Pressespiegel vom 16. Mai 2012

Ein kleiner Blick durch den Blätterwald

Zusammengestellt aus den Meldungen des Deutschlandfunks und verschiedener Tageszeitungen mit einem Vorwort von Martin Schnakenberg

Heute gibt es mal von jedem was, komplett ohne eigenen Kommentar. Aber wenn von Demokratie gesprochen wird, dann meinen die Schreiberlinge ihre Auffassung von Demokratie – und natürlich von denen, die sie bedienen und dem sie hörig sind. Für einen kleinen Überblick in dem fast unübersichtlichen Blätterwald aller Schattierungen, Richtungen und Nuancen reicht es allemal. Dieser Artikel stellt also keine Wertung des Muskelkaters dar und vertritt auch nicht die eine oder andere Meinung, sondern informiert nur pur über das Tagesgeschehen, so wie es einige Redakteure der systemkonformen Medien sehen.

Themen sind heute die Personaldebatte bei den Linken, die Kritik von CSU-Chef Horst Seehofer am Krisenmanagement der Union und die gescheiterte Regierungsbildung in Athen.

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Muskelkaters Presseschau vom 23. Februar 2012

Geschrieben und zusammengestellt von Martin Schnakenberg

Obwohl man heutzutage ja eigentlich nur noch dem trauen sollte, was man selber macht, wage ich mich mal an eine Presseschau des heutigen Tages. Und da sticht so manches sofort ins Auge. Fangen wir mal in Afghanistan an, dann wissen wir, dass dort ein unrechtmäßiger Krieg herrscht, der uns einst von den Regierungsparteien und Teilen der Opposition als „Deutschlands Verteidigung am Hindukusch“ verkauft wurde. Wir wissen auch, dass dort eine andere Religion vorherrschend ist. Was treibt also einen Soldaten, der in einem fremden Land Krieg führt, dazu, eine Religion zu demütigen, obwohl er genau weiß, dass er als Gläubiger in selbiger Situation ausflippen würde, täte das jemand in seinem Land. Warum muss denn immer und überall provoziert werden? Dass jetzt die Gegenseite ausflippt und Rache für die Verbrennung eines Exemplars des Korans fordert, sehe ich als ganz klare Folge an, auch wenn ich das ganze Gelabere um ein von Menschen geschriebenes Buch persönlich absolut nicht verstehen kann. Jetzt rufen Taliban zur Tötung ausländischer Soldaten auf und das könnte nur der Anfang sein, denn Hass erzeugt Gegenhass.

EU – Bei vielen verursachen diese zwei Buchstaben schon eine Neurose, wenn sie noch nicht mal ausgesprochen wurden. Da soll das griechische Defizit manipuliert gewesen sein und die EU soll Athen zur Fälschung gedrängt haben? Was passiert oder passierte da eigentlich in Brüssel, Berlin und Paris? Und das mit dem ESM soll doch wohl ein Witz sein, oder? Das hieße, die Oberhoheit über die Staatsfinanzen an die EU abzugeben, was blanker Hohn in Richtung des Volkes bedeuten würde. Der Muskelkater berichtete schon einmal darüber und legte auch gleich ein Video bei, welches dieses kapitalistische Mordinstrument ESM genauer erklärt. Aber so langsam scheinen jetzt wahrhaftig auch einige Politiker dahinter zu kommen, was dieses für uns alle für die Zukunft bedeutet. Denn bei der baldigen Abstimmung im Bundestag kündigten einige Politiker Widerstand gegen das Rettungspaket an. Na denn, bin gespannt, wer die wohl sind. Die Linke sowieso – plus Wolfgang Bosbach. Und wer ist sonst noch intelligent?

