Das Game und das Spiel mit der Realität

Und die Wirklichkeit ist ganz ganz nah…

Gastartikel von PeWi

Irgendwie bin ich zur Zeit ein bisschen faul. Ich reite deshalb lieber durch Cyrodiil, eines Kaiserreiches des Kontinentes Tamriel. Ich habe die größte Bedrohung Cyrodiils – mal abgesehen von dem Vordringen der Daedras aus Oblivion (spiele ich aber nicht, habe ich schon zu oft gemacht) – beseitigt und wurde heiliger Kreuzritterfürst. Leider wandte ich mich von der total ethischen Seite ab, weil es mir Spaß machte, gedungener Mörder zu sein und die „Dunkle Bruderschaft“ zu erobern, dessen Zuhörer (Gildemeister) ich wurde.

Da befand ich mich plötzlich wieder mitten im Leben. Was soll ich zu Gaddafi sagen? Ein Diktator soll gegen einen anderen ersetzt werden. Und es ist ja nicht so, dass vorher der Westen überhaupt nicht in Libyen involviert gewesen wäre. Fragt Frankreich. Jetzt wird er es aber auf breiterer Front sein. Was solls, die Gelackmeierten werden, wie immer, die kleinen Leute sein, die ihre Haut auf den Markt getragen haben für irgendwelche neue Herrscher.

Da fand ich, dass Erzmagierin auch etwas Schönes wäre. Zwischenzeitlich wurden mir die heiligen Insignien des Kreuzritterfürstes aberkannt, weil ich mordend durchs Land zog. Nun wurde ich nicht mehr als Heldin angesprochen, sondern jeder laberte mich von der Seite voll, dass er total von mir enttäuscht worden sei und alle gedacht hatten, dass ich doch eine Heldin wäre, nun wäre ich aber auch nicht besser als alle anderen.

So ist das wahre Leben. Helden! Es gibt keine Helden. Heldentum liegt nur im Auge des Betrachters. Die Rebellen in Libyen sind für die einen Helden, für die anderen einfach nur vom Westen aufgestachtelte Handlanger, die die Errungenschaften des libyschen Volkes beseitigen wollen. Die Wahrheit? Sie liegt irgendwo da zwischen drinnen.

Nachdem ich Erzmagierin wurde, habe ich mich der Diebesgilde zugewandt. Da ich aber noch ein paar Skills brauchte, ging ich zwischenzeitlich auf die „Zitternden Inseln“ des Wahnsinnsfürsten.

Der Wahnsinnsfürst Sheogorat könnte auch Merkel oder EU heißen. Ohne eigene Ideen zerstören sie ihr „Reich“ genau wie Sheogorat. Im Spiel konnte ich die Zerstörungswut aufhalten. Können wir im wahren Leben diese Fürsten des Wahnsinns auch aufhalten. Ich bezweifle es.

Deshalb ging ich zurück nach Cyrodiil und widmete mich nun gänzlich dem Diebstahl, um in der Diebesgilde aufsteigen zu können. Ich freute mich auf die Dunkelheit, in deren Schatten ich meine Raubzüge veranstaltete. Oh nein, ich nahm nicht alles und jedes, es musste wertvoll sein, auf dem Hehlermarkt noch etwas einbringen.

Schon bin ich wieder in der wahren Welt. Die wahren Diebe dieser Welt müssen nicht im Schutze der Dunkelheit die Bürger ausplündern. Sie machen das offen, per Gesetz, einfach so. Sie nehmen uns unser Geld, unsere Steuergelder, tun so, als ob sie damit den Staat retteten, stecken es aber in ihre eigene Tasche. Sie winken mit Arbeitsplätzen, reißen sich Steuergelder und Steuernachlässe unter den Nagel und nach dem Auslaufen der Stillhaltezeit, verschwinden sie mit ihren Gewinnen zum Nächsten, der ihnen auch wieder Steuergelder und -nachlässe garantiert. Es ist ein Ringelspiel ohne Ende mit dem Zauberwort „Arbeitsplätze“.

