Gefährlicher Schwindel: Becel pro.aktiv, die Pille zum Aufs-Brot-Schmieren

Unilever ein Verbrecher-Syndikat?

Von Martin Schnakenberg

Als ich die untenstehende Bitte erhielt, doch auch zu unterschreiben, dachte ich gleich: »Kuck an, Unilever mal wieder. Wo Menschen vergiftet oder sonst wie ermordet werden, ist diese Firma dabei.« Genauso wie Monsanto oder die Ölförderfirmen (Esso, BP etc.) geht Unilever nämlich in ihrer grenzenlosen Gier nach Profit förmlich über Leichen. Diese Firma bezeichne ich deshalb schon seit langem als Verbrecher-Syndikat, welches sich kleinere bisher bodenständige Firmen einverleibt, um als großer Konzern überall Schaden anzurichten ohne Rücksicht auf eine dem Planeten und den darauf lebenden Lebewesen dienende Ökonomie und Ökologie.

Es reicht den gierigen Verantwortlichen nicht, dass wertvolle Ressourcen an Urwäldern vernichtet und die dort lebenden Menschen vertrieben und ermordet werden, nur um auf deren Grund und Boden Palmölplantagen in Monokultur anzubauen – Unilever braucht Palmöl für RAMA [1][2], obwohl es andere Öle und Fette auch tun würden.

Es reicht ihnen nicht, dass sie und ihre Firma unlautere Werbung machen, indem sie auf den Etiketten ihrer Lebensmittel etwas versprechen, was nicht vorhanden ist [3] und damit die Menschen, also ihre eigenen Kunden, zu betrügen oder im Beispiel von Bertolli [4] volkstümlich ausgedrückt: zu verscheißern.

Nein, jetzt muss es auch Margarine sein, die vorgaukelt, dass sie cholesterinsenkend ist. Das tut sie teilweise zwar auch, aber nur bei wirklich kranken Menschen, die damit besser in der Hand eines Arztes gehörten. Denn die Inhaltsstoffe, in erster Linie völlig überhöhte Mengen an Pflanzensterine, können bei regelmäßigem Verzehr sogar das Gegenteil bewirken und deshalb auf lange Sicht sogar für das Herz und die Herzkranzgefäße schädlich sein. Erst recht bei gesunden Menschen. – Hier sind einige Quellen zu finden, die den Verdacht einer eher schädigenden Wirkung bestätigen: http://www.abgespeist.de/becel_proactiv/quellen/quellen/index_ger.html.

Wer krank ist, sollte zum Arzt gehen, steht auf der Seite von foodwatch e.V. – Und weiter: »Ich war ein wenig über meinen Cholesterinspiegel besorgt. Deshalb habe ich angefangen, täglich Becel pro.activ zu essen«, sagt eine Frau mittleren Alters im aktuellen TV-Spot zur vermeintlichen Wunder-Margarine. Doch sie wäre gut beraten, der Empfehlung von Unilever nicht zu folgen. Wer über seinen Cholesterinspiegel »besorgt« ist, sollte zum Arzt gehen und nicht in den Supermarkt. Was dann bei erhöhtem Cholesterinspiegel zu tun ist, muss der Arzt entscheiden und nicht Unilever. Kein Bauchgefühl und keine TV-Werbung.

.

Deshalb der Aufruf des Muskelkaters:

Der Lebensmittelriese Unilever setzt leichtfertig die Gesundheit von Verbrauchern aufs Spiel, um seinen Profit zu steigern. Weil Unilever weiß, dass viele Deutsche mit zu hohen Cholesterinwerten kämpfen, nutzt es dieses eiskalt aus: Mit der Margarine Becel pro.activ verspricht der Konzern einen niedrigeren Cholesterinspiegel – unterschlägt jedoch drohende Nebenwirkungen. Aber Medikamente gehören nicht ins Kühlregal, sondern in die Apotheke. Deshalb muss Unilever aufgefordert werden, den Verkauf im Supermarkt zu stoppen.

»Senkt aktiv den Cholesterinspiegel« steht verheißungsvoll auf der Verpackung der vermeintlichen Wunder-Margarine Becel pro.activ von Unilever. Margarine – ein Wundermittel für Ihre Herzgesundheit? Wohl kaum: Studien zeigen, dass die in Becel pro.activ enthaltenen Pflanzensterine das Risiko auf Herzkrankheiten vielleicht sogar erhöhen anstatt es zu senken – obwohl der Cholesterinspiegel offenbar tatsächlich sinkt. Derzeit weiß niemand, was die Spätfolgen einer Becel pro.activ-Therapie sind. Solange dem so ist, sollte sich niemand diese Pille aufs Brot schmieren. Das gilt erst recht für Personen ohne Cholesterinproblem: Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt diese ausdrücklich vor dem Verzehr. Kurz gesagt: Es gibt keinen Grund, weshalb Becel pro.activ einfach so im Kühlregal neben Rama, Lätta & Co. liegen sollte. Fordern wir also Unilever jetzt auf, den freien Verkauf im Supermarkt zu stoppen und eine Zulassung als Arzneimittel zu beantragen. Inklusive entsprechender Forschung, was Risiken und Nebenwirkungen angeht!

