BÖLW fordert Zulassungsstopp von gentechnisch veränderten Pflanzen

Aus dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages

Redaktion siehe unten

Berlin: (hib/HAU) Angesichts von Mängeln beim EU-Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzen fordert der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) die Aussetzung des Verfahrens sowie ein regionales Anbauverbot. Während einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses am Montag sagte der BÖLW-Vorstandsvorsitzende Felix Prinz zu Löwenstein, das Verfahren sei mangelhaft bei der Prüfung von Umwelt- und Gesundheitsrisiken, da es „soziale und wirtschaftliche Schadwirkungen“ nicht berücksichtige. Zudem sei es bedenklich, dass dabei Studien berücksichtigt würden, die von den zu überprüfenden Unternehmen in Auftrag gegeben worden seien, kritisierte Prinz zu Löwenstein. Seine öffentliche Petition hat bisher mehr als 104.000 Unterstützer gefunden.

Angesichts der besonderen Risiken, die mit der Agrogentechnik einher gehen würden, sei eine „besonders sorgfältige und transparente Prüfung“ nötig, sagte der BÖLW-Vorstandsvorsitzende. Man müsse sich bewusst machen, dass die Folgen des Einsatzes von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) „nicht rückholbar und nicht eingrenzbar“ seien. Ein akzeptables Zulassungsverfahren, so Prinz zu Löwenstein, müsse unabhängige Studien berücksichtigen. Gleichzeitig müssten auch sozioökonomische Kriterien in die Entscheidung einfließen. Weiterhin müsse die Zusammensetzung der Überwachungsbehörde (EFSA) überprüft und auf fachlicher Ebene erweitert werden. „Wir brauchen in diesem Gremium auch Vertreter der Zivilgesellschaft“, forderte der BÖLW-Vorstandsvorsitzende.

Ziel der Bundesregierung, so erläuterte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Peter Bleser (CDU), sei die Wahrung der Wahlfreiheit für die Verbraucher und die Koexistenz der Anbauverfahren. Die Agrogentechnik, so Bleser, sei im Übrigen eine „weltweit gängige Technologie, die nicht mehr aus der Welt zu bringen ist“, egal was man in Deutschland beschließe. Das Prinzip der Vorsorge und des Verbraucherschutzes funktioniere in Deutschland gut, urteilte Bleser. Dies zeige das Anbauverbot für die Maissorte MON 810, bei der im Labortest eine Schädigung des Zweipunkt-Marienkäfers nachgewiesen worden sei. Auf Nachfrage sagte der Staatssekretär, der Bundesregierung seien „weltweit und national“ keine Fälle bekannt, bei denen in Folge des Einsatzes von GVO Schäden an der Umwelt oder am Menschen entstanden sind. Eine Vertreterin des Bundesamtes für Naturschutz sprach hingegen von einer „Reduzierung der Artenvielfalt an und auf dem Feld“, die beim Versuchsanbau gentechnisch veränderter Zuckerrüben und Raps im Gegensatz zum konventionellen Anbau zu beobachten gewesen sei. Dem entgegnete Bleser, dass in Deutschland der Anbau von genverändertem Raps und Zuckerrüben nicht zugelassen sei.

In der Frage, ob der Einsatz der GVO zur Lösung des Welternährungsproblems betragen könne, vertraten Staatssekretär Bleser und der Petent gegensätzliche Ansichten. Prinz zu Löwenstein nannte als Gründe für den Hunger auf der Welt unter anderem die ungerechte Einkommensverteilung und die Zerstörung von Böden. „Die Gentechnik kann hier nicht helfen“, sagte er. Dadurch würden „Zugangsrechte monopolisiert und Monokulturen ausgebreitet“, was zu Ungunsten der heute Hungernden führen würde. Bleser räumte ein, dass die Lösung des Problems stark von „guter Regierungsführung in den betroffenen Ländern abhängig ist“. Bei einem Arbeitsbesuch in Äthiopien habe er jedoch erfahren, wie sehr die Menschen dort etwa an einer schadstoffresistenten Kartoffel, „die BASF längst produziert“, interessiert seien. „Das zeigt, dass auch im Rahmen der Hungerbekämpfung diese Technologie nicht von vornherein ausgegrenzt werden soll“, betonte Staatssekretär Bleser.

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Campus – eine neue Artikelreihe

Die Natur lebt nicht von den Menschen. Der Mensch lebt von der Natur.

Von Martin Schnakenberg

Vor einigen Jahren schon bin ich damit angefangen, mit einem Ökoblog Fuß zu fassen – vergeblich. Es sind zwar einige Zugriffe vorhanden, aber dafür einen kompletten Blog aufrecht zu halten, lohnt den Zeitaufwand nicht. Mal davon abgesehen, dass ich selber auch nicht allzu viel Zeit investiert habe, muss man dennoch feststellen, dass das Angebot von anderen Vereinen, von Organisationen und auch von Bloggern einfach zu groß und zu vielfältig ist.

Von daher wird die Aktivität nach hier in den Muskelkater verlegt werden. Oben seht ihr schon das Logo, woran es zu erkennen ist.

