Frauen und die Politik: Ein Unsicherheitsfaktor?

Darf’s ein bisschen weniger sein?

Um es gleich von vornherein zu sagen: ich liebe Männer. Und ich liebe Frauen. Jede auf eine ganz bestimmte Art. Und ich muss ergänzend sagen: ich liebe nicht alle Männer. Und auch nicht alle Frauen.

Wer jetzt an Sex gedacht hat, den muss ich enttäuschen, denn hier geht es um Politik. Früher wurde Politik nur und ausschließlich von Männern gemacht. Wo das mitunter hinführt, wissen wir alle; und die es nicht wissen, schauen sich einfach mal ein Geschichtslexikon an. Im großen und ganzen fuhren wir Männer mit einer Männerregierung ja garnicht mal so schlecht. Nur eben die Frauen nicht. Da mussten sich die Regierungsmänner erst einmal drauf einstellen, dass zu einem Volk ja nun mal auch Frauen dazu gehören. Ein langer und schwieriger Prozess, der heute immer noch nicht überstanden ist. Auch nicht in den Parteien, die ja bekanntermaßen das politische Sprachrohr der Bevölkerung sein sollen.

Schaue ich mir mal meine eigene Partei an (die Linke), dann muss ich sagen, dass ich dort noch nie eine Frau gesehen habe, die nicht zumindest das Gleiche leistet wie ein Mann. Obwohl in dieser Partei die Quotenregelung stattfindet, die ich selber verabscheue, sind dort durchweg Frauen, die nicht nur den Männern ebenbürtig sind, sondern teilweise auch über ihnen stehen. Das Erstaunliche ist dabei, dass diese Frauen nicht unbedingt von den Männern besonders unterstützt werden, sondern sie sind einfach so, wie sie sind, sind nah am Volk dran, hören auf die Stimmen aus dem Volk, überlegen konsequent und logisch ihre Schritte… kurz: sie sind in der Partei „die Linke“ das lebensnotwendige und sprichwörtliche „Salz in der männlichen Suppe“, ohne dem die Partei heute nicht das wäre, was sie ist.

Warum ich gegen die Quotenregelung bin? Nun, ganz einfach: Ich bin der Meinung, dass der Unterschied zwischen Mann und Frau sich nur auf die Geschlechtlichkeit und der Vorgehensweise bei Denkvorgängen unterscheidet. Mehr nicht. Deshalb steht bei mir auch keine Gleichberechtigung zur Debatte, die ich ohnehin für selbstverständlich halte, sondern ich bin der Meinung, dass die Gleichwertigkeit aller Menschen das oberste Ziel sein sollte.

Und die ist, trotz Quotenregelung, bei der Partei „die Linke“ schon so gut wie vollzogen – zumindest in der Basis, aber auch so langsam an der Spitze.

Betrachte ich mir aber andere Parteien … Oje!

Da stehen Frauen an der Spitze, die entweder hochgepuscht wurden oder von den Männern als Zweck gebraucht wurden, um sagen zu können, weil sie modern sind, nominieren sie eine Frau. Wobei es da dann auch Frauen gibt, die sich der Reden der Männer bedienen, um ihre Macht zu demonstrieren, weil sie eben eine supertolle Frau sind und unentbehrlich.

Solche Beispiele gibt es in der jüngsten Vergangenheit und ganz besonders in der Gegenwart in der CDU, der SPD, aber auch bei den Grünen. Die FDP scheint da eine Ausnahme zu bilden, denn sie macht lieber ihr Ding mit total unfähigen Männern, die mit der Ellbogentaktik sich ganz brutal in den Vordergrund drängen und darauf achten, dass ihre Klientel befriedigt werden. Bleiben also noch CDU, SPD, Grüne.

Von den Grünen habe ich von weiblicher Seite aus nur die Renate Künast in Erinnerung. Sie war allerdings auch eine positive Kraft, die nach den Regeln der Grünen sehr imponiert hat. Die Betonung liegt auf „war“ und „hat“. Denn heute ist sie nur eine Lachnummer am Rande von Beck & Co., die leider ihre früheren Einstellungen zugunsten von Koalitionen mit der ehemals verhassten CDU verlassen hat.

Die SPD. Da fallen jedem doch gleich die Schreckgespenster Ypsilanti und Kraft ein. Beide machtbesessen und uninteressiert der Meinung bzw. den Wünschen des Volkes gegenüber. Ypsilanti bestand in Hessen unbedingt darauf, eine Minderheitsregierung zu bilden und lieferte sich ein Duell mit den Linken wegen einer Tolerierung, statt direkt mit ihnen zusammen zu arbeiten. Dabei schuf sie die Grundlage für weitere Kochjahre, die für Hessen unerträglich wurden, bis Roland Koch endlich zurücktrat. Ein Aufatmen in der Bevölkerung war die Folge, nicht wissend, das der Nachfolger noch schlimmer werden wird.