Da gehe ich doch lieber wieder zurück nach Cyrodiil. Dort ist ein Dieb ein ehrlicher Dieb, der zu seiner Gilde steht. Letztendlich habe ich doch geholfen, einen Fluch vom Graufuchs, dem Gildemeister der Diebe, zu tilgen und kann seinen Platz einnehmen.

Nun werde ich mich umsehen, wie ich den Leuten in Cyrodiil helfen kann. Brot und Spiele. Da werde ich mich erst einmal zum Helden der Arena in der Kaiserstadt aufschwingen.

Brot und Spiele! Das gelingt immer. Heute heißen die Spiele Bundesliga, Boxen oder einfach nur „Big Brother“ oder „Die Ordnungshüter räumen auf“, vielleicht auch noch „The Biggest Looser“ und Ähnliches. Das Brot sind iPhone und iPad. In einer Zeitung, ich habe vergessen, wie sie hieß, wurde das iPad als unkreativ und als Fernbedienung geoutet. Das hat sich aber noch nicht herumgesprochen. Schließlich hat man als Bürger von Welt sein Statussymbol.

Da gehe ich doch lieber auf die Pilgerreise von West nach Ost durch Cyrodiil. Reite einsam die Straßen entlang, die dieses Reich durchqueren, halte an den Wegschreinen an und hole mir den Segen der 9. Ich werde meine Taten bereuen, damit ich wieder die Insignien des heiligen Kreuzritterfürstes tragen kann. Dann wird niemand mehr zu mir sagen, dass er unsäglich von mir enttäuscht wäre. Und nicht zu vergessen, es kämpft sich besser mit dem Kreuzritterschwert, aber das sagen wir niemanden. Geläutert werde ich den Menschen von Cyrodiil helfen können, ihre Alltagssorgen zu lindern.

Wenn es denn im wahren Leben so einfach wäre.

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(Quelle: Blog heut schon gedacht?)

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TV-Duell vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

TV-Duell NUR MIT UNS !!!

Wegen des Ausschlusses des Spitzenkandidaten der LINKEN, Helmut Holter, vom TV-Duell vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern startet DIE LINKE ein Experiment politischer Kommunikation. Moderiert von Gregor Gysi wird sich Holter aus einem anderen Studio heraus live und online in das Frage- und Antwortspiel mit den Spitzenkandidaten von SPD und CDU einschalten. Sie können an diesem Event am 30. August von 21:00 bis 22:00 Uhr online unter www.die-linke-mv.de teilhaben oder in die Rostocker Geschäftsstelle der Partei DIE LINKE, Stephanstraße 17 kommen. Interessierte und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

„Der NDR hat aus fadenscheinigen Gründen die Teilnahme von Helmut Holter am TV-Duell abgelehnt. Nun stehen sich in dem vermeintlichen Duell die zwei Regierungspartner gegenüber, der Kandidat der größten demokratischen Opposition erhält keine Gelegenheit, seine inhaltlichen Angebote in dieser Sendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu unterbreiten. Das finde ich nicht souverän und ich finde auch, dass der Sender damit den Auftrag des NDR-Staatsvertrags nicht erfüllt. Darum machen wir nun unser eigenes Angebot und freuen uns auf viele Zuschauer“, erklärte der Landesvorsitzende der LINKEN Steffen Bockhahn.

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Der Wahlwerbespot für DIE LINKE zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 4.September2011 ist online und kann unten angesehen werden.  Im Spot werden die Kernthemen Arbeit und Löhne, Bildung und Chancen sowie die finanzielle Ausstattung der Kommunen angesprochen. Botschaft: Es geht um den dringend notwendigen politischen Wechsel im Land. Dafür ist DIE LINKE die Alternative.

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(Quelle)

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Honig um’s Maul schmieren: Grube ist bei Stuttgart 21 zu Kompromiss bereit

Wendung bei S21 ? – Quatsch mit Soße !

Von Manuel Zava

»Neue Wendung im Streitfall Stuttgart 21«, heißt es bei der Berichterstattung vom SWR-Stuttgart.

