Der Gegensatz: Wiener Opernball findet heute Abend statt

Zahlreiche Stars werden in Wien erwartet

Mit einem Kommentar von Martin Schnakenberg

Logo Wiener ZeitungWien 07.02.2013 – Ausverkauft und wie immer hochkarätig besetzt geht heute, Donnerstag, der 57. Wiener Opernball über die Bühne. Unter den Gästen sind unter anderem die Schauspielerin und zweifache Oscar-Gewinnerin Hilary Swank und der englische Star-Tenor Paul Potts. Richard Lugner wird heuer von der Oscar-Gewinnerin Mira Sorvino und der italienischen Film-Diva Gina Lollobrigida begleitet.

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Gregor Gysi: „Sie sind die Bundeskanzlerin der Lobbyisten“

Ein Kämpfer für die Gerechtigkeit spricht etwas aus, was viele Politiker nicht mehr kennen: die Wahrheit

Von Martin Schnakenberg

Das Video aus dem Deutschen Bundestag, welches anschließend folgt, ist schon etwas älter. Und zwar vom September 2010. Es war kurz nach der Sommerpause, wo wieder belebende Gespräche zwischen Regierung und Wirtschaftsbosse stattfanden, aufgenommen worden. Die Regierungserklärung der Kanzlerin gab den Anstoß zu der unten stehenden Rede.

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Was Gregor Gysi hier zu recht anprangert, hat aber Quellen, die schon viel weiter zurück reichen. Denn schon unter dem Bundeskanzler Helmut Schmidt, der von 1974 bis 1982 regierte, wurde gegen Ende seiner Kanzlerschaft ganz still und heimlich damit begonnen, die Demokratie aufzuweichen, vornehmlich auf Wirken des Koalitionspartners FDP, worauf es dann 1982 zum Bruch kam. – Schmidt’s Nachfolger Helmut Kohl war dann der Kanzler, der mit dem Sozialabbau und der Förderung des Kapitals begann. Das dieser Mann ein Mann der Kapitallobbyisten war, hätte man schon daran merken können, dass ein wichtiger Förderer von ihm der im Dritten Reich vermögend gewordene Industrielle Fritz Ries war. Die Verflechtung zwischen Regierung und Industrie wurde immer offensiver, unter anderem auch in einer Affäre um eine Spende des Flick-Konzerns, die Kohl unterschlagen hatte. Wegen seinen „blühenden Landschaften“ während der in aller Hast durchgeführten Vereinigung zwischen DDR und BRD wurde er zum umstrittensten Kanzler (der „Verkohlkanzler“) der Republik. – Sein Nachfolger Gerhard Schröder tat dann zusammen mit Bündnis90/Die Grünen das, was Helmut Kohl sich nicht getraut hatte: den totalen Sozialabbau und Einführung von Hartz IV. Das Verheerende daran war noch nicht einmal das Gesetzespaket, das abertausende in die vollständige Armut führte, sondern die Tatsache, dass hier die Arbeitgeber der Industrie zum ersten Mal ein Gesetz ausarbeiteten, welches dann von der Bundesregierung abgesegnet wurde. Es wurden hiermit Tor und Tür geöffnet und über die weiteren Regierungen, allen voran das Kohlmädchen Angela Merkel, wurde dann der Einfluß der Industrie-, Pharma-, Banken-, Krankenkassen- und Atomlobby auf die Gesetzgebung immer stärker, sodass es zu einer („gefühlten“) reinen Verschmelzung kam. – Heute existiert de facto keine Bundesregierung für das Volk mehr, sondern eine reine Wirtschaftsregierung, deren Lobbyismus Gregor Gysi zu recht rügt. Auch vom Volk wird dieses Tun der Regierung nicht nur mit Missfallen aufgenommen, sondern sogar mit Empörung und (noch) kleinen Widerständen. – Und man spricht schon gar nicht mehr von einer deutschen Demokratie, sondern sogar schon von einer Demokratur.

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Kommen wir jetzt zum Video und der Beschreibung bei YouTube:

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15.09.2010 – Lobbyisten entscheiden inzwischen in Deutschland darüber, was sie bekommen und was sie zu leisten bereit sind. Die Kanzlerin verletzt permanent ihren Amtseid, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden und Gerechtigkeit gegenüber jedermann zu leisten. „Sie sind keine Kanzlerin der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, der Rentnerinnen und Rentner, der Hartz IV-Empfängerinnen und Hartz IV-Empfänger und auch nicht der kleinen und mittleren Unternehmerinnen und Unternehmer“, hält Gregor Gysi der Kanzlerin in seiner Antwort auf deren Regierungserklärung vor.

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Aber das hören wir uns doch lieber im Originalton an, oder?

