191,1 Milliarden für die HRE-Bad Bank

Gedankengang

Von Martin Schnakenberg

Jetzt ist die deutsche Bankenwelt wieder in Ordnung. Die Bad Bank HRE bekommt eine neue Bad Bank und benennt sich als Dank dafür selbst um in Deutsche Pfandbriefbank. Merkel argumentiert, dass die Bonizahlungen ja sein müssen, weil ja sonst die Spitzenmanager gehen würden. – Spitzenmanager! – Aha…

Und einer Kassiererin wird gekündigt, weil sie mal eben so ein Pfandbon unterschlagen hat. – Aha…

Was lehrt uns dieses? – Einen Umkehrschluß lehrt uns das:

Klaust du wenig, wirste hoch bestraft.

Klaust du viel, bekommste ein Lob und wirst Manager.

Klaust du massenweise und betrügst gleichzeitig das Volk mit deinem Tun, dann bekommste noch Bonuszahlungen zu deinem millionenschweren Managergehalt dazu.

Denn zahlen … zahlen tut immer nur der Kleine, der Dumme, der Arme.

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Jaja … so ist es halt in Deutschland.

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Übrigens: auch das ist Deutschland:

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http://jugendoffensive.blogsport.de/2010/09/23/30-september-schueler-und-jugendstreik/

http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/38842/stuttgart-21-polizei-setzt-schlagstoecke-und-wasserwerfer-gegen-kinder-und-jugendliche-ein/

http://www.taz.de/1/zukunft/schwerpunkt-stuttgart-21/artikel/1/es-ist-entsetzlich/

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Es wird Zeit, dass sich das Blatt mal wendet…

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Experte: Staat soll nur fünf Jahre Hartz IV zahlen

Die BILD und Mein Kampf

Also normalerweise tue ich mir dieses Schmierenblatt ja nicht an. Aber die Titelseiten fallen so schön auf, so richtig schön zum Ärgern. Und das soll ja auch, dafür ist diese Zeitung für Minderbemittelte ja da. Ihre Aufgabe ist es, das Blödelvolk abzulenken. – Abzulenken von wichtigeren Dingen. Hinzuweisen auf die Hartz4-Schmarotzer, auf die Dekadenz dieser unteren Klasse, angelockt durch nackte Weiber, die nur einem durchweichten Hirni anmachen und … natürlich Sport. Männerfußball in allen Lagen, hier sind noch echte Männer anzutreffen, harte Kerle, die schon dafür sorgen, daß die Botschaft der BLÖD-Zeitung rüber kommt.

http://www.bild.de/BILD/politik/2010/03/16/hartz-iv-zahlung/experte-gunnar-heinsohn-fordert-staat-soll-nur-5-jahre-hartz-iv-zahlen.html

Das wird eine neue Debatte in Deutschland anstoßen! Der Soziologe und Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Dr. Gunnar Heinsohn (66) fordert: Das neue Hartz IV soll nur noch maximal 5 Jahre ausgezahlt werden!

Die neue Hartz-IV-Debatte – Prof. Gunnar Heinsohn, Demografie-Experte der Uni Bremen, hält eine Radikalreform der Sozialhilfe für unerlässlich. In einem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ kritisiert er ­offen, dass sich immer mehr Familien dauerhaft in Hartz IV einrichten und Zuwanderer sogar deswegen zu uns kommen.

Experte … aha. Und ein Professor mit zweimal Dr. im Namen. Wie teuer die wohl waren. – Na mal ehrlich: wenn sowas ein Experte ist, dann bin ich Superman und Batgirl in einer Person. Eigentlich sollte man doch annehmen, dass man mit 66 Jahren so langsam beginnt, Vernunft anzunehmen. Aber wahrscheinlich sind das alles Beamte, und die dürfen ja nichts annehmen, wegen Bestechlichkeit und so. Denn was du, Gunnar, da vom Stapel lässt … da muß ich dir doch glatt Kontra geben.

