Fasching, Karneval – und trotzdem gute Laune

Wer soll das bezahlen, wer hat soviel …

Von Martin Schnakenberg

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, sagt der Volksmund. Das sagte sich auch der Freiherr von Guttenberg, als er seine Doktorarbeit abschrieb. Naja, da wurde bekanntlich ja noch viel mehr abgeschrieben. Zum Beispiel Guttenbergs Bundeswehrsoldaten in Afghanistan, wo außer ihm sogar die ganze Regierung und die SPD und die Grünen fleißig waren, denn … es ist ja nicht ihr eigenes Leben, was sie abschreiben.

Und Merkel hat die Billionen Euro für die Banken abgeschrieben …

und wir die Merkel – mitsamt ihrem Hofstaat.

Wie sagt sie noch immer: „Wir müssen jetzt alle etwas kürzer treten!“ – Und da jetzt Wahlkampf angesagt ist, werden wir das auch tun. Auf der Wahlkampfbühne der hirnlosen Versprechungen ist sie dann viel näher am Volk dran, sodass wir viel kürzer treten brauchen, um ihren Arsch zu erreichen.

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Allerdings darf man auch behaupten, dass die da oben uns hier unten noch längst nicht abgeschrieben haben. Können sie auch gar nicht. Denn welcher Bauer ist so dumm, seine beste Melkkuh noch vor dem Kalben zu schlachten?! – Aber, so hört man es munkeln, die Kälber werden nicht so geduldig sein wie ihre Eltern, die Ochsen und Rindviecher sind. Die werden sich nicht mit dem Bedienen zufrieden geben.

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Abschreiben müssen wir auch den Mappus. Der ist ja nur deshalb so verbohrt, weil seine Bohrungen für den Tunnelbahnhof beim Volk auf Granit stoßen. Und vielleicht bald auf Anhydrit. Das wird ein Fest, wenn die Band „Einstürzende Neubauten“ zum Fluchttanz durch den Fluchttunnel auffordert. Aber dann ist Mappus sicher schon weg vom Fenster – und alleine schuldig war er ja auch nicht. Da war schon der Oettinger und der Teufel und andere wohlklingende und aussagekräftige Namen vor ihm am betrügerischen grünen Tisch. Und die SPD immer mit dabei. Ohne Informationen für das Volk. Ohne Befragungen oder Volksabstimmungen durch die beteiligten Bürger. Wozu auch? Die sollen doch nur zahlen, sonst nix…

Aber das Volk hat’s denen da oben mal gezeigt, was ne Harke ist und protestiert und demonstriert in demokratischen und freiheitlichen, aber sehr umfangreichen und friedlichen Aufständen, welche von der Obrigkeit mit wahrhaftigen Gewaltorgien belohnt wurden.

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Aber das ist ja plötzlich so trocken hier geworden. Haben euch die Gewaltorgien etwa an die spätrömische Dekadenz erinnert, obwohl sie dort meist Sexorgien waren? – Dann müssen wir schleunigst etwas Stimmung machen, damit ihr vom Regierungshandeln abgelenkt werdet.

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Na, genug abgelenkt? So hat man’s früher in Rom auch gemacht. Im Circus Maximus, der ein Fassungsvermögen von 145.000 Plätze unter Caesar hatte und später sogar 385.000 Menschen aufnehmen konnte, fanden Volksbelustigungen, blutige und unblutige, statt, die das Volk vom eigentlichen Geschehen im Politzirkus ablenken sollten. Genauso wie heute: Weltmeisterschaften und Olympische Spiele mit Fahnenschwenken und „Wir-sind-Deutschland“-Rufen, alles schön von der Bildzeitung dokumentiert. Auf der anderen Seite bühnenwirksames Hartz4-Gerangel um 5 Euro, kämpferische Kanonaden zur Gesundheitsreform, wüste Kommunismus-Beschimpfungen, hämisches Grinsen bei der Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes, theatralisches Durch-boxen der Gesundheitsreform für die Reichen …