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Die Auswahl der Artikel wird genau wie im Blog Ökologisch sein: Ein Teil eigene Artikel, ein Teil fremde Berichte – wobei letztere vornehmlich vom BUND, vom NABU und weiteren Naturschutzverbänden stammen werden. Nur Berichte der WWF wird man hier vergebens suchen, da diese Lobbyistenvereinigung sich einen Dreck um Umwelt- und Naturschutz schert und sich nur, als ihre vordringlichste Aufgabe, um Erhaltung von Reservaten für den Abenteuerurlaub ihrer stinkreichen Klientel kümmert. Man kann einfach nicht auf der einen Seite den Erhalt des Lebensraumes des großen Pandabären fordern und auf der anderen Seite die Abholzung des Regenwaldes befürworten, damit ihre Klientel-A wieder Kaminscheite aus Tropenholz bekommen und ihre Klientel-B Palmöl-Plantagen für ihre Rama-Margarine anlegen können.

Ihr merkt also schon, wohin es geht: nämlich Aufdeckung und Weiterverbreitung von Ungerechtigkeiten, Raubbau an der Natur und fiesen Machenschaften, wo reiche und skrupellose Firmen ärmere Menschen, und sogar Länder, dazu animieren, ihre Umwelt zu zerstören, damit sie (die Firmen wie z.B. Monsanto) einen maximierten Gewinn erzielen können. Was uns an Griechenland erinnert, wo die EU als Handlanger der Banken und der Industrie ebenfalls (sogar mit einem „sozialen“ Rettungsschirm) als Animateur auftritt (mit Krediten ködert), damit das griechische Volk sein „Tafelsilber“ verscherbelt – zugunsten skrupelloser Geschäftemacher. Diese Raffgier führt dazu, dass auf der einen Seite durch Abholzung des Regenwaldes die grüne Lunge der Erde zerstört wird und sich damit langfristig auf jegliches Leben dieses Planeten in Form von Klimaveränderungen (darüber gibt’s auch einen neuen Artikel) auswirkt. Auf der anderen Seite wird mehr CO² produziert, der auf Kosten der Steuerzahler verbuddelt werden soll, aber auf natürlichem Wege vernichtet worden wäre, hätte man den Regenwald nicht wegen windiger Geschäftemacher abgeholzt.

Die „Artikelreihe: Campus – Naturführer“ wird also auf der einen Seite (schön brav!) Flora und Fauna vorstellen und auf der anderen Seite über Unzulänglichkeiten und Verbrechen einiger menschlicher Kreaturen berichten (nicht mehr brav!). – Ich bin selber gespannt, was daraus wird.

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Öko-Energie. Neue Stromtrassen? – Wollen die uns schon wieder verscheissern?

Ein Streit um neue Netze

Von Martin Schnakenberg

80 Prozent Ökostrom bis 2050 – um das Ziel zu erreichen, müssen nicht nur Windparks und Solaranlagen gebaut werden, sondern auch Stromtrassen. Die sorgen für heftigen Streit. Warum sie gebraucht werden und wo sie gebaut werden sollen – ein Überblick.

Soweit erst einmal der Anfang des Berichtes von Dorothea von Trotha (ZDF), der → hier zu lesen ist. Da es ein neues Mediengesetz gibt, wo es heißt, dass Onlineberichte der öffentlich/rechtlichen Anstalten nach einer gewissen Zeit gelöscht werden müssen, sehe ich es als meine Pflicht als Steuerzahler an, diesen Artikel zu erhalten in der Form, dass die Inhalte hier vollständig wieder gegeben werden.

Keine Angst, ich werde es nicht unkommentiert stehen lassen, denn das wäre dumm. Sondern ich werde beweisen, dass hier wieder mit der Volksverdummung umgegangen wird, woran sich die Energie-Konzerne, die Regierung und die Medien gleichsam beteiligen. Beginnen wir mit dem, was in dem Artikel steht:

Warum der Ausbau?

In Deutschland wurde der Strom bisher dort produziert, wo die Verbraucher saßen. Mit dem Wandel in der Stromerzeugung hin zu erneuerbaren Energien hat sich dieses System verändert.

Windenergie wird künftig vor allem an der Nord- und Ostsee erzeugt, Solarenergie über ganz Deutschland verteilt. Da der meiste Strom jedoch im Ruhrgebiet und in Süddeutschland verbraucht wird, muss er über Leitungen dorthin gebracht werden. Dazu reichen die bestehenden Netze nicht aus.

Derzeit werden etwa 17 Prozent des deutschen Stroms durch erneuerbare Energie hergestellt, bis 2020 sollen es mehr als doppelt so viel sein. Und schon jetzt gibt es Engpässe in den Netzen. Deshalb muss das Stromnetz parallel zum Ausbau der erneuerbaren Energiequellen erweitert werden.

Wo sollen die Trassen entstehen?

Die Stromleitungen sollen den Strom künftig von Nord- und Ostsee, wo die Windräder stehen, ins Ruhrgebiet und nach Süddeutschland zu den Verbrauchern bringen. Deshalb sind dazwischen auch die neuen Abschnitte der Stromtrassen geplant, etwa von Niedersachen nach Hessen oder von Mecklenburg-Vorpommern durch Brandenburg und Thüringen nach Bayern.

Besonders umstritten sind jene Abschnitte, die in der Nähe von Wohngebieten entstehen sollen oder durch besonders schöne Regionen wie den Rennsteig in Thüringen führen.

Der Ausbaubedarf ist nach den aktuellen Studien groß.
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) geht davon aus, dass in Deutschland bei der billigsten Variante 3.600 Kilometer neue Stromtrassen verlegt werden müssen, bei den deutlich teureren Hochtemperaturleitseilen sind es immerhin noch 1.700 Kilometer, hinzu kommen 5.700 Kilometer alte Stromtrassen, die man in diesem Fall umrüsten müsste.