Du möchtest Gelder einsparen, gell? – Lobenswert, lobenswert. Und vom Ansatz gar nicht mal so schlecht … gedacht. Für einen PrDrDr eine reife Leistung. – Aber jetzt zeige ich dir mal, wie du noch viel mehr Geld bekommen und sparen kannst. Komm mal mit:

http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker.html

Da steht für die Zeitangabe Dienstag, 16. März 2010, 09:17 Uhr:

Deutschlands größte Bank knüpft bei der Bezahlung ihrer Manager an Vorkrisenzeiten an. Die acht Vorstände der Deutschen Bank bekamen für das vergangene Jahr 38,98 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatten die damals fünf aktiven Vorstände rund 4,48 Millionen Euro erhalten. Spitzenverdiener bleibt Vorstandschef Josef Ackermann. Er bekam 9,55 (Vorjahr: 1,39) Millionen Euro zugesagt. 70 Prozent davon sind nach Angaben der Bank an den Geschäftserfolg gekoppelt und werden erst später ausgezahlt. „Die Bankenbranche dürfte 2010 und 2011 langsam zu einer gewissen Normalität zurückkehren“, heißt es in dem Geschäftsbericht des Dax-Konzerns.

Und auch hier stehts nochmal:

http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/03/16/deutsche-bank/millionen-fuer-manager.html

Nun schau dir das mal an, Gunnar. Und woher kommt das Geld? – Richtig, von uns und auch von dir, Professor’chen. Jetzt machen wir mal was ganz gemeines: wir klaun uns von dem Ackermann einfach mal so 1%. Ist doch nicht viel, oder? Das macht genau … 95.500 Euro sagst du? Falsch gerechnet, denn da kommen ja noch Zinsen dazu, die er schon von seiner Bank erhalten hat. Denn die machen das doch genauso. Was, glaubste mir nicht? Dann pass auf, ich erkläre es dir:

Da hatten wir doch diese Finanzkrise, oder haben die ja eigentlich immer noch – das verschweigt uns die BILD natürlich – und da kannste dich sicher noch erinnern, wie es begann, dass wir auch in die Miesen kamen. Gunnar, jetzt hör doch mal zu und hör auf, in der Nase zu pulen … da findeste keine Ölquelle. – Also, da waren doch die Banken fast pleite, wie du weißt. Und da hat die Bundesregierung gesagt: weil wir so ein gutes Herz haben, leihen wir euch mal was. Die katholischen Kirchen waren selig, weil … die teilen ja auch aus. – Nun ist es aber so, daß sich die Bundesregierung dieses auszuleihende Geld auch erstmal ausleihen muss. Und wo? Richtig, bei den Banken. Die ja eigentlich pleite sind, oder fast. Und da muß die Bundesregierung jetzt Zinsen für bezahlen, dass sie sich Geld bei den Banken ausleiht, um es ihnen zinslos wieder zurück zu geben, damit sie nicht pleite gehen. Klingt kompliziert, ist aber so.

Wenn du jetzt schön brav aufgepasst hast, Gunnar, dann wird dir aufgefallen sein, dass die Banken dreifach kassieren. Einmal durch die Verluste, die sie von der Steuer absetzen, dann durch den Geldverleih an die Bundesregierung, wo sie Zinsen kassieren, und dann noch von der Bank, wo sie das Leihgeld der Bundesregierung wieder anlegt, um nochmal Zinsen einzustreichen. – Toll, was?

Und jetzt kommt mein Plan, Professorchen: Die Regierung zahlt jetzt keine Zinsen mehr, weil sie den Banken ja hilft. Aber die Banken zahlen der Staatskasse jetzt Darlehenszinsen für jeden einzelnen Euro. – Wäre das nicht toll, Gunnar? Was glaubst du wohl, wie schnell die Banken wieder gesund werden, wenn sie dem Staat 19,99% Zinsen und mehr bezahlen müssten. Dann könnten die keine Millionengehälter für die Manager und auch keine Boni mehr ausbezahlen und deine 95.500,00 Euro von Ackermann könnste dir schenken.