Und dann stelle man sich mal vor: Ein Arbeiter bekommt für seine gute Arbeit, die jeden Tag 8 Stunden dauert, plus 2-stündiger Hin- und Rückfahrt, pro Stunde 5,00 Euro Entgelt von der Firma, für die er schuftet. Da er von dem Geld nicht leben kann, geht er zum Arbeitsamt und beantragt Aufstockung im Rahmen von Hartz4. Er bekommt also von seinen Steuern, die er bezahlt hat und die normalerweise für Schulen, Bildung und Straßenbau verwendet werden sollten, eine Ausgleichszahlung. Nur, um die Firma zu entlasten, die mit diesem Niedriglohn ihre Waren im Ausland billiger verkaufen und den Managern Millionenboni gewähren kann nach dem Motto: „Wer arbeitet, soll auch belohnt werden“. – Pfui Teufel. Da ist mir diese Wirtschaft aber lieber, mit fröhlichen Liedern aus der Wirtschaftswunderzeit:

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Wir sind eine Exportnation geworden, wo wir, das Volk, überhaupt nicht stolz drauf sein können, weil wir dabei in das Raubrittertum des Mittelalters zurückversetzt wurden. Die kleinen Wirtschaften um die Ecke werden geschlossen, weil keiner mehr Geld für ein Extrabierchen nach Feierabend mehr hat. Und die großen Wirtschaften mit ihrem Dumpinglöhnen machen nicht nur uns, sondern auch die Wirtschaften anderer Länder kaputt, wie schon viele Beispiele zeigten. Wir Deutsche werden es uns gefallen lassen müssen, überall als hässliche Deutsche angesehen zu werden, die andere Nationen in den Abgrund stoßen. Und trotzdem tönt Merkel auf jeder Konferenz, dass das deutsche Modell zukunftsweisend ist und es im Rahmen der EU zu einer Wirtschaftsregierung nach deutschem Muster auf alle Länder der EU anzuwenden sein muss. Na, dann gute Nacht. Und woher nehmen die dann bitteschön das Geld, wenn das deutsche Volk ausgeblutet ist? Und verstrahlt ist, weil immer noch Atommüll produziert wird und immer noch kein Endlager in Sicht?

Makabrer Gedankengang. Also Unterbrechung mit Musik, verdammt nochmal… 😦

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Und über die Finanzkrise an sich, die eigentlich keine Krise war, aber bei uns eine Krise nach der anderen hervor ruft: „Ich krieg‘ die Krise!“, ist schon viel gesprochen worden. Aber das Wichtigste kann euch der Piet Klocke viel besser erklären als ich, und auch, wie man schnell von einem Thema zum anderen kommt ohne Luft zu holen. Genauso wie die Regierung, die lässt uns zum Verschnaufen auch keine Zeit. Nur im Doktorwerden … da geht’s momentan rückwärts.

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So, das war Stimmung genug, jetzt wollen wir feiern. Und da habe ich im weltweiten Wahnsinn ein Orchester gefunden, dessen Musiker so viel Spaß an der eigenen Musik haben, die sie spielen, dass sie uns mit ihrer Fröhlichkeit anstecken. Nein, das Orchester kommt nicht aus Deutschland. Es kommt aus Japan, wo sie noch keine Merkel/Westerwelle-Pappnasen haben.

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Und denkt an Ackermann, der schreibt auch ab, die faulen Papiere nämlich …

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Der Wahlkampf zur Landtagswahl Ba-Wü 2011 hat begonnen

Und der Muskelkater ist dabei

Von Martin Schnakenberg

Wenn ich mir so die Rückmeldungen (u.a. eMails) zu den Artikeln anschaue, dann bin ich erstaunt, wie viele Baden-Württemberger täglich den Muskelkater aufrufen, um sich zu informieren oder zumindest zu schauen, ob es was Neues gibt. Die meisten Rückmeldungen kommen zwar weiterhin aus NRW und Berlin, aber vor allem der politisch bisher tiefschwarze Schwarzwald scheint zu begreifen, dass es in der Politik heute um die persönliche Grundsubstanz geht und nicht nur mehr um religiöse Scheinargumente.

Überlegt einfach mal logisch, was Angela Merkel immer wieder sagt und keiner bekommt es mit. Sie sagte (schon mehrfach): „Eigenverantwortliches Handeln erfordert…“ – und dann kommt immer eine Aufforderung. Damit sagt sie aber in Neudeutsch nichts anderes als: „…den solidarischen Sozialstaat abzuschaffen.“ – Und alle jubeln, weil keiner es verstanden hat. Weil das Bildnahe Volk der ehemaligen Mitarbeiterin (Spitzel) der Stasi mit der Bezeichnung „IM-Erika“ immer noch alles glaubt, was sie daherschwätzt. Lest euch den kursiv geschriebenen Satz oben nochmal durch, was Angela Merkel wirklich will. Dann erkennt ihr auch, dass sie genauso wie Mappus nur das Wohl der Wirtschaft will, und zwecks Zielerreichung den Sozialstaat abschaffen will. Eine Klassengesellschaft mit denen da oben und denen da unten.

