Der Gegensatz: Wiener Opernball findet heute Abend statt

Zahlreiche Stars werden in Wien erwartet

Mit einem Kommentar von Martin Schnakenberg

Logo Wiener ZeitungWien 07.02.2013 – Ausverkauft und wie immer hochkarätig besetzt geht heute, Donnerstag, der 57. Wiener Opernball über die Bühne. Unter den Gästen sind unter anderem die Schauspielerin und zweifache Oscar-Gewinnerin Hilary Swank und der englische Star-Tenor Paul Potts. Richard Lugner wird heuer von der Oscar-Gewinnerin Mira Sorvino und der italienischen Film-Diva Gina Lollobrigida begleitet.

An der Spitze des offiziellen Österreichs besucht Bundespräsident Heinz Fischer den Ball. Bundeskanzler Werner Faymann (SP) wird dem Fest fernbleiben, da er bei einem EU-Gipfel in Brüssel das künftige Budget der Union zu beraten hat. Vizekanzler Michael Spindelegger (VP) wird den Ball besuchen und begrüßt in seiner Loge den slowakischen Außenminister Miroslva Lajcak. Für das größte Spektakel dürfte aber der deutsche Designer Harald Glööckler sorgen: Er will mit einer „Hommage an Kaiserin Sisi“ mit einer kaiserlichen Kutsche vorfahren, die von sechs Pferden gezogen und von sechs Lakaien begleitet wird.

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtleben/522499_Warten-auf-Alles-Walzer.html

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Anmerkung des Muskelkaters: Seien wir doch mal ehrlich: Wir gönnen es den Leuten ja, wenn sie sich solche Feste erlauben können – wir würden es doch genauso tun, wenn wir das nötige Kleingeld dazu hätten. Aber mit Verlaub: Muss der Unterschied denn so groß sein? Muss auf der einen Seite ein ebenso toller Mensch seinen €uro zwei- bis dreimal umdrehen müssen, bevor er sich dazu entscheidet, doch ein Brot zu kaufen, damit er überleben kann, und gleichzeitig auf der anderen Seite zusehen muss, wie andere Menschen, die noch nie ihre Patschhändchen schmutzig gemacht haben, in Saus und Braus leben?

Solidargemeinschaft recht und gut. Aber Solidarität funktioniert von beiden Seiten und nicht nur von einer, wie es momentan der Fall ist. Geben und Nehmen soll nicht heißen, dass die Armen geben und die Reichen nehmen. Solidarisch sein heißt, dass auch der Nehmer mal etwas abgibt und der Geber mal auf den Hofball kann.

Wir gönnen es ihnen ja, den Reichen und Nichtsoschönen. Aber irgendwann möchten wir es uns auch mal selber gönnen können. Dann aber könnte es für die anderen zu spät sein, freiwillig solidarisch zu sein.

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4 Kommentare

  1. Frank K.

     /  8. Februar 2013

    Genau!!!!!!!!
    Die sollen lieber jetzt schon aufwachen.

    Aber wie ich meine Deutschen kenne, wachen die erst auf, wenn „Hitler den Weltkrieg verloren“ hat…

  2. Isolde Nesper

     /  8. Februar 2013

    Hallo lieber Muskelkater,

    „Solidarisch sein heißt, dass auch der Nehmer mal etwas abgibt und der Geber mal auf den Hofball kann.“ Weiß man es, ob nicht Einige darunter sind die etwas von Ihrem Reichtum abgeben? Der Wiener Opernball ist etwas Einmaliges und ich gönne es diesen Leuten wirklich aus tiefstem Herzen, dass sie daran teilnehmen können. Warum sollte man denen dies denn vermiesen?
    Selbst wenn einige Leute das Geld für eine solche Veranstaltung hätten, sie würden einfach nicht hinpassen. Man kann einige Leute nicht zusammenwerfen. Laß Ihnen doch ihren weltbekannten Wiener Opernball und wie schon erwähnt: „Vielleicht spenden und stiften die Besucher dieser Veranstaltung auch jede Menge Geld an irgendwelche Einrichtungen“. Du musst noch eines bedenken: Nicht ein Jeder will auf den Opernball, ins Museum, ins Theater sondern ganz einfach zur abgeschmackten Hocketse. Laß sie doch alle nach ihrer Art und Weise glücklich werden (so lange sie micht nicht mit Volksmusik, lautem Gebrüll, Vermüllung ihrer Umgebung, Baumverstümmelung usw. verärgern.

    Gruß

    Isolde

    • Sorry, dass ich es etwas verallgemeinert hatte und den Ball in Wien, wo ich selber mal als Sängerknabe teilnahm, heranzog, um einen Aufhänger für mein Thema zu haben. ;-(

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