Aber auch sonst geht es in Europa hoch her, auch wenn die EU-Kommission 2012 nur eine leichte Rezession erwartet. Aber wir wissen ja, was wir davon halten sollen. Erst recht dann, wenn von anderer unerwarteter Seite von einer Trendwende die Rede ist. Die Konjunkturflaute lässt Steuereinnahmen sinken, schreibt WELT-ONLINE und gibt ausnahmsweise mal wieder einen guten Artikel ab. Sie belegt auch, dass diese Sparpakete Bund und Länder mehr kosten, als was durch Steuereinnahmen wieder hereinkommt. Aber dann wird es dort lapidarisch „verzerrende Wirkung von Sondereffekten“ genannt, nur damit der Bürger nicht dahinter kommt, was wirklich gemeint ist. Die WELT tut also wieder das, was sie am besten kann, und verschleiert mal wieder, indem sie den Finanzminister wieder als rettenden Engel darstellt. Ein Leser der WELT schrieb, als er von der Konjunkturflaute las: „Macht nix! Weniger Steuereinnahmen sind im Zweifelsfall höchstens weniger Kohle die in der EU versenkt werden kann …“. Ein anderer antwortete darauf: „Falsch gedacht! Weniger Steuereinnahmen bedeutet öfteres und längeres Anwerfen der Druckerpresse! Willkommen Inflation und damit die Vernichtung der Lebensleistung von Millionen Menschen. Vielen Dank an die Politik!“ – Aha, einige Zeitgenossen sind also doch schon dahinter gekommen, dass nicht nur auf den großen Finanzplätzen von fleißig nach reich gescheffelt wird.

Nochmehr EU gefällig? — Brüssel macht ernst: Wegen seines hohen Haushaltsdefizits droht Ungarn als erstem EU-Land der Verlust von Fördergeldern. Die EU-Kommission will Ungarn Hilfszahlungen streichen. — Und was macht unser Mann in Brüssel, der ehemalige und ungeliebte Landesvater von Baden-Württemberg? Wie der Muskelkater im Dezember letzten Jahres berichtete, plant Oettinger 40 neue Atomkraftwerke für Europa. Im Gegenzug dazu drängt er jetzt die Deutschen zum Energiesparen. Und weil Rösler nicht so will, wie er es will, eben mit einem EU-Gesetzentwurf. Lustig, gell?

Bei der Ehrensold-Debatte um die 199.000 €uro pro Jahr für den Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff knüpft die Koalition jetzt Bedingungen: Keine Zahlung bei neuem Job oder Verurteilung, heißt es da. Nun denn, dass müssen die halten, wie sie wollen. Denn diese Sauerei, die von den Springermedien angezettelt wurde, weil sie einen Bundespräsidenten will, der rechts der Konservativen steht, hängt mir zum Halse raus. Immer noch nicht hat mir jemand erklärt, was die Angelegenheiten, die Christian Wulff als Ministerpräsident von Niedersachsen durch zog, mit seinem Amt als Bundespräsident zu tun hatte. Ich kann mich nicht erinnern, dass er als Bundespräsident Verfehlungen hatte, bitteschön. Es war eine Kampagne des Springer-Konzerns, der die Pressefreiheit in den Schmutz gezogen hat. Und deshalb, weil diese beknackten Heinis das geschafft haben, müssen wir vielleicht bald mit einem Ultrarechten als Bundespräsident leben!!!

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Heute waren die meisten Hinweise auf Artikel, die in der WELT erschienen sind. Ist zwar nicht mein Blatt, kommt es doch aus demselben neokonservativem Haus wie der Bruder BILD, aber es war trotzdem mal aufschlussreich, diese Meldungen zu lesen. Eine Meldung fand ich dort allerdings nicht, was auch nicht weiter verwundert. Nämlich eine Meldung aus Großbritannien, wo beschrieben wird, dass der eingeschlagene Sparkurs Familien mit Kindern am härtesten trifft. Aber das kennen wir ja aus Deutschland und ist deshalb nicht Neues und ganz normal. Oder?

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Ein Streifzug durch die HAZ vom 09.09.2011

Presseschau im Muskelkater

Eine Führung unter der Leitung von Manuel Zava

Wenn man allgemein von einer Presseschau spricht, dann erinnert man sich meist an die ARD, wo sonntags mittäglich die Presseschau des WDR aus dem Funkhaus Köln zu sehen war. Mehrere Journalisten verschiedener Zeitungen saßen um einen halbrunden Tisch und widmeten sich einigen Themen, die vom Moderator der Sendung vorgegeben wurde.

