Das regt mich doch wieder total auf

Ja, richtig. Das macht mich total wütend.

Denn Struppi hat die Flöhe. Und das um diese Jahreszeit. Er rennt rum, kratzt sich andauernd, und wälzt sich hin und her. Die Biester pisacken ihn sicher gewaltig. Und was tut man dagegen? Tief in die Tasche greifen, Euro’s zählen und dann Flohpulver kaufen. Ist sehr teuer das Zeug. Und staubt gewaltig. Und Struppi mag es nicht. Er rennt wieder weg und fängt wieder an, sich zu kratzen. Blödes Biest. Warum kapierst du es denn nicht, dass dieses Mittel gut für dich ist?!!!

Dieses Verhalten erinnert mich an was. Aber an was bloß. An einen früheren Freund? Nein, der ist vor was ganz anderem davon gerannt. An meine Nachbarin? Ne, die ist nicht fort gerannt, sondern hat mich mit Grasabfällen beworfen. An den Pfaffen, der mich wieder bekehren wollte? Auch nein, der ist kopfschüttelnd gegangen mit den Worten „Der Herr sei deiner armen Seele gnädig“.

Aber was ist es dann ???

Ich habs: Das deutsche Reich … sorry, ich meinte die Bundesrepublik Deutschland. Struppi ist das Volk, die Flöhe haben mutiert zu einer neuen Rasse aus Politiker und Wirtschafts-/Bankenzocker und das Pulver sind die Blogger. Ja, so könnte es sein. Denn das Volk läuft ja auch ständig vor den Ermahnungen und Aufklärungen der Blogger davon. Sie kapieren einfach nicht, dass die Flöhe, also die Zocker, sie so dermaßen zwicken, dass es sogar schon weh tut. Und dabei könnten sie es doch so gut haben, wenn sie doch einfach mal auf die Blogger hören würden. Aber es ist immer das Gleiche: Struppi will das Flohpulver einfach nicht und wälzt sich lieber mit den Flöhen hin und her, statt mal inne zu halten und sich massieren zu lassen. Nein, lieber diese Qual ertragen.

Dabei ist es doch ganz offensichtlich, was da mit den Flöhen/Zockern abgeht. Es ist sogar schon im Gespräch, dass die Deutsche Bank die HSH-Bank übernehmen will. Alle Achtung. Da tut sich wahres Heldentum auf. Dann ist sicher die Geburtstagsparty im Kanzleramt für unseren Bundeskanzler Ackermann das Tagesgespräch gewesen nach dem Motto: „Wie zocken wir die Steuerzahler noch schöner ab!“

Struppi tut mir unendlich leid. Nicht nur wegen seiner Flöhe, nein. Denn er weiß ja noch garnicht, was ihm sonst noch alles so blüht. Blühende Landschaften hatten wir … Hm, mal überlegen … also versprochen wurde es ja. Und verlassen hatten wir uns auch darauf, dass die Atomkraftwerke so nach und nach abgeschaltet werden. Doch jetzt scheint da wohl die Lobby der Kernkraft ein Machtwort gesprochen zu haben … und schon hat Struppi ein paar Flöhe mehr.

Und der größte Floh kommt ja noch erst. Und der bringt gleich seine ganze königliche Familie mit. – Ach Struppi, jetzt lass doch endlich mal das Pulver an dich ran, damit du endlich mal wieder klar sehen kannst. Aber Struppi ist so dermaßen mit sich selber beschäftigt, dass er garnicht merkt, wie sich immer mehr Flöhe in sein Fell einnisten. Denn die Königin der Flöhe mit ihrem Hofstaat fangen gerade erst an, ihm das Leben zur Hölle zu machen. Wenn du doch einfach mal zumindest an diesem Flohpulver riechen würdest, dann würde dir doch sicher ein kleines Licht aufgehen.

Denn die Wohnungen der Bedürftigen sind auch nicht mehr so sicher, wie sie mal waren. Ein Besuch beim Eifelphilosophen, der einiges bestätigen kann, wird dieses bezeugen. Ach wenn du nur auf uns hören würdest, Struppi. Jetzt kommen auch noch die Aufstockungen der Bundeswehr in Afghanistan dazu, dann die Steuererleichterungen für die Reichen, die „Vermögensbildung für das Rentenalter“ für die Banken, das Bürgergeld als müder, teilweise sogar verschärfter Ersatz für Hartz IV …. Struppi, wohin soll das noch mit dir enden, wenn du nicht endlich mal dein Flohpulver akzeptierst…

Meine Wut geht jetzt langsam über auf das Internet. Dort stand mal irgendwas, wie man Bomben bastelt. Die 1960er Jahre waren vielleicht doch nicht mal so falsch … in gewisser Hinsicht. – Hätte Struppi damals auch schon Flöhe gehabt … ? – Und wie sah das Flohpulver damals aus?

Fragen über Fragen und keine Lösung in Sicht!

Auch nicht für Struppi?


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Kommt Liebe von Herzen?

Dichtung und Wahrheit über die Zeit des Schmusens

Es ist das Schönste aller Gefühle. Und es macht uns schwer zu schaffen, mit aufgeregtem Herzklopfen, weichen Knien oder einem flauen Magen. Wir sind nervös … und glücklich zugleich. Alles im Kopf dreht sich nur noch um die Eine oder um den Einen. Wir träumen sogar tagsüber. Wir sind verliebt. Was geht dabei in unserem Körper vor? – Der Muskelkater (in diesem Fall der Schmusekater) hat mal a bisserl nachgeforscht.

Herz von einem Pfeil durchbohrt. Was bedeutet das?

Herz von einem Pfeil durchbohrt. Was bedeutet das?