Und damit ganz klarer Fall für eine weitere Verarschung der Wähler und allgemein des Volkes. Denn es heißt weiter: »Bahnchef Rüdiger Grube ist zu Kompromissen bereit. Grundsätzlich sei es denkbar, mit dem Abriss des Südflügels bis nach der Volksabstimmung im Herbst zu warten. Aber nur, wenn dadurch für die Bahn keine finanziellen und rechtlichen Nachteile entstünden, so Grube.«

http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=8509948/sxpqhd/index.html

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Irgendwann ist denen mal ein ganz wichtiger Schaltkreis ausgefallen. Schauen wir uns diesen Unfug nämlich etwas näher an, dann heißt es nichts anderes als: Egal, was kommt, es wird abgerissen, gebuddelt und gebaut. Und eine Volksabstimmung interessiert ihn nicht die Bohne. – Wo bitte schön ist da der Kompromiss? – Darin, dass er sagt, es wäre denkbar, noch zu warten mit dem Abriss? – Darin, dass er Bedingungen nennt? – Wenn darin der Kompromiss besteht, Warnungen auszustoßen und mit Konsequenzen zu drohen, dann ist der Mann nichts anderes wert, als dass er in seinen eigenen versumpften Nachnamen fällt (… und der war voll bis oben hin, es war bestimmt nichts Gutes drin, es roch so nach…).

Und der SWR-Redakteur macht mit seiner Lobhudelei und Volksverdummung (wurde er bestochen?) gleich weiter: »Bedingung ist für den Bahnchef auch, dass das Projekt nicht weiter verzögert wird. Das müsse Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ihm verbindlich zusichern, erklärte Grube in der Süddeutschen Zeitung (Donnerstagsausgabe). „Wir wollen ja niemanden unnötig provozieren und schon gar nicht eskalieren”, sagte Grube. Zuvor hatte Kretschmann die Bahn mehrfach davor gewarnt, den Südflügel vor der für Ende November geplanten Volksabstimmung abzureißen.«

Bei soviel Unverfrorenheit fehlen einem glatt die Worte. Das heißt bei den systemkonformen Medien ›Wendung‹ und ›Kompromiss‹, wenn das Messer an der Kehle bleibt, aber erst am 30.Dezember schneidet, weil ja Weihnachten ist, vorausgesetzt, man hält solange still. Und der grüne Kreischmann macht mit beim Stillhalten.

Der Grube ist ein richtiges kleines Schnuckelchen geworden, gell? – Aber das sind bestimmte Menschen immer, bevor sie zu Werwölfen werden, die man nur mit einer silbernen Kugel stoppen kann…

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Hohe Strahlenwerte gefährden nächsten Castor-Transport

Zwischenlager Gorleben wird immer gefährlicher

Von Martin Schnakenberg

Reaktorkatastrophe und erst jetzt der neue Sarkophag in Tschernobyl, Explosionen und Kernschmelzen in Fukushima – kommen dank TV und Internet zwar immer näher an uns ran, aber so richtige und großartige Sorgen machen sich immer noch sehr wenige Menschen hier bei uns und allgemein Europa. Vor allem die Wirtschaftslobby und die ihr verpflichteten Politiker schaffen es immer wieder, Gefahrenzustände in ihrer Brisanz herunter zu spielen.

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Nach den Grünen fordern nun auch Umweltverbände eine Absage des nächsten Atommülltransports ins Endlager Gorleben. Dort drohen die Strahlenwerte die maximale Jahresdosis zu übersteigen.

… schreibt stern.de und bringt gleich ein ganzes Sammelsurium zusammen mit dem Leitartikel: http://www.stern.de/panorama/zwischenlager-gorleben-hohe-strahlenwerte-gefaehrden-naechsten-castor-transport-1720796.html.

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Worum geht es hier eigentlich?

Am Zaun des Atommüllzwischenlagers Gorleben sind die Strahlenwerte so hoch, dass sie den geplanten Castor-Transport im November in das niedersächsische Zwischenlager möglicherweise verhindern. Aktuell sei es möglich, dass die zulässige Jahresdosis überschritten werde, eine weitere Einlagerung von Behältern wäre dann illegal.