Genau das Gleiche in Nordrhein-Westfalen, wo sich Hannelore Kraft als der weibliche Pendant von Arnold Schwarzenegger sah und versuchte, ihre nicht vorhandenen Bizeps spielen zu lassen. Zuerst ließ sie ein positives Gespräch mit den Linken platzen, wobei sie und ihr Partner Volker Beck von den Grünen sich schon im Vorfeld einig waren. Wobei allerdings auch angemerkt werden muss, dass sich Beck und sein Kinn inzwischen schon gegen Himmel strecken und es nur noch eine Frage der Zeit ist, wann dieser Mensch mitsamt seiner grünen Partei mal von seinem hohen Ross ganz gefährlich tief herunter fällt.

Dann kamen zwar noch Verhandlungen mit der FDP (warum nur?) und der CDU (wollte sie doch von Anfang an nicht), aber diese waren nur Makulatur, um zu sagen: „Ich bin die Frau … und sonst keine!!!“ – Ein Machtgehabe, was zum Himmel stinkt. Jetzt will sie keine Regierung mehr für NRW, sondern ein Parlament, was auf Stimmen basiert, oder sogar eine Minderheitsregierung in der Hoffnung, dass „die Linke“ sie wie in Hessen toleriert (oder tolleriert?). Abstimmungserfolge also, keine Neuwahlen. Denn sie weiß ganz genau: Neuwahlen bedeuten für sie den Rutsch ins Nirwana. Und das will sie nicht. Ihr Machtgeprotze und ihr Eigensinn, der nur auf das eigene Profil gerichtet ist, statt auf das Volk und den Wählerwillen zu achten, ist so groß, dass sie noch nicht mal bemerkt, dass sie mit ihrem Verhalten die dringendst notwendige Verschiebung im Bundesrat zugunsten des Volkes damit verhindert.

Wenn Dummheit Warzen geben würden, hätten viele Politiker ein Gesicht wie ein Streuselkuchen.

Die CDU-Frauen braucht man nicht extra zu erwähnen, oder? Denn Beispiele gibt es dort wie Sand in der Wüste. Angefangen bei der Ziehtochter eines Kanzlers, der das deutsche Volk jahrelang verkohlt hat, und ehemalige FdJ-Funktionärin mit DDR- und SED-Vergangenheit, die sie sehr gerne immer wieder den Linken vorwirft. Bis hin zu einer wahrhaftigen christlichen Dame, die nach massenweisem Konsum von Kinderpornos zum Schluss kam, diese per Internetsperre zu verbieten.

Jeder weiß, wer gemeint ist. Zuerst einmal Angela Kohl, sorry: Merkel. Sie kam an die Macht, weil das Volk von Gerhard Schröder, seinen Versprechungen, seinem unsozialen Handeln und seiner Arroganz die Schnauze gestrichen voll hatte. Dieses, und dass sie von Helmut Kohl über alle Maßen gelobt wurde und jeder wünschte, dass die Männerherrschaft ein Ende finden sollte, brachte Angela Merkel auf den Platz der ersten Frau im Staate. Dass sie dieses aber nicht geworden ist, merkt sie allerdings jetzt erst so langsam. Denn sie wurde eine Marionette von Banken- und Wirtschaftslobby, die unter ihrer Regierungsführung immer mächtiger wurde. Natürlich war das auch gewollt, denn dafür ist die CDU schließlich da. Allerdings nicht in dieser Größenordnung, was sich das Volk je erträumt hatte. Die Anwesenheit bei Treffen der Bilderberger mit anderen Größen der Finanzwirtschaft lässt einiges erahnen, was da ab geht. Diese Frau, die so lammfromm in die Kamera schauen kann, ist mit ihrem inneren und eigenem Zwang zur Macht eine der gefährlichsten Frauen der Welt geworden. Sie sorgt jetzt mithilfe der Lobby dafür, dass Projekte, notfalls auch ohne Bundesrat, umgesetzt werden, die das Verteilen von finanziellen Ressourcen von unten nach oben immer schneller verlaufen lässt. Ihr letztes Sparpaket mit den Worten „Es bleibt. Basta!“ spricht klare Bände. Denn das viele Punkte des Sparpaketes für viele Menschen ein Mordanschlag bedeutet, scheint ihr durchaus bewusst zu sein und nimmt sie auch gerne in Kauf. Sie schert sich nur um die Interessen der Lobby, von der sie wahrscheinlich bezahlt wird, und verordnet Maßnahmen, die von der BLÖD-Zeitung als positiv dargestellt werden: „Endlich müssen die Stromkonzerne auch Steuern zahlen, nicht nur der kleine Mann!“ – Dabei weiß jedes Kind, dass diese Stromkonzerne die Abgaben an den Kunden abgeben werden. Klartext: ein Hartz4-Empfänger erhält keinen Zuschlag mehr auf Heizung. Gleichzeitig muss er zusätzlich noch die Besteuerung der Konzerne mitbezahlen, unter dem Strich also ein Abschlag in Höhe der doppelten Stromzahlung. Also quasi ein Mordanschlag, weil er mit seinem Lebensunterhalt nicht mehr hinkommt.

