Gregor Gysi: Wir brauchen eine Energie-, eine Kultur- und eine soziale Wende

Für eine erneuerbare und demokratische Energieversorgung

.

09.06.2011 – Binnen eines halben Jahres wurden aus den Atomparteien Union und FDP Atomausstiegsparteien – zumindest halbe. Die Bundesregierung will die Energiewende, aber halbherzig. Der Ausstieg gelingt zuerst in Deutschland auch wegen der starken Antiatombewegung, die jetzt einen Erfolg feiert, für den sie Jahrzehnte gekämpft hat.

Ein Ausstieg bis 2014 ist möglich und nötig. Elf Jahre Fukushima-Risiko können wir uns überhaupt nicht leisten. Der Atomausstieg wird erst durch eine Verankerung im Grundgesetz unumkehrbar. Die dann notwendige Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat zu einer Rückkehr wird sich niemals finden. Wir müssen die Erzeugung erneuerbarer Energien viel stärker fördern, um so schnell wie möglich aus der Atomenergie aussteigen zu können. Die Stromnetze gehören in öffentliche Hand. Die Energiewende muss sozialverträglich gestaltet werden. DIE LINKE fordert einen Atomausstieg bis 2014 – Für eine erneuerbare und demokratische Energieversorgung.

.

.

AKW Brokdorf stilllegen! – Gorleben-Pläne versalzen!

Aktionswoche für sofortigen Atomausstieg und gegen ein Endlager in Gorleben

Eine Pressemitteilung von Robin Wood

Aus Protest gegen die Pläne der Bundesregierung, den Atomausstieg noch rund ein Jahrzehnt hinauszuzögern und in Gorleben ein atomares Endlager einzurichten, mobilisiert die Anti-AKW-Bewegung für die Woche ab Pfingsten zu vielfältigen Aktionen am AKW Brokdorf und im Wendland. ROBIN WOOD hält diese Proteste für wichtig und notwendig und zählt zu den Aufrufern für die Kundgebung und die Menschenkette rund ums AKW Brokdorf am 12. Juni.

„Ohne den unnachgiebigen Protest der letzten Jahre hätte die schwarz-gelbe Bundesregierung auch nach dem dreifachen GAU in Fukushima weiterhin auf Atomkraft gesetzt. Dass jetzt acht AKWs endgültig stillgelegt werden sollen, ist ein Erfolg für die ganze Anti-Atom-Bewegung. Unser Protest lohnt sich – und er muss jetzt mit Hochdruck weitergehen“, sagt Dirk Seifert, Energiereferent von ROBIN WOOD. „Alle AKWs müssen jetzt vom Netz“, fordert ROBIN WOOD-Aktivistin Christina Albrecht. „Die Macht der vier marktbeherrschenden Energiekonzerne muss gebrochen werden. Mit ihnen kann es keine Wende hin zu einer dezentralen, sicheren und umweltverträglichen Energieversorgung geben.“

Auch das AKW Brokdorf soll nach den Plänen von Schwarz-Gelb – trotz des unbestreitbaren Restrisikos – noch bis ins Jahr 2021 am Netz bleiben. Die Proteste dagegen beginnen am kommenden Sonntag mit einer Kundgebung um 6 vor 12 Uhr in Wewelsfleth an der Bundesstraße 431. Anschließend soll eine Menschenkette das AKW Brokdorf umzingeln. Viele Initiativen, darunter ‚Block Brokdorf’ und x-tausendmalquer, mobilisieren zudem zu mehrtägigen Massenblockaden. Sie könnten die Revisionsarbeiten am AKW behindern. Das AKW wird am 11. Juni zum jährlichen Brennelemente-Wechsel und für Wartungsarbeiten abgeschaltet.

Selbst wenn alle Atommeiler in Deutschland stillgelegt sind, werden der verbleibende Müll und seine Lagerung noch Generationen beschäftigen. Ein sicheres Endlager gibt es nicht und kann es in Gorleben auch nicht geben. Ab dem 10. Juni starten rund um die Endlagerbaustelle in Gorleben Aktionen für die sofortige Einstellung aller Bauarbeiten im Salzstock. Auf dem Gelände der Salinas Salzgut GmbH direkt am geplanten Endlager wird eine Mahnwache eingerichtet. Von dort startet am 12. Juni unter dem Motto „Gorleben versalzen“ ein Sonntagsspaziergang, an dem sich auch ROBIN WOOD-AktivistInnen beteiligen. Die Aktionswoche für die Abkehr von Gorleben als Endlager-Standort soll bis zum 17. Juni laufen.

.

Kontakt:

Dirk Seifert, Energiereferent, Tel. 0178 / 481 18 442, energie@robinwood.de

Florian Kubitz, ROBIN WOOD-Pressekontakt am Sonntag in Gorleben, Tel. 0162 / 488 68 57

Ute Bertrand, Pressesprecherin, Tel. 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de

* * *

www.robinwood.de/energie/

* * *

Weitere Infos zu den Aktionen auch unter:

www.x-tausendmalquer.de und www.block-brokdorf.org

www.gorleben-versalzen.de

.