Masten: Größe und Standort

Die geplanten 380-Kilovolt-Strommasten sind höher als die normalen Hochspannungsmasten, etwa 50 bis 60 Meter hoch. Geplant ist, dass sie mindestens 400 Meter Abstand zu Wohngebieten haben müssen, ansonsten sollen die Kabel unterirdisch verlegt werden.

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) plant derzeit ein entsprechendes Gesetz, um die Kritiker des Ausbaus zu besänftigen und die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Bisher handelt es sich um eine Kann-Regelung, die für die Netzbetreiber nicht bindend ist.

Was spricht gegen Erdverlegung?

Die Verlegung und der Betrieb der Stromkabel unter der Erde ist etwa doppelt bis fünfmal so teuer wie die Verlegung über Masten. Ganz verschwunden sind die Kabel bei der Erdverlegung auch nicht: Alle fünf bis 40 Kilometer müssen Umspannstationen (so groß wie eine Doppelgarage) gebaut werden, um den Blindstrom, der bei der Übertragung entsteht, zu kompensieren.

Außerdem dürfen über der unterirdischen Trasse keine Bäume wachsen, führt sie durch Wald, bedeutet das 15 Meter breite Schneisen. Das Erdkabel strahlt zudem Wärme ab. Je nach Boden kann das Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen haben. Es kommt also bei der Verlegung darauf an, was die Anwohner wollen und wie viel die Verbraucher dafür bezahlen möchten.

Alternativen

Prinzipiell ist es möglich, Stromnetze parallel zu Autobahnen oder Eisenbahntrassen zu legen. „Allerdings sind weder das Bahnnetz noch das Autobahnnetz so angelegt wie das Stromnetz: Sie verbinden Ballungs- und Stadtzentren, während man wegen der erneuerbaren Energie beim Stromnetz aus relativ entlegenen Regionen Strom befördern muss – und dort gibt es kein Bahn- oder Autobahnnetz“, sagt Stefan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur.

Bei jedem neuen Trassenabschnitt sind die Netzbetreiber jedoch angewiesen, bestehende Infrastruktur zu nutzen, um den Eingriff für Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten.

Was fordern die Gegner?

Die Kritiker haben unterschiedliche Motive: Umwelt- und Naturschutz, Sorgen um Gesundheitsrisiken, Wertverlust von Immobilien, Tourismuseinbußen und so weiter. Die meisten unterstützen erneuerbare Energien und den Stromnetzausbau, wollen aber eine Erdverlegung. Nur wenige fordern einen kompletten Stopp und rufen stattdessen zum Energiesparen auf.

Aufgrund dieses Widerstandes wird nur ein kleiner Teil der Trassenabschnitte planmäßig fertig werden. Folgen Betreiber und Planungsbehörden dem Wunsch der Bürgerinitiativen, den Großteil der neuen Kabel unterirdisch zu verlegen, wird es für den Verbraucher teurer.

Manuel Frondel vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) warnt, dass die Kosten für die Erzeugung erneuerbarer Energie und den notwendigen Netzausbau die Verbraucher deutlich stärker belasten werden. “Es wird so teuer, dass es einen heftigen gesellschaftlichen Diskurs über Strompreise geben wird.“

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Soweit der Versuch der Volksverdummung, um an Steuergelder heran zu kommen. Deckeln wir das Ganze jetzt mal mit Fakten und Tatsachen dicht:

Sehr schön beschrieben war das ja, gell? – Und so schön verständlich. Da weiß jeder gleich, was auf ihn zukommt, nämlich: Mehrausgaben mittels Lügen. Hier wird von den Energiekonzernen versucht, eine Stimmung im Volk zu erzeugen, damit es sagt: „Na, wenn es alles soviel kostet und so ein Umstand ist, und sogar die Natur damit vernichtet wird, dann bleiben wir lieber beim Atom- und Kohlestrom“. – Klug gedacht und wunderbar Angst geschürt. Die Bildzeitung könnte es nicht besser machen.

Was ist aber jetzt Fakt – und was soll ich glauben?

Glauben darfste nur deinem eigenen Verstand und der Logik. Und die Fakten zur Logik kommen jetzt anhand eines Beispieles:

Nehmen wir doch einfach mal an, da wäre ein Herr Mayern aus Bayern in dem wunderbaren Kurort Hintertupfinghausen am kleinen idyllisch gelegenen Tupfingsee im Alpenvorland. Der will jetzt einfach Ökostrom haben, weil – er wohnt mit 500 Schafen zusammen auf einer grünen Alm und seine Hütte wird immer noch mit Atomstrom unter Strom gesetzt. Das passt nimmer und nie ewig zusammen.

Also schreibt unser Almödi … äh, Herr Mayern, einen Brief an den Propeller25 im Windpark Rysumer Nacken an der Nordsee: „Ich möchte ab jetzt Windkraftstrom von dir haben!“ – in der Hoffnung, dass er seinen Atomstrom los ist und in Zukunft nur noch grüner Ökostrom nicht nur vom Propeller25 aus Ostfriesland, sondern auch aus seiner Steckdose kommt. Wobei er nicht weiß, dass dieses nie und nimmer so klappen wird, wie er gedacht hat, und er wahrscheinlich trotzdem immer noch weiterhin Atomstrom vom Kraftwerk unten im Tal bekommen wird. Klingt zwar komisch, ist aber so!