Es gibt Gerüchte, an denen wirklich nichts stimmt, so schön sie auch klingen. Eines von ihnen besagt, dass unser Herz für die Liebe zuständig ist.

Schon seit dem Mittelalter ritzen Jungen und Mädchen Herzen in Bäume, wenn sie verliebt sind. Angebeteten „schenkt“ man sein Herz. Und auf alten Gemälden kommen fliegende, rundliche Liebesboten vor, die Pfeile auf die Herzen von Menschen abschießen. Heute malt man zwar auf Wänden oder erstellt eine eigene „Love-Homepage“, es ist aber immer das Gleiche: wer getroffen wird, ist sofort unsterblich verliebt. Allerdings kann ein durchbohrtes Herz auch bedeuten: Oje! Dem geht es mies, weil seine große Liebe nichts von ihm wissen will. – Warum ausgerechnet das Herz? Wahrscheinlich sind unsere Vorfahren auf die Idee gekommen, weil die Blutpumpe so stark pocht, wenn wir verliebt sind.

Tatsächlich liegt unser Gefühlszentrum viel weiter oben: im Gehirn. Das befiehlt, Botenstoffe auszuschütten, die Hormone. Diese aktivieren bestimmte Nervenzellen und entfachen im ganzen Körper die Liebe: Die sorgt mal für Bauchschmerzen, mal für Appetitlosigkeit und Herzklopfen, und wen es erwischt, der kann an nichts anderes mehr denken als an diesen einen Menschen. Eigentlich müsste man seinem/r Geliebten nicht das Herz schenken, sondern das Gehirn. Aber das hat ungerechterweise einen sehr schlechten Ruf. „Kopfmenschen“ – so nennt man Leute, die nicht viel von Gefühlen halten.

Aber lassen wir die Vorurteile. Schauen wir uns lieber an, was die Wissenschaft heute über die Liebe weiß. Das ist nämlich eine ganze Menge. Forscher haben etwa herausgefunden, dass wir uns in bestimmten Situationen besonders schnell verlieben. Zum Beispiel, wenn es romantisch ist. Wenn im Hintergrund sanfte Musik spielt, finden wir andere Menschen gleich viel sympathischer.

Aber auch Aufregung kann den Gefühlen Beine machen. Das haben US-amerikanische Forscher in einem Experiment beobachtet: Eine Frau sollte ahnungslose männliche Testpersonen ansprechen, und zwar auf verschiedenen Brücken. Die erste war breit und fest, sodass man gefahrlos darübergehen konnte. In diesem Fall geschah … überhaupt nichts. Die Männer nahmen die Frau kaum wahr. Die andere Brücke aber war wackelig und schmal und führte über einen reißenden Fluss. Jeder Schritt darauf war ein echtes Abenteuer. Was geschah? Mehr als ein Viertel wollte sich gleich mit der Unbekannten verabreden. Verliebt man sich also automatisch, wenn man gemeinsam etwas Spannendes erlebt?

Amor mit Pfeil. Männlich oder weiblich?

Amor mit Pfeil. Männlich oder weiblich?

So einfach ist es nicht. Erst überprüft unser Denkapparat noch, ob ihm das Aussehen der anderen Person gefällt. Unfair, aber wahr: Schöne Menschen halten wir am Anfang automatisch für netter als andere … und für liebenswerter. Auch wenn das gar nicht stimmt! Seht euch mal junge Popstars an. Von denen schwärmen die Fans fast immer, weil sie so süß aussehen. Die Musik, die sie machen, ist oft egal.

Wenn das Aussehen geprüft ist, kann es mit der Liebe richtig losgehen: Jetzt schüttet das Gehirn Dopamin aus. Dieses Hormon bewirkt, dass wir etwas ganz stark wünschen. Wer verknallt ist, sieht alles wie durch eine rosarote Brille: Da kann der Geliebte noch so unfreundlich oder doof sein … er erscheint trotzdem im strahlendsten Licht. Das ist fast schon Zauberei.

Aber der Rausch dauert meist nicht lange. Als Wissenschaftler eine Gruppe von Verliebten nach gut einem Jahr untersuchten, arbeitete das Gehirn bei allen wieder normal. Das klingt unromantisch, ist aber sehr weise. Denn Verliebtsein kann ziemlich anstrengend sein. Vor lauter Aufregung findet man zu wenig Schlaf und kann sich kaum mehr auf das Lernen oder die Arbeit konzentrieren … – Auf Dauer ist so etwas schwer durchzuhalten!

Wenn zwei Menschen länger zusammen sind, schaltet ihr Körper deshalb auf ein ruhigeres Programm um und schüttet andere Liebesstoffe aus. Bei Männern das Vasopressin, bei Frauen das Oxytocin. Forscher glauben, dass diese Hormone im Gehirn dafür sorgen, dass sich Partner treu bleiben. Die Mittel wirken nicht nur bei Menschen, sondern auch bei vielen Tieren: Sogar Mäusepaare halten diese „Klebstoffe“ ein Leben lang zusammen.

Das Oxytocin bewirkt sogar noch mehr. Es löst mütterliche Gefühle aus. Wenn eine Mutter ihr Neugeborenes in den Armen hält oder stillt, wird ihr Gehirn mit Oxytocin überflutet. Dadurch stellt die Natur sicher, dass eine Mutter sich um ihren Säugling kümmert. Ihn sogar gegen Feinde verteidigt. Bei Menschen ist das zum Glück nicht mehr oft nötig. Aber seht euch einmal Löwen- oder Bärenmütter an! Wer deren Jungen zu nahe kommt, wird sofort angegriffen!

„Sie kämpfen mit Herz!“, sagen wir dann. Denn angeblich ist das Herz ja auch für die Tapferkeit zuständig. Aber das ist wieder ein anderes Gerücht und soll ein andermal geklärt werden…

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