Und deshalb macht der Muskelkater für die Linke Werbung, nicht nur für Ba-Wü. Offen und ehrlich, wie man es gewohnt ist. Ich werde auch keine unliebsamen Themen auslassen. Der Leser soll umfassend informiert werden. Deshalb benutze ich auch Videos. So wie dieses hier, wo Genossinnen und Genossen das Landesinfo der Südwest-LINKEN versenden nach dem Motto „Anpacken für den Landtagswahlkampf“. – Zwischendurch gibt es in diesem Video ein paar Impressionen aus der politischen Arbeit des Landesverbandes.

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Eindeutig Eindeutiges kam bei der Rede von Roland Hamm auf dem Landesparteitag der LINKEN Baden-Württemberg am 20. November 2010 in Stuttgart heraus: „Für einen politischen Kurswechsel braucht es DIE LINKE im Landtag“.

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Am 21. November 2010 gab es allerdings schon einen SWR-Bericht zum Landesparteitag der LINKEN Baden-Württemberg zur Landtagswahl 2011 im Stuttgarter Gewerkschaftshaus.

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Am 13. Januar 2011 schließlich gab es im SWR wieder mal eine Frage zum Kommunismus. Zitat zum Video: „Die Bundesvorsitzende Lötzsch suchte in einem Zeitungsartikel nach „Wegen zum Kommunismus“. Und hat damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Das bekommt auch Roland Hamm zu spüren. Er ist einer von zwei Spitzenkandidaten der Linken für die Landtagswahl in Baden-Württemberg – wofür steht seine Partei eigentlich?“ – Wobei man mal zynisch lächelnd anmerken muss, dass der SWR sich doch geschichtlich etwas mehr bilden sollte, bevor man den Honecker in die Riege der Kommunisten stellt … denn der war schließlich ein sozialistischer Diktator! – Genauso, wie Angela Merkel zur kapitalistischen Diktatorin mutiert bzw. kurz davor ist.

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Bis zum Wahltag wird der Muskelkater weitere Artikel bringen, die sich direkt mit dem Wahlkampf befassen. Und dabei freiwillig politisch abhängig bleiben 😉

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10.500 v. Chr. – Der Untergang der ersten Hochkultur

Suche nach der verlorenen Zivilisation

Von Martin Schnakenberg

Menschen aller Epochen haben vor Wunder gestanden, die sie sich nicht erklären konnten. Seien es jetzt Naturwunder wie Blitz und Donner, oder auch das plötzliche Feuer, der Regen, der Wind oder die Wellen des Ozeans. Oder seien es von Menschen erschaffene Bauwerke, die Geheimnisse bargen, die in der Vergangenheit den Göttern zugeschrieben wurden … oder geheimnissvollen Besuchern von den Sternen.

Kurz nachdem die ersten Saurierknochen gefunden wurden, kämpften tapfere Ritter mit grausamen Drachen, um die Gunst einer holden Schönheit zu erringen (Skelette fand man später, um sie dann einzuordnen). Noch viel früher gab es Erzählungen von Seeungeheuern und Inseln weit draußen im Meer, wo furchterregende Unwesen, sogar Menschen leben sollten. Ihr Sinneswandel soll dazu geführt haben, dass diese Insel vernichtet wurde. Platon verfasste daraus und weiteren Geschichten und Erzählungen, die teilweise aus Ägypten, Moab und Mesopotamien stammten, zu seinem mythologischen Werk über Atlantis, jenseits der Säulen des Herakles.

Aber an allen Erzählungen, Mythen und Legenden muss doch irgend etwas dran sein. Mitsamt den rätselhaften Bauten, die in einstigen Hochkulturen entstanden sind, zeugen sie von einer Hochkultur auf dieser Erde, die bei gesundem Menschenverstand betrachtet, noch vor der Hochkultur gewesen sein muss, die von Wissenschaftlern als Beginn der Zivilisation bezeichnet wird.

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Schaut die spannende BBC-Dokumentation auf meinem Dokukanal.

Schaut die spannende BBC-Dokumentation jetzt ganz neu im Forum des Muskelkaters.

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Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht: Exportüberschuß geht zu Lasten der armen Bevölkerung

Zwei Kämpfer für die Gerechtigkeit

20.01.2011 – Wir haben einen Aufschwung für die Deutsche Bank, für Vermögende, für Spekulanten. Wir haben keinen Aufschwung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für Rentnerinnen und Rentner, für Kranke und für Hartz IV-Beziehende. Ein Prozent der Bevölkerung besitzt ein Viertel des Geldvermögens. Zwei Drittel der Bevölkerung besitzen gar kein Vermögen. „Das ist die grobe Ungerechtigkeit, an der sie nichts ändern, sondern sie spitzen das sogar weiter zu“, hält Gregor Gysi der schwarz-gelben Bundesregierung in der Debatte über den Jahreswirtschaftsbericht 2011 vor. Gysi fordert die Regierung auf, den 11,5 Millionen Menschen, die in der Bundesrepublik von Armut betroffen sind, zu erklären, worin der Aufschwung für sie besteht.

Fast keiner kann´s rhetorisch besser auf den Punkt bringen als Gregor Gysi. „In der Krise hat die Zahl der Vermögensmillionäre um 51.000 zugenommen […] und das erklären sie (Brüderle) doch mal denjenigen, die nicht wissen, wovon sie irgendwas bezahlen sollen – wozu brauchen wir denn so viele Millionäre? Mit etwas weniger kann man doch auch sehr gut leben in unserer Gesellschaft … Sie nicht? – Na, dann tut es mir leid für die FDP, wenn Sie sich das nicht vorstellen können …“

Aber Brüderle – er lacht nur sein schäbiges – und finanziell mit einem dicken Polster abgesichertes – Lachen, dem man die Freude auf die nächste Diätenerhöhung schon ansieht.

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20.01.2011 – „Auch wenn Sie sich noch so sehr in die Tasche lügen: Dieser Wirtschaftsaufschwung, für den sich diese Regierung hier seit inzwischen zwei Stunden selbst feiert, findet für die große Mehrheit der Menschen in diesem Land schlicht nicht statt. Was wir haben, ist ein Aufschwung für die Ackermänner, die Konzerne und die Multimillionäre.“

Sahra Wagenknecht, ebenfalls eine hervorragende Rhetorikerin, vergleicht die „Heile Welt von Schwarz-Gelb“ mit dem DDR-Fernsehen und der Sendung „Aktuelle Kamera“.

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Nachbemerkung: Gysi und Wagenknecht haben natürlich Recht. Sie sagen ohne Umschweife, was los ist, was Fakt und Tatsache ist. Und natürlich hören die meisten Leute, für deren Rechte sie hier streiten, ihre Reden nicht. – Unserer „unabhängigen“ Presse sei Dank.

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Öko-Energie. Neue Stromtrassen? – Wollen die uns schon wieder verscheissern?

Ein Streit um neue Netze

Von Martin Schnakenberg

80 Prozent Ökostrom bis 2050 – um das Ziel zu erreichen, müssen nicht nur Windparks und Solaranlagen gebaut werden, sondern auch Stromtrassen. Die sorgen für heftigen Streit. Warum sie gebraucht werden und wo sie gebaut werden sollen – ein Überblick.

Soweit erst einmal der Anfang des Berichtes von Dorothea von Trotha (ZDF), der → hier zu lesen ist. Da es ein neues Mediengesetz gibt, wo es heißt, dass Onlineberichte der öffentlich/rechtlichen Anstalten nach einer gewissen Zeit gelöscht werden müssen, sehe ich es als meine Pflicht als Steuerzahler an, diesen Artikel zu erhalten in der Form, dass die Inhalte hier vollständig wieder gegeben werden.

Keine Angst, ich werde es nicht unkommentiert stehen lassen, denn das wäre dumm. Sondern ich werde beweisen, dass hier wieder mit der Volksverdummung umgegangen wird, woran sich die Energie-Konzerne, die Regierung und die Medien gleichsam beteiligen. Beginnen wir mit dem, was in dem Artikel steht:

Warum der Ausbau?

In Deutschland wurde der Strom bisher dort produziert, wo die Verbraucher saßen. Mit dem Wandel in der Stromerzeugung hin zu erneuerbaren Energien hat sich dieses System verändert.