Siehste jetzt Gunnar, daß deine BLÖD-Zeitungs-Meinung, wo du wieder die Hartz4ler demütigen wolltest, fehl am Platze ist. Bild‘ dir deine Meinung lieber bei uns, dann wird auch der Unterricht für deine Schüler an der UNI viel interessanter.

Und noch etwas gebe ich dir zu denken:

http://www.bild.de/BILD/politik/2010/03/15/ruestungs-export-kampfpanzer-leopard-II/bricht-alle-rekorde.html

Exportschlager Leopard II – dieser deutsche Panzer ist so gut, dass ihn die Armeen der ganzen Welt haben wollen.

Ist das nicht toll? Auch die BILD ist begeistert. Ja Gunnar, da könnste dir mal Gedanken drüber machen mit deinem PrDrDr. – Denn alle wollen diesen Panzer haben und noch vieles mehr aus Deutschlands Rüstungsindustrie. Deutschland steht ja jetzt an dritter Stelle der Militärlieferungen in alle Welt. – Naja, ist ja schließlich Qualität … „Made in Germany“. – Endlich kann der Satz wieder auf Gebrauchsgegenstände geprägt und gedruckt werden, denn der Leopard, der Puma, die U-Boote und die Kriegsschiffe aus deutscher Produktion rollen und schwimmen über den ganzen Erdball.

Wir können stolz auf uns sein. Denn dann werden nicht nur die unzähligen Toten in allen Krisengebieten dieser unseren Welt, ermordet oder im Krieg gefallen durch unsere Waffen, den Aufdruck tragen: „Made in Germany“. – Sondern mit deiner Hilfe, Gunnar, nach fünf Jahren auch die Abhängigen von Hartz IV…

Das ist doch nur noch peinlich

Kleiner Streifzug…

… durch die Medien, wo ich mir heute mal kleine Bonbons aus der sueddeutsche.de ausgesucht habe. Einige Artikel sind mit Vorsicht zu genießen, einige Kommentare von mir auch. Das nennt sich dann ausgleichende Gerechtigkeit.

Übrigens muss man der sueddeutsche.de zugestehen, dass sie nach einem kurzen Abstecher, es der Bildzeitung gleich zu tun, wieder auf dem Boden der Realitäten und der Tatsachen zurück gekehrt ist. Und das finde ich gut so. – Also, fangen wir mal an:

Pleite hingelegt – Boni kassiert

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/681/462300/bilder/

Sollen marode Firmen Boni zahlen? In USA sorgt AIG für Empörung, in Deutschland tobt eine ähnliche Diskussion um die Belohungen für das Management – und die Unternehmen haben reagiert. Manche zumindest.

Die Commerzbank, an der der Staat mittlerweile zu einem Viertel beteiligt ist, zahlt in diesem Jahr überhaupt keine Boni an ihre Leute. „Unternehmen, die Verluste machen, haben keine Boni zu verteilen“ – sagte Bank-Chef Martin Blessing. Eine „individuelle Anerkennung“ für Mehrarbeit soll es freilich trotzdem geben.

Naja, was heißt hier Mehrarbeit? Und für wen? Ist da nur der Chef gemeint, der seiner neuen Sekretärin „Nachhilfeunterricht“ gibt? Oder ist da auch der normale Arbeiter und Angestellte gemeint, der seinen Buckel krumm macht, damit sich der Chef die neue Sekretärin leisten kann? Wenn schon keine Millionen-Boni, dann aber doch etwas mehr Vergnügen, als Mehrarbeit getarnt. Und schon hat man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Mehrarbeit durch Techtelmechtel und… Boni für eben diese Mehrarbeit.

Siehe auch: http://tueffler123.wordpress.com/2010/02/24/eine-bittere-pille/

Das ist doch nur noch peinlich…

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Schröder kassiert bei der Deutschen Bank

http://www.sueddeutsche.de/politik/940/504156/text/

Altkanzler Schröder und die Wirtschaft: Einmal bekam er viel Geld von der Deutschen Bank des Josef Ackermann, obwohl sein geplanter Auftritt ausfiel.