Der Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) misst regelmäßig die Strahlenbelastung am Zaun des Zwischenlagers. Die momentanen Messungen lassen eine Überschreitung des Jahresgrenzwertes für das gesamte Jahr 2011 erwarten. Am Zaun ist eine Erhöhung der Strahlung im Vergleich zur normalen Strahlenbelastung von 0,3 Millisievert pro Jahr zulässig. Schon ab 0,27 Millisievert müssen Maßnahmen zur Strahlenminderung ergriffen werden.

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Soweit der Bericht der Klimaretter: http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/9253-erhoehte-strahlung-in-gorleben.

Der Muskelkater hat schon oft darauf hingewiesen, dass hier keine Fässer mehr zusätzlich gelagert werden sollten, ehe nicht ein bis zum Ende der Menschheit absolut sicheres Endlager gefunden wurde. Denn auch aus Asse kommen keine guten Meldungen mehr. Und wenn dann auch noch CO2 in den Boden gepresst werden soll, sitzen unsere Nachfahren auf einem Pulverfass, was jederzeit hoch gehen kann.

Aber die Politiker lernen nicht daraus und haben Geistesblitze, die entweder nur den Vermögenden und ihrem prall gefüllten Geldbeutel dienen oder aber weitab der Realität sind. So meinte jetzt eine Sprecherin des Umweltministerium ganz lapidarisch, dass die Fässer auf dem Betriebsgländer einfach bewegt werden sollten, um die Strahlung am Zaun zu verringern:

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Das Umweltministerium will die erhöhte Strahlenbelastung durch eher kreative Maßnahmen verringern: „Eine wirksame Maßnahme könnte die Umstellung der Behälter innerhalb des Lagers sein, um den Abstand zum Zaun des Betriebsgeländes zu erhöhen“, heißt es in einem internen Vermerk laut Angaben des NDR. [Klimaretter]

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Meine Meinung: ein irrer Vorschlag, der das Denkvermögen der Politiker in vollem Umfang bestätigt, aber auch zeigt, dass sie immer bereit sind, Messergebnisse zu ihrem Gunsten zu manipulieren und den Bürger trotz der Gefahren im Unklaren zu lassen. Auch die Grünen sind empört und die Linken sprechen von Skandal. Einige Umweltorganisationen fordern sogar den sofortigen Stopp aller Planungen für weitere Castor-Transporte. Nur: das ist das Problem. Die Transporte, und damit die Rücknahme des Atommülls, von der Aufbereitungsanlage in Frankreich nach Deutschland in ein Zwischenlager sind vertraglich festgelegt. Umso dringender ist es laut der Forderung der Umweltorganisation BUND jetzt, dieses Warnsignal ernst zu nehmen und den Atomausstieg rascher zu gestalten, als bisher geplant.

Interessanterweise mischen sich jetzt plötzlich auch politische Stimmen ein, die etwas weiter denken, als sie bisher mussten. Klar, sie wollen ja auch mal wiedergewählt werden und anschließend einen guten Posten in der Wirtschaft ergattern. Andererseits machen sie sich wieder mal Sorgen um das liebe Geld:

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McAllister erinnerte bei der Kostenfrage den Bund daran, dass die Bundesländer im Bundesrat bereits mit 16:0 Stimmen gefordert haben, “dass der Bund diese einsatzbedingten Mehrkosten bei den Atomtransporten übernehmen soll”. Schließlich übernehme Niedersachsen “mit Gorleben nationale Verantwortung”.

http://westreporter.eu/uh-news/?p=40523

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Wie dem auch sei: die Proteste werden solange nicht verhallen, solange sich ein Mensch in seiner Umgebung unsicher fühlt. Obwohl Demonstrationen inzwischen mit Polizeigewalt niedergeknüppelt aufgelöst werden, weil sie gegen das Interesse der herrschenden Klasse aus Politik, Wirtschafts- und Finanzlobby verstoßen. Es sind deshalb auch immer nur einige Wenige, die am Ball bleiben und die Mitmenschen immer wieder versuchen aufzurütteln. Die Des- und Falschinformationen haben schon Dimensionen angenommen, die an frühere Zeiten erinnern.

