Ramses III – Der geheimnisvolle Pharao

Erkenntnisse über die wahre Geschichte

Eine Video-Dokumentation der BBC

Logo Geschichte neu erlebtDiese Dokumentation berichtet zusätzlich zum vorherigen Muskelkater-Artikel über die letzten Blütejahre des Ägyptischen Reichs um 1184 vor Christus und über den Menschen, der hinter der Figur des Pharaos Ramses III., des Vertreters Gottes auf Erden, stand.

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Neue Proteste in Ägypten

So langsam merken die Ägypter, dass sie betrogen werden

Britta’s Kolumne, ein kritischer Bericht

Am 27. Mai fanden im Land wieder Großdemonstrationen statt. Die Organisatoren waren dieselben, wie zu Anfang, mit Ausnahme der Muslim-Bruderschaft, der Salafiten und einiger kleiner liberaler Gruppen.

Der At-Tahrir-Platz bei Nacht; im Hintergrund Ägyptens Zentralverwaltungsgebäude, die Mogamma

In Kairo auf dem Tahrir-Platz fand sich eine Million Menschen zusammen und selbst Alexandria brachte es auf 500.000 – trotz einer Angstkampagne in den Medien, die dazu aufriefen nicht an diesen Demonstrationen teilzunehmen, weil es angeblich Kräfte gäbe, die einen Bürgerkrieg entfachen wollen. Internationale Konzerne riefen ihre ägyptischen Mitarbeiter dazu auf, die Proteste zu meiden, Banken schlossen ihre Schalter und das Kentucky Fried Chicken am Tahrir-Platz hatte geschlossen, aus Angst vor bewaffneten Aufständischen. Am Tag vor der Demonstration verhaftete die Polizei 3 Aktivisten, die Flugblätter verteilt hatten und übergangsregierungs-kritische Plakate klebten. Die 3 wurden dem Militär übergeben und nach 12 Stunden wieder freigelassen. Die Muslim-Bruderschaft erklärte ihre Opposition zu den Demonstrationen. Die Salafiten erklärten ebenfalls, nicht an der Aktion teilzunehmen. Aber die Menschen liessen sich trotz vielerlei Angstmache nicht davon abhalten. Auch in Suez, Port Said, Mansoura und vielen anderen Städten gingen die Menschen auf die Straßen.

Die Demonstrationen richteten sich gegen die derzeitige Militärregierung, gegen die Muslim Bruderschaft und gegen einige liberale Gruppen.

Die Menschen saßen zusammen, hörten Reden zu und diskutierten ihre Vorstellungen von Demokratie. Folteropfer des Mubarak-Regimes und ihre Familien berichteten von ihren Erlebnissen und Erfahrungen, der Geist der Revolution lag in der Luft und erinnerte an die Tage vor Mubaraks Fall. Die Menschen sind sich einig, dass die Revolution weiter gehen muß. Bisher haben sie nicht viel erreicht, nur Mubarak ist weg und alle anderen sind noch da und weiterhin an der Macht. Nur mit Massenprotesten hatte das Volk erreicht, dass Mubarak der Prozess gemacht wird. Zu Anfang wollte man ihn nur wegen Korruption und Betrug anklagen, auf Drängen des Volkes wird ihm nun auch wegen Mordes an 865 Menschen in der Zeit vom Beginn der Proteste bis zum Rücktritt, der Prozess gemacht. Etwas, dass die Übergangsregierung für ihren Ex-Chef vermeiden wollte. Derzeit befindet sich Mubarak in einem 5-Sterne Hotel in Sharm el-Sheikh, zur Behandlung von Herzproblemen…

Die Demonstrationen richten sich in erster Linie gegen die Militärherrscher, die bisher die Forderung nach Demokratie und viele andere Forderungen in keinster Weise erfüllt haben und versuchen, die Demokratiebewegung zu unterdrücken und mit ein paar kleinen Zugeständnissen einzuschläfern.

Die Forderungen der Demonstranten sind klar:

1) Stellt Mubarak endlich wegen Mordes vor Gericht
2) Ein Ende der Militärgerichte gegen Aktivisten
3) Ein Ende des Machtmonopols und Übergang zur demokratischen Regierungsform
4) Eine Zurückumverteilung des Reichtums des Landes an die Bevölkerung und Mindesteinkommen

Die Proteste verliefen friedlich bis zum Ende und alle sind sich einig: Sie werden wieder kommen.

.

Die Massenbewegung in Ägypten hat klar gemacht, dass radikale Minderheiten keine Chance haben.

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Aegypten/revolution.html

Die Hürden für die Demokratie hängen hoch. In Ägypten braucht es nach neueren Gesetzen 5.000 Mitglieder und jede Menge Kapital, um eine Partei zu gründen, die zu den Wahlen zugelassen ist. Eine Hürde, die momentan ausser der Regierungspartei Mubaraks und der Muslem-Bruderschaft keiner schaffen kann. Auch hier werden die Ägypter noch für Reformen kämpfen müssen.

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