Na, so komplett kann ich es nicht, aber ich bemühe mich, aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ), die zuerst mal dran ist, das Wichtigste heraus zu fischen.

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Neue Stelle im Jugendamt gegen Kindesmisshandlung

Stadtverwaltung will Arbeit konzentrieren, indem Aufsehen erregende Fälle von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung, wie der Tod des zweijährigen Kevin in Bremen, sich jetzt auch direkt in der Personalplanung im Burgdorfer Rathaus niederschlagen soll: Aufgrund einer Gesetzesänderung im Vormundschafts- und Betreuungsrecht soll sogar eine neue Stelle im Jugendamt geschaffen werden.

Im neuen Gesetz heißt es: „Der Vormund hat mit dem Mündel persönlichen Kontakt zu halten. Er soll das Mündel in der Regel einmal im Monat in dessen üblicher Umgebung aufsuchen, wenn nicht im Einzelfall andere Besuchsabstände oder ein anderer Ort erforderlich sind.“ – Bislang sei die Arbeit von ihm und einer zweiten Abteilung im Hause mit erledigt worden, sagt Niemann. Künftig soll sie bei einer neuen Kraft konzentriert werden, die zum nächsten Jahr mit 30 Wochenstunden eingestellt werden soll.

Na, wenn das nichts ist! – Hier weiter lesen: Neue Stelle im Jugendamt.

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Heftiges Erdbeben in Westdeutschland

Ein Erdbeben der Stärke 4,4 hat am Donnerstagabend viele Menschen im Westen Deutschlands aufgeschreckt. Verletzt wurde ersten Erkenntnissen zufolge aber niemand. Auch Sachschäden habe es keine gegeben, berichteten die Polizeidirektionen in Nordrhein-Westfalen am Freitagmorgen übereinstimmend. […] Das Epizentrum sei in Goch am Niederrhein gewesen, sagte der Leiter der Erdbebenstation, Professor Klaus Hinzen von der Universität Köln.

Das Beben sei kurz nach 21.00 Uhr in einem Radius von rund 200 Kilometern spürbar gewesen. „Von Bielefeld bis Brüssel, im Bonner Raum und sogar bis Amsterdam“, berichtete Hinzen. Zahlreiche Bürger hätten sich gemeldet und um Informationen gebeten.

Nicht nur in Japan, auch Deutschland hat seine Beben. Die Beben aus Berlin haben allerdings momentan noch größere Auswirkungen.

Weiter lesen unter: Erdbeben.

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Gefeuerte Yahoo-Chefin: „Diese Leute haben mich verarscht“

Carol Bartz hat Wut im Bauch. Die vom Yahoo-Verwaltungsrat per Telefon gefeuerte Konzernchefin nimmt bei ihrem ersten Interview nach dem Rauswurf kein Blatt vor den Mund. „These people fucked me over“, diktiert sie der Reporterin des US-Magazins Fortune in den Block. „Diese Leute haben mich verarscht.“ Bartz erzählt ausführlich, wie sich das Telefongespräch zwischen ihr und Verwaltungsratschef Roy Bostock abgespielt hat…

Und das ist dann hier unter Gefeuert zu lesen.

Dazu sollte man aber auch wissen, dass diese Ex-Chefin Worte gebrauchte, die für uns zwar normal, aber für das prüde USA unaussprechlich sind.

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Baustelle blockiert Geschäft sechs Monate

Eine Geschäftsfrau in der Innenstadt muss sechs Monate lang eine Baustelle vor ihrem Schaufenster ertragen – die Existenzgründerin hatte den Spielwarenladen im Volgersweg erst im vergangenen Jahr eröffnet. Alle Hilferufe an den Verursacher, die Stadtwerke, und das Bauamt der Stadt blieben ohne Wirkung.