Denn betrachtet man die offizielle Darstellung der weiteren Vorhaben, dann sollte der im November geplante Castor-Transport nach Gorleben eigentlich der letzte mit hochradioaktiven Abfällen aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague sein. – Tatsache aber ist, dass 2014 von dort noch ein Transport mit mittelradioaktivem Atommüll in das Zwischenlager rollen soll und ab 2015 dann noch 21 Castorbehälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung in Großbritannien in das Lager in Niedersachsen gebracht werden. – Und schon mal überlegt, wie viele Transporte wohl noch nach 2022 hinaus rollen müssen, bis der letzte Atommeiler wirklich abgeschaltet ist und auch der gesamte Komplex sicher entsorgt wurde???

Solche Verwischung von Ergebnissen (Fässerabstand vom Messzaun) oder Verdrehung von Tatsachen („Es tropft nur ein wenig, kein Problem“, Asse Endlager) oder sogar neue Festlegungen der Mindest- oder Höchststandards (Strahlenwerte aus Fukushima) sind nicht mehr länger hinnehmbar. Wir fordern klare Aussagen. Auch von den Medien, bei denen, wie es scheint, die BILD mit ihrer Hetze, Fehl- und Nichtinformationspolitik viel Erfolg gehabt hat. Und auch wenn überall versucht wird, unsere Demokratie zu demontieren, ist immer noch das Volk der Souverän, der vor Willkür geschützt werden muss – und nicht das Kapital!!!

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Siehe auch: Die Legende vom Salzstock und Asse strahlt so stark wie nie zuvor.

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ARD-Sommerinterview mit FDP-Chef Philipp Rösler

Reden und Tun sind zweierlei, Herr Vizekanzler

Begleitende Texte von Brano Wagner

Gut. Ich sag’s gleich zu Anfang – und ganz zahm ausgedrückt: Ich bin kein Freund der FDP. Darum enthalte ich mich hier auch lieber meiner negativen Meinung und präsentiere besser das, was Sache ist.

„Es geht nicht von heute auf morgen, aber es geht.“ Mit diesen Worten zeigte sich FDP-Parteichef Rösler vollauf optimistisch im ARD-Sommerinterview. Er betonte, vieles sei bereits auf den Weg gebracht worden, etwa die Energiewende und die Bundeswehrreform – auch dank des „hervorragenden Klimas“ innerhalb der Koalition. Durchaus bemüht, seine Themen glaubhaft rüber zu bringen, brachten ihn aber die vielen Unterbrechungen des ansonsten wohlwollenden ARD-„Redakteur“s Ulrich, dem Depp vom Dorf, manchmal so dermaßen durcheinander, dass etwas wie folgt heraus kam, wo man sich fragt: „Weiß der Mann überhaupt, wovon er redet?“. Achtet mal auf solche Sätze wie den mit dem Tourismusbekämpfungsergänzungsgesetz.

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Da das gesamte Interview nicht bei YouTube gespeichert ist, vielleicht sogar von der FDP wegen solchen Schnitzern untersagt, müsst ihr es euch bei der ARD direkt anschauen, solange es noch nicht depubliziert wurde. Denn alles andere seiner Rede sind aus neoliberaler Sicht akzeptable Argumente. – Hier die Adresse:

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video949596.html

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Wird in Berlin die „echte Demokratie“ jetzt demontiert ?