Gerhard Schröder ist ein Vorbild für jeden Karriereberater. In der Wirtschaft macht er derzeit mindestens genauso Furore wie einst in der Politik. Der Altkanzler sammelt Beratungs- und Aufsichtsratsmandate geradezu.

Egal, ob im Ostseepipeline-Konsortium Nord Stream, beim russisch-britischen Konsortium TNK-BP oder im Einsatz für den Schweizer Großverleger Michael Ringier und das Bankhaus Rothschild – gut eine Legislaturperiode nach der Abwahl des Sozialdemokraten im Herbst 2005 ist er eine feste Größe des internationalen Business.Bitte bei der sueddeutsche.de weiter lesen…

Es ist einfach toll, wie der Autor Hans-Jürgen Jakobs die Zusammenhänge aufzeigt. Da erübrigt sich fast jeder Kommentar. Dieser Journalist wird mir langsam unheimlich, denn seit letzter Zeit wird er immer besser in seiner Recherche. – Aber eines hast du vergessen, lieber Hans-Jürgen. Nämlich die Steigerung der Habsucht in deinem Artikel auf die jetzige Bundesregierung auszudehnen. Denn glaube mir: mit diesen Ministern und zusätzlichen Staatsdienern, die nicht benötigt werden und nur wegen der staatlichen Pension zusätzlich verpflichtet wurden, brechen für uns Steuerzahler noch viel schlimmere Zeiten an. Wetten?

Das ist doch nur noch peinlich…

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Abt des Klosters Ettal tritt zurück

http://www.sueddeutsche.de/bayern/986/504201/text/

Barnabas Bögle kommt „der dringenden Bitte“ der Erzdiözese nach und übernimmt die Verantwortung für den Umgang mit den Missbrauchsfällen im Internat.

Im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen im Internat des Benediktinerklosters Ettal tritt Abt Barnabas Bögle mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Er komme damit „der dringenden Bitte“ der Erzdiözese von München und Freising nach, wie das Erzbischöfliche Ordinariat München am Mittwoch mitteilte.

Abt Barnabas übernehme mit diesem Schritt die Verantwortung dafür, dass in der Abtei gegen die bischöflichen „Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche“ verstoßen worden sei.

Die Leitlinien sehen bei Verdachtsfällen eine Meldepflicht an den Beauftragten der Erzdiözese für die Prüfung der Vorwürfe sexuellen Missbrauchs vor. Das Kloster war dieser Meldepflicht nicht nachgekommen.

Die Benediktinerabtei habe Generalvikar Peter Beer am Mittwochmorgen über den Regelverstoß in Kenntnis gesetzt. Beer habe den Abt daraufhin umgehend um seinen Rücktritt ersucht.

Die Erzdiözese München und Freising sehe in dem Rücktritt „einen respektablen und richtigen Schritt, um den guten Ruf der Schule und des Internats zu schützen und eine umfassende Aufklärung sowie eine positive Weiterentwicklung sicherzustellen“, hieß es. (ddp-by/gba)

Sehr interessant zu beobachten, wie schlangenartig sich die Kirche aus jeder Affäre zieht. Da war mal gerade eben (der Muskelkater berichtete) ein Urteil aus Hamburg, wo es hieß, das schon derjenige schuldig ist und verurteilt wird, der sich nur eine Zehntel Sekunde Kinderpornographie anschaut, und dann werden in einem kirchlichen Kloster wahre Heerscharen von Kinder vergewaltigt … und der „Mensch“ tritt einfach zurück und alles ist erledigt. Ja, wo leben wir denn, wenn das Betrachten eines nackten Kindes schon bestraft wird und die wahre Gewalt, die Kindern angetan wird, einfach so mit einen Rücktritt erledigt ist??? – Oder beruft sich die Kirche wieder mal auf den Spruch „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“? – Heuchler, fällt mir da nur als zahmstes Wort ein, weil mir hier die weiteren Worte fehlen oder ich sie lieber nicht ausspreche.

