Neues persönliches Glück in Venezuela?

Manuel Zava hat den Sprung gewagt

Von Martin Schnakenberg

Er war ein Techniker, wie es buchstäblich im Buche steht. Ein Regisseur, der es immer noch besser machte. Ein Musiker, der es tatsächlich im Blut hatte – mit seiner Panflöte, seinem Akkordeon, seiner Stimme.

Nein, es ist keiner gestorben. Es hat nur jemand, der das Zeug dazu hatte, gewagt, dieses Land, dieses Europa, diese Lumpeneliten zu verlassen, bevor hier infolge von Politik und Finanzwirtschaft der Banken, der Börsenzocker, der Spekulanten und der Heuschrecken das absolute Chaos ausbricht mit anschließendem Absturz ins finanzielle Nirvana.

Manuel Zava war seit Anbeginn unserer musikalischen Unternehmungen im Jahre 1997 ein Teil der Orchester. Als Regisseur und Bühnentechniker wurde er unentbehrlich. Seine Einlagen mit der Panflöte, seinem heißgeliebtem Akkordeon „WELTMEISTER Supita II Piano“ und seiner wunderbar weichen Stimme waren die Würze jeden Auftritts.

Aber man kannte ihn auch als Commander Zava des schnellen Raumkreuzers ORION 17 im Rollenspiel Raumpatrouille und als jungen Stammesführer Mor’anh beim Rollenspiel RdE – Revolution der Erben, wo er mit Spannung, Witz und guter Laune das RPG von Abenteuer zu Abenteuer brachte. Sein eigener Blog Pusteblume brachte ihm viel Lob, aber auch Tadel, ein.

Auf eigenem Wunsch verließ Manuel am 15. Juli Deutschland, und damit uns, um in Venezuela ein neues Leben zu beginnen. Wir danken ihm für alles und wünschen ihm auf diesem Weg für seine Zukunft alles erdenklich Gute und mindestens den Erfolg, den er bei uns gehabt hat.

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Für alle Fans von ihm haben wir hier zwei unverbindliche und kostenlose Downloads zweier Lieder, die er meisterlich zusammen mit uns einspielte:

1. „Banks of the Ohio“, Traditionell, Studio am 27.05.2003, gespielt mit seiner Panflöte, begleitet von unserer Torsten Manoella Band und den Johnny Morina Strings.

2. „Muß i denn zum Städtele hinaus“, Traditionell, Studio am 02.02.2009, gespielt auf seinem Akkordeon in der Begleitung von Mitgliedern des Tanzorchesters Martin Schnakenberg.

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(Quelle: brainac.de)

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