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Das Bernsteinzimmer und sein Mythos

Legende oder Wirklichkeit

Von Martin Schnakenberg

Auch Kunstwerke können ihren Mythos haben, zumal wenn legendäre Umstände sie umgeben. Zu den weltberühmten Schöpfungen, die etwa seit den letzten Kriegswochen bis in unsere Tage Furore machen und als „achtes Weltwunder“ die Kunstwelt in Atem halten, zählt das Bernsteinzimmer.  Anfang 1945 ging es nach Bombenangriffen und Sowjeteinmarsch verloren. Auch 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs verbreitet es noch Geheimnisse um sich…

Unzählige selbsternannte Schatzsucher mit zahllosen Theorien, Journalisten, Amateurhistoriker, Filmemacher, Privatdetektive, Politiker und Kunstexperten gehen immer noch den vermeintlichen Spuren des historischen Bernsteinzimmers nach – zu einer Zeit, in der seit 2003 unter hohem Aufwand eine glanzvolle Rekonstruktion wiedererstand.

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Andreas Schlüter, der berühmte Hofbaumeister der preußischen Könige, hatte 1701 die Pläne für die kostbare Wandtäfelung mit dem „Gold der Ostsee“, wie man den Bernstein nennt, entworfen. Von Bernsteinschnitzern aus Kopenhagen und Danzig gestaltet, schmückte das Kunstkabinett zunächst das Charlottenburger Schloss in Berlin. 1716 machte es Friedrich Wilhelm I. dem Zaren Peter dem Großen zum Geschenk. Der russische Monarch bedankte sich mit 248 „Langen Kerls“ aus seinem Reich für die Leibgarde des Soldatenkönigs – eine Geste, die auch die damalige freundschaftliche Bündnispolitik zwischen Preußen und Russland sinnfällig zum Ausdruck brachte.

In St. Petersburg lagerte das generöse Preußengeschenk zunächst im Sommerpalast und in der Kunstkammer des Zaren, ehe es 1741, als die Zarentochter Elisabeth I. den Thron bestieg, im Winterpalais Aufstellung fand. Friedrich Wilhelms Sohn Friedrich II. unterstrich 1745 seine Verbundenheit zum Zarenhaus gleichfalls mit einem weiteren Geschenk, einem wertvollen Bernsteinrahmen. Ihm stand Kaiserin Maria Theresia von Österreich nicht nach, die wertvolle florentinische Steinmosaiken dem Bernsteinzimmer der Zarin hinzufügte.

Doch Luftfeuchtigkeit machte dem empfindlichen Bernstein im Winterpalais zu schaffen, so dass die Zarin sich 1755 entschloss, den fast 100 Quadratmeter großen Festsaal in ihren neuen Sommerpalast von Zarskoje Selo (heute Puschkin) zu verlegen. 1763 stattete Zarin Katharina II. den Raum auch mit einer Decke von 450 Kilogramm Bernstein aus. Kommoden aus gleichem Material und andere Kunstgegenstände polnischer und russischer Bernsteinschnitzer vervollständigten die Kostbarkeit des Katherinenschlosses.

Jahrhunderte lang blieb ihre Schönheit eine selten gesehene künstlerische Attraktion der Fachwelt. Nach der Revolution von 1917 waren für die neuen Machthaber Schloss und Kabinett gar ein Schandfleck aus der verhassten Zarenzeit. Erst 1941 mit dem Einfall Hitlers in die Sowjetunion erregte das Katharinenpalais wieder allgemeine Aufmerksamkeit. Deutsche „Kunstschutz-Offiziere“ konnten bei der Belagerung Leningrads nicht verhindern, dass vandalisierende Landser mit Gewehrkolben Stuckaturen und Teile aus den Bernsteinverkleidungen herausbrachen und eines der wertvollen Steinmosaike entwendeten.

Bis der deutsche Kunstbeauftragte des Heeres, Rittmeister Graf zu Solms-Laubach, das gesamte Bernsteinzimmer aus dem Katharinenpalais entfernen ließ und im Königsberger Schloss unterbrachte. Hier stand es noch einmal für zwei Jahre der Öffentlichkeit zum Besuch zur Verfügung. Im August 1944 legten britischen Bomber das Königsberger Schloss in Schutt und Asche. In weiser Voraussicht hatte der Schlossdirektor Dr. Rohde das Bernsteinkabinett in Kisten verpackt und in den bombensicheren Kellergewölben des Schlosses gelagert.

Mit dem Einmarsch der Sowjetarmee in Königsberg verliert sich jede nachweisbare Spur. Dafür mangelte es nicht an immer wieder neu auftauchenden Spekulationen, wo das künstlerisch einmalige Kabinett seitdem verblieben sei. Da gab es die These eines sowjetischen Kunstoffiziers, der im Südflügel des Königsberger Schlosses verkohlte Reste mit Scharnieren und weitere unbrennbaren Überbleibseln des Bernsteinzimmers ausgemacht haben will. Warum er später seine Aussage dahin revidierte, das Zimmer habe den Krieg unbeschadet überstanden, bleibt sein Geheimnis. Andere wollten wissen, es sei bei der Flucht der Deutschen aus Ostpreußen mit einem Transporter wie der torpedierten „Wilhelm Gustloff“ auf dem Grund der Ostsee gelandet oder auf dem Gebiet der ehemaligen DDR versteckt worden. Dort wurden angeblich 150 geheime Lagerplätze in Thüringen oder im Erzgebirge als letzte Aufenthaltsorte verdächtigt. Auch unterirdische Gewölbe im Harz und Höhlen in Bayern und Österreich fanden eine Beachtung bei den Suchenden. Eine Suche auf der Wolfsschanze und in einem Salzstock Nähe Gorleben blieb allerdings ohne Erfolg.

