Monsanto: Da will jemand Gott spielen

Frei übernommen von der Pusteblume:

Mein Netzwerkpartner Ludischbo machte mich auf einen Artikel aufmerksam, der mir die Haare zu Berge stehen ließ. – Aber alles der Reihe nach. Hier zuerst einmal sein Artikel:

(Footwatch) Mit dem Antrag WO/2009/097403 beim Weltpatentamt in Genf erhebt Monsanto Schutzrechte auf Schinken und Schnitzel. Der US-amerikanische Konzern will sich Fleisch von Tieren, die mit bestimmten genveränderten Pflanzen gefüttert wurden, wie eine Erfindung schützen lassen, um dann über die gesamte Produktionskette hinweg zu verdienen. Solche Monopole auf Nahrungsmittel darf es nicht geben. Über den Einsatz von Gentechnik dürfen nicht einzelne Großkonzerne, sondern muss die gesamte Gesellschaft entscheiden. Diese Informationen teilte uns die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch in ihrem heutigen Newsletter mit. Eingangs hieß es: “Es klingt wie der Plot eines Science-Fiction-Films, ist aber eine wahre Nachricht aus der vergangenen Woche”

Hier nachzulesen.

Als mein erster Schock so langsam abgeklungen war, entspannte ich mich zuerst einmal, holte tief Luft und … fand dann diese Sache garnicht mal so schlecht. – Dumm gelaufen bei mir, oder?

Überlegen wir doch mal: Das Schwein oder dessen Name existiert schon sein Jahrtausenden, ebenso das Fleisch bzw. der Name “Fleisch”. Auch Schnitzel oder Koteletts sind Begriffe, die es schon länger gibt als diese Firma Monsanto. Also kann es nicht sein, dass diese Begriffe oder Bezeichnungen oder Namen in das Patentrecht einer einzigen Firma gehen können. Diese Firma kann es nur erreichen, wenn sie die Schweine, die von ihrem Genmaterial gemästet werden, Monsanto-Schweine nennt (auch übertragbar auf die Manager dieser Firma). Und auch das Schnitzel muss dann heißen: Monsanto-Schnitzel. – Immer noch nicht gemerkt, wie sich diese Firma dadurch ihr eigenes Grab schaufelt?

Denn jetzt weiß jeder Verbraucher, dass dieses Monsanto-Schnitzel, patentrechtlich geschützt und produziert von patentrechtlichen Monsanto-Schweinen, mit patentrechtlich geschütztem genmanipulierten Monsanto-Futter gemästet wurde.

Ich frage mich allen Ernstes: Wer kauft denn sowas???

Naja, BLÖD-Zeitung-Leser vielleicht ausgenommen.

Jetzt aber mal den negativen Ernst der Lage erkennen.

Was wäre, wenn das europäische Patentamt diesem Patentantrag tatsächlich zustimmen würde? – Zuerst einmal Chaos.

Denn ab dem Zeitpunkt hätten wir einen tatsächlichen Wirtschafts- und Lebensmittelterrorismus. Es muss dann nicht nur unsere Geschichte neu geschrieben werden, sondern alle Nachschlagewerke wie Duden, Meyers oder Wikipedia könnten getrost alle Artikel entfernen, die mit Schweinen oder deren Produkte zu tun haben. Jeder Metzger wird seine Metzgerei aufgeben müssen, weil sie keine Fleischprodukte mehr verkaufen darf, weil ja alles dann das Patent der Firma Monsanto ist. Es würde eine Marktbeherrschung entstehen, wogegen die jetzige Finanzkrise ein lächerlicher Waisenknabe ist. Fleisch von Schweinen würde zum Luxusartikel werden, die Armut und der Hunger der Welt würde ungeahnte Maßstäbe annehmen. Wenn…

Ja, wenn alle Schweine mit Monsanto Genfutter gemästet werden würden und deshalb jedes Schweinefleisch Monsanto-Verseucht ist!

Aber davor steht noch der Verbraucher. Und der ist meist intelligenter als die BLÖD-Zeitung. – Denk ich zumindest mal…

Fazit:

Wir stehen an der Schwelle zu einem Terrorismus, der schlimmer sein wird, als Al Kaida und alles noch schlimmer denkbare. Wenn dieser Willkür solcher terroristischen Manager nicht endlich Einhalt geboten wird, dann wird unsere Zukunft nicht nur schwarz aussehen, sondern in Weltkriegen um Lebensmittel münden, von den wir noch keine Vorstellung haben können…

Ich hoffe, dass das Patentamt davor einen Riegel schiebt!!!
Kommentare dazu bitte in der „Pusteblume“ veröffentlichen.

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