Artikel-Reihe: Der Verein Kirche – Teil 3

Womit hat denn der Glaube begonnen?

verein_kirche_75Um es gleich zu Anfang noch einmal zu betonen: Hier in dieser Artikel-Reihe wird nicht am Glauben jedes einzelnen gerüttelt, gleich welcher Art dieser auch ist. Es wird auch nicht versucht werden, gläubige Menschen mit Gegenbeweisen zu seinem Glauben zu kränken, denn der Glaube ist Privateigentum und deshalb geschützt. – Gleichwohl werden aber wissenschaftliche Thesen und Beweise erläutert werden, die zwar dem Glauben an sich nicht schaden, aber zu neuen Erkenntnissen führen. Das einzige, was diese Reihe letztendlich möchte, ist die Menschen mit Tatsachen aufzuklären, über die Entstehung des Glaubens und vor allem: den Kirchenverein und dessen Machenschaften im Laufe der Jahrhunderte, die die Menschen zu fügbare Geschöpfe einiger teilweise sogar selbst ernannter Päpste, Päpstinnen, Kardinäle und anderen gewalttätigen Gaunern dieser Vereine machte und sie bis auf den heutigen Tag im Namen des Glaubens immer wieder ausbeutet. Ich werde dieses in dieser Artikel-Reihe auch beweisen und das Ganze auf erzählerischer Art machen, damit dadurch auch etwas mehr Schwung und Spannung in die ganze Sache kommt, obwohl die Menschheitsgeschichte an sich schon spannend genug ist.

In der Bibel steht in der Übersetzung von Martin Luther: „Gott der Herr schuf in sieben Tagen den Himmel und die Erde und alles, was da fliegt und fleucht“. Viele tun dieses einfach mit der Hand abwinkend als Märchen ab. Das tue ich nicht! – Denn die Menschen damals haben einfach eine Erklärung gesucht, die ihr Dasein beweisen könnte. Noch vor 500 Jahren glaubten alle Menschen, die Erde sei eine Scheibe, und einige der ewig unbelehrbaren Diener des Kirchenvereins halten die Erde noch heute für den Mittelpunkt des Universums. Ebenfalls bezeichnen viele, vor allem streng gläubige Menschen unserer Tage, die Mondlandung 1969 als Ergebnis einer gut gemachten Studioaufnahme. Und Christopher Columbus war überzeugt, Indien zu entdecken, fand aber die Karibik und damit nach den norwegischen Wikingern als zweiter Europäer den Erdteil Amerika. – Was hindert uns also daran, diese Aussagen der Bibel oder anderer Glaubensbücher einfach als Erklärungsversuch hinzunehmen und nicht immer wieder auf den Wahrheitsgehalt zu prüfen. Wenn damals also von Welt gesprochen wurde, war das einfach ihre kleine begrenzte Welt, die auch nur aus einem Dorf bestehen konnte, weil sie, die Bewohner, nie darüber hinaus kamen. Erst heute in unserer Zeit entdecken wir das gesamte Ausmaß einer Welt, die teilweise sogar noch über unseren geistigen Horizont hinaus geht, wenn man das Universum mit seinen unzähligen Galaxien mit einbezieht.

Auch das der Mensch vom Affen abstammt, bezweifle ich ganz stark. Er ist mit den Affen, wie im letzten Kapitel erwähnt, verwandt, ganz klar. Aber genauso wenig, wie der Schimpanse vom Orang-Utan abstammt, sondern einfach nur ein Verwandter dessen ist, ebenso wenig ist der Mensch ein Bruder des Gorilla. Aber: dieser Verwandte des Affen hatte ein besonderes Kennzeichen: Er konnte artikulieren! – Die Folge davon war, dass er von den Bäumen herunter in die Savanne stieg und anfing, sich aufzurichten. Er stand deshalb auf beiden Beinen, um weit über das hohe Gras der Savanne blicken zu können, falls sich ein Feind nähern sollte.

Dieses Aufrichten auf zwei Beine und Füße hatte aber die erste gravierende neue Entwicklung zum Menschsein eingeläutet. Denn der Abstand von den Geschlechtsorganen zum Gehirn vergrößerte sich physikalischerweise beim aufrechten Gehen. Das Gehirn vergrößerte sich und der Instinkt entwickelte sich dadurch, im Gegensatz zu den anderen immer noch auf vier Beinen laufenden Lebewesen, langsam aber sicher zurück und machte Platz für eine ebenfalls langsam aber sicher verlaufende neue Entwicklung: dem Denken.