Zuletzt wurde ihr schriftlich zugesagt, dass wohl bis Ende August alle Arbeiten abgeschlossen sein würden. „Aber dann war wieder wochenlang kein Bauarbeiter zu sehen“, sagt sie. Eigentlich waren drei Monate, April bis Juni, für die Arbeiten angesetzt. Auf Nachfrage der HAZ bedauert der Energieversorger jetzt die Verzögerung – und verspricht, dass der Spuk nun aber Ende September endlich vorbei sein soll.

Und wie ist es mit dem Ausfall, den sie in dieser Zeit erleiden musste? – Aber mit einem Kleinunternehmer kann man es ja machen, vor den großen Bossen wären da sicher Kniefall und sofortige Räumung dran gewesen, verbunden mit der Zusicherung, dass der Steuerzahler für den Ausfall gerade steht.

Unter Baustelle blockiert Geschäft weiter lesen.

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Obama will Wirtschaft mit 450-Milliarden-Programm Schub geben

US-Präsident Barack Obama sucht mit einem Kraftakt den Weg aus der Krise: Ein 450 Milliarden Dollar (321 Mrd Euro) schweres Konjunkturprogramm soll die lahmende US-Wirtschaft aus der Talsohle führen. In einer leidenschaftlichen Rede vor beiden Kammern des Kongresses appellierte Obama an die Republikaner, im Kampf gegen die Krise mitzuziehen. „Mitglieder des Kongresses: Es ist Zeit, dass wir der Verantwortung gerecht werden.“ […]

Das Programm besteht im wesentlichen aus einer Senkung der Sozialabgaben für Arbeitnehmer und Firmen, Infrastruktur-Investitionen sowie Steuersenkungen für Unternehmen. Das Programm „wird einer zum Stillstandgekommenen Wirtschaft Schub geben“, sagte Obama unter rauschendem Beifall der Demokraten. Das Programm werde „mehr Menschen in Lohn und Brot bringen und mehr Geld in den Taschen derer lassen, die arbeiten“, so der Präsident. „Es wird mehr Jobs für Bauarbeiter, mehr Jobs für Lehrer, mehr Jobs für Kriegsveteranen und mehr Jobs für Langzeitarbeitslose schaffen.“

Eindringlich machte Obama klar, dass durch das Programm keine neuen Schulden gemacht würden. „Alles in diesem Gesetz wird auch bezahlt werden können. Alles.“ Doch führende Republikaner hatten sich schon im Vorfeld skeptisch geäußert.

Ich teile die Skepsis. Denn hier hört man eine gewisse Angst mitspielen. Es darf ja nun wahrlich nicht sein, dass China bessere Verkehrssysteme habe als die ökonomische Supermacht USA… – Oder?

Unter Obama will Wirtschaftsschub könnt ihr weitere Informationen bekommen.

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Stadt, Schule und Finder einigen sich wegen 700 Euro

Mehr als sechs Monate lang haben 700 Euro im Fundbüro des Rathauses von Langenhagen auf den Eigentümer gewartet – doch erst bei der Übergabe hat sich jetzt Stück für Stück die wahre Geschichte des Fundgeldes gezeigt.

Was ist passiert? Der Schüler Nick fand einen Beutel mit 700 Euro und übergab ihn – da er sich in der Betreuung des Fördervereins der Hermann-Löns-Schule befand – seiner Betreuerin Inge Pannes. Sie leitete den Fund ans Rathaus weiter, und dort blieb das Geld liegen. Sechs Monate lang, weil niemand den Verlust meldete. Dann spendete Pannes – für die Stadt die Finderin – das Geld dem Förderverein.

Und ab da wurde es etwas kompliziert – zumindest für die Stadtverwaltung. Ja, man sollte Behörden auch nicht so schwere Aufgaben anvertrauen.

Unter Geldbörse könnt ihr die ganze Geschichte erfahren.

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So, das war mal eine Führung durch die Hannoversche Allgemeine und den Hinweisen auf interessante Artikel. Ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr seid das nächste Mal wieder mit dabei, wenn es heißt: Presseschau im Muskelkater.

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