Mit Staatsgewalt gegen den Souverän

Ein Bericht von Andreas Klamm-Sabaot

Polizei in Berlin will kreative Demokratie-Projekte und Camps auf dem Alexanderplatz räumen – Welle der direkten Demokratie-Bewegung aus Spanien droht in Berlin das Aus – aCAMPada Berlin fordert: “Mehr Rechte für alle Menschen” – Dr. Christian Wulff: “Am Ende ist die Freiheit unbesiegbar. Keine Mauer widersteht dauerhaft dem Willen zur Freiheit”

Berlin / Frankfurt am Main. 23. August 2011. – Vor wenigen Stunden, es sind knapp 30 Stunden vergangen, wurde noch freudig von den Demokratie-Bewegungen “Echte Demokratie Jetzt !” und aCAMPada Berlin verkündet, dass die ersten Demokratie-Camps, das meint Zelte und Info-Stände für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte, auf dem Alexanderplatz in Berlin entstanden sind. Mehrere Gruppen riefen die Menschen dazu auf, mit Zelten nach Berlin zu reisen und in Versammlungen über direkte Basis-Demokratie und zu Themen für eine “Echte Demokratie Jetzt” in Deutschland zu diskutieren. Doch nach dem Willen der Polizei und Sicherheitsbehörden in Berlin soll damit jetzt schon, wieder ganz zu Beginn der jungen Entwicklung für direkte Demokratie, Schluß sein. Die Polizei habe die Demontage der Zelte für Demokratie gefordert und schlafen dürfe auf dem Alexanderplatz in Berlin auch keiner der Demonstrations-Teilnehmer und Teilnehmerinnen, wird in den Micro-Nachrichten-Diensten Twitter und im Social-Media Dienst Facebook gemeldet.

Die Aktivisten und Aktivistinnen gehören der Bewegung aCAMPada Berlin an und werden von Menschen in Solidarität unterstützt. Die Grundforderungen der Bürgerrechte- und Demokratie-Bewegungen lauten, ähnlich den Vorbildern in Spanien, Griechenland und in Island: “Mehr Rechte für alle Menschen.” Zwischen 50 und 100 Menschen hätten zeitweise Tag und Nacht an den kreativen Projekten mit Treffen und Versammlungen für Demokratie und Menschenrechte, mitten im Herzen der Bundeshauptstadt teilgenommen, berichten Teilnehmer-Gruppen des direkten Demokratie-Projektes. Mehrere Dutzend Menschen bauten friedlich Zelte und Stände auf dem Alexander-Platz in Berlin auf und wollen dort ebenso friedlich für den guten Zweck campen. Die politischen Forderungen, Ziele und Projekte sind noch nicht präzise im Einzel-Detail in der Öffentlichkeit auf dem Alexanderplatz dargestellt. Das Projekt für “Echte Demokratie Jetzt” ist noch im Aufbau und in der Entwicklungsphase in Berlin und in Deutschland.

Das Globalisierung-kritische Netzwerk Attac versucht die Aktivisten jetzt aktiv zu untersützen und fordert die Behörden in Berlin dazu auf, die friedliche Versammlung und das Protestcamp mit dem Motto “Echte Demokratie jetzt ! Empört Euch” auf dem Alexanderplatz in der Hauptstadt von Deutschland zuzulassen. “Wir fordern die Behörden auf, die Versammlung und das Protestcamp auf dem Alex nicht weiter zu behindern und die Schikanen einzustellen. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Menschen, die sich politisch einmischen”, sagte Stephan Lindner vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Was in Spanien und Griechenland möglich sei, müsse auch in Deutschland möglich sein. Demokratie müsse gelebt werden können, teilte das das Attac-Netzwerk in einer Presseerkärung mit.

Eigenen Angaben zufolge, wollten die Aktivisten auf dem weltberühmten Alexander-Platz in Berlin ein Camp nach dem Vorbild der “Empörten” auf der Puerta del Sol in Madrid errichten. Allen Bürgern sollte ein offenes Gesprächs-Forum über “echte Demokratie und Alternativen zum gegenwärtigen System in Deutschland geboten werden.” Die Themen und Projekte passen gut zur deutschen Bundeshauptstadt und vor allem zur Zeit, in der in der vergangenen Woche der Opfer des totalitären SED-Systems und den Opfern der Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland in zahlreichen Gedenk-Veranstaltungen erinnert wurde.