Und dieses Denken begann nicht etwa mit der Erfindung des Rades. Nein, dieser Prozess hatte noch viel viel früher seine Premiere und hatte Auswirkungen auf den Glauben der damaligen und heutigen Zeit. Betrachten wir doch einfach mal die Entwicklung des Geistes, so in etwa, wie es sich damals abgespielt haben könnte, im Schnelldurchlauf:

Der kurz vorher vom Baum gekletterte Verwandte des Affen sucht sich eine Höhle, wo er sich gegen Übergriffe seiner natürlichen Feinde wie etwa dem Tiger besser verteidigen kann und vor den Unwillen des Wetters geschützt ist. Was im Nachhinein betrachtet ja auch wieder ein enormer Wissenszuwachs bedeutet, aber immer noch dem Instinkt zuzuordnen ist. Dort entdeckt er jetzt aber seine Einzigartigkeit gegenüber allen anderen Geschöpfen: er hat einen Daumen, der in einer anderen Richtung funktioniert als die restlichen Finger. Mit diesem und den anderen Fingern kann er viel besser als alle anderen Lebewesen etwas greifen, es umfassen, es … zu seinem wichtigsten körpereigenen Gebrauchsgegenstand machen. Vielleicht war es ihm selber nicht so ganz bewusst, aber es war ein großartiger Sieg des Geistes, der größte Schritt zur Menschwerdung durch diese einzigartige Entdeckung und Erkenntnis. – Denn er sucht sich daraufhin Steine, die weicher sind als die Höhlenwände und zeichnet damit auf, wie seine Feinde aussehen. Er erfindet Waffen, um seinen Feinden zu begegnen und gleichzeitig entdeckt er, dass er mit den gleichen Waffen auch besser jagen kann, um sich Nahrung zu beschaffen und diese anschließend damit auch in Einzelteile zu zerlegen. Dann zeichnet er an die Höhlenwände auch seine Jagdbeute und mit kleinen Zeichenbewegungen mit Händen und Füßen und vor allem den Fingern und zusätzlichen einigen ganz neuen Grunzlauten macht er sich gegenüber seinen Stammesangehörigen bemerkbar und einige Laute formen ganz urplötzlich Worte und führen damit zu einer Verständigung, die jeder begreift und so langsam aber sicher zu einer Sprache führt, die jeder innerhalb seines Stammes verstehen kann.

Diese Abhandlungen des vorigen Absatzes geschahen natürlich nicht an einem Tag, sondern brauchten auch eine Entwicklungszeit von mehreren tausend Jahren. Aber das Ergebnis bleibt gleich: Mit der Entdeckung des aufrechten Ganges und den Gebrauch aller Finger einschließlich des Daumens begann der Verwandte des Affen, ein Mensch zu werden. Sein Gehirn und damit seine geistige und schöpferische Kraft war zum Leben erweckt worden. Aber auch der Wunsch zur Macht, über andere erhaben zu sein…

 

Eines Tages versammelte sich ein Stamm dieser neuen „Menschen“ in der Savanne um ein gerade erlegtes Wollnashorn, welches sie in einer Falle erlegt hatten, und schlugen sich gerade den Bauch voll von rohem (!) Fleisch, als es anfing zu regnen. Flugs sammelten sie das Fleisch zusammen und legten es unter einem Affenbrotbaum, um es vor dem Regen zu schützen. Eine dunkle Wolke überzog den Himmel, sodass der Stamm unwillkürlich eng zusammen rückte. Ein Blitz schlug aus dieser dunklen Wolke und traf den Affenbrotbaum, der sofort Feuer fing und das Fleisch des Wollnashornes vernichtete. – Vernichtete? – Ein gewitztes Stammesmitglied flitzte sofort hin, um zu sehen, was von dem Fleisch noch übrig geblieben war, kostete von dem vom Blitz und dem Brand gebratenen Fleisch, schrie plötzlich auf und gestikulierte wild, alle sollten herkommen. Denn das jetzt gebratene Fleisch schmeckte einfach köstlich.

Ein anderer vom Stamm saß aber etwas abseits und grübelte. Denn er hatte etwas anderes gesehen und gehört. Etwas, was keiner seiner Kameraden gesehen hatte. Etwas, was ihn und seinesgleichen in späteren Zeiten zu einem Schamanen und/oder Priester werden ließ: Er hatte eine Stimme gehört.

