Europawahl – Noch eine Nachlese und Ausblicke

von unserem Netzwerk-Partner moltaweto

Eigentlich könnte man dieses Thema ja auch leicht als abgehakt und erledigt betrachten – ist es aber nicht und zwar in besonderem Maße nicht für uns Deutsche. Damit spiele ich nicht allein auf die Bundestagswahl im September an, sondern ganz allgemein auf den Zustand unserer Gesellschaft und ihrer „politischen Vorturner/innen“ …

Darüber, wie man Wahlbeteiligung und Wahlergebnis bewerten sollte, hatte ich hier schon etwas geschrieben und mich dabei gerne und überzeugt der Vorarbeit von geschätzten Kollegen bedient, deren Meinungen ich vollinhaltlich teile und im Großen und Ganzen auch in meiner Gesamteinstellung zu diesem Themenkomplex aufgehen.

Es ist jedoch mitnichten möglich, die Sache nun zu vergessen und wieder zur Tagesordnung (welcher denn genau, bitte schön?) zurückzukehren. Auch mit dieser Meinung sehe ich mich allenthalben von guter Gesellschaft umgeben und die Meinungsäußerungen zu diesem so immens wichtigen Thema decken ein gewaltiges Spektrum der unterschiedlichsten Gesichtspunkte ab.

Roberto [ad sinistram] nahm die Mühe auf sich, die Berichterstattung und Meinungsmache der „Qualitätsmedien“ (treffender und bezeichnender Weise zugleich) an einem Machwerk aus der springerisch geprägten Medienecke darzustellen und gleichzeitig geharnischt zu kritisieren. Eben die Art der „politischen Berichterstattung“, die von fachlichen Mängeln und – gelinde gesagt – fragwürdigen Handlungsweisen der etablierten politischen Klasse ablenken und die Hauptlast der zu veranschlagenden Schuld beim Wahlvolk abladen sollen. Unterschiedlich mag höchstens de Verpackung sein, die Lobhudeleien für eine de facto nicht mehr (wenn man es genau nimmt sogar nie) existente Demokratie und jeder andere, untrennbar mit dieser Fassadenkletterei verknüpfte gleichgeschaltete Realitätsverlust bleiben sich immer gleich!

Jochen [Duckhome] pickt sich auf besonders eindrucksvolle Weise den Herrn Thießen von der SPD heraus, der den Ausweg aus dem Dilemma seiner Partei in der Einführung der Wahlpflicht und dem Verhängen von Bußgeldern gegen sich trotzdem unwillig zeigende Bürger/innen zu erspähen glaubt. Ich denke, zu dem von ihm verfassten Mumpitz muss man nicht mehr viel schreiben, das haben Jochen und andere schon gut und hinlänglich getan – außer vielleicht zum einen, dass er ein seltsames Demokratieverständnis sein Eigen nennt (das wahrscheinlich repräsentativ für unsere „Volksvertreter“ in BT und BR, aber auch auf Landes und EU-Ebene sein dürfte) und die Verpflichtung zur „demokratischen Pflichterfüllung“ einseitig beim Wahlvolk angesiedelt zu empfinden scheint (würden die Damen und Herren im Bundestag ihrer Arbeit und Pflicht nur immer ebenso ausnahmslos und geschlossen nachgehen wie dann, wenn es um die Erhöhung ihrer Diäten geht!) … und natürlich: hat es vor einiger Zeit nicht schon einmal so abstruse Gedankenspiele (Wahlpflicht und Ordnungswidrigkeit) gegeben, die dann schneller wieder in der Mottenkiste verschwanden als sie hervorgeholt worden waren? – Nun gut, mit diesem Unfug kann man natürlich nicht konform gehen – aber die grundsätzliche Problematik, dass Nichtwählen in etwa genau so sinnvoll ist, wie das reine Protestwählen, bei dem dann solche Parteien ausgewählt werden, die am Ende namenlos im Heer der „sonstigen Parteien“ verschwinden, die zwar eine beachtliche Zahl von Stimmen gewinnen, diese aufgrund ihrer kontraproduktiven Zerstrittenheit und Abgrenzung untereinander aber nicht politisch geltend machen können, sollte man aufgreifen und nicht aus den Augen verlieren … Kurz und schmerzlos bringt auch Harald [Lumperladen] die Problematik der Nichtwähler auf den Punkt – mit ebenso freundlicher wie treffender Unterstützung von Urs1798

Nicht unterschlagen möchte ich hier den etwas weiter gespannten Bogen von Feynsinn zur Thematik Thießen – SPD – Agenda 2009.

