Athen rüstet selbst in der Krise auf

Auch deutsche Firmen verdienen an den Waffengeschäften

Von Filippos Sacharis, Athen

Trotz der Finanzkrise, des strikten Sparkurses und der von der Troika auferlegten Maßnahmen setzt Griechenland seine umstrittenen Rüstungsprogramme fort.

Die Modernisierung der militärischen Ausrüstung Griechenlands und die derzeitige Aufstockung von Munition durch deutsche, französische und britische Unternehmen finden zu einer Zeit statt, in der Kürzungen von Renten und Gehältern eine albtraumhafte Atmosphäre im Land geschaffen haben. Dabei sind die hohen Rüstungsausgaben Mitverursacher der derzeitigen Krise. Vom Regierungswechsel 1974 bis heute hat Griechenland 218 Milliarden Dollar für Rüstungsgüter verschwendet und damit erheblich zur Anhäufung der Staatsschulden beigetragen, erklärte der Abgeordnete der griechischen Partei »Die Grünen«, Nikos Chrisogelos, im Europäischen Parlament in Straßburg.

Laut einem aktuellen Bericht der britischen Tagenzeitung »Independent« war Griechenland zwischen 2001 und 2011 der weltweit fünftgrößte Waffenimporteur (10,3 Milliarden Euro), nach China (24 Mrd. Euro), Indien (23 Mrd. Euro), Südkorea (12,6 Mrd. Euro) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (10,9 Mrd. Euro). Nach Angaben des Internationalen Instituts für Friedensforschung in Stockholm (SIPRI) hat der Mittelmeerstaat im Zeitraum von 2007 bis 2011 die meisten konventionellen Waffen aus Deutschland (13 Prozent) und Frankreich (10 Prozent) importiert. Allein auf dem Höhepunkt der Krise und während der Verhandlungen um das erste Sparpaket 2010 haben die »Verbündeten« militärische Ausrüstung im Wert von mehr als einer Milliarde Euro nach Griechenland verkauft.

Hier weiterlesen: http://www.neues-deutschland.de/artikel/805439.athen-ruestet-selbst-in-der-krise-auf.html

Kommentar: Das war ja auch wohl nicht anders zu erwarten gewesen, wenn EU, IWF und Merkel die Regierungsgewalt in Athen übernehmen…

 

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