verurteile das Geschehene und bitte die Opfer um Verzeihung.

Weiter siehe: http://www.sueddeutsche.de/politik/193/505394/text/

Naja, Schläge haben wir in den 1960er Jahren auch erhalten. Damals durfte noch gezüchtigt werden und galt nicht als Missbrauch. Pfarrer und Lehrer durften es einfach. Und wenn man sich vor Angst vor dem Rohrstock einen Topfdeckel hinten in die Hose steckte und der Rohrstock dann brach, dann gab es eben Schläge mit einem neuen Rohrstock auf die ausgestreckten Hände oder ein Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht. Und die Eltern sagten dann nur: „Dann hast du’s auch verdient!“

Aber wir haben uns nicht als Opfer gesehen und sind auch nicht daran gestorben. – Woran liegt es denn nun, dass seit jüngster Zeit immer mehr Missbrauchsfälle, vor allem im sexuellen Bereich bekannt werden. Ist es die späte Rache? Ist es das plötzliche öffentliche Interesse? Ist es, weil die Kirchen es verschweigen und man nicht weiß, was in ihren heiligen Hallen alles so vorgeht?

Ich glaube, es ist von allem etwas. Und etwas kommt noch dazu: die Angst. Die Angst, dass es immer so weiter gehen wird und die Kirchen, Klöster, Schulen die ihnen anvertrauten Kinder so schädigen, dass sie noch Jahrzehnte später mit Schrecken daran zurück denken. Das dieses Vertrauen in Personen, die ihnen etwas lehren sollen, ihre Lehre anders auffassen und zu ihrem eigenen Vorteil einsetzen. Der Zölibat tut ein übriges dazu, aus Menschen verklemmte Heilige zu machen, die keinen Ausweg mehr finden, als sich an kleinen Kindern zu vergreifen, die sich nicht wehren können. Der Spruch: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht“, bekommt so gleich einen anderen Sinn.

Hier sind noch weitere Links, alle aus der sueddeutsche.de

Missbrauchsskandal an hessischer Eliteschule: http://www.sueddeutsche.de/panorama/7/505211/text/

Missbrauch in Fürstenfeldbruck: http://www.sueddeutsche.de/bayern/534/504743/text/

Was wusste Ratzinger? http://www.sueddeutsche.de/politik/36/505238/text/

Kommentar meiner Netzwerk-Partnerin: http://desparada-news.blogspot.com/2010/03/tabus-und-prugelnde-sklavenseelen.html

Kirche und Moral. Das scheinen tatsächlich zwei verschiedene Dinge zu sein, die sich nicht mögen. Die Kirche predigt Moral und hält sich nicht daran. Und die Moral selber? Nun, die bleibt auf der Strecke. Und wenn sie sich tatsächlich Menschen aussucht, dann bestimmt nicht bei der Kirche. Das verwerfliche ist daran, dass es immer die Schwächsten trifft. Kinder, die unsere Zukunft sein sollen. Aber Kinder sind laut Gesetz keine Menschen, sie sind eine Sache, die man nehmen und ge- oder missbrauchen kann. Die Rechte der Kinder stehen immer noch nicht im deutschen Grundgesetz. Dafür aber anderes, Tierschutz und Sach- bzw. Güterschutz. Denn das Kapital ist unantastbar, genauso wie die Heiligkeit hinter versteckten Mauern. Ich wünsche mir, dass diese Täter bei ihrem heiligen Stuhlgang mal festfrieren und keiner ist da, der ihnen hilft. Dann merken sie hoffentlich, dass ihr Schreien laut, das der misshandelten Kinderseelen aber leise ist…

Die Postbank und ihre betrügerische Werbung

Wer eckt hier an?

von Manuel Zava

Heute war ich mal wieder zur Post, um einige Briefe abzugeben. Das meiste schriftliche mache ich zwar inzwischen per eMail, aber wenn es um etwas besonderes geht, schreibe ich auch gerne mal mit meinem altmodischen Geha-Füller und auf handgeschöpftem Papier. Und dann muss ich eben zur Post, nämlich nur da gibt es Briefmarken.

Als ich meine sieben Briefe abgegeben hatte, drückte mir der Mann am Schalter noch so einen Werbeprospekt in die Hand. Nun kannte ich diese Werbung für ein kostenloses Girokonto schon – dazu komme ich gleich noch -, aber dieses Bild war mir neu: da stehen drei wirklich süße Jungs am Zaun und mitten auf ihren knackigen Hintern prangt das Wort: “unentgeltlich”!