Und komischerweise denken die meisten Menschen in Deutschland genau so, bzw. haben genau diese Vorstellung. Deshalb haben die Konzerne auch immer soviel Erfolg mit ihren Lügenmärchen und können die Mär von einer Stromtrasse erzählen, die extra gebaut werden muss, wenn wir Ökostrom haben wollen. Nochmal: Der Strom von Herrn Mayern aus Bayern ist immer noch der Gleiche wie vorhin. Aber wie kann das jetzt gehen, bitteschön?

Stellen wir uns jetzt mal vor, da wäre ein riesiger See. Aber nicht mit Wasser, sondern mit Strom gefüllt. Es gibt Zuläufe, um den See zu füllen: Kernkraftwerke, Kohlekraftwerke. Beide leiten ihren Strom in den See, wo er kräftig gemischt wird. Jeder in Deutschland bekommt diesen Strom, einheitlich diese Mischung. Und dem Strom an sich ist es egal, woraus er produziert wurde – er will einfach nur Strom sein.

Jetzt kommt da plötzlich ein Stromproduzent, der den Strom auf ökologische Weise erzeugt. Also durch Windkraft, oder Wasserkraft, oder Sonnenkraft, also Energien, die erneuerbar sind, in diesem Fall: immer zur Verfügung stehen und nicht gesondert vorerzeugt werden müssen.

Dieser Neue leitet seinen Strom jetzt ebenfalls in diesen See, weil u.a. der Herr Mayern aus Bayern den Ökostrom bestellt hat. Da die sogenannten erneuerbaren Energien einen klitzekleinen Vortritt vor den fossilen Elementen wie Kohle und der atomaren Verwendung haben, müssen jetzt diese Betreiber von Atom- und Kohlekraftwerken ihre Produktion von Strom zurück fahren, um dem Neuen Platz im See zu lassen. Was nicht anderes bedeutet, als dass die Mischung von Strom im See sich verändert – was allerdings dem Strom auch nicht besonders aufregt, weil: er ist weiterhin einfach nur … Strom.

Was weiterhin heißt: Herr Mayern aus Bayern und alle Mitmenschen in Deutschland erhalten jetzt zwar den gleichen Strommix aus diesem See, aber … durch Herrn Mayern aus Bayern eine in seiner Zusammensetzung zugunsten der Ökologie jetzt veränderte Mischung.

Man lerne: Es kommt  tatsächlich darauf an, für welche Art Erzeugung man sich selber, als Kunde/Verbraucher, einsetzt. Denn umso mehr sich die Menschen für Ökostrom entscheiden, desto mehr geht der Anteil von Atomstrom im See der Mischung zurück. Und umso schneller wir uns für Ökostrom entscheiden, desto schneller wird die Atomlobby einsehen, dass ihre Laufzeitverlängerung für die Katz war.

Und die Stromtrasse, dem eigentlichen Thema?

Die war schon immer ausreichend und ist auch jetzt noch überdimensioniert. Sie reicht sogar doppelt, um überschüssige Energie unserer deutschen Kernkraftwerke ins Ausland zu verkaufen – mit Steuergeldern. Denn der Atomstrom braucht in Deutschland nicht versichert zu werden, weil es keine Versicherungsgesellschaft machen würde (Schadensfall nicht bezahlbar, siehe Tschernobyl).

Aber in einem oder zwei Fällen muss ich den Betreibern des Netzes beipflichten: Es gibt da marode Stellen, die in den letzten Wintern sehr unangenehm aufgefallen sind. Die müssen – leider – in voller Länge saniert werden. Und das kostet tatsächlich Millionen. Außerdem müssen für die neuen Produzenten der Ökostrombranche neue Verteiler, Knotenpunkte und Transformatoren-Mittelpunkte gebaut werden, wenn der Boom dazu führen sollte, dass bald die ersten Atomkraftwerke abgeschaltet werden können. Das kostet zwar auch einige Millionen mehr an Steuergelder, aber es wäre sinnvoll angelegt in die ökologische Zukunft unseres Landes.

Zum Schluß möchte ich noch eine Empfehlung an die Lobby und ganz besonders der Regierung loswerden: Hört endlich damit auf, das Volk für dumm verkaufen zu wollen. Ihr schafft es nicht, weil ihr Dummschwätzer das Volk nicht kennt oder auch noch nie gekannt habt, obwohl es eure Wähler sind, und deshalb auch nicht wisst, dass es intelligenter ist, als ihr denkt. Wir haben euch durchschaut, euch und eure Machenschaften in Zusammenarbeit mit der Lobby und den Medien des Mainstrams. Und wir werden es euch spüren lassen – zuerst friedlich bei den Wahlen, die dieses Jahr anstehen…

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Siehe auch:

https://muskelkater.wordpress.com/2011/02/01/2011-ist-fast-ein-superwahljahr-und-was-ist-mit-wahlen-oder-nicht-wahlen/

https://muskelkater.wordpress.com/2010/08/20/sommerloch-artikel-schramm-und-pispers-zur-rentenluge-globalisierung-wachstum-merkelregierung/

https://muskelkater.wordpress.com/2010/09/22/deutsche-umwelthilfe-deutschland-konnte-mit-wasserkraft-aus-norwegen-auf-100-okostrom-umstellen/

http://dnzs-wirtschaft.blog.de/2011/01/21/aufschwungsparty-lieber-absagen-10402347/

http://dnzs-dienetzschau.blog.de/2011/02/18/guttenberg-ruecktritt-verzicht-doktortitel-10622277/

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NACHTRAG. – Neuen Bericht unbedingt lesen:

https://muskelkater.wordpress.com/2011/05/01/atomausstieg-verhinderer-dagegen-partei/

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Der Super-GAU im Golf von Mexiko und die Folgen

Eine globale Katastrophe

Nach Veröffentlichung meines Beitrages über die Ölkatastrophe vor den Küsten der USA erhielt ich viele Mails, vor allem von Schülern, die mir mitteilten, dass sie den Artikel für ein Referat benutzt hatten, vom Lehrer aber abgeurteilt worden wären, weil der dieses als Verschwörungstheorie bezeichnete.