»Wer Nahrungsmittel entwickelt und herstellt, hat eine große Verantwortung«, schreibt Unilever auf seiner Website. Eben, ganz genau. Aber Becel pro.activ und damit Unilever zeigt einmal mehr, dass diese großen Worte reine Lippenbekenntnisse sind. Seit Jahren bereits weisen verschiedene Studien auf mögliche Nebenwirkungen der enthaltenen Pflanzensterine hin: Vielleicht verursachen sie auf ähnlichem Wege das, was sie eigentlich verhindern sollen – Ablagerungen in Herzklappen und damit ein erhöhtes Risiko auf koronare Herzerkrankungen.

Doch Unilever scheint das nicht zu interessieren, wie so vieles nicht – schließlich hält der Konzern nach wie vor an dem umstrittenen Produkt fest und verkauft es für Jedermann zugänglich im Supermarkt. Je stärker die Kritik jedoch wird, desto schwieriger ist es für den Lebensmittelriesen, diese Einwände zu ignorieren. Unterzeichnen wir deshalb jetzt alle in der Unterschriften-Aktion von abgespeist.de. Fordern wir gemeinsam Unilever dazu auf, den freien Verkauf von Becel pro.activ im Supermarkt zu stoppen und eine Zulassung als Arzneimittel zu beantragen. Produkte mit hochkonzentriert zugesetzten Wirkstoffen und möglichen Risiken und Nebenwirkungen haben im Kühlregal nichts verloren. Beschweren wir uns jetzt direkt bei Unilever und leiten diese eMail anschließend an Freunde und Bekannte weiter! – Hier klicken: http://www.abgespeist.de/becel_proactiv/mitmachen/beschwerde_e_mail_an_unilever/index_ger.html

.

Weitere Informationen dazu:

http://www.abgespeist.de/becel_proactiv/index_ger.html

und http://www.abgespeist.de/becel_proactiv/infos_ohne_flash/index_ger.html

und http://www.abgespeist.de/becel_proactiv/mitmachen/beschwerde_e_mail_an_unilever/index_ger.html

Ein nicht ganz korrekter Artikel in der Wikipedia, da die Wirtschaft bei den Nebenwirkungen wahrscheinlich mitschrieb: http://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzensterine

Es gibt aber auch noch diverse Freunde – genauso edel, hilfreich und gut, wenn es um Profite geht: http://www.abgespeist.de/becel_proactiv/extras/extras/index_ger.html

Und wie reagierte bisher Unilever?

http://www.abgespeist.de/becel_proactiv/wie_unilever_reagiert/unilevers_reaktion/index_ger.html

Quellenangaben: http://www.abgespeist.de/becel_proactiv/quellen/quellen/index_ger.html

.

Advertisements

2 Kommentare

  1. Ich wollte eigentlich nicht wieder kommentieren, aber sei es wie es ist. Ich habe früher mal kurze Zeit (bis zur Pleite der Firma) in einer Straßenbaufirma gearbeitet. Seit der Zeit esse ich überhaupt keine Margarine mehr. Bitumen und Margarine sind eng miteinander verwandt, sagte mir damals ein Chemiker der Firma. Ich denke, dass sich viele verrückt machen lassen mit dem Cholesteringequatsche. Und dann kaufen die eben den Schrott. Wir sind ja eigentlich noch Steinzeitmenschen und da frage ich mich, wo damals, als wir noch in der Savanne lebten, diese ungesättigten Fettsäuren in den Mengen hergekommen sein sollten. Wenn man ins Fernsehprogramm schaut, kommen aller Nasen lang Ernährungempfehlungen. Auf viele Menschen wirkt das und die glauben das auch. Und das ÖR macht munter mit, verbreitet auch an dieser Front Sachen, die durch nichts untersetzt sind, aber Profit bringen.

    • Interessante Gedankengänge.
      Betrachten wir es aber von der anderen Seite, du hättest eine Zeitung, die auf die Werbung angewiesen ist, ansonsten krepierst du, dann würdest du auch Werbung für Blödsinn machen. Das zieht sich doch durch alle Bereiche hin. Ob jetzt obiger Artikel im Regal, ob CocaCola an der weit sichtbaren Wand, ob Zeitungsartikel und die passende Werbung gleich daneben … egal, überall wird geschmiert zum Teufel-komm-raus. Und wenn wir keine Ahnung von der Materie haben, sind wir die Gelackmeierten und kaufen sogar Luft in Dosen, nur weil sie von einem ganz besonderen Luftkurort kommen. Und eines Tages kaufen wir sogar unseren Tod auf Raten, schön bunt verpackt, im Regal des Discounters.

%d Bloggern gefällt das: