Eilmeldung: Abriss Bahnhof Stuttgart

Soeben erreicht mich ein BrandNewsLetter mit der Bitte um Verbreitung, was ich hiermit sehr gerne mache. Hier der Text:

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Lieber Martin,

hiermit erreicht Dich eine Eilmeldung: Derweil ich diesen Text schreibe,wird mit massiver Polizeigewalt der Stuttgarter Hauptbahnhof abgerissen, um dem irrsinnigen Milliardenprojekt S21 Platz zu machen.

Durch den Bau eines Tiefbahnhofs würden nicht nur Unmengen Steuergelder verschwendet, auch Behinderungen im Regionalverkehr stünden zu befürchten und hunderte Bäume müssten gefällt werden. Dagegen finden seit Monaten immer breiter werdende Proteste statt, die von ROBIN WOOD unterstützt werden und sich durch die gesamte Bevölkerung ziehen.

Erst am Freitag zogen 30.000 Menschen in einem Schweigemarsch zum alten Kopfbahnhof, den sie erhalten möchten. Am Montag protestierten ROBIN WOOD-Aktive mit einer Kletteraktion am Stuttgarter Rathaus.

Jetzt sind riesige Abrissbagger angerollt und haben begonnen, den Nordflügel des Bahnhofs abzureißen. Tausende Menschen, darunter auch ROBIN WOOD-Aktive, strömen derzeit zusammen, um den Abriss doch noch zu verhindern. Unterstütze den Kampf für den Erhalt des alten Bahnhofs: Wenn Du in der Nähe wohnst, komm auch zum Bahnhof, zum Beispiel zur Spontandemonstration heute abend! Oder spende für den Kampf für eine sinnvollere Verkehrspolitik: https://www.robinwood.de/spenden/


Livestream vom Stuttgarter Hauptbahnhof:

http://www.ustream.tv/channel/live-stream-vom-nordfl%C3%BCgel-am-stuttgarter-hauptbahnhof


Aktuelles im Twitter und Blog:

http://twitter.com/robin_woodhttp://www.robinwood.de/tag/stuttgart-21/


Liebe Grüße, Ute Greiser

Ute Greiser (ROBIN WOOD-Newsletter-Redaktion),V.i.S.d.P.: Ute Greiser, Robin Wood e.V., Langemarckstr. 210, 28199 Bremen, Tel.0421-598288

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Die Kirche und der Mammon, Teil 2

Wie die Klöster reich wurden

Kein anderes Unternehmen hat es so gut verstanden, Geld und Reichtum zusammenzuraffen wie die Kirche. Die ganze Kirchengeschichte ist geprägt von Erbschleicherei, Konfiskation, Ablasshandel, Raubzügen u.a.m. Die Verkündigung ihrer Lehre nimmt sich dagegen eher wie eine Nebentätigkeit aus. In der 1. Folge war von Bischöfen als Bankern und von klerikalen Geldgeschäften die Rede. Lest heute von den Privilegien der Mönche und der Klöster.

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Die eigentliche Grundlage für die heutige Stellung der Kirche als Wirtschaftskonzern legte Kaiser Konstantin. Mit dem Toleranzedikt von Mailand (313 n. Chr.) wurden die einzelnen Gemeinden zu vermögensfähigen Körperschaften, die Grundbesitz erwerben und bewirtschaften konnten. Sie durften Erbschaften machen, was heidnischen Tempeln vorher nur ausnahmsweise erlaubt war. Vor allem aber konnten sie sich heidnische Tempelgüter aneignen mitsamt deren Pfründe. Hinzu kamen großzügige Schenkungen von Seiten der ersten so genannten christlichen Kaiser, was sich in den nachfolgenden Jahrhunderten kaum änderte. Da Kirchenbesitz im Mittelalter generell unveräußerlich war, konnte dieser nur wachsen.

Die Klöster als Wirtschaftsfaktor

Eines der ersten christlichen Klöster war das Katharinenkloster auf dem Sinai, das 565 gegründet wurde.

Die Früchte dieser Privilegierung kam in besonderer Weise den Klöstern zugute. Die ursprünglich asketische Mönchsbewegung wandelte sich schon bald zu einem mächtigen Wirtschaftsfaktor. Bereits zu Beginn des 4. Jahrhunderts findet sich in den Klöstern, z. B. in denen des Pachomius, eine eher soldatisch organisierte Arbeitsplanung, bei der das Gebet gegenüber der Arbeit zurücktritt. Jedes Kloster profitierte davon, dass jeder, der eintrat, seinen gesamten Besitz abgeben musste und ihn später auch nicht an Verwandte vererben konnte. Auch Laien bereicherten die Klöster, indem sie ihnen große Spenden zukommen ließen – zum Heil ihrer Seelen.

All dieser Zugewinn hinderte die Klöster nicht daran, zusätzlich Geldgeschäfte zu tätigen und sich sogar Sklaven zu halten.