Auch noch eine klitzekleine Meinungsäußerung meinerseits dazu: natürlich wollen die Politiker/innen nicht wirklich an den Demokratiesinn der Bürger/innen appellieren – viel zu ungewiss wäre der Ausgang aus ihrer Sicht, falls wir beim nächsten bedeutsamen Wahlereignis mit einem Mal eine Wahlbeteiligung von 70 Prozent oder mehr haben sollten … es dient wieder einmal ausschließlich der scheinheiligen Umverlagerung der Schuld von den eigenen Schultern auf jene der von der politischen Klasse schamlos betrogenen, ausgebeuteten und entrechteten Mehrheit der Bevölkerung!

Jochen und Oeffinger Freidenker … nahmen sich dann auch noch dem Abgesang auf die (nicht nur deutsche) Sozialdemokratie an … ein „Phänomen“ das europaweit keineswegs von ungefähr oder überraschend kommt, sondern die logische Konsequenz des Verrats an den ehemals eigenen Idealen (und nicht zuletzt an den Wählern) und einer haltlosen „Neoliberalisierung“ repräsentiert. Diese ist unzweifelhaft mit dem globalen Siegeszug dieser zur Heilslehre hoch stilisierten Wirtschafts- und Gesellschaftsideologie einher gegangen und durch die „politische Wende“ hierzulande (rotgelb zu schwarzgelb und KOHL) sowie den Hochverrat der rotgrünen Regierungskoalition an Sozial- und Rechtsstaat (der überragenden Mehrheit des Volkes) ihre scheinbar unumkehrbare Etablierung gefunden hat. Dinge wie die „deutsche Wiedervereinigung“, die Schaffung der Eurozone und die ohne Not vorgenommene Demontage der D-Mark und der deutschen Volkswirtschaft (zum Vorteil der Exportindustrie) im Zuge der „Europäisierung der Globalisierung“ und nicht zuletzt der Zusammenbruch der Sowjetunion als einzigem ernstzunehmenden Kontrahenten des „angloamerikanischen Empire“ haben sicherlich das ihrige dazu beigetragen, aber der „Hauptverdienst“ fällt unstrittig den Fahnenflüchtigen der Sozialdemokratie zu (die es ja auch „früher schon mal“ in bedeutender Rolle gegeben hatte).

Die perfekte Steilvorlage vom europäischen Politikparkett zum deutschen liefert meiner Ansicht nach Principiis obsta mit dem simplen, aber doch treffenden und deshalb wirkungsvollen Zitieren einer „ewig modernen“ Brechtschen Mahnung … Der Marsch ins Dritte Reich!

Dieser „tief geschlagenen Kerbe“ muss man zweifelsohne auch diesen Artikel von Daniel Neun und andere zuordnen, die sich mit Terrorwarnungen und ihren wahren oder angenommenen (gefaketen?) Hintergründen auseinandersetzten … man könnte es auch als „Panik der Eliten“ bezeichnen, die jene Herrschaften, die zwischen dem Pöbel und den „unantastbaren“ wahren Eliten das Regiment schwingen (wollen) zu allen möglichen und notfalls eben auch unmöglichen Strohhalmen greifen lässt (lassen könnte).

Neben Terrorpolitik made in Germany und geplanter umfassender Meinungszensur auf infamen (KiPo-) Umwegen muss man natürlich auch die Schweinepest als nach wie vor über uns schwebendes Damoklesschwert der eskalierenden Elitenpanik bezeichnen … ich empfehle hier einfach mal stellvertretend die Beiträge von Wahrheiten.org, wo man sich dem Thema unter dem überaus stimmigen Titel Hurra, Hurra, die Pandemie ist da! – Was steckt dahinter? annimmt, oder den Beitrag vom Womblog, der uns die scharfzüngige Erklärung von Steven Black mit dem „putzigen Titel“ Kommt ein Schweinchen geflogen vermittelt. Dass es hier keineswegs nur um eine profitable Lüge der Hersteller von angeblichen Impfstoffen geht, sondern auch gemeingefährliche Elitenabsichten mit höchstwahrscheinlich weittragenden gesundheitlichen Folgen für die von Zwangsimpfungen bedrohten Menschen damit verbunden sind, muss man als gewährleistet ansehen (auch eine Form des tödlichen Terrors, den die „Staaten“ im Auftrag der wahren Geld- und Machteliten planen!).

Abschließende persönliche Schlussfolgerung:

Was hat diese „wüste Zusammenstellung“ unterschiedlicher Themen mit uns und der Bundestagswahl zu tun, die definitiv anders ablaufen und andere Ergebnisse als die Europawahl bringen muss? – Nun ja, ich könnte mir gut vorstellen, dass der/die eine oder andere beim Lesen des Artikels bei dieser Frage anlangen könnte.

Bevor ich versuchen möchte, dies in knappest möglicher Form zu erläutern, verweise ich – keineswegs vom Thema abschweifend – auf einen Artikel des GedankenVerbrecher. Hierbei handelt es sich „zwar nur“ um das Vorwort für das in Arbeit befindliches (nichtkommerzielles) E-Book eines besorgten Menschen, aber die darin zusammengefügten Gedanken zeigen doch sehr eindeutig auf, warum wir nicht länger zulassen können, dass wir „von denen da oben“ mittels Massenmanipulation und zur Wahrheit erhobenen Lügen noch weitreichender verdummt und untergebuttert werden.

Des Weiteren weise ich auch darauf hin, dass man sich sehr viel eingehender mit dem tatsächlichen staats- und völkerrechtlichen Status unseres Landes auseinandersetzen muss, um wirklich begreifen zu können, wie selbstherrlich und volks- respektive menschenverachtend (und nicht zuletzt hochgradig kriminell) die Machenschaften der politischen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, militärischen und gesellschaftlichen Pseudoeliten wirklich sind, die alle zusammenwirken, um (nicht nur, aber auch und vor allem) unserer Republik und „Demokratie“ den unumkehrbaren Todesstoß verpassen zu können. Hierzu wird innerhalb der nächsten Wochen (genauer Termin wird noch genannt) ein fraglos umfangreicherer Artikel erscheinen – man kann sich aber sowohl hier bei uns als auch auf der Alternativseite auch jetzt schon einen Überblick verschaffen.

Nun gut … die Tatsache, dass alle (nur beispielhaft) aufgeführten Artikel eindeutig dafür sprechen, dass der deutsche Michel nur noch wenige Monate zum Aufwachen hat, wenn er sich eine Minimalchance bewahren möchte, dass dieses Erwachen ihn nicht in eine Diktatur hinein versetzt, liegt schlicht und ergreifend darin begründet, dass viele Teilaspekte zusammengeführt werden müssen, um den akuten Zustand unseres Landes und des Restes der Welt halbwegs korrekt erfassen zu können. Dazu gehören unbestreitbar auch noch die Themen Rüstung, Kriegführung und unterschiedliche Variationen von „aus den elitären Löchern kriechendem neofeudalistischem Faschismus“ … aber diese Themen sollte man in einem gesonderten Artikel zusammenfassen und dann erst Querverbindungen zu den hierin aufgestellten Thesen und eventuell noch anderen Detailansichten herstellen.

Fakt ist deshalb: am 27. September müssen die politisch Verantwortlichen dieses Landes den Schock ihres Lebens verpasst bekommen, in dem nicht nur die Wahllokale von wahlbereiten und verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern gestürmt, sondern deren Stimmen auch in eine klare Abfuhr für die verlogene und betrügerische Politik der (wenigstens) letzten 30 Jahre umgemünzt werden. Und für dieses Ziel – oder besser für seine Verwirklichung – müssen sich auch die politischen Alternativen auf der Zielgerade ausschließlich darauf besinnen, was sie letztendlich erreichen wollen – eine Veränderung der deutschen Politik zugunsten der Allgemeinheit, weil nur dadurch ein dauerhaftes Überleben unserer Gesellschaft in einer friedlicheren und insgesamt menschlicheren (auch zum Vorteil der Natur gereichenden) Welt sichergestellt werden kann.