Er hatte eine Stimme gehört, die nur er hören konnte, denn sie entsprang seinem Geist. Er hörte aber diese Stimme, als wenn jemand anderer zu ihm sprach. Er hörte diese Stimme und wusste gleich, dass er auserkoren war, diese Botschaft zu verbreiten. Diese Stimme sagte ihm, dass nur er bestimmt sei, die Wahrheit kund zu tun. Denn diese Stimme sprach zu ihm: „Ich habe dir das Feuer gesandt, damit du mit den Deinen besser leben kannst. Bewahre dieses Feuer und bringe es allen anderen Stämmen. Denn ich bin dein Herr und ich bestimme über dein Wohlsein. Du bist der Auserwählte meines Volkes, um anderen die Wahrheit zu verkünden“.

Selbstredend, dass diese Stimme zuerst einmal Unbehagen bei unserem ersten Priester der Menschheitsgeschichte hervor rief. Aber er fasste sich sofort wieder und machte den anderen seines Stammes mit Gesten und auch mit neuen kurzen Worten zu verstehen, dass sie dieses Feuer nicht löschen, sondern bewahren sollten.

Ebenfalls selbstredend (und es braucht auch nicht mal betont zu werden), dass dieser Stammesgenosse zum quasi Allmächtigen aufstieg und von ihm behauptet wurde, dass er mit den Göttern im Bunde sei, obwohl man annehmen darf, dass die Menschen der Frühzeit noch keinen Gedanken an irgendwelche Götter verschwendeten. Für sie war einfach die Tatsache ausschlaggebend, dass ihr neuer Prophet eine übergeordnete Stimme empfing, die zu etwas Gutem geführt hatte. Gebratenes Fleisch zum Beispiel.

Die Idee des gebratenen Fleisches und der Bewahrung des Feuers verbreitete sich als erste Religion unserer Erde rasend schnell. Und unser erster Priester, nennen wir ihn einfach mal „Bruzel“ (das heißt „Der, der den guten Braten fand“), wurde zum Urfürsten der göttlichen Gabe, denn alles, war er ab diesem Zeitpunkt sagte, wurde als eine Weisheit aufgenommen und damit die Wahrheit des Stammes.

Aber das ist eine neue Geschichte und wird in Teil 4 mit dem Titel „Beginn einer Religion? – Oder Natur?“ erzählt. Seid also gespannt, was die Geschichte des Lebens sonst noch so bringt…


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3 Kommentare

  1. Die Geschichten 1 bis 3 sind sehr spannend geschrieben.
    Ich schmachte nach Fortsetzung.Wird wohl nicht lange auf sich warten lassen, wie ich Dich kenne.

  2. Gott sagt und das bezeugten und bezeugen alle wahre Wiedergeburts-Christen und Nachfolger Jesu Christi:
    „Der natürliche und ungeistige Mensch nach dem Urteil Gottes, vernimmt nichts vom Geist Gottes;
    es ist ihm eine Torheit,
    und er kann es nicht erkennen;
    denn er,sie, es, muß geistlich gerichtet sein“, welches stattfindet durch die Geistgeburt und Wiedergeburt zu Gott, der Geist ist!1.Korinther 1,2,

    Und wenn der natürliche und ungeistige Mensch,
    „Psychikos“nach dem Urtext griechischen Bibelausgabe,
    nichts vernimmt vom Geist Gottes,
    So vernimmt er auch nichts von Gott,
    denn Gott ist GEIST und GOTT ist Körperlos!

    Der natürliche Mensch. lebt aufgrund seiner begangenen Sünden und Gesetzlosigkeit gegenüber Gott,
    in einer geistigen Herzensblindheit, umhüllt von dem Geist der Welt und der Finsternis!
    GUTE NACHT IHR Geister der Finsternis!

    • Nagut, ich möchte Deine Meinung zu Deinem Glauben nicht anzweifeln.

      Aber wenn Du schon solche Kommentare abgibst, dann solltest Du Dich auch an das Gebot Deines Gottes halten, was lautet „Du sollst nicht lügen!“

      Denn mit diesem Kommentar hast Du Dich vollständig als Sünder allerhöchster Güte enttarnt:

      Der Link zu Deiner Homepage stimmt nämlich nicht und die Homepage existiert auch nicht mal!!! – Auch Dein Kommentar wurde aus einem Internet-Shop heraus geschrieben!!!

      Hast Du sonst noch Einwände, Du Sünder vor Deines Gottes Gnaden???

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