Neue heutige Mails von den selben Schülern sagten allerdings jetzt aus, dass, nach dem erneut fehlgeschlagenen BP-Versuch zur Abdichtung, der Schluss meines Berichtes immer mehr Gestalt annimmt. Vor allem, wo jetzt endlich zaghaft zugegeben wird, dass es mehrere Lecks gibt, wo Öl an die Oberfläche tritt. – Und nicht nur das!

Zu meinem vorigen Artikel hier klicken

Wenn wir uns jetzt mal ganz vorsichtig an die nicht vorhandenen Meldungen herantasten und ohne an irgendeine Art von Verschwörung zu denken die Fakten nehmen, die zur Verfügung stehen, dann tun sich plötzlich ganz andere Einsichten auf und man weiß, warum überall geschwiegen wird. Allerdings muss man eigentlich auch erwähnen, dass diese Katastrophe nicht die Einzige ist. Schon im Juni 1979 wurde die Ölplattform Sedco 135F durch den Überdruck des unterseeischen Ölreservoirs zerstört. Das offene Bohrloch konnte erst im März 1980 vollständig versiegelt werden. Doch dieses Problem im Golfo de Méjico entwickelt sich jetzt zu einem der größten selbstverschuldeten Unfälle der Menschheitsgeschichte.

Schaun wir uns mal das 3D-Bild der Mexican Sea an, wo sehr schön die Höhen und Tiefen erkennbar sind (Originalgröße):


So schräg gegenüber von New Orleans ist der Ort, wo diese Bohrinsel versunken ist, mitten in dem dunklen Fleck. Das ist kein Öl, in dieser Karte ist kein Öl eingezeichnet. Es ist nur der Schatten, der Schatten eines Cañons. Und dort erkennt man sehr Interessantes: New Orleans liegt am Delta des Mississippi, weshalb die unterseeische Mündung des Flusses auch ähnlich heißt. Aber er fließt nicht sanft ab, sondern tritt über in einen Cañon, welcher Mississippi-Cañon heißt. Dieser Cañon ist sehr tief, hat aber einige Absätze an den Rändern, die flach sind und wie Tafelberge aussehen. Auf einem dieser Tafelberge bzw. Absatz knapp vor dem Hang in die Tiefe stand Deepwater Horizon und bohrte nach … Öl? – Wirklich???

http://de.wikipedia.org/wiki/Golf_von_Mexiko#Asphaltvulkanismus

Ich bin weniger davon überzeugt, dass hier nach Öl gebohrt wurde, sondern eher nach … Methanhydrat!

Wer jetzt meint, dass ich vielleicht doch an Verschwörungen und so …

Ich beweise es anhand einiger Fakten. Und ich beweise auch, warum Stillschweigen herrscht und warum die Erderwärmung genau mit solchen Begebenheiten zu tun haben.

Hier ist erstmal zu lesen, was Methanhydrat ist und wie es entsteht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Methanhydrat

Aus Methanhydrat lässt sich also Methan gewinnen, ein Erdgas also praktisch. Es ist zwar sehr schwer zu fördern, aber es geht. – Aber Methan ist auch ein Treibhausgas, welches in unserer Erdatmosphäre nicht nur Schaden anrichtet. Betrachtet man dann wieder, was unbeachtet von der Welt an weiteren Stellen bzw. Bohrinseln geschieht, wie z.B. an Schottlands Küste, wo Unmengen an Methan aus einem nicht abgedichteten Bohrloch entweichen, dann versteht man die Verschwörungs-Theoretiker plötzlich sehr gut, wenn sie sagen, Kohlenstoffdioxid (CO2) wird nur vorgeschoben, um von der wirklichen Gefahr durch Methan (CH4) abzulenken. Denn solange auch der Mensch sich mit Brot und Spiele ablenken lässt, sind diese Menschen wie Sklaven an der Hand zu führen und man kann ihnen die von Menschen verschuldete Klimakatastrophe ins Gehirn drücken, um mit dieser Klimalüge Steuergelder zu erpressen. Und dabei verschweigen, dass die wahre Gefahr durch die sogenannte Lumpenelite entsteht, durch die Gier, die diese Menschen zerfrisst und nicht mehr klar denken lässt über das, was sie tun. Sie sind die wahren Teufel, die nur dem Wahn der Gier, der Macht und des Geldes nachjagen und den Rest der Menschheit leiden lassen.