Meine Netzwerk-Kollegin Desparada hat da noch weiteres ausgegraben, was zum Himmel stinkt: http://desparada-news.blogspot.com/2010/02/missbrauch-bischofe-fuhlen-sich.html

Auch Netzwerk-Kollege Eifelphilosoph war ganz rege: http://eifelphilosoph.blog.de/2010/02/24/katholische-kirche-droht-bericht-heiliger-baron-fuerst-dr-hc-eifelphilosoph-orden-papstaudienzler-8064624/

Das ist doch nur noch peinlich…

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Per Webcam direkt ins Kinderzimmer

http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/902/504118/text/

In Pennsylvania haben Lehrer mit ferngesteuerten Webcams heimlich ihre Schüler ausspioniert. Und das ist nur der Anfang.

Sicher haben es die Pädagogen der Harriton High School nur gut gemeint, als sie Laptops mit winzigen Kameras an ihre Schüler verteilten. Genauso wie es Eltern gut meinen, die ihren Nachwuchs in Strampelanzüge mit Textil-Elektroden und leitfähigen Garnen stecken, um jederzeit am Computerbildschirm über die Körperfunktionen ihres Neugeborenen informiert zu sein. GPS-Geräte an den Körpern etwas älterer Kinder schlagen Alarm, wenn der Nachwuchs unverhofft einen anderen Weg zur Schule nimmt.

Am Nachmittag kann Mutti dann vom Büro aus überwachen, ob die Hausaufgaben tatsächlich schon gemacht worden sind. Sie bedient sich dafür der unauffällig in einem lustigen Plüschmännchen integrierten Kamera, welche live Bilder aus dem Kinderzimmer auf ihr Handy sendet. So ein Plüschmännchen wurde erst vor wenigen Tagen auf der Messe „E-world“ in Essen als großartige IT-Neuerung vorgestellt. Natürlich funktioniert die Überwachung theoretisch auch mit einem internetfähigen Babyphon oder über die Webcam im Schul-Laptop. Ganz so, wie an der Harriton High.Bitte bei sueddeutsche.de weiter lesen. Adresse weiter oben.

Interessant wickelt der Autor Martin Zips seinen Artikel ab und endet mit dem Absatz:

Dass aber Computer dabei manchmal ein Eigenleben entwickeln, das an den Rechner HAL in Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ erinnert, überrascht nicht. Selten ahnt man, ob sie dabei a) von Lehrern der Harriton High, b) von Michael Endes grauen Herren oder c) einem Zauberlehrling gesteuert werden. „Das ganze Leben ist ein Quiz“, sang der Komödiant Hape Kerkeling vor 20Jahren, „und wir sind nur die Kandidaten“. Heute wirbt der Computerspielehersteller Nitendo mit dem Spruch „Life’s a game“, das Leben ist ein Spiel.

Komisch, dass das im Jahr 2010 so bedrohlich klingt.

Wobei er komisch in Zusammenhang mit der weltweiten Überwachung und Ausspionierung jeder Person meint. Das, was in den USA passiert, ist auch in Deutschland nichts Neues. Unlängst hatte eine bekannte Politikerin, die als Zensursula in die Weltgeschichte einging, versucht, über Internetsperren das Internet zu kontrollieren. Zwar ist es ihr noch nicht so ganz gelungen, aber noch nicht vom Tisch. Die Kontrollen über uns werden immer vielfältiger. Der Roman „1984“ von George Orwell ist schon lange Wirklichkeit, da brauchen wir nicht drum herum reden. Trotzdem:

Das ist doch nur noch peinlich…

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Mit einem Wisch ist alles weg

http://www.sueddeutsche.de/kultur/34/503258/bilder/

Chaos, Killerviren, Klimatod – der Weltuntergang scheint nur eine Frage der Zeit. Filme wie der neue Hollywood-Blockbuster Book of Eli nehmen die Apokalypse vorweg. Die beliebtesten Endzeitszenarien in Bildern.

