Deutsche Umwelthilfe: Deutschland könnte mit Wasserkraft aus Norwegen auf 100% Ökostrom umstellen

Wozu brauchen wir noch Atomkraft?!

Pressemitteilung des SWR mit einem Kommentar von Brano Wagner

Deutschland könnte mit billigem Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken auf Kohle- und Atomenergie verzichten. Das erläutert Peter Ahmels, Experte für erneuerbare Energien bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH) im ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ: „Das Potenzial würde allemal reichen, um den erneuerbaren Strom in Deutschland komplett zu ergänzen zu einer 100 prozentigen Versorgung aus erneuerbaren Energien.“ Insgesamt könnten norwegische Wasserkraftwerke den Strom von 60 europäischen Atomkraftwerken ersetzen!

(Siehe auch den genauen Bericht von REPORT MAINZ: „Wie die Bundesregierung sauberen Strom aus Norwegen blockiert“. Video siehe unten)

Ein norwegisch-schweizerisches Konsortium will, unter dem Projektnamen „NorGer“, die beiden Länder mit einem ersten Seekabel verbinden. Das Kabel soll 2015 in Betrieb genommen werden. Die Leistung von 1.400 Megawatt entspricht der des Kernkraftwerks Unterweser. In Norwegen wird Strom derzeit mit 3 Cent pro Kilowattstunde an der Börse gehandelt, in Deutschland mit 5 Cent. Laut Peter Ahmels würden auch die Verbraucher in Deutschland von den günstigeren Preisen profitieren.

Die Stromleitung soll 600 Kilometer durch die Nordsee verlegt werden und könnte in beide Richtungen genutzt werden. So wäre es möglich, überschüssigen Strom aus deutschen Windkraftanlagen nach Norwegen zu leiten und dort mithilfe von Pumpspeicherkraftwerken zu speichern. Bei Bedarf könnte der Strom wieder von der deutschen Seite abgerufen werden.

Allerdings müsste laut NorGer die Kraftwerksnetzanschlussverordnung (KraftNAV) geändert werden. Bislang regelt die KraftNAV den Netzzugang von Kraftwerken. Die Einspeisung von Strom aus einem Seekabel ist darin nicht geregelt. Zuständig dafür ist das Bundeswirtschaftsministerium. Dort sieht man derzeit nach Informationen von REPORT MAINZ „keinen Änderungsbedarf“.

NorGer-Sprecher Matthias Hochstätter sieht deshalb die Realisierung gefährdet: „NorGer will 1,4 Milliarden Euro investieren in dieses Kabel und dafür muss natürlich gewährleistet sein, dass das auch sicher in Betrieb ist und nicht einfach willkürlich abgeschaltet wird, wann immer der Netzbetreiber gerade Lust hat. Das geht nicht. Sonst kann man so ein Kabel nicht ordentlich betreiben.“

Herrmann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie kritisiert in REPORT MAINZ das Bundeswirtschaftsministerium: „Mir drängt sich der Eindruck auf, dass es hier um eine Blockadehaltung geht, denn natürlich würde die Lieferung von norwegischem Wasserstrom dafür sorgen, dass Kraftwerke in Deutschland im Zweifelsfall abgeschaltet werden müssten, insbesondere dann, wenn erneuerbare Energien wirklich einen Vorrang hätten.“

Das Bundeswirtschaftsministerium wollte zu dem Thema REPORT MAINZ gegenüber bislang keine Stellungnahme abgeben.

Hier jetzt die Sendung vom 20.09.2010:

.

.

Ein YouTube-Leser schrieb dort ganz empört: „Der Herr Brüderle ist mir schon die ganze Zeit suspekt und jetzt sehe ich das hier. Füg endlich „Seekabel“ in die verdammte Verordnung ein Du Penner! 😉 (Sorry aber diese offensichtliche Korruption in unserem Land geht mir echt aufn Sack und ich hab deswegen auch keinen Bock mehr nett zu sein!)

Es wird bald immer mehr Menschen geben im Land, die ebenfalls keine Lust mehr haben auf Höflichkeit denjenigen gegenüber, von denen sie immer mehr und immer häufiger angegriffen, attackiert und ausgebeutet werden. Die Regierung wird sich warm anziehen müssen, denn die nächsten Jahre werden zeigen, ob die französische Revolution nicht bald eine handfeste deutsche wird…

.

Weitere Informationen über die Energie in Norwegen:

http://www.norwegen.no/About_Norway/business/Wirtschaftszweige/energy/resources/

http://www.norwegen.no/About_Norway/business/Wirtschaftszweige/energy/electricity/

.

Werbeanzeigen

Schwarz-Gelb will Atomkonzerne mit satten Zusatzgewinnen belohnen

ROBIN WOOD ruft zu Stromwechsel auf

ROBIN WOOD kritisiert die Pläne von Union und FDP scharf, die Begrenzung der AKW-Laufzeiten aufzugeben und die „Erkundung“ des Salzstocks in Gorleben wieder aufzunehmen. Im Widerspruch zu Schwarz-Gelb fordert ROBIN WOOD den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie und die Aufgabe des ungeeigneten Endlagerstandorts Gorleben.