Doch nur einen Tag, nach dem die Aktivisten, die Entstehung der ersten Zelte, Info-Stände und Camps auf dem Alexanderplatz meldeten und feiern konnten, musste, so wollte es die Polizei in Berlin, das erste Zeltlager am Mittag des Montags auf Befehl der Sicherheits-Behörden geräumt werden, informierten die Aktivisten von aCAMPada Berlin. Damit nicht genug, man habe den protestierenden Menschen auch verboten Transparente aufzuhängen. Die Teilnehmer melden in ihrem Blog bei http://acampadaberlin.blogspot.com cirka 50 empörte Menschen hätten guten Mutes auf dem Alexanderplatz, kurz Alex genannt, trotz Zelt-Verbot und “Schikanen” verbracht. Ein Teil des Camps stehe noch und das Demokratie-Camp auf einem der meist besuchten Plätze in der Bundeshauptstadt Berlin wachse zur Zeit noch.

Die Bürgerrechte- und Demokratie-Bewegung betrachtet sich als “Graswurzelbewegung” informiert indymedia in einem Artikel. Die Aktivisten wollen sich im Beispiel empören über so wörtlich ” ignorante Berichterstattung der Medien über die sozialen Bewegungen in der ganzen Welt”, den weiten Abbau des Sozialstaates, die Missachtung des Volkes und der Volks-Entscheide in der Politik, die Verletzung der menschlichen Würde durch Hartz 4 und der dahinter stehenden Bürokratie. Zudem wolle man ein Zeichen setzen gegen die weiteren, geplanten Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten im Zuge der Terror-Bekämpfung, den Ausbau des Überwachungsstaates und die Intransparenz politischer Entscheidungs-Prozesse.

Prominente Unterstützung für die Demokratie- und Bürgerrechte-Bewegung kommt vom deutschen Staatsoberhaupt Bundespräsident Dr. Christian Wulff gar selbst, der in gewisser Weise auch als einer der Anstifter für ein Engagment für Menschenrechte und Demokratie, betrachtet werden kann. Noch vor zehn Tagen am 13. August 1961 ermutigte der deutsche Bundespräsident Dr. Christian Wulff, aus Anlass des Gedenkens in Berlin an die Todes-Opfer der Mauer zwischen Ost- und West-Deutschland und des SED-Systems, die Menschen sich weltweit für Demokratie und Menschenrechte zu engagieren. “Die Erinnerung an das Unrecht der Mauer mahnt uns, diejenigen nicht allein zu lassen, die für Freiheit, Demokratie und Bürgerrechte kämpfen. Und sie verlangt von uns, dafür zu sorgen, dass sich Geschichte nicht wiederholt”, sagte das Staatsoberhaupt bei der zentralen Gedenkveranstaltung in Berlin. Der oberste Repräsentant und Staatsmann in Deutschland, Dr. Christian Wulff, bekräftigte den Aufruf sich für Demokratie und Menschenrechte zu engagieren mit den Worten: „Aber einmal mehr hat sich gezeigt: Am Ende ist die Freiheit unbesiegbar. Keine Mauer widersteht dauerhaft dem Willen zur Freiheit“. Die Menschen in Berlin und Deutschland haben den Ruf für das Engagement und für Menschenrechte des Bundespräsidenten Dr. Christian Wulff offenkundig gehört. Jetzt bleibt noch die Frage offen, ob auch die Polizei und Sicherheits-Behörden die aktive Aufforderung des Staatsoberhauptes zum friedlichen Engagement für Demokratie und Menschenrechte wahrgenommen haben und wie die Behördern mit einem Aufruf des Bundespräsidenten umgehen.