Windenergie wird künftig vor allem an der Nord- und Ostsee erzeugt, Solarenergie über ganz Deutschland verteilt. Da der meiste Strom jedoch im Ruhrgebiet und in Süddeutschland verbraucht wird, muss er über Leitungen dorthin gebracht werden. Dazu reichen die bestehenden Netze nicht aus.

Derzeit werden etwa 17 Prozent des deutschen Stroms durch erneuerbare Energie hergestellt, bis 2020 sollen es mehr als doppelt so viel sein. Und schon jetzt gibt es Engpässe in den Netzen. Deshalb muss das Stromnetz parallel zum Ausbau der erneuerbaren Energiequellen erweitert werden.

Wo sollen die Trassen entstehen?

Die Stromleitungen sollen den Strom künftig von Nord- und Ostsee, wo die Windräder stehen, ins Ruhrgebiet und nach Süddeutschland zu den Verbrauchern bringen. Deshalb sind dazwischen auch die neuen Abschnitte der Stromtrassen geplant, etwa von Niedersachen nach Hessen oder von Mecklenburg-Vorpommern durch Brandenburg und Thüringen nach Bayern.

Besonders umstritten sind jene Abschnitte, die in der Nähe von Wohngebieten entstehen sollen oder durch besonders schöne Regionen wie den Rennsteig in Thüringen führen.

Der Ausbaubedarf ist nach den aktuellen Studien groß.
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) geht davon aus, dass in Deutschland bei der billigsten Variante 3.600 Kilometer neue Stromtrassen verlegt werden müssen, bei den deutlich teureren Hochtemperaturleitseilen sind es immerhin noch 1.700 Kilometer, hinzu kommen 5.700 Kilometer alte Stromtrassen, die man in diesem Fall umrüsten müsste.

Masten: Größe und Standort

Die geplanten 380-Kilovolt-Strommasten sind höher als die normalen Hochspannungsmasten, etwa 50 bis 60 Meter hoch. Geplant ist, dass sie mindestens 400 Meter Abstand zu Wohngebieten haben müssen, ansonsten sollen die Kabel unterirdisch verlegt werden.

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) plant derzeit ein entsprechendes Gesetz, um die Kritiker des Ausbaus zu besänftigen und die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Bisher handelt es sich um eine Kann-Regelung, die für die Netzbetreiber nicht bindend ist.

Was spricht gegen Erdverlegung?

Die Verlegung und der Betrieb der Stromkabel unter der Erde ist etwa doppelt bis fünfmal so teuer wie die Verlegung über Masten. Ganz verschwunden sind die Kabel bei der Erdverlegung auch nicht: Alle fünf bis 40 Kilometer müssen Umspannstationen (so groß wie eine Doppelgarage) gebaut werden, um den Blindstrom, der bei der Übertragung entsteht, zu kompensieren.

Außerdem dürfen über der unterirdischen Trasse keine Bäume wachsen, führt sie durch Wald, bedeutet das 15 Meter breite Schneisen. Das Erdkabel strahlt zudem Wärme ab. Je nach Boden kann das Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen haben. Es kommt also bei der Verlegung darauf an, was die Anwohner wollen und wie viel die Verbraucher dafür bezahlen möchten.

Alternativen

Prinzipiell ist es möglich, Stromnetze parallel zu Autobahnen oder Eisenbahntrassen zu legen. „Allerdings sind weder das Bahnnetz noch das Autobahnnetz so angelegt wie das Stromnetz: Sie verbinden Ballungs- und Stadtzentren, während man wegen der erneuerbaren Energie beim Stromnetz aus relativ entlegenen Regionen Strom befördern muss – und dort gibt es kein Bahn- oder Autobahnnetz“, sagt Stefan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur.

Bei jedem neuen Trassenabschnitt sind die Netzbetreiber jedoch angewiesen, bestehende Infrastruktur zu nutzen, um den Eingriff für Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten.

Was fordern die Gegner?

Die Kritiker haben unterschiedliche Motive: Umwelt- und Naturschutz, Sorgen um Gesundheitsrisiken, Wertverlust von Immobilien, Tourismuseinbußen und so weiter. Die meisten unterstützen erneuerbare Energien und den Stromnetzausbau, wollen aber eine Erdverlegung. Nur wenige fordern einen kompletten Stopp und rufen stattdessen zum Energiesparen auf.

