AKW Brokdorf stilllegen! – Gorleben-Pläne versalzen!

Aktionswoche für sofortigen Atomausstieg und gegen ein Endlager in Gorleben

Eine Pressemitteilung von Robin Wood

Aus Protest gegen die Pläne der Bundesregierung, den Atomausstieg noch rund ein Jahrzehnt hinauszuzögern und in Gorleben ein atomares Endlager einzurichten, mobilisiert die Anti-AKW-Bewegung für die Woche ab Pfingsten zu vielfältigen Aktionen am AKW Brokdorf und im Wendland. ROBIN WOOD hält diese Proteste für wichtig und notwendig und zählt zu den Aufrufern für die Kundgebung und die Menschenkette rund ums AKW Brokdorf am 12. Juni.

„Ohne den unnachgiebigen Protest der letzten Jahre hätte die schwarz-gelbe Bundesregierung auch nach dem dreifachen GAU in Fukushima weiterhin auf Atomkraft gesetzt. Dass jetzt acht AKWs endgültig stillgelegt werden sollen, ist ein Erfolg für die ganze Anti-Atom-Bewegung. Unser Protest lohnt sich – und er muss jetzt mit Hochdruck weitergehen“, sagt Dirk Seifert, Energiereferent von ROBIN WOOD. „Alle AKWs müssen jetzt vom Netz“, fordert ROBIN WOOD-Aktivistin Christina Albrecht. „Die Macht der vier marktbeherrschenden Energiekonzerne muss gebrochen werden. Mit ihnen kann es keine Wende hin zu einer dezentralen, sicheren und umweltverträglichen Energieversorgung geben.“

Auch das AKW Brokdorf soll nach den Plänen von Schwarz-Gelb – trotz des unbestreitbaren Restrisikos – noch bis ins Jahr 2021 am Netz bleiben. Die Proteste dagegen beginnen am kommenden Sonntag mit einer Kundgebung um 6 vor 12 Uhr in Wewelsfleth an der Bundesstraße 431. Anschließend soll eine Menschenkette das AKW Brokdorf umzingeln. Viele Initiativen, darunter ‚Block Brokdorf’ und x-tausendmalquer, mobilisieren zudem zu mehrtägigen Massenblockaden. Sie könnten die Revisionsarbeiten am AKW behindern. Das AKW wird am 11. Juni zum jährlichen Brennelemente-Wechsel und für Wartungsarbeiten abgeschaltet.

Selbst wenn alle Atommeiler in Deutschland stillgelegt sind, werden der verbleibende Müll und seine Lagerung noch Generationen beschäftigen. Ein sicheres Endlager gibt es nicht und kann es in Gorleben auch nicht geben. Ab dem 10. Juni starten rund um die Endlagerbaustelle in Gorleben Aktionen für die sofortige Einstellung aller Bauarbeiten im Salzstock. Auf dem Gelände der Salinas Salzgut GmbH direkt am geplanten Endlager wird eine Mahnwache eingerichtet. Von dort startet am 12. Juni unter dem Motto „Gorleben versalzen“ ein Sonntagsspaziergang, an dem sich auch ROBIN WOOD-AktivistInnen beteiligen. Die Aktionswoche für die Abkehr von Gorleben als Endlager-Standort soll bis zum 17. Juni laufen.

.

Kontakt:

Dirk Seifert, Energiereferent, Tel. 0178 / 481 18 442, energie@robinwood.de

Florian Kubitz, ROBIN WOOD-Pressekontakt am Sonntag in Gorleben, Tel. 0162 / 488 68 57

Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de

* * *

www.robinwood.de/energie/

* * *

Weitere Infos zu den Aktionen auch unter:

www.x-tausendmalquer.de und www.block-brokdorf.org

www.gorleben-versalzen.de

.

Siehe auch: „Die Legende vom Salzstock“ in ZEIT Online und den eigenen Artikel „Asse strahlt wie nie zuvor„.

.

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: