Water Makes Money – Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen – ZDF/ARTE

Aus der Reihe „Wach auf, Deutschland“

Zusammengestellt von Brano Wagner

Wach auf, DeutschlandDiese Produktion des ZDF in Zusammenarbeit mit dem deutsch/französischem Kulturkanal ARTE wurde bereits von den gebührenpflichtigen Steuernzahlern Deutschlands im Rahmen der GEZ-Kampagne vollständig bezahlt. Also liegen die Urheberrechte bei den Gebührenzahlern und ich nehme mir das Recht, dazugehörige Artikel frei zu zitieren, auch wenn dadurch die Gefahr besteht, dass auch der Muskelkater unter Beschuss der privaten Wasserlobby gerät:

Hochgeladen wurde die 1 ½ stündige Dokumentation von Michael Molli am 11.10.2011 und betrifft die ARTE-Sendung vom 22.03.11: „Water Makes Money – Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen“. – Umfangreiche Informationen zur Dokumentation = http://www.watermakesmoney.com/index.php/de, die leider zerstört ist – Grund: unter Beschuss der privaten Wasseranbieter, siehe → http://watermakesmoney.org/ und auch bei den Nachdenkseiten.

Um dem ungehemmten Treiben und der Ausbeutung der Ressourcen zu Lasten der Umwelt und der Menschen ein Ende zu bereiten ist die erste Voraussetzung dazu das Wissen um die Hintergründe und Zusammenhänge.

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Der französische Konzern VEOLIA hat in Paris gegen den Film „Water Makes Money“ Klage wegen „Verleumdung“ eingereicht und will ein Verbot der Ausstrahlung und des Verkaufs von DVDs der Dokumentation über die Hintergründe des Ausverkauf des Wassers durch Privatisierungen des Grosskonzern (PublicPrivatePartnership — PPP) und die Bemühungen der Gemeinden, die Wasserversorgung wieder in kommunales Eigentum zurückzuführen, gerichtlich durchsetzen. Die französische Staatsanwaltschaft hat dem Antrag von VEOLIA stattgegeben und einen Untersuchungsrichter bestellt. Dieser lässt jetzt mit Hilfe eines auch auf Deutschland ausgeweiteten Rechtshilfeersuchens polizeilich ermitteln.

So wie die ausführliche Dokumentation „Flow — Wasser ist Leben“, die Radio Utopie am 30.Juli 2010 in dem Artikel „Flow“: Wasser als Ware, Kontrolle und Macht“ vorstellte, werden in der vom möglichen Verbot betroffenen Recherche die ursprünglich versprochenen Vorteile sehr schnell durch die folgende Intransparenz und Gebührenerhöhungen für die Verbraucher zunichte gemacht: Eine Privatfirma verfolgt vor allem ein Ziel: finanzielle Gewinnmaximierung.

Am 23.September 2010 startete die Uraufführung der Dokumentation „Water Makes Money“ von Leslie Franke und Herdolor Lorenz und ist eine Koproduktion der Kernfilm mit La Mare aux Canards und Achille du Genestoux, in Zusammenarbeit mit AQUATTAC und ZDF/ARTE, gefördert von der Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein.

ARTE hat eine Ausstrahlung einer TV-Fassung zum Internationalen Wassertag am 22.März 2011 zu einer günstigen Sendezeit um 20.15 Uhr vorgesehen.

Quelle = http://www.radio-utopie.de/2011/01/13…

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Die französischen Konzerne Veolia und Suez zählen zu den Großen im wachsenden Weltmarkt der privaten Wasserversorgung. Sie sind auf allen fünf Kontinenten präsent und kaum eine Woche vergeht ohne Neuerwerbungen. Doch ausgerechnet im Heimatland Frankreich verlieren sie jetzt an Boden. Anfang 2010 mussten beide Konzerne an ihrem Hauptsitz Paris die Wasserversorgung zähneknirschend an die Stadt übergeben und sich auch aus Rouen zurückziehen. Demnächst folgen wohl Bordeaux, Toulouse, Montpellier, Brest und andere Kommunen, die ihre Wasserversorgung wieder in die eigene Hand nehmen wollen. Die Dokumentation erklärt die Gründe für diese Entwicklung.

Private Konzerne versorgen rund 80 Prozent der französischen Bevölkerung mit Trinkwasser. Doch im ganzen Land schwindet das Vertrauen in ihre Seriosität, denn die Wahrheit über das Gebaren der Konzerne drängt an die Oberfläche: Wasserzähler werden dem Kunden faktisch doppelt berechnet, der Austausch von Bleileitungen erfolgt nur teilweise, dringende Reparaturen werden dem Verbraucher als Neuanschaffung in Rechnung gestellt. Inzwischen liegen die Wasserpreise bei privaten Betreibern in Frankreich um 20 bis 60 Prozent höher als bei öffentlichen Versorgern. Skandalös sind auch die üblichen geheimen Deals der Wassermultis mit den Kommunen: Der Konzern kauft sich bei der Gemeinde ein, um Wasser zu liefern oder Abwasser zu entsorgen. Diese 200 oder 300 Millionen Euro oder mehr gelten als Kaufsumme oder auch als Geschenk an die Kommune. Doch die Zahlung der Konzerne entpuppt sich dann als Kredit, der von den Wasserkunden über 20 oder 30 Jahre mit Zins und Zinseszins in dreifacher Höhe zurückgezahlt werden muss.
Beispiele in Frankreich und im deutschen Braunschweig machen ein System sichtbar, das den Wasserkonzernen erlaubt, ihren globalen Expansionskurs zu finanzieren — ein System, das inzwischen viele Franzosen motiviert, die Rückkehr zur kommunalen Wasserversorgung anzustreben…

Quelle = http://www.arte.tv/de/woche/244,broad…

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Hier jetzt die Dokumentation mit einem Dank an den Uploader und YouTube:

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Ein Kommentar

  1. Dazu sind folgende Artikel hoch interessant:

    1. Ein weiterer Artikel im Muskelkater, auch zum Thema Fracking – https://muskelkater.wordpress.com/2013/02/13/wasser-das-elixier-des-lebens-ist-in-gefahr/

    2. Wo man dringend unterzeichnen sollte, falls noch nicht geschehen – http://www.right2water.eu/de

    3. Informartionen vom Umweltinstitut München – http://umweltinstitut.org/lebensmittel/lebensmittel/privatisierung-der-wasserrechte-1067.html

    4. Weitere Informationen auf dem Blog „Denkland“ – http://denkland.wordpress.com/2013/01/23/water-makes-money-wasserkonzern-verschluckt-sich-an-klage-gegen-filmbeteiligte/

    Gruß vom Manuel

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