Vor wenigen Jahren tauchten zwei Originale des Bernsteinzimmers wieder auf: in Bremen wurde im Kunsthandel das Bild „Tasten und Riechen“ im Bronzerahmen angeboten. Vermutlich stammte es aus einem Diebstahl eines deutschen Offiziers während des Transports von Petersburg nach Königsberg. Auch eine Bernsteintruhe, die in Berlin ausfindig gemacht wurde, hatte ursprünglich im Bernsteinzimmer des Katharinenschlosses gestanden. Beide Kunstobjekte wurden der russischen Regierung übergeben.

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Ein Farbfoto und einige Schwarz-weiß-Fotos des Originals veranlassten 1979 die Moskauer Regierung zur Wiederherstellung des Kunstobjekts. Die spärlichen Vorlagen reichten einer Reihe hochqualifizierter Restauratoren, die diese Techniken des 17. und 18. Jahrhunderts beherrschten, aus, um das einzigartige Kunstwerk aus Bernstein mit den aufwendigen Steinarbeiten für die Florentiner Mosaike noch einmal zum Leben zu erwecken. Über eine halbe Million Bernstein-Stückchen mit einem Gesamtgewicht von sechs Tonnen mussten von den bis zu 50 Kunsthandwerkern zu dem glanzvollen Bernsteinsaal zusammengesetzt werden. Für die Finanzierung fand sich ein überaus spendabler und mit deutschen Steuergeldern ausgestatteter „großzügiger Sponsor aus Deutschland“, die E.On Ruhrgas AG, die mit 3,5 Millionen Dollar, aus für ihre deutschen Strom- und Gaskunden unberechtigt, gewinnsüchtig und skrupellos erhobenen Preiserhöhungen, die Wiederherstellung ermöglichte.

Was im Gegenzug dazu für die Kultur Deutschlands, Russlands und der historischen Welt allerdings einen Gewinn brachte, welches trotz aller Vorbehalte inzwischen nicht mehr mit anderen Werten bezahlbar ist.

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Zum 300. Geburtstags von St. Petersburg erstand im Katharinenpalais von Zarskoje Selo das barocke Kabinett aus dem „Gold der Ostsee“ in neuer Pracht. Am 31. Mai 2003 präsentierten es der russische Staatspräsident Wladimir Putin und sein Freund, der deutsche Bundeskanzler und spätere Gaskönig Gerhard Schröder der Weltöffentlichkeit. Das Schicksal des Bernsteinzimmers, ein Symbol der wechselhaften Beziehungen zwischen Deutschland und Russland, hatte ein glückliches und versöhnliches Ende gefunden.

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Weitere Hinweise:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bernsteinzimmer

http://www.kirov-center.org/dzk06_01_30005.shtml

http://www.spiegel.de/sptv/special/0,1518,250377,00.html

http://www.ib.hu-berlin.de/~pbruhn/bernzim.htm

http://www.eon-ruhrgas.com/cps/rde/xchg/er-corporate/hs.xsl/2278.htm

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Sigmar Gabriel: Wird er nun Bundeskanzler?

Lustig ist das Zigeunerleben…

Dass der Spiegel mitunter gute Satire verbreiten kann, ist ja bekannt. Aber dass die Redaktion jetzt über die Strenge schlägt und sowas tolles fabriziert, hat sogar mich verwundert. – Was war passiert?! – Ich fasse den Artikel mal zusammen, dann könnt ihr euch anschließend selber amüsieren:

Sigmar Gabriel ist der Nutznießer der politischen Querelen um CDU und FDP. Bei der SPD scheinen alle Weichen auf Gabriel als Kanzler-Kandidat gestellt zu sein. Der Niedersachse gab bekannt: „Wir könnten sofort eine Regierung übernehmen.“

Das Pokerspiel um die K-Frage scheint eröffnet zu sein. Und die Spekulationen um die Möglichkeit von Neuwahlen schüren das Feuer. Gabriel scheint genau der Richtige für den Chefsessel im Kanzleramt zu sein.

Seine Kollegen – und mögliche Mitstreiter – aus der SPD-Führungsriege seien ein Sinnbild für eine gescheiterte SPD. Daher sei Sigmar Gabriel die richtige Entscheidung als Anwärter des Kanzleramtes.

Und hier gehts zum Artikel des Spiegel mit vielen lustigen, aber auch ernst gemeinten Kommentaren…

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