Sommerloch-Artikel: Die wahren Ursachen der Finanzkrise werden verheimlicht

Wie war das nochmal? – Erinnerungshilfen

Heiner Flassbeck, Chefökonom der UNCTAD, hatte die Krise vorhergesagt. Die Ursachen werden von den meisten Politikern und Unternehmensverbänden ignoriert. PLUSMINUS (ARD) stellt die volkswirtschaftlichen Ursachen der Finanzkrise anschaulich und leicht verständlich dar. Letztendlich werden wieder die Normal- und Geringverdiener die Krise bezahlen müssen.

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8 Kommentare

  1. Andreas Hoberg

     /  6. August 2010

    Flassbeck hat vollkommen recht und man muss ja auch die politische Dimension sehen; letztlich ist dieser wirtschaftliche Hitlerismus mit „Wirtschaftsraum in aller Welt“ genauso geeignet, den Frieden in Europa zu gefaehrden wie eben in den dreissiger Jahren die Nazis mit echten Waffen.

  2. Artikel 20 Grundgesetz

     /  6. August 2010

    Ein exzellenter Beitrag. Respekt! Bei der medialen Volksverdummung in diesem Lande erwartet man heutzutage so etwas schon gar nicht mehr.

    Was die laufenden Exportüberschüsse angeht, sollte man die Vertreter dieser neoliberalen Export-Überschusspolitik (zu denen ich beispielsweise
    Hans-Werner Sinn, Hans-Olaf Henkel, Friedrich Merz, Roland Berger, Thomas Straubhaar, Wolfgang Clement, Oswald Metzger, Silvana Koch-Mehrin und auch den Versicherungsvertreter der privaten Versicherungwirtschaft Bernd Raffelhüschen zähle) fragen, warum in § 1 des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft von 1967 steht: (Zitat)

    „Bund und Länder haben bei ihren wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen die Erfordernisse des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zu beachten. Die Maßnahmen sind so zu treffen, daß sie im Rahmen der marktwirtschaftlichen Ordnung gleichzeitig zur Stabilität des Preisniveaus, zu einem hohen Beschäftigungsstand und außenwirtschaftlichem GLEICHGEWICHT bei stetigem und angemessenem Wirtschaftswachstum beitragen.“ (Hervorheb. durch den Verf.)

    Ich gehe mal davon aus, dass der Passus mit dem außenwirtschaftlichen Gleichgewicht im Sinne der neoliberalen Ideologie aber bald gestrichen werden wird.

    • Michel

       /  8. August 2010

      Art. 20 GG hat die Apologeten und Protagonisten des deutschen Neoliberalismus exakt aufgelistet. Bravo!
      Es bliebe nur zu wünschen, dass der geneigte Leser zukünftig die Propaganda dieser Leute entsprechend wertet.

      Aber was nützen die besten Gesetze, wenn die Politikerkaste nicht in der Lage oder nicht Willens ist, das Primat der Politik über die Wirtschaft wieder zu erlangen und damit die Demokratie wieder zum Leben zu erwecken. Daher wäre auch Art. 20, Abs. 4 GG in die Tat umzusetzen.

      Michel

  3. Der Beitrag spricht ein paar richtige Punkte an.

    Er hat aber auch massive inhaltliche Fehler. Teilweise stützt sich die Argumentation massiv darauf.

    Ackermann hat NIE eine 25%-ige Rendite verlangt, sondern eine 25%-ige EIGENKAPITALrendite. Das ist etwas völlig anderes. Zwei Artikel dazu:

    http://politur.wordpress.com/2010/05/18/biergitte-giert-ackermann-nach/

    http://politur.wordpress.com/2010/05/23/wolfgang-schauble-kritiersiert-seinen-bruder/

    Auch bei der Bewertung der Regierungsarbeit widerspricht sich der Beitrag. Er fordert zum einen ein Entlastung der unteren und mittlere Einkommen, zum anderen kritisiert er das Vorhaben der FDP, Steuern zu senken. Dabei hätte der Vorschlag der FDP gerade diese Einkommensschichten besser gestellt, wie selbst die TAZ feststellt:
    „Die FDP hat sich hier davon verabschiedet, Wohlhabende und Reiche weiter zu begünstigen Entlastet würden hingegen kleine und mittlere Einkommen.“
    http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/entlastung-fuer-mittlere-einkommen/

    Daher finde ich den Beitrag, obwohl er Richtiges anspricht, populistisch und reißerisch aufgeladen. Auf solche Beiträge könnte man gerne verzichten. Sachliche Beiträge würde den Öffentlichrechtlichen besser stehen.