Prompt rutschte mir die bissige Bemerkung heraus: “Aha, diese drei Jungs sind also unentgeltlich. Das ist ja direkt eine Einladung an jeden Pädosexuellen und an die katholischen Klosterschulen, hier kostenlos zuzulangen!” – Der Mann am Schalter wurde verlegen und eine sanfte Röte zog sich über sein Gesicht. “Natürlich nicht!” entrüstete er sich dann. “Das bezieht sich auf das Girokonto!”

Jetzt war ich in meinem Element und dachte an die Pusteblume. “Das kostenlose Girokonto ist also nur für Päderasten und die priesterlichen Katholibans?” fragte ich scheinheilig. Und schon meldete sich ein weiterer Postdiener und ließ damit seine Kundschaft stehen. “Das Bild bezieht sich darauf, dass diese Jungs über den Zaun schauen und dadurch das Fußballspiel kostenlos sehen”. – “Ich sehe das anders”, sagte ich, “ich sehe da drei knackige Burschen, die zuerst einmal einladen zu … ihr wisst schon … und dann die betrügerische Absicht, etwas zu ergaunern. Genauso wie die Postbank!”

Inzwischen hatte sich das gesamte Personal der Post bei mir am Schalter eingefunden. Auch die Kunden wurden aufmerksam und nach und nach kamen mehr Leute, um sich genau diesen Prospekt anzuschauen. Dabei entwickelte sich folgender Dialog:

Ich: “Wo steckt da die Ehrlichkeit, wenn laut mit knackigen Knabenhintern für ein kostenloses Girokonto geworben wird, was letztendlich nur der Vermögende bekommen kann?!”

Post: “Stimmt nicht, nein-nein! Jeder kann es bekommen.”

Ich: “Jeder Päderast und jeder katholische Priester…”

Post: “Das ist doch jetzt Quatsch. Man kann auch etwas in eine Sache hinein deuten, die so nicht stimmt!”

Ich: “Und warum steht auf den Ärschen das Wort unentgeltlich?”

Post: “Sie verdrehen jetzt alles, weil Sie das so sehen wollen. Alles bezieht sich nur auf das Konto. – Hier!!!” Dabei tippt er wütend auf den Prospekt, wo ‘Postbank Giro’ steht.

Ich: “Und genau das ist eine Lüge!”

Post: “Wie bitte??? – Ich hör wohl nicht recht!!! – Hier steht es schwarz auf weiss!”

Ich: “Weiss auf dunkelblau”, berichtigte ich ihn. “Und was machen Sie, wenn ein ganz normaler Hartz4-Empfänger kommt und möchte so ein kostenloses Konto haben?”

Post: keine Antwort.

Ich weiß jetzt nicht mehr, wie der weitere Verlauf dieser liebenswürdigen Unterhaltung war, wo sich dann auch mehrere Kunden einmischten. Ich kann nur eines sagen:

Hier wird parallel zu dem ganzen Wirtschafts-, Banken- und Regierungsgebarden der kleine Mann wieder mal abgezockt mit Versprechungen … und geilen Bildern. Dieses sogenannte “Kostenlose Postbank-Girokonto” bezieht sich nur auf diejenigen, die Geld haben. Der, der kein Geld hat, muss für dieses “kostenlos” bezahlen. Es wird abgezockt und betrogen bis fast zur Schmerzgrenze.

Wenn es da heißt: “Wenn Sie für ihr privates Girokonto immer noch zahlen, verschenken Sie bares Geld. Beim Postbank Girokonto können Sie sich die Kontogebühren sparen.” – Und dann an anderer Stelle des gleichen Prospektes steht: “Postbank Giro plus und Postbank Giro extra plus sind, abhängig vom monatlichen Geldeingang, unentgeltlich.” – dann ist es einfach Betrug.

Aber es ist wie momentan überall: Der kleine Mann, die arme Bevölkerung, muss zahlen, der andere, der genügend hat, erntet. Es lebe das Zockertum, welches dadurch noch reicher wird. – Wobei ich mir gerade überlege, ob ich nicht auch so anfangen sollte. Zocken mit Geld, was man nicht hat, scheint sich ja zu lohnen…

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Quelle: Netzwerkpartner Pusteblume

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