„Der Kongress bloggt“? – Nein, die Politik schläft!

Einladung zum Blogger-Treffen

Von Frank Benedikt

Seit 2007 schwelt – und gelegentlich brennt – die Finanzkrise und bestätigt vor allem die Mahner, die stets vor einem “Systemfehler” im Kapitalismus gewarnt haben. Was ist seither geschehen? Haben wir etwas daraus gelernt, hat sich unser Denken gewandelt? Hat vor allem die Politik adäquat reagiert? Und sind wir jetzt auf dem Weg zu einer transparenteren und gerechteren Demokratie?

Diesen Fragen will sich auch der erste Kölner Blogger-Kongress stellen, da gerade Bloggerinnen und Blogger oftmals das aussprechen, was in der “offiziellen” Presse schon mal gerne unter den Tisch fällt. Unter dem Motto “ReEvolution – Der Kongress bloggt” haben die Veranstalter, Ulrike und Jürgen “Kaiserbubu” Beck, einen bunten und herausfordernden Mix aus Kunst, Musik und politischem Journalismus zusammengestellt, der nicht so schnell seinesgleichen finden dürfte.

Wortkünstler treffen auf Musiker treffen auf gestaltende Künstler treffen auf Whistleblower – ein originäres Experiment, das Impulse auf vielen Ebenen verspricht. Teilnehmen werden der – nicht unumstrittene – Schweizer Banker und “Whistleblower” Rudolf Elmer (aktuell leider vorübergehend festgenommen), der Publizist und Autor Dr. Werner Rügemer, der Jurist, Publizist und Ex-Politiker Dr. Wolfgang Lieb von den NachDenkSeiten, der frühere Steuerfahnder und “Whistleblower-2009″-Preisträger  Rudolf Schmenger, der Filmemacher Valentin Thurn, die Performancekünstlerinnen Julia Dick und Katharina Sandner (“Katze & Krieg“), der Kabarettist Heinrich Pachl u.v.m.

Bitte beim Binsenbrenner weiter lesen und dort auch kommentieren.

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Tagesschau vom 27.01.2011, 20:00 Uhr

Nachrichten von heute

Ein Gegensatz zu den Kopp-Nachrichten, die gestern hier veröffentlicht wurden. Die Themen der Sendung: Holocaust-Gedenktag, Proteste in Ägypten, Demonstrationen im Jemen, Bericht zur US-Finanzlage, Rücktritt in Brandenburg, Fall Mirco, Fritz Raff gestorben, Handball-WM und natürlich – Das Wetter:

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Lammert: „Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen verpflichtet uns, Verletzungen der Menschenrechte bei uns in Deutschland und überall in der Welt entgegenzutreten“

Pressemitteilung Deutscher Bundestag

Mit einem Kommentar von Martin Schnakenberg

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat in der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages für die Opfer des Nationalsozialismus bekräftigt, dass die Nachgeborenen die Schrecken der Geschichte nicht vergessen, sondern die Erinnerung an sie bewahren und die Lehren aus ihr auch in Zukunft ziehen würden. „Die Opfer verpflichten uns, alle Formen von Diskriminierung und Intoleranz zu ächten und jeder Art des Hasses und der Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten“, sagte Lammert.

„Menschen willkürlich in Kategorien einzuteilen, die darüber entschieden, ob jemand aus der Gesellschaft ausgeschlossen, entrechtet und schließlich auf Geheiß des Staates umgebracht wurde, Menschen mit dem Etikett ‚lebensunwert‘ zu versehen und ihre ‚Vernichtung‘ zu befehlen, schließlich Menschen auf industrielle Weise millionenfach zu ermorden – das ist einzigartig in der Menschheitsgeschichte“, sagte der Bundestagspräsident. „Die Erinnerung an diese Ereignisse und Verirrungen verpflichtet uns, alle Menschen gleich zu achten, die Menschenwürde zu wahren und jeder Verweigerung oder Verletzung der Menschenrechte entgegenzutreten: bei uns in Deutschland und überall in der Welt.“

Lammert betonte, dass in diesem Jahr zum ersten Mal ein Vertreter der Sinti und Roma am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag spreche, und dankte Zoni Weisz ausdrücklich für seine Bereitschaft zu diesem „Zeichen der Versöhnung“. Er erinnerte dabei, dass Weisz der einzige Überlebende seiner Familie ist. „Seine Mutter, seine beiden Schwestern und sein Bruder wurden in Auschwitz ermordet, sein Vater im KZ Mittelbau Dora umgebracht“, sagte Lammert. „In welch schrecklichem Ausmaß auch Angehörige Ihres Volkes Opfer der Verfolgung durch das NS-Regime gewesen sind, blieb lange Zeit außerhalb des öffentlichen Bewusstseins“, erinnerte der Bundestagspräsident. „Umso wichtiger ist es, dass wir uns an sie erinnern.“ Noch heute fühlten sich viele Sinti und Roma diskriminiert und stigmatisiert, auch in Deutschland: „Bis heute ist die größte Minderheit Europas zugleich die wohl auch am meisten diskriminierte Minderheit Europas“, sagte Lammert. „Ich begrüße daher sehr, dass sich Ungarn während seiner EU-Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2011 für eine Verbesserung ihrer Situation einsetzen will.“

Rede Bundestagspräsident:
http://www.bundestag.de/bundestag/praesidium/reden/2011/01.html

Rede Zoni Weisz:
http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/33128906_kw04_zoni_weisz/rede
Weitere Informationen unter:
http://www.sintiundroma.de/content/index.php?aID=442

(Es gilt das gesprochene Wort)

Deutscher Bundestag
Presse und Kommunikation, PuK 1
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-37171, Fax +49 30 227-36192
www.bundestag.de, pressereferat@bundestag.de

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Muskelkaters Anmerkung:

Also Herr Lammert, fassen wir mal kurz und prägnant zusammen: Sie fordern damit also alle Bundesbürger auf, gegen die Bundesregierung und den gesamten Bundestag zu klagen wegen fortlaufenden Menschenrechtsverletzungen bei Hartz4-Empfängern, Rentnern, bildungswilligen Schülern und allgemein dem steuerzahlenden Volk, welches die Schulden der reichen Bonzen, Banker, Investoren und widerwärtigen Zocker tragen muß … ohne einen anständigen Mindestlohn, dafür aber, vor allem bei Hartz4-Empfänger, mit einem Leben unterhalb der Armutsgrenze!

Sie haben nämlich Hartz4 wunderbar beschrieben – und auch die Verletzung der Menschenrechte: „Menschen willkürlich in Kategorien einzuteilen, die darüber entschieden, ob jemand aus der Gesellschaft ausgeschlossen, entrechtet und schließlich auf Geheiß des Staates umgebracht wurde, Menschen mit dem Etikett ‚lebensunwert‘ zu versehen und ihre ‚Vernichtung‘ zu befehlen…“, das sind Ihre Worte, Herr Lammert. Bezogen auf den heutigen Zustand. – Sie fordern, gegen diese Regierung und deren Machenschaften in Zusammenarbeit mit Ackermann und Wirtschaftslobby anzugehen.

Das war es doch, was Sie meinten, Herr Lammert, gell?

Oder … ist dann plötzlich alles ganz anders???

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Kopp Nachrichten vom 26.01.2011

Nachrichten des Tages mit Michael Meziani

Es ist bisher nur ein Versuch, neben der Tagesschau und anderen Nachrichten eine Internet-News zu etablieren. Ich stelle es einfach mal zur Diskussion, ob euch solche Art der Berichterstattung auch gefallen würde. Der Muskelkater bittet deshalb um eure Meinung…

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Nachtrag:

Dieser Artikel soll nur ein Diskussionsbeitrag zum Thema „Wert der Nachrichten“ sein, aber nicht die Meinung dieses Blogs widerspiegeln. Denn wie jeder erkennen kann, sind in den sechs Minuten etwa 80% dem Islam gewidmet, wobei es scheint, als wenn (ähnlich der BILD) unterschwellig Hetze betrieben werden soll. Dass dann weitere Erklärungen zu den einzelnen Nachrichten käuflich beim Kopp-Verlag zu bestellen sind, andere wichtigere Nachrichten aus der deutschen und der Weltpolitik aber unter den Tisch gekehrt werden, zeigt die unseriöse Praktika dieses Unternehmens.

