Griechenland kauft Waffen in den USA – mit EU-Steuergeld

Panzer trotz Pleite

Von Martin Schnakenberg

Das marode Griechenland will 400 M1A1-Abrams-Panzer kaufen. Bezahlt werden sie letztlich mit Steuergeldern aus den EU-Staaten.

Griechenland ist dem Konkurs näher denn je. Die in der sogenannten Troika vereinten Vertreter des Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und der EU setzten am Montag ihre Gespräche im Athener Finanzministerium fort. Dabei ging es bereits um Schuldendienste für die Jahre 2013 und 2014 und die von der EU benötigte Stützung.

Trotz der Staatspleite rüstet das NATO-Land seine Armee weiter und zeigt nun offenbar Interesse an 400 gebrauchten M1A1-Abrams-Panzern aus den USA. Wie das »Hellenic Defence & Technology«-Magazin in der vergangenen Woche berichtete, soll das Geschäft kurz vor dem Abschluss stehen. Die US-Behörden haben den Verkauf genehmigt. Es wird darüber spekuliert, ob die M1A1-Panzer auf den M1A2-Standard hochgerüstet werden. Dies wäre eine zusätzliche Investition. Auf jeden Fall sichert sich der Verkäufer über lange Zeit Wartungsaufträge.

Der detaillierte Artikel von René Heilig beim Neuen Deutschland ist sehr empfehlenswert.

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Natürlich fragt sich da jeder, was da eigentlich gespielt wird und was für ein Kraut die Regierenden da so heimlich rauchen. Gesund kann das aber nicht sein. Und gesund ist das auch nicht für diejenigen, die durch Hände Arbeit dieses Geld erst einmal erarbeiten müssen. Denn von nichts kommt nichts, das haben unsere Vorfahren schon vor tausenden von Jahren gelernt. Aber scheinbar hat es heute wohl keine Gültigkeit mehr, denn die Spekulanten machen es uns ja vor, wie man aus reiner Luft ein Milliardenvermögen schafft.

Aber wenn man in großer Not ist und kurz vor dem Abgrund steht, dann kauft man sich doch keine Mordwerkzeuge mehr. Gut, im wilden Westen war das anders. Da hoffte man, mittels eines Stoßgebetes gen Himmel doch noch vor dem Galgen gerettet zu werden, um dann mit dem letzten Wunsch, einer Haubitze, seine Peiniger platt machen zu können. Heute gibt es noch die Henkersmahlzeit, bei der christlichen Kirche das Abendmahl.

Okay, fragen wir mal andersrum: Was hat die griechische Regierung vor mit diesen Panzern? Denn es ist ja nicht das einzige Kriegsgerät, was da gekauft wird, wie René Heilig schreibt:

Neben den Panzern hat Athens Armee auch 20 amphibische Truppentransporter avisiert. Der Bedarf an diesen Fahrzeugen wird auf 75 bis 100 geschätzt. Nachdem Lieferverträge mit Russland von Athen unlängst wegen der EU-Sparzwänge gekündigt worden sind, bieten die USA nun Bradley-Schützenpanzer an.

Aha. Und im nachfolgenden Absatz steht auch, dass man Angst hat vor dem türkischen Nachbarn, der aber komischerweise auch NATO-Mitglied ist. Also aufrüsten gegen den, der auf der gleichen Seite als Bündnispartner steht? Mit Waffen, die vor allem aus Deutschland stammen? Was bahnt sich da an???

Etwa eine Islamophobie auf militärischem Gebiet? Weil die Türkei mit den anderen Turkvölkern eine Gemeinschaft a la EU aufbauen möchte? Weil die Türkei in der Region und auch in Europa zu mächtig werden könnte? Weil die Türkei den Staat Israel immer wieder wegen dessen diktatorischen und militärischen Maßnahmen verurteilt? Oder vielleicht deshalb, weil die Türkei bisher in seinem politischen Handeln recht getan hat und keine so große Angriffsfläche für Zocker, Banken und Spekulanten bietet, wie die anderen EU-Länder?