Die Klöster ließen sich – wie der Staat – von den Bauern den Zehnt bringen. Sie eigneten sich weiteres Land an, indem sie schlicht behaupteten, es sei ihnen vermacht worden. Durch solche Machenschaften trugen sie zur Ausbeutung ganzer Gegenden bei. Kein Wunder, dass ein Klostereintritt nicht selten aus blanker Existenznot geschah und weniger aus religiösen Motiven: „Kurz, nicht Sorge um die seelische, sondern um die leibliche Existenz, nackte wirtschaftliche Not zwang die Ausgebeuteten gewöhnlich ins Kloster“ (Deschner, Karlheinz: Kriminalgeschichte des Christentums, Bd. III, S. 476).

Versicherungsgesellschaft und Bank in einem

Die Geschäfte der Klöster mit Geldverleih stellt die der Juden – die durch Berufsverbote in die Rolle der Geldverleiher gedrängt worden waren – weit in den Schatten. Viele Privatpersonen übergaben ihr Geld Kirchen und Klöstern zur Aufbewahrung. Aus diesem Bestand verlieh das Kloster Geld an Einzelpersonen oder an Institutionen, die Geld brauchten. Aus dem Jahre 1070 ist belegt, dass Kirchen und Klöster Geld an benachbarte Grundherren verliehen, „gegen einen Anteil an den Einkünften aus dem Grundbesitz des Herrn“. Durch diese Hypothekdarlehen wurden die Klöster zu den ersten Bankgesellschaften des Mittelalters. Die Abtei St. André in Frankreich war in ihren Bankgeschäften so erfolgreich, dass sie jüdische Geldverleiher anstellte, um ihren Finanzoperationen vorzustehen. Die Tempelritter liehen an Könige und Fürsten, Herren und Ritter, Kirchen und Prälaten Geld gegen Zins – ihr Hypothekargeschäft war im dreizehnten Jahrhundert wahrscheinlich das ausgedehnteste der Welt.

Die Rolle der Juden als Geldverleiher wird stark übertrieben. Sie hatten in Spanien und eine Zeit lang in England „eine große Macht, waren aber in Deutschland schwach und in Italien den christlichen Finanzleuten unterlegen“ (W. Durant, Kulturgeschichte der Menschheit, Bd. 6, S. 306 f). „Im Zwölften Jahrhundert betrugen die Zinssätze in Frankreich und England 33 1/3 %; manchmal erreichten die Zinssätze die Höhe von 50 %. Friedrich II. versuchte um 1240, den Zins auf 10 % zu senken, zahlte aber bald einen höheren Zins an christliche Geldverleiher“ (W. Durant, Bd. 6, S. 313). Allein durch diese Geschäfte war die Kirche nach Aussage Durants die „größte Finanzmacht des Christentums“.

Doch damit nicht genug: Die Klöster übernahmen auch die Rolle der heutigen Versicherungen. Viele Vermögende übergaben ihnen ihren Besitz als „Precarium“, als eine Art „Versicherung gegen Erwerbsunfähigkeit“. Kloster oder Kirche „zahlte ihnen ein Jahrgeld, kümmerte sich um sie im Krankheitsfalle und im Alter und erhielt dafür das Besitztum beim Tode des Schenkers frei von jedem Zurückbehaltungsrecht“ (Durant, Bd. 6, S. 355). Auf diese Weise verdiente die Kirche sogar an den Kreuzzügen, denn: „Kreuzfahrer verkauften nicht nur Ländereien zu niedrigen Preisen an die Kirche, um Bargeld zu erhalten, sondern erhielten auch Darlehen von kirchlichen Körperschaften, wobei sie ihren Grundbesitz als Sicherheit einsetzten, welcher dann in vielen Fällen wegen Zahlungsunfähigkeit des Schuldners verfiel“ (Durant, S. 455). Und natürlich auch deshalb, weil viele von den Kreuzzügen nicht zurückkehrten.

Der Papst hatte es noch einfacher. Er erließ schlicht eine Kreuzzugssteuer. So erhob z. B. Papst Gregor VIII. im Jahre 1188 n. Chr. den „Saladinzehnten“, der von allen eingefordert wurde, die den Kreuzzug nicht mitmachten.

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Bald geht es weiter in der Kirchengeschichte…

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Siehe auch:

1. https://muskelkater.wordpress.com/2010/04/21/die-kirche-und-der-mammon-startkapitel/

2. https://muskelkater.wordpress.com/2010/08/06/die-kirche-und-der-mammon-teil-1/

3. http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster

4. http://de.wikipedia.org/wiki/William_James_Durant

Oder auch die Kategorie:

https://muskelkater.wordpress.com/category/artikelreihe-verein-kirche/

mit weiteren spannenden Geschichten zum Abenteuer Kirche.