Und ich wiederhole noch einmal: Hier im Golf von Mexiko wurde nicht nach Öl gebohrt, das hätte man nicht am Rand eines Kraters zu tun brauchen, sondern es wurden ganz bewusst, risikobereit und gierig die Lager von Methanhydrat angezapft. Hierbei entstand ein Überdruck, der die Bohrinsel explodieren ließ. Das anschließende Einpressen von Schlamm verschlimmerte die Lage, indem nicht nur das Rohr weiter brach, sondern das Öl sich andere Löcher schuf und damit dem Methanhydrat den Weg nach oben frei machte. Das, was russische Wissenschaftler befürchten und ich auch im vorigen Artikel beschrieb, wird so langsam Wirklichkeit. Ein Stoppen ist jetzt nicht mehr drin (die Entlastungsbohrungen haben nur den Zweck, doch noch fördern zu können). Das CO2 wird zuerst noch alleine weiterhin die Temperatur in der Atmosphäre ansteigen lassen, sodass durch diese neuen Löcher immer mehr und immer mehr Methan an die Erdoberfläche gelangt und den Treibhaus-Effekt in einer Art Kreislauf vorantreiben kann (Methan trägt aufgrund seiner hohen Wirkung, es ist 25-mal so wirksam wie CO2, zur Zeit noch mit rund 20% zum anthropogenen Treibhauseffekt bei). Das Szenario wird also fürchterlich sein und mit der Vernichtung allen Lebens auf diesem Planeten sein Ende finden.

Das Einzige, was es noch aufhalten könnte, ist … die Zeit. Denn wir befinden uns momentan in einer Zwischeneiszeit, welches geringfügige Temperaturerhöhungen zur Folge hat, was uns seit einiger Zeit ziemlich vehement als Klimakatastrophe verkauft wird. Wenn jetzt diese Löcher im Golf und auch anderswo geschlossen werden, schafft es die Menschheit vielleicht noch bis zum Beginn der nächsten Eiszeit, wo das Methanhydrat abkühlen kann und keine Gefahr mehr als Klimagas darstellt. Ansonsten … siehe oben.

Und wer mir nicht glaubt, der hört sich mal das an, was Professor Dr. Harald Lesch im Jahre 2004 zu dem Thema sagte, wobei er noch nichts von der neusten „Leistung“ der Gier-Elite wusste.

Ihm glaubt ihr doch sicher wohl, oder?

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Golf von Mexiko – Der Super-GAU. Hat es der Mensch in seiner Gier endlich geschafft?

Und wieder geht es nur um Geld und Macht

Der Muskelkater hat sich lange herausgehalten aus den Diskussionen und Szenarien, die um die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko laufen. Kein Wunder, weil teilweise Nachrichtensperre herrscht und die Medien die Aufgabe haben, das Volk ruhig zu halten und mit Spiele und Brot zu unterhalten. Nur kleckerweise kommt die Wahrheit ans Tageslicht. Wer aber bei den noch nicht veröffentlichen Meldungen an Verschwörungstheorien denkt, ist hier fehl am Platz. Denn es ist nach wie vor ein Unfall. Ein von Menschen verschuldeter Unfall, der vermeidbar gewesen wäre und ungeahnte und unvorstellbare Konsequenzen nach sich zieht, welche astronomische Dimensionen annehmen können.

Und immer wieder geht es nur um das liebe Geld. Schadenszahlungen hier und Kostenbegleichung dort. Wann endlich hören die Verantwortlichen damit auf, über Kosten zu reden?! Wann endlich fangen sie damit an, über die Folgen dieses Super-GAU’s zu reden?!

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bp130.html

Aus dem defekten Bohrloch im Golf von Mexiko könnte nach BP-Angaben deutlich mehr Öl austreten, als bislang angenommen. Im schlimmsten Fall könnten bis zu 100.000 Barrel (umgerechnet 15,9 Millionen Litern) pro Tag ausfließen, heißt es in einem internen BP-Dokument, das der US-Kongressabgeordnete Ed Markey veröffentlichte. Das wären zwei Drittel mehr als im „Worst Case Scenario“ der US-Regierung, das von maximal 60.000 Barrel (9,54 Millionen Liter) ausgeht.

Ein Kommentator bei tageschau.de schrieb sehr treffend:

Mo, 21.06.2010 – 09:21 — tobeorwhat

Deutlicher konnte der BP-Chef sein Desinteresse an dem, was wir als Katastrophe bezeichnen nicht machen, als zu einem Segeltörn aufzubrechen. Man erkennt sofort die Prioritäten in der Welt der „Oberen 10-tausend“. Der Planet und die Menschen sind ihnen völlig egal – die Kasse muss klingeln um die teuren Hobbys zu bezahlen. Wir überlassen hedonistischen Kindern die Welt und wundern uns, wenn wir von einer Katastrophe in die nächste geschubst werden. Und dass das so seine Richtigkeit hat und dies auch alle angeblich aufgeklärten Menschen glauben, verkauft man das Ganze als strengt BWL-Wissenschaftlich fundiert. Dieser Studiengang gehört von Grund auf reformiert! Zeigt er doch eigentlich nur auf mit welchen Mitteln man das Maximum an Gewinnen erziehlen kann. Das ruft perfide und hedonistische Charaktere geradezu auf den Plan, gegen die verantwortungsbewußte Natur- und Ingenieurwissenschaftler keine Chancen haben. Sie haben zu machen was die BWLer wollen oder sie verlieren ihren Job!

Die nun verkündetetn Ölmengen lassen sich durch Küstenschrubben, Ölabfangen und Sperren nicht mehr wett machen – und das Öl wird bis 2011 weiter strömen, denn niemand in der Wirtschaft ist wirklich daran interessiert es zu stoppen, verdient man doch ebensogut an der Katastrophe. Die Hochtechnologiemacht USA versagt völlig, und präsentiert als – sich wie Peter Scholl-Latour schon ein Buch titelte: „Ein Koloss auf tönernen Füßen“ – eine Metapher aus dem Alten Testament wie man weiß.

