Gewalt auf Schiene und Schotter

Castor-Transport: strahlend und tödlich

Von Martin Schnakenberg

Vor dem Eintreffen des Atommülls im niedersächsischen Wendland hat es erste Gleisblockaden und Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei gegeben. Auf einer Strecke von sechs Metern Länge hätten westlich von Leitstade (Landkreis Lüchow-Dannenberg) rund 250 Menschen die Steine aus den Gleisbetten entfernt, um den Transport zu behindern, sagte der Sprecher des Castor-Einsatzes der Polizei in Dannenberg, Markus Scharf. Die Polizei habe Schlagstöcke und Pfefferspray gegen die Gruppe angewendet. Die Aktivisten hätten ihrerseits die Polizeibeamten mit Signalmunition und Pyrotechnik angegriffen. Insgesamt stehen den Polizisten 3000 bis 4000 Demonstranten gegenüber. Die Polizei ist mit mindestens 16.500 Beamten im Einsatz. (Tagesschau)

Korrekt heißt das: Im Verhältnis von 1:5 bekämpft die Polizei im Auftrag der Bundes- und Wirtschaftsregierung das Volk, das Gesetz und die Demokratie!

Schaut man sich mal dieses Bild an, dann erkennt man fest verpackte, vermummte und mit Waffen versehene Polizisten – und auf der anderen Seite normal angezogene Bürger, die sich hinter den Abwehrschilden der Polizei zurück ziehen.

Ich kann mich noch an meine Kinder- und Jugendzeit erinnern, wo es hieß: „Die Polizei – dein Freund und Helfer“. Damals war die Polizei zum Schutz der Bürger da. Sie wurden dafür bezahlt, um uns zu schützen.

Heute werden sie bezahlt, um uns zu bekämpfen. Dafür erhalten sie Kampf- und Schutzanzüge, werden extra ausgebildet zum Draufschlagen, erhalten eine Gehirnwäsche zum brutalen Vorgehen, bekommen Werkzeuge zum Verletzen ihrer Mitbürger und den Auftrag, friedliche Demonstranten zu provozieren.

Ich glaube nicht, dass wir uns diese Willkür länger gefallen lassen können. Stuttgart21, Laufzeitenverlängerung der Kernkraftwerke und Castortransporte zwecks Endlagerung, Zerschlagung der Solidarität im Lohn-, Krankenkassen- und Rentengefüge, Demütigungen der unteren Einkommensklassen, der Arbeitslosen und der auf Sozialhilfe angewiesenen Mitbürger, Kriegseinsätze im Ausland, weitere Einschränkungen mit dem Sparpaket, Bevorzugung der Reichen, Unterstützung der Banken und Zocker, Anbiederung an die Mächtigen der Wirtschaft, Flirten mit der Pharmaindustrie und vieles mehr.

Die Regierung scheint unbedingt den Krieg gegen das eigene Volk haben zu wollen und hetzt unsere Freunde auf uns los. Das Schlimmste: sie scheint sich der Gefahr, die daraus entsteht, nicht bewusst zu sein. Denn die Regierung bekämpft das Volk mit den eigenen Steuergeldern. Auch deshalb wird es nicht mehr lange dauern, bis das Volk sagt: „Ihr wollt Krieg? – Ihr könnt ihn haben!!! – Aber auf eigene Kosten!!!“

Nochmal zum Bild: Man sieht jetzt eine Horde vermummter und geiler Priester, die unschuldige minderjährige Ministranten vergewaltigen wollen. Wehrt euch dagegen, ihr Kinder!!!

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Weitere Links:

Brutaler Polizeieinsatz – Wald voller Tränengas

Schlagstöcke gegen Schotterer

Die Legende vom Salzstock

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2 Kommentare

  1. Erfolg für die Demonstranten im Wendland: Der Castor-Zug kommt zur Stunde nicht mehr weiter in Richtung Gorleben. Einige tausend Aktivisten lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, viele wurden verletzt, ein Panzerwagen ging in Flammen auf. Auch hier verstehe ich die Politiker nicht. Warum wird solch einem Thema, was die Bürger des ganzen Landes bewegt nicht eine Volksabstimmung gemacht?

  2. Franz-Werner G.

     /  7. November 2010

    Zitat: Denn die Regierung bekämpft das Volk mit den eigenen Steuergeldern. Auch deshalb wird es nicht mehr lange dauern, bis das Volk sagt: “Ihr wollt Krieg? – Ihr könnt ihn haben!!! – Aber auf eigene Kosten!!!” – Zitat Ende.

    Stimmt. Aber wir wollen den Krieg nicht. Sie wollen ihn. Und deshalb fand ich den Aufruf von Robin Wood und andere ja so gut, dass sie die Polizei aufforderten, aufzuhören mit der Gewalt. Steht hier auch in einem anderen Artikel.

    Wenn die Regierung endlich aufhört, das Volk zu terrorisieren und anfängt, für uns da zu sein, dann könnten wir sogar Freunde werden. Aber solange das nicht ist, gehen wir auf die Straße. Dann jagen wir auch bald diese Regierung dahin, wo sie hingehört: in die Hölle.

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