Aufgrund dieses Widerstandes wird nur ein kleiner Teil der Trassenabschnitte planmäßig fertig werden. Folgen Betreiber und Planungsbehörden dem Wunsch der Bürgerinitiativen, den Großteil der neuen Kabel unterirdisch zu verlegen, wird es für den Verbraucher teurer.

Manuel Frondel vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) warnt, dass die Kosten für die Erzeugung erneuerbarer Energie und den notwendigen Netzausbau die Verbraucher deutlich stärker belasten werden. “Es wird so teuer, dass es einen heftigen gesellschaftlichen Diskurs über Strompreise geben wird.“

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Soweit der Versuch der Volksverdummung, um an Steuergelder heran zu kommen. Deckeln wir das Ganze jetzt mal mit Fakten und Tatsachen dicht:

Sehr schön beschrieben war das ja, gell? – Und so schön verständlich. Da weiß jeder gleich, was auf ihn zukommt, nämlich: Mehrausgaben mittels Lügen. Hier wird von den Energiekonzernen versucht, eine Stimmung im Volk zu erzeugen, damit es sagt: „Na, wenn es alles soviel kostet und so ein Umstand ist, und sogar die Natur damit vernichtet wird, dann bleiben wir lieber beim Atom- und Kohlestrom“. – Klug gedacht und wunderbar Angst geschürt. Die Bildzeitung könnte es nicht besser machen.

Was ist aber jetzt Fakt – und was soll ich glauben?

Glauben darfste nur deinem eigenen Verstand und der Logik. Und die Fakten zur Logik kommen jetzt anhand eines Beispieles:

Nehmen wir doch einfach mal an, da wäre ein Herr Mayern aus Bayern in dem wunderbaren Kurort Hintertupfinghausen am kleinen idyllisch gelegenen Tupfingsee im Alpenvorland. Der will jetzt einfach Ökostrom haben, weil – er wohnt mit 500 Schafen zusammen auf einer grünen Alm und seine Hütte wird immer noch mit Atomstrom unter Strom gesetzt. Das passt nimmer und nie ewig zusammen.

Also schreibt unser Almödi … äh, Herr Mayern, einen Brief an den Propeller25 im Windpark Rysumer Nacken an der Nordsee: „Ich möchte ab jetzt Windkraftstrom von dir haben!“ – in der Hoffnung, dass er seinen Atomstrom los ist und in Zukunft nur noch grüner Ökostrom nicht nur vom Propeller25 aus Ostfriesland, sondern auch aus seiner Steckdose kommt. Wobei er nicht weiß, dass dieses nie und nimmer so klappen wird, wie er gedacht hat, und er wahrscheinlich trotzdem immer noch weiterhin Atomstrom vom Kraftwerk unten im Tal bekommen wird. Klingt zwar komisch, ist aber so!

Und komischerweise denken die meisten Menschen in Deutschland genau so, bzw. haben genau diese Vorstellung. Deshalb haben die Konzerne auch immer soviel Erfolg mit ihren Lügenmärchen und können die Mär von einer Stromtrasse erzählen, die extra gebaut werden muss, wenn wir Ökostrom haben wollen. Nochmal: Der Strom von Herrn Mayern aus Bayern ist immer noch der Gleiche wie vorhin. Aber wie kann das jetzt gehen, bitteschön?

Stellen wir uns jetzt mal vor, da wäre ein riesiger See. Aber nicht mit Wasser, sondern mit Strom gefüllt. Es gibt Zuläufe, um den See zu füllen: Kernkraftwerke, Kohlekraftwerke. Beide leiten ihren Strom in den See, wo er kräftig gemischt wird. Jeder in Deutschland bekommt diesen Strom, einheitlich diese Mischung. Und dem Strom an sich ist es egal, woraus er produziert wurde – er will einfach nur Strom sein.

Jetzt kommt da plötzlich ein Stromproduzent, der den Strom auf ökologische Weise erzeugt. Also durch Windkraft, oder Wasserkraft, oder Sonnenkraft, also Energien, die erneuerbar sind, in diesem Fall: immer zur Verfügung stehen und nicht gesondert vorerzeugt werden müssen.

Dieser Neue leitet seinen Strom jetzt ebenfalls in diesen See, weil u.a. der Herr Mayern aus Bayern den Ökostrom bestellt hat. Da die sogenannten erneuerbaren Energien einen klitzekleinen Vortritt vor den fossilen Elementen wie Kohle und der atomaren Verwendung haben, müssen jetzt diese Betreiber von Atom- und Kohlekraftwerken ihre Produktion von Strom zurück fahren, um dem Neuen Platz im See zu lassen. Was nicht anderes bedeutet, als dass die Mischung von Strom im See sich verändert – was allerdings dem Strom auch nicht besonders aufregt, weil: er ist weiterhin einfach nur … Strom.