Das populärste Szenario im Apokalypsefilm ist das nukleare Inferno. Die Vision der Vernichtung durch einen Atomkrieg wird erstmals auf die Leinwand gebannt, als nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs das atomare Wettrüsten beginnt und die verheerenden Auswirkungen in Hiroshima und Nagasaki noch allgegenwärtig sind. Düstere Fiktionen wie The Day After – Der Tag danach spiegeln die realen Ängste vor einem nuklearen Weltkrieg.

Dazu sag ich tatsächlich mal nix. Schaut euch einfach mal die Bilder an und ihr werdet auch sagen:

Das ist doch nur noch peinlich, aber …

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72 Banker klagen auf millionenschwere Boni-Zahlungen

Es ist einfach nicht zu glauben. Diese Heuschrecken haben tatsächlich nichts gelernt. Die NZZ-Online schreibt heute:

Mit einer Sammelklage wollen 72 Ex-Investment-Banker von Dresdner Kleinwort in Grossbritannien die Zahlung ausstehender Boni in Höhe von 34 Mio. Euro durchsetzen.

Dabei hat die Bundesregierung Milliardenschwere Pakete mit Geldern der Steuerzahler bereit gestellt, um die Banken zu retten und dann erdreisten sich Manager tatsächlich, noch Klage zu erheben, weil ihnen die Boni-Zahlungen gestrichen werden. Ich frage mich nur, welches Geistes Kinder diese Gattung des Homo Sapiens sind. Die wissen wahrscheinlich in ihrem fieberhaften Wahn noch nicht, daß sie genauso nackt von der Welt gehen, wie sie gekommen sind. Die NZZ-Online schreibt weiter:

(sda/dpa) Die ehemaligen Mitarbeiter der früheren Dresdner-Bank-Investmentsparte werfen der neuen Eigentümerin Commerzbank vor, nur rund 10 Prozent der für 2008 zugesagten Boni ausgezahlt zu haben, wie aus den am Dienstag in London bei Gericht eingereichten Papieren hervorgeht. Die höchste Einzelforderung beträgt 1,66 Mio. Euro, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtet.

Im Mittelalter gab es so wunderbare Maßnahmen wie Folterkammer, aber auch den Pranger. Das war ein Strafwerkzeug in Form einer Säule, eines Holzpfostens oder einer Plattform, an denen ein Bestrafter gefesselt und öffentlich vorgeführt wurde. Zunächst Folter-Werkzeug und Stätte der Prügelstrafe, erlangten Pranger ab dem 13. Jahrhundert weite Verbreitung zur Vollstreckung von Ehrenstrafen. Der Pranger diente den Städten auch als äußeres Zeichen der Gerichtsbarkeit (weitere Erklärung siehe Wikipedia). Dieses sollte aber wirklich mal in Erwägung gezogen werden für solche unehrenhafte und sich am Gemeinwohl kriminell bereichernde Manager. Wetten, daß die CDU und die FDP diesen Wahn auch noch unterstützen werden? – Die NZZ-Online schreibt weiter:

Ursprünglich soll bei Dresdner Kleinwort für 2008 ein Bonus-Topf von 400 Mio. Euro bereitgestanden haben. Nach der Übernahme der Dresdner durch die Commerzbank und einem Milliardenverlust im vergangenen Jahr hatte Commerzbank-Chef Martin Blessing die Boni zum Grossteil gestrichen.

Die Bank werde sich vor Gericht gegen die Klagen zur Wehr setzen, sagte ein Dresdner Bank-Sprecher am Mittwoch. Die mit der verschlechterten Ertragslage Ende 2008 begründete Kürzung der Boni sei aus Sicht der Bank rechtmässig.

Seit die Commerzbank Dresdner Kleinwort im vergangenen Dezember übernommen hatte gab es bereits mehrere Streits um Boni. Nach Medienberichten bereiten weitere Banker ähnliche Sammelklagen vor. Bei dieser Zahl der Kläger schwanken die Schätzungen zwischen 25 und 50.

Die Dresdner Bank will sich also zur Wehr setzen. Gut so. Hoffentlich nicht nur mit Worten und Versprechungen vor der Wahl, sondern mit Taten!!!

(Quelle: NZZ-Online)

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