Andreas Klamm-Sabaot

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Weitere und ausführliche Informationen sind im Internet abrufbar:

1. Das Manifest und die offizielle Seite des aCAMPada Berlin
http://acampadaberlin.blogspot.com/p/unser-manifest_22.html
2. Der Twitteraccount des aCAMPada-Camps(im Prinzip auch der Liveticker)
http://twitter.com/#!/search/realtime/%23acampadaberlin

Medien- und Presse-Kontakt für Fragen sind möglich bei:

1. Pressekontakt der “Empörten” auf dem Alexanderplatz: Tel. 0177-210 9809
2. Stephan Lindner, Attac-Koordinierungskreis, Tel. 0176 – 2434 2789

Videos über die Entstehung des Demokratie-Camps mit Zelten und Info-Ständen auf dem Alexanderplatz in Berlin:

1. http://youtu.be/4jY8XG79lGk
2. http://vimeo.com/27959719

Quellen:

1. Attac, Netzwerk, Presse-Erklärung http://www.attac.de/aktuell/presse/detailansicht/datum/2011/08/22/behoerden-duerfen-protestcamp-auf-alexanderplatz-nicht-behindern/?L=2&cHash=8fc14fe1ef17acadb4204adab99a07e0
2. Indymedia, http://de.indymedia.org/2011/08/314423.shtml
3. Bürgerrechte- und Demokratie-Bewegung, aCAMPada Berlin , http://campadaberlin.blogspot.com

Communication Center / Kommunikations-Dienste

Journalisten-Büro Andreas Klamm-Sabaot, Andreas Klamm Journalist, 3mnews.org, 3mnewswire.org, Regionalhilfe.de, Radio TV IBS Liberty, ISMOT International Social And Medical Outreach Team, IFN International Family Network d734, MJB Mission News, ISSN 1999-8414, John Baptist Mission of Togo, Vertretung für Deutschland, Vertretung für Groß Britannien

Germany / Deutschland: Postfach 1113 (P.O. BOX 1113), D 67137 Neuhofen

LEGAL NOTICE AND INFORMATION / RECHTLICHE INFORMATIONEN UND HINWEISE

1) http://www.radiotvinfo.org/comcenter
2) http://www.britishnewsflash.org/comcenter

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Siehe auch:

http://biertafel.blog.de/2011/08/23/acampada-berlin-tag-11713426/

https://muskelkater.wordpress.com/2011/08/23/behorden-durfen-protestcamp-auf-alexanderplatz-nicht-behindern/

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Behörden dürfen Protestcamp auf Alexanderplatz nicht behindern !

Demokratie muss gelebt werden können

Pressemitteilung von Attac-Deutschland

Frankfurt am Main / Berlin, 22.08.2011 – Das globalisierungskritische Netzwerk Attac fordert die Berliner Behörden auf, die Versammlung und das Protestcamp unter dem Motto „Echte Demokratie jetzt! Empört euch!“ auf dem Berliner Alexanderplatz zuzulassen. „Wir fordern die Behörden auf, die Versammlung und das Protestcamp auf dem Alex nicht weiter zu behindern und die Schikanen einzustellen. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Menschen, die sich politisch einmischen“, sagte Stephan Lindner vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. „Was in Spanien und Griechenland möglich ist, muss auch in Deutschland möglich sein. Demokratie muss gelebt werden können.“

Ziel der Aktivisten auf dem Alex ist es nach eigener Aussage, ein Camp nach dem Vorbild der „Empörten“ auf der Puerta del Sol in Madrid zu errichten und so allen Bürgerinnen und Bürgern ein offenes Gesprächsforum über „echte Demokratie und Alternativen zum gegenwärtigen System“ zu bieten. Ein erstes Zeltlager mussten die Camper jedoch heute Mittag auf Befehl der Polizei räumen. Auch Transparente dürfen die Protestierenden nicht aufhängen.

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Rückfragen an:

Pressekontakt der „Empörten“ auf dem Alexanderplatz: Tel. 0177-210 9809

Stephan Lindner, Attac-Koordinierungskreis, Tel. 0176 – 2434 2789

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Weitere und umfassende Informationen: http://acampadaberlin.blogspot.com/

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Anmerkung: Wenn bereits kleinste Protestbewegungen im Keim durch die Polizei konsequent unterbunden werden, konterkariert sich unsere derzeitige Regierung selbst. Deshalb unbedingt die Infos von aCAMPadaBerlin lesen und wenn in der Nähe: NIX WIE HIN !!!

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