Was weiterhin heißt: Herr Mayern aus Bayern und alle Mitmenschen in Deutschland erhalten jetzt zwar den gleichen Strommix aus diesem See, aber … durch Herrn Mayern aus Bayern eine in seiner Zusammensetzung zugunsten der Ökologie jetzt veränderte Mischung.

Man lerne: Es kommt  tatsächlich darauf an, für welche Art Erzeugung man sich selber, als Kunde/Verbraucher, einsetzt. Denn umso mehr sich die Menschen für Ökostrom entscheiden, desto mehr geht der Anteil von Atomstrom im See der Mischung zurück. Und umso schneller wir uns für Ökostrom entscheiden, desto schneller wird die Atomlobby einsehen, dass ihre Laufzeitverlängerung für die Katz war.

Und die Stromtrasse, dem eigentlichen Thema?

Die war schon immer ausreichend und ist auch jetzt noch überdimensioniert. Sie reicht sogar doppelt, um überschüssige Energie unserer deutschen Kernkraftwerke ins Ausland zu verkaufen – mit Steuergeldern. Denn der Atomstrom braucht in Deutschland nicht versichert zu werden, weil es keine Versicherungsgesellschaft machen würde (Schadensfall nicht bezahlbar, siehe Tschernobyl).

Aber in einem oder zwei Fällen muss ich den Betreibern des Netzes beipflichten: Es gibt da marode Stellen, die in den letzten Wintern sehr unangenehm aufgefallen sind. Die müssen – leider – in voller Länge saniert werden. Und das kostet tatsächlich Millionen. Außerdem müssen für die neuen Produzenten der Ökostrombranche neue Verteiler, Knotenpunkte und Transformatoren-Mittelpunkte gebaut werden, wenn der Boom dazu führen sollte, dass bald die ersten Atomkraftwerke abgeschaltet werden können. Das kostet zwar auch einige Millionen mehr an Steuergelder, aber es wäre sinnvoll angelegt in die ökologische Zukunft unseres Landes.

Zum Schluß möchte ich noch eine Empfehlung an die Lobby und ganz besonders der Regierung loswerden: Hört endlich damit auf, das Volk für dumm verkaufen zu wollen. Ihr schafft es nicht, weil ihr Dummschwätzer das Volk nicht kennt oder auch noch nie gekannt habt, obwohl es eure Wähler sind, und deshalb auch nicht wisst, dass es intelligenter ist, als ihr denkt. Wir haben euch durchschaut, euch und eure Machenschaften in Zusammenarbeit mit der Lobby und den Medien des Mainstrams. Und wir werden es euch spüren lassen – zuerst friedlich bei den Wahlen, die dieses Jahr anstehen…

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Siehe auch:

https://muskelkater.wordpress.com/2011/02/01/2011-ist-fast-ein-superwahljahr-und-was-ist-mit-wahlen-oder-nicht-wahlen/

https://muskelkater.wordpress.com/2010/08/20/sommerloch-artikel-schramm-und-pispers-zur-rentenluge-globalisierung-wachstum-merkelregierung/

https://muskelkater.wordpress.com/2010/09/22/deutsche-umwelthilfe-deutschland-konnte-mit-wasserkraft-aus-norwegen-auf-100-okostrom-umstellen/

http://dnzs-wirtschaft.blog.de/2011/01/21/aufschwungsparty-lieber-absagen-10402347/

http://dnzs-dienetzschau.blog.de/2011/02/18/guttenberg-ruecktritt-verzicht-doktortitel-10622277/

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NACHTRAG. – Neuen Bericht unbedingt lesen:

https://muskelkater.wordpress.com/2011/05/01/atomausstieg-verhinderer-dagegen-partei/

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Die Verlogenheit der Hartz4-Reform

Volksparteien und Volksbetrüger

Ein Gastartikel vom Blog Lügenmaul

Hartz IV ein paar Euro rauf,  das dauert inzwischen fast ein Jahr vorher 2,5 Milliarden Euro kürzen, das ging schnell. Die sogenannten „Volksparteien“ versuchen sich mit den blödsinnigsten Argumenten auf Kosten des Bedürftigen zu profilieren. Die, die nicht die Bedürftigen unterstützen wollen, stehen offen zu Lobby und den Konzernen. Sie labern etwas von Kompromissen und Aufschwung, der von Löhnen von denen man leben kann, gebremst wird.