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Die Weihrauchstraße und seine Bedeutung

Handel für den Wohlgeruch

Von Martin Schnakenberg

Einen langen Weg hatten sie hinter sich, als sie endlich den Stall erreichten. Der helle Stern hatte ihnen die Richtung gewiesen. Ehrfürchtig knieten sie nun vor der Krippe mit dem Neugeborenen nieder und übergaben den Eltern ihre Geschenke für das Kind: Weihrauch, Gold und Myrrhe. So überliefert das Matthäusevangelium die Weihnachtsgeschichte. Warum brachten die drei „Könige“ aus dem Osten ausgerechnet diese Geschenke?

Gold galt als das angemessene Geschenk für einen König. Weihrauch hingegen, der in religiösen Riten verbrannt wurde, war für einen Priester bestimmt. Das Jesuskind wurde so als der neugeborene König und der nächste Hohepriester Israels geehrt. Myrrhe war neben seinem Duft vor allem auch als Heilpflanze bekannt – dieses Geschenk erhob Jesus zudem zum von Gott gesandten „Heiland“.

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Wie aber konnten Weihrauch und Myrrhe solch hohe Bedeutung erlangen?

Bethlehem lag um die Zeitenwende an der Weihrauchstraße, die neben der Seidenstraße, die Rom mit China verband, die zweite große kulturelle Brücke zwischen Orient und Okzident darstellte. Über 3000 km war der Handelsweg, auf dem die Düfte des Orients transportiert wurden. Die Hauptroute begann im heutigen Oman und führte zunächst nach Westen in den Jemen, von dort aus etwa küstenparallel zum Roten Meer weiter in Richtung Jordanien, Palästina und Syrien, und dann zur See an den Küsten Kleinasiens, der Peloponnes und Italiens entlang bis nach Rom. Von etwa 600 v.Chr. bis 500 n.Chr. profitierte der gesamte Mittelmeerraum, aber auch Ägypten und Mesopotamien und Indien von einem weiträumigen Kulturaustausch.

Die wichtigsten Güter, die hier gehandelt wurden, waren Weihrauch und Myrrhe, zwei Harze, die beim Verbrennen den so charakteristischen Duft freisetzen. Heimisch sind die Bäume mit mehreren Arten hauptsächlich in Südarabien und Ostafrika. Beide Harze wurden und werden bis heute nicht nur wegen ihres Aromas geschätzt, sondern aufgrund ihrer desinfizierenden Wirkung auch als Heilmittel genutzt. „Typisch arabischen“ Duftölen und Parfums verleihen sie noch heute ihren Charakter. Ein weiteres Handelsgut war arabischer Balsam, der ebenfalls aus einem Pflanzensekret gewonnen wurde. Im Alten Testament (Jeremias) wird er „Salbe von Gilead“ genannt; die Königin von Saba soll der Legende nach Salomo Balsam geschenkt haben, und medizinisch wurde er von den Römern und Griechen gegen Schlangenbisse und Vergiftungen verwendet. Daneben fanden durch die Weihrauchstraße Safran, Zimt und andere Gewürze und Edelsteine aus Indien und Südostasien ihren Weg zum Mittelmeer.

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Weihrauch: Vorkommen und Handelsstraßen

Schätzungen zufolge soll allein das Römische Reich um die Zeitenwende einen Jahresbedarf von etwa 1500 Tonnen Weihrauch gehabt haben – knapp die Hälfte der Gesamtproduktion!

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Wie aber konnte sich die Nachfrage in der römischen Hauptstadt so stark entwickeln, dass dafür ganze Karawanen mehrere Monate lang reisen mussten?

Ganz einfach: Rom stank!

Wenn es regnete, watete man auf den ungepflasterten Straßen knöcheltief im Kot. Mehrere Flüsse trugen das Abwasser und die Abfälle der Stadt in den Tiber. Die „Cloaca Maxima“, eine der ältesten Abwasserkanäle der Welt, begann als offener Kanal – der einen beißenden Geruch verbreitete. Das änderte sich nicht, als er mit Steinplatten abgedeckt wurde. Wenn dann auch noch der Tiber über seine Ufer trat, staute sich die unangenehme Brühe in die Kanäle zurück. Und da Rom für damalige Verhältnisse rasend schnell wuchs, wurden neue Stadtteile erst Jahrzehnte später an die Kloake angeschlossen. Müll, Abwasser und Gestank waren ein Dauerproblem im alten Rom.

So entwickelten sich die Badekultur Roms sowie eine große Nachfrage nach den Wohlgerüchen des Orients. Heimische Düfte galten als „plebejisch“, als billig – umso teuer wurden die orientalischen Düfte gehandelt: Für ein Pfund Balsam (etwa 327 Gramm) musste ein Landarbeiter vier, für Weihrauch 20 Tage lang arbeiten. Für ein Pfund Safran hätte er gar den Lohn von 80 Tagen hinblättern müssen.

Bald wurden in allen Stadtteilen Roms öffentliche Bäder eingerichtet. Hier flüchteten sich alle Bevölkerungsschichten vor dem allgegenwärtigen Mief, um sich mit Ölen und Balsams einreiben und massieren zu lassen – Seife kannte man damals noch nicht. Wer sich den Luxus leisten konnte, verbrachte den ganzen Tag im duftenden Bad und legte sich eine private Duftsammlung an. Gingen Seuchen in der Stadt um, bekämpfte man sie ebenfalls mit Düften, da man glaubte, dass diese die Poren daran hinderten, „den in der Luft befindlichen Peststoff anzunehmen“, wie Herodion im 2./3. Jahrhundert n.Chr. schreibt.

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Bereits bei den alten Ägyptern waren solche Waren beliebt: Ihre Toten mumifizierten sie mit duftenden Ölen und Balsams; und unter der Königin Hatschepsut (15. Jahrhundert v.Chr.) hatte man wohl vergebens versucht, Weihrauchbäume im Nildelta heimisch zu machen: Ihren Göttern huldigten die Ägypter mit Räucherwerk – eine Tradition, die über den Römischen und Griechischen Götterglauben bis ins Christentum Eingang fand: Auch die Kirche benötigte den Weihrauch aus dem Morgenland (die katholische sogar heute noch).

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Die nabatäische Felsensstadt Petra im heutigen Jordanien war ein wichtiger Kreuzungspunkt der Weihrauchstraße (Bild: Stefan Volk aus de.wikipedia.org)

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Die Weihrauchstraße wurde wahrscheinlich im 10. Jahrhundert v.Chr. erstmals genutzt. Einen Aufschwung erlebte der Weihrauchhandel erst nach der Entstehung der Königreiche Saba, Hadramaut, Qataban und Ma‘in in Südarabien sowie des Königreichs der Nabatäer im Ostjordanland – etwa ab dem 8. Jahrhundert v.Chr. Durch den Handelsweg begannen sich diese Reiche kulturell zu entfalten. Antike Autoren berichten, dass Kamelkarawanen für die rund 3400 km zwischen Dhofar und Gaza 100 Tage unterwegs waren. Um eine so lange Strecke durch Wüsten- und Hochgebirgslandschaften bewältigen zu können, sind zwei Voraussetzungen zu gewährleisten: Transport und Ernährung – und genau darin liegt die kulturelle Leistung der antiken Völker Südarabiens.

Mitte des 2. Jahrtausends v.Chr. wurde das Kamel domestiziert. Erst durch den Einsatz dieses Lasttieres wurde es den Karawanen möglich, in der Wüste die langen Strecken von Oase zu Oase zu bewältigen. Zudem schufen die Araber ein für damalige Verhältnisse hochmodernes Bewässerungssystem, sodass sich eine Vielzahl von Staudämmen und Bewässerungskanälen entlang der Weihrauchstraße hinzog. Erst die landwirtschaftliche Erschließung des Lands ermöglichte das Wachstum der Städte und damit die kulturelle und wirtschaftliche Blüte der Weihrauchstraße. Der berühmteste antike Staudamm ist wohl der Damm von Marib, dessen Bruch 572 n.Chr. das Ende des Königreichs von Saba besiegelte.

Der Grund für den Niedergang der Weihrauchstraße war aber ein anderer – der Wandel der Transportwege. Im 1. Jahrhundert v.Chr. hatten die ptolemäischen Herrscher Ägyptens den Seeweg durch das Rote Meer erschlossen und waren in den Weihrauchhandel eingestiegen. Kamelkarawanen wurden so nach und nach von Schiffen abgelöst, die alten Handelswege verloren ihre Bedeutung und die südarabischen Reiche ihre wirtschaftliche Grundlage. Zu den neuen Herren des Jemen schwangen sich die Himjariten auf, die sich, abseits der Weihrauchstraße, ebenfalls auf den Seehandel sowie die Landwirtschaft im Gebirge konzentrierten. Zudem verringerte sich die Nachfrage nach Weihrauch, desto erfolgreicher sich der Islam ausbreitete: Für rituelle Handlungen wurde das Harz nicht mehr benötigt. Die Erschließung des Seewegs um das Kap der Guten Hoffnung nach Indien durch die Portugiesen im 16. Jahrhundert bedeutete das endgültige Aus für den antiken Handelsweg.

Die Römer nannten das Herkunftsgebiet des Weihrauchs Arabia felix – das glückliche Arabien.

Heute sind die einst so begehrten Rohstoffe Südarabiens kaum mehr gefragt – andere Rohstoffe dominieren den Welthandel, an denen der Jemen kaum einen Anteil hat. Obgleich er aber zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, kann er sich noch immer glücklich schätzen: Das kulturelle Erbe der Weihrauchstraße beeindruckt mit Ruinenstätten wie Marib und Sirwah, den Hauptstädten des sabäischen Reiches, und kann in der Altstadt von Sanaa nachempfunden werden, die aus westlicher Sicht wie keine andere das pulsierende Lebensgefühl einer alten arabischen Stadt vermittelt. Auch im Ostjordanland hinterließ die Weihrauchstraße ihre Spuren – die nabatäische Felsenstadt Petra mit ihren atemberaubenden Monumentalfassaden. Sanaa, Petra und zahlreiche andere Stätten entlang der Weihrauchstraße gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und kurbeln abermals die Wirtschaft an – die Fremdenverkehrs-Wirtschaft.

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Weiterführungen und Hinweise:

Erklärung, was Weihrauch ist

Wikipedia-Artikel über die Weihrauchstraße (fast so gut, wie dieser hier)

Alle weiteren Daten und Informationen sind der TimeLife-Buchreihe „Spektrum der Weltgeschichte“ entnommen.

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Der BND und der Irakkrieg – Stichwort: Curveball

Deutscher Pass als Lohn

[Stuttgart, 12.01.2011] – Die Affäre um einen aus dem Irak stammenden Informanten des Bundesnachrichtendienstes (BND), der mit falschen Angaben über ein Biowaffenprogramm Saddam Husseins eine zentrale Begründung für den Irakkrieg lieferte, beschäftigt nun auch die Landespolitik. In der Antwort auf eine Grünen-Anfrage äußert sich das Innenministerium von Heribert Rech (CDU) zu den Umständen, unter denen der Mann mittlerweile in Baden-Württemberg die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hat. Danach haben BND-Beamte im Jahr 2008 die Einbürgerung bei der Stadt Karlsruhe veranlasst und begleitet, ohne dass die Landesregierung davon Kenntnis erhielt. Der Grünen-Innenexperte Hans-Ulrich Sckerl hält dies für „höchst unglaubwürdig“ und fordert weitere Aufklärung.

Der Iraker Rafid al-J. – angeblich ein Chemieingenieur – war 1999 nach Deutschland geflohen und im Jahr 2000 als Asylberechtigter anerkannt worden. Bekannt wurde er als Informant des Bundesnachrichtendienstes mit dem Decknamen „Curveball“, der über ein Biowaffenprogramm des irakischen Diktators und mobile Biowaffenlabore berichtete. Diese Angaben dienten den USA maßgeblich als Begründung für den Irakkrieg im Jahr 2003. Der damalige US-Außenminister Colin Powell berief sich sogar öffentlich auf den BND-Informanten, zu dem Washington aber offenbar keinen direkten Zugang erhielt. Später erwiesen sich seine Angaben als frei erfunden, seither gilt der Fall als große Blamage für den Nachrichtendienst.

Alimente „trotz erwiesener Lüge“

Durch Recherchen des NDR-Magazins „Panorama“ wurde im Dezember bekannt, wie sich der BND „trotz erwiesener Lüge“ noch jahrelang um den Mann kümmerte. Über eine Münchner Tarnfirma („Thiele und Friedrichs“) habe er bis Ende 2008 monatlich 3000 Euro netto erhalten; eine Gegenleistung sei aus dem Arbeitsvertrag nicht hervorgegangen. Offenbar habe sich „Curveball“ verpflichtet, nicht mit den Medien über seinen Fall zu sprechen. Ein Interview scheiterte laut „Panorama“ daran, dass der Mann dafür Geld verlangte. Der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele hatte es „nicht mehr vertretbar“ genannt, wie der Informant noch im Nachhinein alimentiert worden sei.

Das Fernsehmagazin enthüllte zudem, wie der Geheimdienst „Curveball“ zur deutschen Staatsbürgerschaft verhalf. Zwei BND-Beamte hätten ihn demnach bei der Stadt Karlsruhe als Einbürgerungsbewerber vorgestellt, das gesamte Verfahren begleitet und die erforderlichen Unterlagen beigebracht. Auch dies kritisierte Ströbele scharf: Spätestens seit der BND aus den Meldungen der Amerikaner gewusst habe, dass die Informationen über ein irakisches Biowaffenprogramm frei erfunden waren, hätte „wirklich Feierabend“ sein müssen.

BND reichte Einbürgerungsantrag ein

Bitte bei der Stuttgarter-Zeitung-online weiter lesen. Dort auch interessante Kommentare.

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Das Video von Panorama:

Der BND lieferte den Grund zum Irakkrieg

Mitten in Deutschland lebt der Mann, der den Irak-Krieg auslöste. Ein BND-Informant aus dem Irak, Deckname „Curveball“. Heute hat er einen deutschen Pass – der Lohn für eine Lüge. Denn der von ihm gelieferte Kriegsgrund erwies sich als erfunden, die von ihm „enthüllten“ Produktionsstätten für Massenvernichtungswaffen gab es in Wahrheit nicht. US-Präsident Bush und Außenminister Powell stützten sich auf „Curveballs“ Aussagen, der Bundesnachrichtendienst versorgte ihn danach jahrelang mit Geld und Betreuung.

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Leute, was hier dokumentiert wird, ist nicht nur Anweisung zum Mord, Vorbereitung zum Krieg oder Beihilfe zum Mord … dieses ist echter Mord an Zivilisten, nur der Ölwirtschaft der USA zuliebewillen.

Eine Kassiererin wird wegen einem Pfandbon entlassen und vor Gericht gestellt. Aber der BND und dieser „Curveball“ gehen bei Massenmord leer aus und bekommen sogar noch Arbeit, Geld und Wohnung dafür. – Warum, frage ich mich, warum werden die nicht zur Verantwortung und Rechenschaft gezogen???

Sagt mir bitte, was hier falsch ist. – Ich weiß es nicht …

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Hypo Real Estate am Ende

450 Mrd. Euro ‚verflüchtigen‘ sich!

Von Karl Weiss

Ein „Fass ohne Boden“ sei die Hypo Real Estate (HRE), sagt SPD-Hauhaltsexperte Carsten Schneider, der auch Soffin-Kontrolleur ist. Das wäre schon der zweite Bankrott-Kandidat nach der West-LB, beide mit unvorstellbaren Mengen von Steuerzahler-Geldern am Leben gehalten.

Erinnern Sie sich an jenen trüben September-Montag 2008, als wir von überraschenden Meldungen beim Frühstück eingeholt wurden, welchselbiges dann Einigen im Hals stecken blieb. Die LehmanBrothers, eine der grössten Investment-Banken der Erde, sei an jenem Wochenende pleite gegangen, wurde uns kühl mitgeteilt, was zu einer tiefen Finanzkrise geführt habe. In Deutschland sei am meisten die ‚Hypo Real Estate‘ betroffen, hervorgegangen aus der Bayern Hypo, vormalige Bayerische Hypotheken– und Wechselbank, verbündelt mit der Bayerischen Vereinsbank. Nun, aus Bayern kommen ja immer die besten Dinge in Deutschland, nicht wahr?

Noch am Wochenende habe sich der allseits geliebte Deutsche-Bank-Chef Ackermann mit der Bundeskanzlerin getroffen und man habe einen Hundert-Milliarden-schwere Unterstützung der HRE auf den Weg gebracht. Das sei angeblich völlig alternativlos gewesen, denn sonst wäre das ganze deutsche Bankensystem zusammengebrochen.

Später erfuhr man dann, es sei keineswegs um das ganze Bankensystem gegangen – Deutschland hat nämlich um die 2000 Banken, von denen sich jede alle zehn Finger abgeschleckt hätte, die Rolle der Deutschen Bank zu übernehmen – sondern um eine ganz konkrete Bank, eben die Deutsche Bank jenes Ackermann, die bis über die Halskrause in HRE-„Derivaten“ angagiert war und bei einer HRE-Pleite gleich mit den Bach hinunter gegangen wäre.

Die ganzen Hunderte von Milliarden für die HRE also, weil die Deutsche Bank der Besitzer Deutschlands ist und bestimmt, was hier geschieht. Nicht umsonst hatte sich Frau Merkel schon früher genötigt gesehen, den Geburtstag des Herrn Ackermann mit vielen Prominenten im Kanzleramt zu feiern.

Und nun, wer hätte das gedacht, ist die HRE nicht mehr zu retten. Nachdem Deutschland, das heisst Sie und ich, insgesamt 450 Mrd. Euro aufgebracht haben, um diese lächerliche Bank zu „retten“, stellt sich heraus, sie ist unrettbar verloren und man hätte sich die 450 Milliarden schlicht sparen können.

Hätte man wirklich?

Natürlich nicht, denn inzwischen konnte die Deutsche Bank sich schon in wesentlichen Teilen aus der völligen Abhängigkeit von der HRE befreien. Die 450 Mrd. wurden also schlicht für die Deutsche Bank aufgebracht. Jetzt kann man die HRE fallenlassen, die gerade eben noch „das gesamte deutsche Banksystem“ mit in den Abgrund gerissen hätte.

Nun, dann wird uns die Deutsche Bank dies ja wohl in den nächsten Jahren zurückzahlen, nicht wahr?

Weit gefehlt, die Deutsche Bank steht doch nicht dafür ein, was die HRE verbockt hat!

Merken Sie, wie wir da an der Nase herumgeführt wurden von dem glänzenden Sternen-Paar Merkel-Zimmermann?

Versprechen Sie mir, lieber Leser, sie werden sich – so wie ich auch – in Zukunft nicht mehr so einfach an der Nase herumführen lassen und vor allem werden wir diese „An-der-Nase-Herumführer“ jetzt mithelfen zu entlarven, tagtäglich!

(Quelle: Karl Weiss – Journalismus. Bitte dort kommentieren)

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