Oder sollte es so sein, dass es über Bestechungen und Drohungen besser möglich ist, dem Pleitekandidaten Griechenland in der größten Not sein letztes Hemd auszuziehen?

Okay, man kann noch mehr Gründe finden. Und wenn man sucht, findet man auch in einem Staubhaufen ein Körnchen, welches schwärzer ist als die anderen. Aber müssen deshalb die deutschen Steuerzahler und Generationen danach dafür bluten? Damit Panzer zur Tötung von Menschen gebaut und geliefert werden können, mit überteuerten Krediten der Banken, die dann wieder vom Steuerzahler und dem Geld nachfolgender Generationen gerettet werden müssen, weil sie so schön systemkonform sind???

Um es noch einmal zu betonen: Das griechische Volk ist nicht schlecht und auch nicht korrupt. Nicht mehr und nicht weniger, als das deutsche Volk. Es sind die Politiker, die das Land vertreten. Und wenn davon gesprochen wird, dass Griechenland Panzer kauft trotz Pleite, dann ist es die Regierung, die in Zusammenarbeit mit der Lobby diesen Unsinn begeht, während an der Grenze zur Türkei sich zwei Freunde, ein Grieche und ein Türke, unterhalten, wer mit der nächsten Weinfreundeparty dran ist.

Das Volk will Frieden, nur die Regierungen nicht. Das Volk will einfach nur in Würde und Ehre leben, nur die Regierungen wollen das nicht. Und wenn es tatsächlich Regierungen geben sollten, die etwas für das Volk tun wollen, dann will es die Lobby nicht, welches dann Macht und Geld verliert und lieber mittels Bestechungen (Beispiel) das Lot wieder zu ihrem Gunsten verbiegt. Lieber Panzer kaufen und lieber Panzer verkaufen, als mit anderen zu beschließen: Nie wieder Krieg, weder auf dem Schlachtfeld, noch auf dem Kapitalmarkt, noch zwischen Bürger und Regierung.

Nehmt den Kapitalmärkten und den Spekulanten der Banken endlich die Macht, sonst gibt es eines nicht mehr fernen Tages kein Erwachen mehr…

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Aus dem Muslim-Markt: Das räuberische System des Kapitalismus

Zur Diskussion gestellt …

… mit einem Vorwort von Martin Schnakenberg

Nie hätte ich gedacht, dass ich ausgerechnet in einem Forum für gottesfürchtige Muslime so einen gewaltigen Text vorfinden würde. Nichts klischeehaftes ist hier zu finden, sondern nur blanke Tatsachen, die sich andere nicht trauen, auszusprechen. Und vielleicht aus diesem Grund möchte ich den Text vom 5. Juli 2011 zum Nachdenken bereitstellen.

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Das räuberische System des Kapitalismus

Von Yavuz Özoguz am 05. Juli 2011 12:51:09

Selten wurde das infame auf Lug und Betrug aufbauende System des Kapitalismus so deutlich wie bei den letzten Steuersenkungsforderungen der FDP.

Was ist der Unterschied zwischen einem verbrecherischen Räuber und dem Kapitalismus? Nach dem Einbruch des verbrecherischen Räubers fühlt man sich schlecht und hat das Gefühl, bestohlen worden zu sein. Nach dem Einbruch des Kapitalismus freuen sich manche Beraubte auch noch.

Stellen Sie sich vor, jemand kommt zu Ihnen und bietet ihnen Folgendes an: Ich gebe Dir ab sofort 100 EUR im Jahr. Als Gegenleistung musst Du jährlich 5 EUR bezahlen, und zwar Dein Leben lang, völlig unabhängig davon, wie lange Du lebst, und wenn Du gestorben bist, dann muss Dein Nachkomme weiterhin jedes Jahr 5 EUR bezahlen und die 100 EUR bleibst Du mir ewig schuldig. Wer würde sich auf solch einen Handel einlassen? Welcher halbwegs vernünftige Mensch, der nicht unbedingt Drogensüchtig ist und deshalb dringend diese 100 EUR benötigt, koste es, was es wolle, würde solch einen Handel mitmachen?