Sie lügen, betrügen, vertuschen, bestechen, erpressen. Und labern und labern. Sie schachern mit Leben, wie der Metzger mit Gammelfleisch. Bei der Scheindebatte, sie nenne es Verhandlungen, für einen Kompromiss zur Erhöhung um fünf Euro, wird beim Kasperletheater „Schlichtungsgruppe“ mit keinem Wort erwähnt:

Seit dem 1. Januar 2011 sind bereits massive Kürzungen für die Bezieher von Arbeitslosengeld II in Kraft getreten.

1. Wegfall des Elterngeldes

2. Wegfall von Befristeten Zuschlägen

3. Wegfall des Rentenbeitragszahlung durch die ARGE

4.(nicht Hartz4 aber Einsparung für sozial Schwache) Steichung der   Heizkostenzuschüsse für Wohngeldempfänger

Zusammen ergibt das eine Einsparung von mindestes 2,5 Milliarden Euro allein für 2011.

Das hat der Bundestag im Schnelldurchgang, bereits letztes Jahr im Rahmen des „Haushaltsbegleitgesetzes“ verabschiedet.

Ab Januar 2011 wird der Bezug von Elterngeld auf Hartz IV-Regelleistung gemäß SGB II angerechnet, wodurch eine „Bedarfsminderung“ entsteht. Damit fällt für Langzeitarbeitslose die  Leistungen weg. Einsparung 2011: 500 Millionen Euro. Gestrichen wurde auch der befristete Zuschlag gemäß § 24 SGB II. Bisher lag der Zuschlag bei 160 Euro für Ledige und bei maximal 320 Euro für Verheiratete, er wurde insgesamt 24 Monate und nach 12 Monaten noch zur Hälfte gewährt – unter der Voraussetzung, dass die Hartz IV-Empfänger zuvor Arbeitslosengeld erhielt. Einsparung 2011: 210 Millionen Euro.

Weg fällt auch die Rentenbeitragszahlung, die bisher von der Argen getragen wurde. Einsparung 2011 rund 1,8 Milliarden. Das dieses Geld in der Rentenkasse fehlt ist demnach auch nebensächlich. Mit diesen „Haushaltsbegleitgesetz“ wird offensichtlich gleichzeitg Altersarmut gefördert. Aber sie verkünden ja schon, „€s ist eine Lösung in Sicht“. Zu ihrer Zufiedenheit. Also unten sparen, damit oben mehr hängen bleibt. Die Lösung wird wieder eine, die den bedürftigen Bürgern eindeutig sagt:
„Eure Armut kotz uns an. „

Sie regieren brutal und gewissenlos, sie aber sind verwundert, das die Brutalität der Jugend immer mehr steigt…
Diese Brutalität ist ihre Saat.

PS: Ich weiß, warum der Anteil von promovierten DR.`s bei den Hatz4empfängern so niedrig ist. Die ARGE zahlt keine Kopiererpauschale…

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(Quelle: Blog Lügenmaul, bitte dort kommentieren)

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Die großen Rätsel – Die Sintflut

Eine Reise in die Vergangenheit

„Die großen Rätsel – Die Sintflut“ ist eine interessante Dokumentation über verschiedene Rätsel in der Geschichte. Die Geschichte der Sintflut, von der Vernichtung eines vorzeitlichen Menschengeschlechts, ist die weltweit meist verbreitete Überlieferung einer gewaltigen Naturkatastrophe. An ihrem Ende steht das Überleben eines Paares oder die völlige Neuschaffung des Menschen – zumindest in der biblischen Version.

Wissenschaftler, die diese Darstellung der Arche Noah als reine Legende abtun, sehen sich dennoch mit ueber 250 Berichten ueberlieferter Flutgeschichten konfrontiert. Die bekannteste stammt von dem griechischen Philosophen Platon, der den Mythos um die legendaere Insel Atlantis erfand. Gab es eine Sintflut, gab es eine Zivilisation vor Adam und Eva? Ist Atlantis nur Fiktion oder versunkene Wirklichkeit?

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Hier bitte weiterlesen…

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