    • Ich finde Deinen Beitrag bemerkenswert. Denn er zeugt von Mut, sich als FDP’ler in die linke Höhle des Löwen zu begeben.

      Du hast vieles angesprochen, was man im ersten Moment als super bezeichnen könnte. Aber dann stutzt man, wenn man Deine Website, deinen Blog, nur schon von Ferne gesehen hat. Da ist Blau/Gelb (FDP) mit den Farben der CDU/CSU/NPD/DVU so toll vermischt, dass es eine reine Freude für alle Gegner der Demokratie ist.

      Du schreibst: „Ackermann hat NIE eine 25%-ige Rendite verlangt, sondern eine 25%-ige EIGENKAPITALrendite. Das ist etwas völlig anderes.“

      DIESES IST TOTAL FALSCH.

      Denn er spricht tatsächlich in mehreren Interviews immer nur von seiner eigenen Rendite für die Deutsche Bank!!!

      Steuern zu senken ist ein tolles Versprechen, betrifft aber nur die Einkommensstarken, nicht das arbeitende Volk. Was hat der VW-Arbeiter davon, wenn Hotels entlastet werden, bitteschön…

      Ich möchte jetzt nicht die ganzen Lügengeschichten, die Du als FDP- und Ackermann-Anhänger vom Zaum gelassen hast, dementieren. Da habe ich jetzt wahrhaft keine Lust dazu und es kann sich jeder Leser des Muskelkaters selber ein Bild darüber machen. Deshalb habe ich auch die Links stehen gelassen, damit man sieht, in welcher schamhafter Weise Du versuchst, die Menschen zu beeinflussen und hier Polemik und Populismus der allerschlimmsten Sorte zu verbreiten.

      Ich überlasse jetzt einfach dem Leser das Wort.

      Unser Motto: „Ich bin der erste Diener meines Volkes“. Das sagte der alte Fritz einmal. Das hat sich die Muskelkater-Redaktion zu Herzen genommen.

      Sonst noch Fragen?

  4. Lieber Muskelkater,

    vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Deinen Behauptungen hätten ein paar Fakten jedoch gut getan. Mein Kommentar und meine Blogbeiträge, auf die ich verweise, enthalten etliche Quellenangaben. Du unterstellst mir „Lügengeschichten“ ohne Belege zu nennen.

    Gib einfach „Ackermann 25“ in google ein und du wirst feststellen, dass ich recht habe. Es geht nicht um die „Rendite“ sondern die „Eigenkapitalrendite vor Steuer“.

    Lassen wir das Ackermann doch selbst erklären:
    „Sind Renditeerwartungen von 25 % noch realistisch?
    Josef Ackermann: Hier geht in der öffentlichen Diskussion einiges durcheinander. Zunächst einmal muss man ganz klarmachen, wovon man spricht. Wir sprechen hier von der Eigenkapitalrendite, nicht etwa der Umsatzrendite. Wenn Sie dazu einmal sehen, dass in der Industrie Eigenkapitalquoten von teilweise 40 % nicht selten sind, viele Banken dagegen nur 6 bis 8 % regulatorisches Eigenkapital haben, dann sind 25 % Rendite auf 8 immer noch weit weniger als beispielsweise 10 % auf 40.“
    http://www.deutsche-bank.de/presse/de/content/interviews_4198.htm

    Noch Fragen, ob Ackermann 25%-Eigenkapitalrendite als Ziel ausgegeben hat?

    Ich finde es schade, dass du mich versuchst in die konservativ-rechte Ecke zu schieben und dazu nur ein unsachliches Argument, wie die Farbwahl meines Blog heranziehst. Wenn du genauer mein Blog lesen würdest, würdest du das Gegenteil ausmachen.

    Auch bin ich kein Ackermann-Anhänger und weise auch auf die „guten Gründe gegen das Ziel einer Eigenkapitalrendite von 25%“ hin:
    http://politur.wordpress.com/2010/05/23/wolfgang-schauble-kritiersiert-seinen-bruder/

    Was den Steuersenkungsvorschlag der FDP angeht, scheinst du dich nicht damit bechäftigt zu haben. Er begünstigt nicht die Einkommenstarken, sondern vor allem die von dir angesprochendene „arbeitende Volk“. Wenn du mir nicht glaubst, dann glaub wenigstens der TAZ:
    http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/entlastung-fuer-mittlere-einkommen/

  1. Sommerloch-Artikel | WIR die ZZ-ZeitZeitung
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