Nun ja … das ist die Ansage, so wie ich sie formulieren würde … schauen wir mal, wie intelligent und lernfähig unsere Mitmenschen wirklich sind.

Quelle: http://moltaweto.wordpress.com/2009/06/12/europawahl-%E2%80%93-noch-eine-nachlese-und-ausblicke/

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Ein Kommentar

  1. THEOLOGISCHE DEBATTEN DES MITTELALTERS

    „Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.“

    Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008)

    Machtausübung ist Dummheit und allgemeiner Wohlstand ist selbstverständlich – sobald die Religion überwunden ist, die schon immer die Aufgabe hatte, die Fehler der Makroökonomie aus dem Bewusstsein des arbeitenden Volkes auszublenden. Die Religion (Rückbindung auf einen künstlichen Archetyp) war solange notwendig und sinnvoll, wie niemand diese Fehler zu beheben wusste, die zwangsläufig zu systemischer Ungerechtigkeit und damit zu Massenarmut und Krieg führen. Ohne die selektive geistige Blindheit, die uns „wahnsinnig genug“ für die Benutzung von Zinsgeld machte, und die noch heute die Menschheit in Herrscher (Zinsprofiteure) und Beherrschte (Zinsverlierer) unterteilt, wäre unsere Zivilisation nie entstanden.

    Erst der Prophet Jesus von Nazareth erkannte, wie die Makroökonomie zu gestalten ist, damit niemand einen unverdienten Gewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) erzielen kann. Doch mit dem Cargo-Kult des Katholizismus mutierte die seit Jesus eigentlich überflüssige Religion vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode: weitere 1600 Jahre Massenarmut und Krieg, seit der Vernichtung der Gnosis (Kenntnis) im vierten Jahrhundert.

    Die „heilige katholische Kirche“ degradierte das Genie zum moralisierenden Wanderprediger und projizierte das von Jesus vorhergesagte „Königreich des Vaters“ (Freiwirtschaft, Vater der Kultur = Kreditangebot), in dem die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beendet ist, auf ein hypothetisches „Himmelreich“ der Toten, nur um selbst eine „Moral“ verkaufen zu können, die in der idealen Makroökonomie so sinnlos ist wie eine Taschenlampe bei Sonnenschein.

    Der religiöse Wahnsinn beließ die Menschheit in der systemischen Ungerechtigkeit des Privatkapitalismus (Erbsünde) und ließ so dem ersten Weltkrieg noch einen zweiten folgen, obwohl der Sozialphilosoph Silvio Gesell bereits 1916, unabhängig von der Heiligen Schrift und erstmals auf wissenschaftlicher Grundlage, genau das wieder beschrieb, was der geniale Prophet Jesus von Nazareth als erster Denker in der bekannten Geschichte als Wahrheit erkannt hatte: absolute Gerechtigkeit durch absolute Marktgerechtigkeit.

    Heute (2009) sind wir an genau dem Punkt angekommen, den die israelitische Priesterschaft schon vor 2600 Jahren vorhergesehen hatte: Wir stehen unmittelbar vor der globalen Liquiditätsfalle (Armageddon), der totalen Selbstvernichtung, denn der Krieg (umfassende Sachkapitalzerstörung) konnte nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

    Doch ein Atomkrieg ist gar nicht erforderlich, um unsere ganze „moderne Zivilisation“ auszulöschen; es reicht aus, wenn wir weiterhin an den „lieben Gott“ (künstlicher Archetyp: Jahwe = Investor) glauben und ein allgemeines Zwischentauschmittel mit parasitärer Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) verwenden.

    Ich wünsche dem einstigen Land der Dichter und Denker Viel Erfolg bei der Auferstehung aus der religiösen Verblendung noch vor dem jüngsten Tag (1. Januar 2010).

    Mit freiwirtschaftlichem Gruß

    „The strong young man of the rising sun“

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