Siehe auch: „Die Legende vom Salzstock“ in ZEIT Online und den eigenen Artikel „Asse strahlt wie nie zuvor„.

.

Energienetze zurück in Bürgerhand

Volksbegehren für die Energiewende in Hamburg ist gestartet

Eine Pressemitteilung von Robin Wood

Am 02.06.2011 startete in Hamburg das Volksbegehren „Unser Hamburg – Unser Netz“. Innerhalb von drei Wochen will ROBIN WOOD gemeinsam mit einem Bündnis aus Umwelt- und Verbraucherschutz-organisationen sowie Kirchen 75.000 Unterschriften sammeln. Ziel des Begehrens: Die Energienetze für Strom, Fernwärme und Gas, die jetzt noch von den Energiekonzernen Vattenfall und E.on betrieben werden, sollen ab 2015 wieder vollständig in die öffentliche Hand übernommen werden.

„Mehr Klimaschutz, Transparenz und demokratische Kontrolle gibt es in der Energiepolitik nur, wenn die alten Stromkonzerne entmachtet werden und die öffentliche Hand die Energienetze übernimmt“, sagt Dirk Seifert, Energiereferent von ROBIN WOOD.

Ohne Volksbegehren wird dies nicht passieren. Der Hamburger Senat unter Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) will lediglich 25 Prozent der Energienetze übernehmen und diese dann in einer Aktiengesellschaft gemeinsam mit Vattenfall und E.on betreiben.

„Die Energiepolitik von Vattenfall und E.on ist vor allem auf Gewinne zugunsten ihrer Aktionäre ausgerichtet“, so Seifert. „Wir brauchen aber eine Energiepolitik, die dem Gemeinwohl und nicht dem Shareholder-Value dient. Deshalb müssen die Energienetze wieder vollständig in die öffentliche Hand.“

Gelingt es, vom 2. bis zum 22. Juni rund 75.000 Unterschriften zu sammeln, muss sich die Hamburgische Bürgerschaft mit dem Anliegen befassen und innerhalb von vier Monaten entscheiden, ob sie sich dem Volksbegehren anschließt und dem Senat einen entsprechenden Auftrag erteilt.

In Verbindung mit dem städtischen Unternehmen „Hamburg Energie“ könnte nach einer vollständigen Übernahme der Energienetze ein neues Stadtwerk in der Hansestadt entstehen. Bundesweit sind viele Städte und Gemeinden zurzeit dabei, die Netze wieder in ihre Regie zu holen. Gerade erst hat Stuttgart beschlossen, diesen Weg zu gehen und eigene Stadtwerke zu gründen.

* * *

Kontakt:

Dirk Seifert, Energiereferat, Tel. 040 / 380 892 21, energie(at)robinwood.de

Ute Bertrand, Pressestelle, Tel. 040 / 380 892 22, presse(at)robinwood.de

* * *

Folgende Organisationen haben sich im Bündnis „Unser Hamburg – unser Netz“ zusammengeschlossen:

attac Hamburg, BUND-Landesverband Hamburg, Campact, Evangelische Kirche Hamburg-Ost, Initiative „Moorburgtrasse stoppen!“, Mieterverein zu Hamburg, NaturFreunde Hamburg, ROBIN WOOD, Verbraucherzentrale Hamburg.

* * *

Weitere Infos unter:

http://www.unser-netz-hamburg.de

http://www.robinwood.de/unsernetzhamburg

.

  • Norwegen, Perle des Nordens

  • Administration

  • Leser-Empfehlungen

  • Bitte eMail-Adresse eingeben...

    Schließe dich 151 Followern an

  • Jetzt Stromwechsel

  • Finger weg ! ! !

  • Monatsarchive

  • Kategorie bitte wählen

  • Artikel-Erstellung

    Juni 2011
    M D M D F S S
     12345
    6789101112
    13141516171819
    20212223242526
    27282930  
  • Kinderrechte ins Grundgesetz

  • Die neusten Leser-Meinungen

  • ~~~ Die Partei der Vernunft ~~~

  • ~~~ Aktiv für die Umwelt ~~~

    Die Umwelt-Organisation ROBIN WOOD ist dem Verfasser des Muskelkater's schon seit seiner Gründung bekannt und er empfiehlt diesen internationalen Verein aus Bremen ausdrücklich, weil dieser in Sachen Umwelt- und Naturschutz, Erhaltung der für den Menschen natürlichen Ressourcen und Schutz der Natur vor der Gier der Konzerne und menschlicher Einzel-Individuen wie Spekulanten und Börsenzocker, vorbildlich agiert und deshalb aus seiner Sicht eine der sinnvollsten Gruppierungen des Planeten Erde sind, den es in seiner Form und Vielfalt zu erhalten gilt. - Klick mit rechter Maustaste auf Logo führt zur Homepage von ROBIN WOOD ...

  • ~~~ Demokratie in Aktion ~~~

  • ~~~ Lesben- und Schwulenverband

  • United for Peace

  • ~ Blog-Empfehlung ~

  • + Blog-Empfehlung +

  • Am Besten bewertet

  • Schlagworte/Tags

  • Top-Klicks

    • Keine