„Zwei Drittel der Bevölkerung, darunter viele Unions- und FDP-Wähler, wollen den Atomausstieg. Union und FDP aber setzen sich darüber hinweg und bedienen einseitig die Interessen der Energiekonzerne. Das hat unseren massenhaften Protest verdient: auf der Straße und an der Steckdose“, sagt ROBIN WOOD-Vorstandssprecher Florian Kubitz. „Noch immer sind viel zu viele Menschen Kunden der vier großen Energiekonzerne. Jetzt heißt es: Nicht schwarz ärgern über den Pro-Atom-Kurs von Merkel und Co., sondern wechseln – weg von den Atomkonzernen, hin zu einem Ökostromanbieter!“

Die künftigen Koalitionäre wissen um die atomkritische Haltung in der Bevölkerung. Deshalb versuchen sie, in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, Sicherheitsauflagen würden verschärft. In einem Papier der Koalitionsarbeitsgruppe Umwelt heißt es, ältere Anlagen dürften mittelfristig nur weiterbetrieben werden, wenn sie einen baulichen Schutz gegen Flugzeugabstürze vergleichbar dem der neuesten Anlagen aufwiesen. Tatsache bleibt: Es gibt kein sicheres Atomkraftwerk. Es gibt auch kein AKW, das hundertprozentig vor Flugzeugabstürzen gesichert ist. Und schließlich lässt die Formulierung „mittelfristig“ alle Hintertüren offen.

Auch die Aussicht auf eine Vereinbarung der künftigen Regierung mit den Atomkonzernen, wonach diese die Hälfte ihrer Gewinne aus der Laufzeitverlängerung „für die Forschung und Förderung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien, der Effizienzsteigerung und neuer Kraftwerks-, Netz- und Speichertechnologien“ zur Verfügung stellen, ist Etikettenschwindel. Die Energiekonzerne investieren ohnehin aus wirtschaftlichem Eigennutz in diesen Bereichen. Die Energiewende wird dadurch nicht beschleunigt, sondern durch Laufzeitverlängerung für Atommeiler und Zusatzgewinne für die ohnehin marktbeherrschenden Konzerne blockiert.

Union und FDP wollen zudem erreichen, dass der Salzstock in Gorleben „zügig und ergebnisoffen“ weiter als Standort für ein atomares Endlager erkundet wird. „Diese Haltung ist ein Ausdruck kalter Ignoranz gegenüber dem jahrzehntelangen Widerstand der Menschen im Wendland, die sich von der Politik zurecht und nachgewiesenermaßen getäuscht fühlen“, so Kubitz. „Ergebnisoffen klingt wie Hohn in Anbetracht der Tatsache, dass nicht wissenschaftliche Expertise, sondern politischer Druck zur Wahl dieses Standorts geführt hat und unter der Hand bereits mit dem Ausbau zu einem Endlager begonnen wurde. Die Aufhebung des Erkundungs-Moratoriums wird die Endlagersuche noch tiefer in die Sackgasse führen.“

(Quelle: Robin Wood, Ökostrom)

  • Norwegen, Perle des Nordens

  • Administration

  • Leser-Empfehlungen

  • Bitte eMail-Adresse eingeben...

    Schließe dich 151 Followern an

  • Jetzt Stromwechsel

  • Finger weg ! ! !

  • Monatsarchive

  • Kategorie bitte wählen

  • Artikel-Erstellung

    Juli 2019
    M D M D F S S
    « Nov    
    1234567
    891011121314
    15161718192021
    22232425262728
    293031  
  • Kinderrechte ins Grundgesetz

  • Die neusten Leser-Meinungen

  • ~~~ Die Partei der Vernunft ~~~

  • ~~~ Aktiv für die Umwelt ~~~

    Die Umwelt-Organisation ROBIN WOOD ist dem Verfasser des Muskelkater's schon seit seiner Gründung bekannt und er empfiehlt diesen internationalen Verein aus Bremen ausdrücklich, weil dieser in Sachen Umwelt- und Naturschutz, Erhaltung der für den Menschen natürlichen Ressourcen und Schutz der Natur vor der Gier der Konzerne und menschlicher Einzel-Individuen wie Spekulanten und Börsenzocker, vorbildlich agiert und deshalb aus seiner Sicht eine der sinnvollsten Gruppierungen des Planeten Erde sind, den es in seiner Form und Vielfalt zu erhalten gilt. - Klick mit rechter Maustaste auf Logo führt zur Homepage von ROBIN WOOD ...

  • ~~~ Demokratie in Aktion ~~~

  • ~~~ Lesben- und Schwulenverband

  • United for Peace

  • ~ Blog-Empfehlung ~

  • + Blog-Empfehlung +

  • Am Besten bewertet

  • Schlagworte/Tags

  • Top-Klicks