Genau jenen Handel aber hat jetzt die FDP als große Errungenschaft ihrer politischen Führungskompetenz verkündet und verkauft dies als Erfolg. Obwohl Deutschland so weit verschuldet ist, dass es niemals seine Schulden auch nur ansatzweise abtragen kann, obwohl es seit Jahrzehnten nie gelungen ist, den Bundeshaushalt halbwegs ausgeglichen zu gestalten, weder in Boom-Jahren noch in Flaute-Jahren, und obwohl den Menschen vor Augen geführt wird, wie ein Staat sogar seine Souveränität verlieren kann, wenn es überschuldet ist, will Deutschland irgendwelche Steuern senken, und das “zufällig“ im Jahr der Bundestagswahlen.

Das Verratspotential der anderen Parteien am Wahlvolk mag schon sehr groß sein, aber das Maß, mit dem die FDP die Bundesrepublik Deutschland unter die Hufe des Goldenen Kalbes verscharren will, ist inzwischen unerträglich! Doch es spielen schon lange nicht mehr alle mit. Die Geschwindigkeit mit der die neuen Hohepriester des Kapitalismus in der FDP die alte Genscher-Partei zerstören, ist schon schwindelerregend.

Dabei steckt der Fehler nicht bei irgendeiner Partei allein, sondern hier liegt ein immenser Systemfehler vor, der jedes Land in Europa früher oder später zum Staatsbankrott führen wird. Und die USA sind es bereits, aber sie verdecken es mit ihrer Militärmacht gewaltsam. Ist eigentlich irgendjemanden aufgefallen, dass Europa seit Wochen einen Krieg führt, seit Tagen weiterhin Menschen bombardiert, aber in keiner einzigen Nachrichtensendung davon zu erfahren ist, sondern nur von der Würstin von Monako? Die Medio-Diktatur hat inzwischen Ausmaße erreicht, bei der die eigenen Verbrechen locker überspielt werden können. Aber wie lange will Europa an der Seite der USA und Israels Krieg gegen den Rest der Welt führen, und wie lange können sie es sich noch leisten? Deutschland will jetzt – offensichtlich ohne jeglichen Protest aus Israel – Kampfpanzer an das Saudische Diktatoren-Regime verkaufen, das sowohl im eigenen Land, als auch in Nachbarländern genau mit jenen Panzern die Bevölkerungen unterdrückt. Und ausgerechnet jenes Deutschland behauptet, an der Seite der nach Freiheit strebenden Völker zu stehen. Ja glauben denn die Parlamentarier selbst an ihre eigenen Worte?

Und während dem Steuerzahler kleine Steuergeschenke angekündigt werden, die ihm im Halse stecken bleiben würden, wenn er nur die Folgen kennen würde, erhalten die Banken Subventionen über Subventionen, die allerdings unter fremden Federn geschmückt werden, wie einer Griechenlandhilfe. Die Arroganz der kapitalistischen Macht kennt keine Grenzen.

Imam Chamene’i hat das laufende Persische Jahr zum Jahr des wirtschaftlichen Dschihad erklärt. Die in seinen Ausführungen vor allem auf die iranische Innenpolitik ausgerichtete Losung könnte aber unerwartet einen göttlichen Beistand erfahren, wenn die labilen Märkte der kapitalistischen Imperialisten in sich zusammenfallen. Dann werden sehr viele Menschen sehr viel Erspartes verlieren. Dann wird kein Panzer unter Saudischer Kontrolle jenes verkommene Königshaus retten können. Aber wir alle werden die Gelegenheit erhalten, neu anzufangen ohne das verbrecherische System des Kapitalismus. So lange es aber – sogar unter “Linken“ – hinreichend Menschen gibt, die das Goldene Kalb anbeten, so lange wird man die Gnade des göttlichen Beistandes nicht genießen können, der sich in diesem Fall in einer einfachen Durchsetzung der Vernunft äußern könnte.

(Zur Quelle)

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