Nun, die kommende Hurikan-Saison wird nicht nur das Auffangen des Öls zunichte machen, nein die Hurikans werden das Öl weit landeinwärts blasen und es werden mehr Menschen über die unheilige Allianz zwischen Politik und Wirtschaft nachdenken können. Auch hier in Europa und im Nordmeer wird man alsbald über den Golfstrom merken, was der Hunger nach Öl bedeutet und man Hedonisten das Ruder übergibt. Im letzten Jahrhundert konnte die Erfahrung mit deregulierten Machtmenschen in Diktaturen gemacht werden, dieses Jahrhundert bringt uns die Erfahrung mit deregulierten Machtmenschen in der Wirtschaft. Und in beiden Fällen, waren es demokratische Strukturen die ihnen den Weg ebneten. In beiden Fällen wurden die Demokratien restlos zerstört. (Langsam setzt sich auch heute die Erkenntnis durch, das z.B. die Finanzwirtschaft die Demokratie erheblich gefährdet). Reife zur Demokratie bedeutet verantwortliches, ganzheitliches Handeln, doch die Politik setzt lieber immer noch auf „Versuch und Irrtum“.

Wobei der Kommentator einen kleinen Fehler machte. Denn es waren nicht demokratische Strukturen, die den Weg ebneten, sondern kapitalistische Strukturen, die Demokratien vernichteten und es noch weiterhin tun.

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Und ich gehe jede Wette ein, dass dieses noch nicht einmal ein Bruchteil der ganzen Wahrheit ist. Schauen wir uns doch mal die Verhältnisse im Golf von Mexiko etwas genauer an. Wer denkt, dass dort nur so einige Bohrinseln weit verstreut herum stehen, der hat falsch „gedenkt“. Denn so sieht es aus und jeder gelbe Fleck ist eine Bohrinsel:


Und dieses ist „nur“ der Ölteppich von Ende Mai 2010:


Na, dämmert es schon einigen, was da wirklich los ist?

Jetzt mal schnell umschalten zu meiner Bloggerfreundin Desparada-News, die eine Live-Aufnahme des immer kräftiger werdenden Ölausflusses in ihr Blog gestellt hat:

http://desparada-news.blogspot.com/

Schöne Aufnahme, gell? Als wenn jemand sich die Pulsader aufgeschnitten hat und seelenruhig dabei zuschaut, wie es sprudelt. – Schlechter Vergleich? Dann lest nur weiter, damit euch noch so richtig speiübel wird.

Was so langsam ans Tageslicht kommt und der Mainstream nicht umhin kommt, diese Tatsachen ebenso wie wir (die Blogger, die vierte Macht) zu veröffentlichen, ist der Fakt, dass der Untergang von Deepwater-Horizon auf menschliches Versagen zurück zu führen ist. Denn lange vor der Explosion der Plattform war bekannt, dass wegen Einsparungsmaßnahmen wichtige Dichtungssysteme nicht eingebaut wurden (Links dazu am Artikelende).

Zweiter Fehler: Es wurde, um das Bohrloch zu stopfen, unter enormen Überdruck Ölschlamm in das Loch gepresst, ohne zu wissen, ob das Bohrloch nicht irgendwo noch weitere Risse haben könnte. Die Folge: das Rohr platzte an weiteren Stellen weiter unterhalb des Loches und das Öl trat in die Umgebung des Bohrloches aus. Dieses hatte wiederum zur Folge, dass jetzt nicht mehr das bei Desparada-News zu sehende Bohrloch kräftig weiter sprudelt, sondern an inzwischen 39 weiteren Stellen unkontrolliert aus dem Meeresboden austritt. Und das in ziemlich weiter Entfernung vom eigentlichen Unglücksort. Das Verheerende dabei ist, dass sich diese zusätzlichen Löcher durch den enormen Druck des ausströmenden Öl-/Gasgemisches an den Rändern verbreiten, was wiederum zur Folge hat, dass noch mehr heraus kommen kann.

http://www.floridaoilspilllaw.com/bp-official-the-well-is-leaking-out-to-the-side-into-the-formation

Die Washington Post berichtete, dass Quellen aus zwei an den Maßnahmen mit dem Brunnen beteiligten Firmen mitgeteilt haben, daß „BP auch neue Schäden im Bohrloch unter dem Meeresboden gefunden hat“

„Als Folge davon ist ein Teil des Bohrschlamms, der bei der Top-Kill-Aktion erfolgreich in das Bohrloch gepresst worden war, seitlich in die Gesteinsschichten ausgetreten.

Ein BP-Sprecher erklärte: „Wir haben Sachen entdeckt, die unter der Oberfläche zerbrochen sind.“
Der Sprecher fügte hinzu, dass „Öl aus dem Brunnen in das umgebende Gestein austrete.“

Der Zeitung war es nicht möglich genau zu beschreiben, was das Problem sei, doch sie schrieb: „Der Sprecher sagte, dass er nicht beschreiben könne, was der Schaden am Brunnen sei.“

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Dritter Fehler: Und zwar der Meeresbiologen, die ja eigentlich wissen müssten, dass sich in dieser Tiefe riesige Mengen an Methan befinden. Ich selber wusste es bis dato auch nicht, konnte es mir aber anlesen. Und das hätten die bei BP auch tun sollen. Und auch die USAnische Regierung, die wiedermal blind und machtbesessen alles genehmigten, was zum Wohl ihrer sie bezahlenden Industrie und damit der Lobby geschieht.

