Regierungsidee: Arbeitslose Lehrer sollen Hartz IV-Kinder ehrenamtlich unterrichten

Wieder eine Reform…

Die Bundesregierung erwägt, Langzeitarbeitslose in der Betreuung von Kindern einzusetzen. Hintergrund ist ein Vorschlag von Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, bei einem Treffen mit Vertretern aus Ministerien für Soziales und Familie. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie man dem Urteil des Bundesverfassungs-Gerichts zu den Hartz-IV-Bezügen für Kinder gerecht werden könne, ohne den Bundeshaushalt allzu sehr zu strapazieren, berichtet Spiegel-Online.

Das Gericht hatte die Bundesregierung Anfang Februar aufgefordert, die Regelsätze für Kinder neu zu berechnen und mehr für deren Bildung zu tun. Alt regte daher bei dem Hintergrundgespräch an, arbeitslose Musiker, Sportlehrer oder Sozialpädagogen dazu zu bewegen, ehrenamtlich mit Kindern zu arbeiten. Die Hartz-IV-Empfänger könnten zum Beispiel mit den Kindern Fußball spielen, Musikkurse anbieten oder Nachhilfe geben; das sei ein „Win-win-Geschäft“, da auch die Arbeitslosen wieder sinnvoll beschäftigt seien.

Alts Vorschlag werde derzeit, wie viele andere, im Ministerium diskutiert, sagt ein Sprecher des zuständigen Bundes-Sozialministeriums. Die Idee würde zum Plan von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) passen, Hartz-IV-Kindern kostenlose Sport- oder Nachhilfeangebote zu machen. Eine Erhöhung der Regelsätze lehnt von der Leyen ab.

Anmerkung: Der Muskelkater selber sagt immer „Wenn ich schon das Wort Reform höre, wird mir ganz schlecht“. Und so geht es mir auch grade beim Lesen dieses unsinnigen Vorschlages. Denn warum werden die betreffenden Personen nicht eingestellt? – Antwort: Weil es dann Geld kostet. Und sogar die Erhöhung des Regelsatzes lehnt die Zensursula ja ab. Außerdem ist sie dann ja aus der Verantwortung raus; diese wird einfach weiter gereicht. Ich schlage vor, alle Lehrer zu entlassen. Dann können sie ja als Arbeitslose den Job kostenlos machen.

Außerdem frage ich mich, warum „Hartz IV-Kinder“ (Unwort des Jahres) extra unterrichtet werden müssen. Sind die etwa dümmer als die „Reichen-Kinder“? Oder gehen die nicht zur Schule … bei bestehender Schulpflicht? – Oder hat man vor, Platz zu schaffen für die „Eliteschüler“ der Reichen mit schmucken Schuluniformen?

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Ein Kommentar

  1. Ja eine ganz prima Idee. Bevor man gar noch ausgebildete Menschen sozialversichrungspflichtig beschäftigt, lässt man sie lieber „ehrenamtlich“ arbeiten – das kann dann sicher auch auf die übrige Wirtschaft übertragen werden! Am besten wir eröffnen Hartz-IV-Reservate. Dort stecken wir dann alle Arbeitslosen rein. Diese können sich dann je nach Fähigkeiten und Ausbildung gegenseitig ehrenamtlich unterstützen. Am liebsten wären mir eigentlich noch arbeitslose Politiker, Vorstandsmitglieder großer Konzerne und Manager, die dann ihre Jobs rein auf ehrenamtlicher Basis erledigen.

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