Auch ihre Zimmergefährtin Ursula von der Leyen, die als Zensursula weltweit bekannt wurde, ist eine der bemitleidenswertesten und schillerndsten Figuren des deutschen Reiches, pardon: der Bundesrepublik. Über sie ist inzwischen schon soviel geschrieben worden, dass ich es leid bin, es nochmal aufzuzeichnen. Interessant ist, dass sie immer noch am poltern ist, was das Internet und die Sperrung betrifft. Dieses verlagert sie aber zusehends in ihr Ressort, um nicht mehr so arg aufzufallen.

Fazit: Im allgemeinen könnte man also nicht nur damit anfangen, sondern schon mit Freude dabei sein, wenn es darum geht zu sagen: ich hasse die Frauen. – Wenn da nicht die anderen wären. Wie die Frauen zuhause oder unterwegs, die Freundinnen und Kameradinnen, die politischen Frauen der Linken. Denn diese muntern die Männer immer wieder auf, anders zu handeln als die Macht- und Regierungsemanzen derjenigen, die momentan an den Schalthebeln sitzen. Und damit möchte ich mich bedanken bei allen Frauen der Linken im Ortsverein, im Kreis, im Land oder im Parteivorstand. Denn diese geben mir wieder Hoffnung, dass meine Idee innerhalb eines demokratischen und sozialen Umfeldes irgendwann Wirklichkeit werden wird:

die Gleichwertigkeit aller Menschen

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4 Kommentare

  1. teddy007

     /  12. Juni 2010

    Hallo Martin,
    klasse. Du sprichst mir von der Seele. Hoffentlich lesen deinen Artikel viele Menschen.
    Gruß Gaby

  2. „die Gleichwertigkeit aller Menschen“, richtig. Als wir damals aufwachten, und gleiche Rechte wollten, habe ich mich nicht dafür eingesetzt, dass Weiber an die Macht kommen, die ihre Macht gegen die Menschen – gegen ihre Geschlechtsgenossinnen richten. Bei den Männercliquen gab es immer schon eine gewisse Solidarität, auch wenn sie sich nicht immer grün waren. Das gab es bei den Frauen nicht, war auch unterbunden durch das Dasein für die Männer in früheren Zeiten.

    Es war eigentlich so, dass sich alle um den Mann und seine Interressen kümmerten: Er selber sowieso, und die Frauen dazu – seine Mutter, seine Frau, die weiblichen Verwandten unter Umständen. Mann – das war fast unangefochtene Autorität.

    Jetzt ist das Ganze so, als wäre es nur verlagert: Hin zu den Reichen und Mächtigen, zum Kapital. In deren Sinne werden die Menschen, die sich noch kaum aus der Vergangenheit aufgerappelt hatten hin zu den neueren Verhältnissen, wieder für irgendwelche Mächte und Autoritäten missbraucht, für die es angeblich keine Alternative gibt.

    Das Recht des Stärkeren wird etabliert, mühsam niedergehalten über Jahrzehnte hat fast jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung, von Rassismus und Hetze eine Chance – zu Gunsten angeblich so erhabener Eliten, die es bei genauer Betrachtung aber gar nicht sind,- stark und erhaben. Sie sind es dank des Geldes, dank Beziehungen, dank allerlei Hilfskonstrukten.

    Nein, dafür habe ich mich nicht eingesetzt, sondern genau für das, was Du geschrieben hast.

  3. Steffen Kreutzer

     /  12. Juni 2010

    Deine Idee der Gleichwertigkeit ist so atemberaubend, dass es mir die Sprache verschlagen hat. Und wenn ich Deine Satire von Vater und Sohn im nachhinein nochmal lese, wo es darum geht, dass der Sohn sagt, dass es besser wäre, die Menschen wären Sachen, dann hat das, was Du jetzt schreibst, einen noch viel größeren Stellenwert.

    Der Gedanke daran, dass alle Menschen nicht nur gleichberechtigt sind, sondern alle Menschen den gleichen Wert haben, klingt nach Utopie. Und vielleicht werden wir nie dazu kommen, dieses zu verwirklichen. Denn das würde ja bedeuten, dass die Armen genauso einen Stellenwert haben wie die Reichen. Und das würde den Reichen sicherlich nicht gefallen, weil sie sich ja als Elite ansehen. Die Klassengesellschaft (Kaste in Indien) würden damit wegfallen. Das Volk wäre endlich frei und gleichwertig mit allen anderen, unabhängig von der Geldmenge, die er täglich verschiebt zu Ungunsten der Armen.

    Oje, ich mag den Gedanken nicht zu Ende denken. Er ist ZU schön. Ich möchte, dass es eine Wiedergeburt gibt, und ich dann wieder geboren werde, wo es diese Gleichwertigkeit gibt.

    Alles nur ein Traum…

    Aber eine der schönsten Artikel mit der besten Idee, die ich je in einem Blog gelesen habe.

    Kompliment!!!

    Gruß, Steffen

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