Bevor ich das Problem mit dem Methan beschreibe, hier der neue Artikel in der Wikipedia vom 20.06.2010, welcher diese Thematik beschreibt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Deepwater_Horizon#Unfall_und_.C3.96lpest

Was dieser Wikipedia-Artikel verschweigt, bewusst oder auch nicht, sei dahingestellt, ist die Tatsache, dass man es in dieser Tiefe nicht mehr mit fossilem Öl zu tun hat, sondern mit einer Verbindung, die sich abiotisches Öl nennt und es dazu sogar schon eine Theorie gibt, die sich abiotische Öltheorie nennt und absolut plausibel ist.

Das bedeutet: Dort, wo die Kontinentalplatten auseinander driften (Tektonik, Kontinentalverschiebung), kann es niemals fossiles Öl bzw. tiefer liegende biologische Ablagerungen geben, da es immer nur Bruchstellen sind. Dass dort aber Methan zu finden ist, hängt damit zusammen, dass im heißen Untergrund dieses Methan aus Wasser und Carbonatsalzen entsteht. Und Methan und Öl bestehen aus den gleichen Kohlenwasserstoffen. Also würde man quasi immer wieder Öl finden, die aus dieser Verbindung hervorgeht, eine unerschöpfliche Quelle also. Aber: man muss bohren. Viel tiefer als die Deepwater Horizon. Noch tiefer.


Szenario…

Und dann kommen wir dem Geheimnis unseres Planeten immer näher. Denn diese Kohlenwasserstoffverbindungen findet man überall in den sehr großen Tiefen. In riesigen Reservoirs, wo das entstandene abiotische Öl hin und her schwappt. Verteilt über den gesamten Planeten Erde. Es sucht sich einen Weg nach oben, findet Höhlen und sammelt sich dort unter unvorstellbarem Druck, wo es irgendwann geortet wird. Von gewissenlosen Firmen, die nur darauf spekulieren, wer jetzt wohl als nächster das größte Ölfeld entdeckt. Diese unterseeischen Höhlen werden jetzt angezapft wie von Hornissen, die nach Blut saugen. So geschehen im Golf von Mexiko. Dabei ist eine dieser riesigen Höhlen jetzt im Begriff zu platzen. Millionen Tonnen Öl schießen durch den enormen Druck an die Erdoberfläche. Verbunden mit Methangas, welches auf dem Weg nach oben immer entzündlicher wird. Der Meeresboden wird immer löchriger, weil sich durch den Druck das Öl-/Gasgemisch andere Wege sucht, bis schließlich der Meeresboden einsinkt. Die Höhle darunter wird frei. Sie ist aber durch Verästelungen und Kanäle mit anderen Höhlen verbunden. Das Öl aus diesen anderen Höhlen füllt das Vakuum der ersten Höhle aus. Es fließt jetzt unter erneutem Druck das Öl aus anderen Höhlen nach…

10.06.2010. Ein düsterer Bericht zirkulierte heute im Kreml, der für Premierminister Putin von Anatoly Sagalevich vom russischen Institut für Ozeanographie Shirshov vorbereitet wurde. Er warnt, daß der Meeresboden vom Golf von Mexiko „jenseits aller Reparaturmöglichkeiten“ zerborsten ist und sich unsere Welt anfangen sollte, auf eine ökologische Katastrophe „jenseits des Vorstellbaren“ vorzubereiten, wenn nicht „außerordentliche Maßnahmen“ ergriffen würden, um den massiven Ausfluß von Öl ins elftgrößte Meeresteil des Planeten zu stoppen. …

Wie das Ende aussehen kann, dürft ihr euch selber ausmalen, wenn ihr euch dieses Bild anschaut und erkennt, wo Verbindungen unterseeischer Lager vermutet werden. Dabei habe ich in meinem Artikel die Gefahr für das Leben im Wasser, dem Sauerstoff-Reservoir Weltmeer, der Welternährung und desgleichen noch nicht mal mit einbezogen:


Und es gibt noch mehr „Goldene Dreiecke“

.

Hier die Links, auf die ich mich bezogen habe und auch deren Bilder in diesem Artikel verwende:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/oelfoederung-das-geschaeft-geht-weiter-1.961893

http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=6069*

http://www.3sat.de/page/?source=/hitec/142766/index.html

http://der-weg.org/luegen/oelkatastrophe.html (christliche Seite, aber okay)

http://de.wikipedia.org/wiki/Deepwater_Horizon

http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/fakten-zur-umweltkatastrophe-von-bp

http://de.wikipedia.org/wiki/Methanhydrat

http://de.wikipedia.org/wiki/Corexit

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/die-oelkatastrophe-koennte-noch-jahre-andauern-wenn-es-nicht-gelingt-sie-zu-bekaempfen.html

http://www.bloomberg.com/news/2010-06-17/bp-struggled-with-cracks-in-gulf-well-as-early-as-february-documents-show.html

http://www.fourwinds10.com/siterun_data/environment/destruction/news.php?q=1276361259

http://en.wikipedia.org/wiki/Anatoly_Sagalevich

http://www.ocean.ru/ (russischer Übersetzer notwendig)

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