Hier stand mal ein anderer Artikel

Plagiatsvorwurf. – „Neues Deutschland“ schießt sich ins Abseits.

Von Martin Schnakenberg

Kurze Satiren sollten es werden, die Tagesglossen. Und weil mir eine Glosse aus der Tageszeitung „Neues Deutschland“ sehr gut gefiel, verbesserte ich sie etwas und veröffentlichte sie.

Schon beim Absenden des Artikels fiel mir auf, dass ich etwas vergessen hatte, was ich sonst nie vergesse: ich hatte den Link zum Urheber vergessen und ihn somit nicht als Gastartikel gekennzeichnet, wie ich ’s immer mache. – Sorry, Guttenberg lässt grüßen, dachte ich lächelnd und holte es nach. Aber leider hatte der RSS-Feed des Forums „Politik-sind-wir“ den Artikel schon abgeholt, sodass er jetzt dort stand ohne Link zum Urheber.

Aber Urhebers Chef, seines Zeichens Chefredakteur, fiel es auf. Und jetzt passierte etwas, was momentan wohl langsam zum Sport wird: Er informierte nicht mich, was ja normal wäre, sondern veröffentlichte seinen heiligen Zorn im Forum, was ja nun überhaupt nichts mit der Sache zu tun hat. Da er es also vorgezogen hatte, zuerst die Öffentlichkeit zu informieren und mich zu verunglimpfen, statt zuerst an mich heran zu treten, mache ich ausnahmsweise mal das Gleiche und zeige seine Unfähigkeit an, zu kommunizieren. Denn seine Mail kam erst da, als ich schon vom Forum informiert worden war und daraufhin den Artikel komplett gelöscht hatte.

Die Mail begann schon mit einer Lüge, denn er sprach mich mit „Sehr geehrter…“ an. Unterschrieben hat er dann wieder mit einer Lüge: „Mit freundlichem Gruß Jürgen Reents“, wobei sein Name die einzige Wahrheit ist. Dazwischen Aufforderungen und Unterstellungen, die eindeutig auf die hohe Abstammung des Verfassers zeigen und deshalb auch, dass er noch viel zu lernen hat.

Wer den Original-Artikel nochmal lesen möchte, hier der Link: http://www.neues-deutschland.de/artikel/189684.unten-links.html

Für mich zeigt dieser Vorgang mal wieder, dass die egoistische Hauruck-Gesellschaft ihre Ellenbogen mal wieder benutzt hat. Statt zu Diskutieren, wird gepoltert und oben drauf geschlagen. Aber wenn wir es von der sogenannten „hohen Politik“ nicht anders vorgeführt bekommen, von den USA, der EU und auch der deutschen Regierung, dann ist es kein Wunder, dass wir davon lernen und meinen, dass dieses richtig ist. Diplomatie ist das Zauberwort – aber das scheinen die meisten nicht mehr zu kennen.

Was habe ich daraus gelernt? – Man kann tausendmal gute Dinge tun, wie z.B. Werbung für „Neues Deutschland“ machen oder viel auf Artikel dieser Zeitung hinweisen (http://starherald.wordpress.com/2011/05/02/presseschau-heute-neues-deutschland/), aber macht man einen kleinen Fehler und vergisst etwas, wird man a la Guttenberg erschossen. Folgerung daraus: Die Tageszeitung „Neues Deutschland“ wird von mir wegen verletzender Methoden aussortiert und nicht mehr beworben.

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5 Kommentare

  1. Ich kann Dich verstehen, mir geht es oft genug genauso, wenn selbstherrliche Admins einen Kommentar verweigern, wie gerade im Spiegel einen von mir gegen Jakob Augstein und seinen letzten Blog. Aber ein Chefredakteur ist nicht die ganze Zeitung und er glaubte sich im Recht, also lass ihm ’sein‘ Hochgefühl und schiess nicht mit Kanonen auf Spatzen.

  2. LOL

  3. Meine Güte, was kleinlich dieser Reents. Wahrscheinlich auch einer, der das Internet nicht versteht. Die gibt es leider überall. Ich glaube auch fast, dass einige Journalisten uns Blogger/Innen als Konkurrenten sehen.
    Das wäre natürlich ein völlige irrationale Fehleinschätzung.

    Und dann gibt es ja noch Leute, die sofort,ohne nachzufragen, eine anwaltliche Abmahnung schreiben lassen. Das sind die schlimmsten.

    Mit dem Freiherr würde ich das allerdings nicht vergleichen, denn dieser Herr hat ganz offensichtlich betrogen und wollte das ganze zusammen mit der Kanzlerin schön reden.

    • Da muss ich mich anschließen. Denn ein Teil der geschriebenen Artikel sind Artikel, die schon mal von jemandem geschrieben wurden. Ist ein Artikel gut, wird der wichtigste Teil, also meist der Kopf, kopiert und mit Link zur Quelle versehen in das eigene Blog gesetzt.
      Also haben die Tageszeitungen in ihrer Onlinefassung nur reine Vorteile von unserer „Werbung“.

      Aber ich glaube, unsere eigenen Recherchen, die näher an der Wahrheit sind, tun ihnen weh. Und deshalb beschweren sie sich, statt mit uns zusammen zu arbeiten.

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