Blutrünstig? – Ein Beitrag aus unserem Netzwerk

Gedankengänge…

von Desparada-News

Sind wir schon so dekadent gelangweilt, dass wir die Kriege willkommen heissen – und uns an den Folgen delektieren, weil uns das wenigstens noch etwas Regung entlockt?

Sind wir in unseren Tretmühlen schon so abgestumpft, dass alles egal ist, Hauptsache es tut sich irgend etwas, – auch das Furchtbare und Unmenschliche – um uns noch ein wenig aus der Lethargie zu reissen? Mehr als ein behutsames Bedauern vor dem sich wieder wegducken entlockt es uns aber nicht mehr.

Und, wir sind zynisch geworden – egal, ob auf dieser, oder einer anderen Seite der Geschehnisse – wägen wir ab, wer was „verdient hat“, wer „zum Abschuss freigegen werden sollte“, wer zu uns passt, und wer nicht – und alles andere ist egal. wird in zynischen Phrasen ersäuft.

Was uns offiziell vorgegeben wird, turnen wir nach – hetzen gegen die „Faulenzer“ im Staat – gegen den Islam, und empören uns, wenn das christliche Abendland bei anderen auch nicht so gut wegkommt. Die Ungläubigen, bzw. Humanisten, etc., missionieren auch, und wollen die christlichen wiederum vom Gegenteil überzeugen – dessen was sie glauben.

Vielleicht haben wir Toleranz und Zusammenhalt nicht mehr erlernt, nach allem was bei Hitler geschehen war. Wir waren ja „pfui“, die bösen und hässlichen Deutschen, und wußten nicht was gut für uns ist, musten es erst lernen. Doch was inzwischen dabei herausgekommen ist, das ist genauso „pfui“, und richtet sich auch gegen die eigenen Bürger, gegen das eigene Miteinander.

Wir sind ein seltsamer Haufen geworden, und mitten hinein wird wieder mit der altbewährten, europäischen Keule der Bevormundung, der schwarzen Pädagogik gedroschen, auf dass der Bürger wieder den preussisch stramm anmutenden Prügel verinnerlicht, der ihm übergezogen wird – wenn auch nur schriftlich in Massnahmen und Regeln, und verbal.

Zucht und Ordnung, straffe Dressur des Bürgers war immer schon gut, wenn ein Krieg anstand. Wir sind wieder kriegerisch, geradezu versessen darauf überall mitzumachen, also kann diese Dressur zu Verzicht, Armut, Zucht und Ordnung nur gut sein. Geradezu prädestiniert ist es für den sogenannten Pöbel, die Armen und Arbeitslosen, mit ihrem Nachwuchs – dem Kanonenfutter für morgen.

Nein, es wird noch nicht um den Eintritt ins Militär gewürfelt bei Alkohol, wie es früher einmal war. Aber vielleicht erleben wir noch, dass es :Lotterien darum gibt – Geld oder… — nein, nicht Liebe, sondern Militär…

Schon 1998 prüfte die Meldebehörde, – auch anläßlich meiner Heirat – für was ich bei einem Notfall zu verwenden wäre. Da ich gepflegt hatte, war es wohl klar. Inzwischen hat die eingetretene Behinderung diesen Vorgaben ein Ende gemacht. Bis heute frage ich mich, warum das damals so genau erörtert wurde.

Der damalige Hausarzt forderte mich auf, doch gemeinnützig tätig zu werden, und im Altersheim Rollstühle zu schieben, oder mich sonstwie nützlich zu machen – schliesslich hätte ich ja Erfahrung damit. Dass ich eventuell nach 25 Jahren Pflegedienst dies gerade nicht mehr machen wollte, danach fragte keiner etwas. Und, ob es überhaupt noch ratsam war, mit den Beschwerden die ich aufwies, und mit denen keiner so recht etwas anfangen konnte, darum scherte sich auch niemand.

Es interressiert keinen wie es den Menschen wirklich geht. Mit den Erkrankungen muss man in ein Konzept passen, das ist am besten so, damit kommen alle klar, dafür gibt es dann Programme. Ich passte nirgends hinein, damit war auch alles klar. Ich war und bin überwiegend auf mich selber gestellt.

So ist es in vielen Bereichen des Lebens, und das Ganze häuft sich auf zu etwas Unaussprechlichem, das aber in den meisten Menschen rumort – auf die eine oder andere Weise. Auf das Ganze wird der schwere Deckel der Vorgaben unserer Regierenden gestülpt, damit es darunter vergraben bleibt.

Und wieder Sanktionen mit Kriegsdrohungen, und wieder ein Gebiet das wir „befrieden“ wollen müssen. Die weitere Verrohung und Barbarei ist vorgezeichnet damit. Mit jedem Mal, in dem wir zu einem anderen sagen, dass er sich nicht so haben solle, helfen wir mit ein wenig mehr Gefühllosigkeit und Totenruhe für das Mitgefühl in der Welt zu verbreiten. Bei jeder Sanktion, die verhängt wird, ohne auf das Schicksal und die Umstände eines davon Betroffenen einzugehen, machen wir weitere Menschlichkeiten kaputt.

Mit jedem Kriegseinsatz zerstören wir Menschen – nicht nur jene, die getötet werden, sondern auch die, welche zum Töten geschickt wurden und werden, bei lebendigem Leibe.

Doch immer weiter wird aufgestachelt, zum Kriege getrommelt, Propaganda verbreitet. Es sei für de Sicherheit, für das Gute – denn das sind erklärterweise nur wir – die sich selbst dafür Erklärenden des glorreichen Westens. Was ist gut am Töten? Nichts…

Krieg ist Töten, egal ob es mit Drohnen, Bomben, oder sonstwie geschieht. Er bedeutet Barbarei mit der Neigung dazu, andere zu erniedrigen bis hin zu Verachtung und Folter. Alles dies wird aber schon im zivilen Alltag eingeschliffen, vorbereitet, zurecht erzogen.

Dafür werden schon lange Krankheit, Behinderung und Tod versteckt, an andere delegiert, damit die Grausamkeiten und Unmenschlichkeiten gedeihen können, die Gleichgültigkeiten und Abgestumpftheiten ihre Chance wahrnehmen können. Immer optimistisch vorwärts, nicht aufzuhalten, wenn es sein muss über Leichen und blutrünstig gegen die erklärten Feinde – hurra, Deutschland.

Quelle: Netzwerkpartner Desparada-News

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