Wickie und die starken Männer

Wer wie ich die kleinen Zeichentrick-Hefte aus den 1960er bis 1970er Jahren lieben gelernt hat, der hat neben Fury und Lassie auch Wickie, den kleinen Wikinger lieben gelernt. Und der kennt auch die anschließende Zeichentrickserie, die in deutsch/japanischer Produktion entstand.

Jetzt stand die Realverfilmung vor der Tür und ich traute mich fast nicht, einzutreten. Denn ich kannte den Regisseur Michael „Bully“ Herbig und seine vorherigen Produktionen und wusste um seinen Humor, der höchstens die Fußspitzen kitzeln kann, sonst nur Leere hinterlässt. Alle seine bisherigen Produktionen von „Der Schuh des Manitou“ bis „(T)raumschiff“ hatten einen so dermaßen skurrilen Hintergrund, sodaß ich schon oft dachte, der müsste doch eigentlich angezeigt werden wegen Verleumdungen und Verachtung der Menschenrechte. Aber er selber bezeichnet dieses als Humor. Komische Einstellung. Wobei aber viele Leute so denken wie ich und diesen Typen zum Teufel wünschen, aber alle meinen, sie müssten sich ja der Gemeinschaft anschließen, die keine ist. Fakt: Ich mag diesen Menschen Herbig nicht. Und auch nicht seine Filme, „Wickie“ hätte man ihn verbieten müssen. Trotzdem ging ich hin, weil mich „Wickie“ selber interessierte.

Ich wurde nicht enttäuscht, was den Michael „Bully“ Herbig betrifft. Wäre der Hauptdarsteller Jonas Hämmerle nicht gewesen, ich hätte das Kino schon nach fünf Minuten wieder verlassen.

Aber Jonas aus meinem Nachbarort Ditzingen spielte seine Rolle des Wickie so dermaßen perfekt und überzeugend, daß ich alle weiteren Unzulänglichkeiten und sogar Blöd- und Plattheiten des weiteren Filmverlaufes einfach vergaß. Es war atemberauschend, Jonas bei seinem Spiel zu beobachten, wenn er die Nase rieb, dann die Finger schnalzte und rief: „Jaaa, ich hab’s“.

Jonas Hämmerle aus Ditzingen in Württemberg ist einfach DER ABSOLUTE STAR in diesem ansonsten lächerlichen Film, der von der Regie her die saure Zitrone als Preis bekommen würde und sonst nicht der Rede wert ist. Jonas rettet die Legende Wickie alleine schon durch sein Dasein, wie es nur ein gestandener Junge wie er tun kann. Damit hat er den Erwachsenen wieder mal gezeigt, daß es ohne ihn und seinesgleichen nicht geht. Und das ist gut so.

Ich empfehle diesen Film also nur diejenigen, die „Wickie“ Jonas Hämmerle in Action sehen möchten, und das mit ganzem Herzen. Er wird euch alle begeistern.

Wer aber einen Kinofilm erwartet, der sollte lieber zuhause bleiben.

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