Armutsbericht 2013 – Ein Armutszeugnis?

Drei Meldungen zum Thema – ohne Kommentar:

Mit viermonatiger Verspätung kommt der Armutsbericht der Regierung heute ins Kabinett. Die Opposition nennt ihn Schönfärberei und spricht von Zensur. Denn der ursprüngliche Entwurf von Arbeitsministerin von der Leyen wurde in vielen Punkten abgemildert und geändert. – Sagt die Tagesschau:

http://www.tagesschau.de/inland/armutsbericht130.html

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„Was heißt schon arm?“ fragt das ZDF in seiner Heute.de-Meldung. Arm ist, wer am gesellschaftlichen Leben nicht teilhaben kann. Doch was heißt diese Definition genau? Und vor allem: Auf wen trifft sie zu? Der aktuelle Armutsbericht der Bundesregierung zeigt, wie es um Armut in Deutschland bestellt ist. Auf heute.de machen wir den Faktencheck:

http://www.heute.de/Kritik-Gutachten-verschleiert-Armut-26908720.html

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Armutsbericht inhaltlich ein „Armutszeugnis“? fragt ebenfalls das Deutschlandradio und erklärt weiter: Kabinett billigt umstrittenes Gutachten – Trotz insgesamt guter Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt ist die Kluft zwischen Vermögenden und Mittellosen weiter gewachsen. Pikant: Dieses Fazit steht so nicht mehr ausdrücklich im Text:

http://www.dradio.de/aktuell/2031476/

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Aber Vorsicht: Aufgrund des Depublizierens verschwinden diese Artikel nach sieben Tagen wahrscheinlich ins Nirwana. http://de.wikipedia.org/wiki/Depublizieren

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Ein Kommentar

  1. alphachamber

     /  6. März 2013

    Die Idee eines „Armutsberichts“ ist schon populistischer Unfug. Eben weil solche Bezeichnungen relativ und willkuerlich sein muessen. Generell gilt die Formel (und galt schon seit dem Mittelalter), je groesser die staatlichen Hilfen, desto wachsender die Zahl der Beduerftigen.

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