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EU-Überwachungsprojekt stoppen

Pressemitteilung

Von Ulla Jelpke

„Das großangelegte Projekt des Europäischen Rates zur uferlosen Überwachung politischer Aktivisten muss schnellstens gestoppt werden“, fordert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke. Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (17/2717) bestätige die Befürchtung, dass das Projekt auf eine gefährliche Beeinträchtigung der Meinungsfreiheit hinauslaufe. Jelpke weiter:

„Die Bundesregierung gibt zwar an, sie sehe keine Notwendigkeit für das EU-Projekt, das umfassende Informationen über ‚Radikalisierungsprozesse’ in der EU sammeln will. ,Die Bundesregierung beabsichtigt nicht, das Instrument für die Sicherheitsbehörden des Bundes einzusetzen’, heißt es in der Antwort. Darin ist ihr zuzustimmen, aber das genügt nicht. Angesichts der engen Vernetzung europäischer Sicherheitsbehörden kann die Bundesregierung nicht so tun, als gehe sie dieses Überwachungsprojekt nichts an. Deutsche Sicherheitsbehörden dürfen weder indirekt zur Anreicherung der neuen EU-Datensammlung beitragen noch ihr passiver Nutznießer werden. Damit stellt sich die Frage, wie die Bundesregierung sicherstellen will, an diesem Demokratieabbau in keiner Weise teilzuhaben. Sie muss sich in den EU-Institutionen für einen Stopp des Projektes einsetzen.

Der EU-Rat hat in Rats-Schlussfolgerungen vom Frühjahr 2010 einen Fragebogen präsentiert, der eine Vielzahl hochsensibler persönlicher Daten bis hin zu Gesundheitszustand und Gewohnheiten über angeblich radikale Personen abfragt. Auch gewaltfreie Bewegungen sollen vom geplanten Überwachungsinstrument erfasst werden. An der neuen Datensammlung sollen sich sowohl Geheimdienste als auch Polizeien und Sicherheitsfirmen beteiligen. Das soll strategische Analysen darüber erlauben, welche Prozesse zu einer ‚Radikalisierung’ beitragen. Mit Hilfe von Europol sollen Listen ‚radikaler’ Personen erstellt werden. Da gemeinsame Definitionen des Begriffs ‚radikal’ fehlen, ist der willkürlichen Überwachung missliebiger politischer Richtungen Tür und Tor geöffnet.“

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Für eine neue soziale Idee.

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Die Kinderkommission ruft zur Hilfe für die Flutopfer in Pakistan auf

Pressemitteilung

Seit Wochen erreichen uns Bilder von verzweifelten Menschen in den Fluten des Ganges, die die Lebensgrundlage für Millionen Menschen zerstört haben. Die Menschen haben kein Dach über dem Kopf, nichts zu essen und müssen um ihr nacktes Überleben kämpfen. Inzwischen kommen zum Hunger auch Krankheiten und Seuchen, die besonders die geschwächten Kinder treffen.

Nach den Schätzungen von UNICEF sind sechs Millionen Kinder und Jugendliche von der Katastrophe betroffen. Bis zu 3,5 Millionen von ihnen sind durch Krankheiten akut bedroht.

Die vielen Hilfsorganisationen tun ihr Möglichstes – aber sie sind angesichts des Ausmaßes dieser humanitären Katastrophe schlicht überfordert und die geschundenen Menschen mit den Hilfeleistungen zu Recht unzufrieden. Es fehlt an allem – an Nahrungsmitteln und sauberem Wasser, aber auch an Kleidung und Medikamenten. Und das ist nur der dringendste Hilfebedarf. Es müssen neue Häuser, Schulen und Straßen gebaut werden. Für die Menschen muss eine neue Existenzgrundlage geschaffen werden.

Die Mitglieder der Kinderkommission bitten die Menschen in Deutschland daher eindringlich, ihren – wenn auch noch so kleinen – Beitrag zur Linderung des Leids dieser Menschen zu leisten. Auch wenn es viele berechtigte Vorbehalte gegen die Politik in Pakistan gibt – die Menschen, die Kinder im Elend können nichts dafür. Sie sind auf Ihre Hilfe angewiesen.

Eckhard Pols, Vorsitzender der Kinderkommission, erklärt daher: ?Gerade Kinder sind bei dieser Naturkatastrophe besonders betroffen. Sie werden von ihren Eltern getrennt und in vielen Fällen auch zu Waisen. Ihnen gilt unser besonderes Augenmerk. Geschwächte Kinder sind besonders von Krankheiten bedroht. Deshalb rufe ich zu schneller und erhöhter Spendenbereitschaft auf.“

Deutscher Bundestag, Presse und Kommunikation, PuK 1
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-37171, Fax +49 30 227-36192
www.bundestag.de, pressereferat@bundestag.de
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Anmerkung: Alles schön und gut. Ich wundere mich aber, dass die Bundesregierung den ohne Schuld in Not geratenen Hartz4-Kindern durch Sparpakete schon fast die Lebensgrundlage entzieht … und dann um Spenden bittet für andere Kinder. Ist das nicht irgendwo schizophren?
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